Ratgeber

Geldanlage digital Diese Robo-Advisor liefern Anlegern den größten Mehrwert

04.09.2026, 07:20 Uhr
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Für Neulinge am Kapitalmarkt ist nicht nur die Performance wichtig. Sie brauchen auch eine gute Beratung und sollten auch auf überschaubare Kosten achten. (Foto: PantherMedia / Boris Zerwann)

Die Entscheidung der Bundesregierung, das Altervorsorgedepot ins Leben zu rufen, hat bei den Sparern ein neues Interesse für Investmentanlagen geweckt. Mit einer digitalen Vermögensverwaltung gelingt der Einstieg auch Neulingen, erläutern die Experten der FMH-Finanzberatung.

Geld zurücklegen und möglichst hohe Renditen erzielen, wollen wir alle. Doch die Zeiten, in denen das gute alte Sparbuch das Maß aller Dinge war, sind lange vorbei. Wer heute mit seiner Geldanlage mehr als einen Inflationsausgleich erwirtschaften will, kommt an Investmentanlagen kaum vorbei.

Lange schreckte das vor allem unerfahrene Sparer ab - nicht nur wegen der Risiken, sondern auch, weil diese Art der Geldanlage einen zusätzlichen Aufwand erfordert. Nicht jeder kann oder will im hektischen Alltag schließlich noch einen weiteren Punkt auf die ohnehin viel zu volle To-Do-Liste packen.

Erfreulicherweise können sich Anleger inzwischen die Vorteile eines leistungsstarken Anlage-Portfolios sichern, ohne sich regelmäßig um dessen Verwaltung zu kümmern - ganz einfach per Robo Advisor. Der Begriff bezeichnet im Wesentlichen eine automatisierte, computergestützte Anlageverwaltung, die je nach Anlageziel, Risikobereitschaft und Anlagehorizont des Sparers investiert, während ein Algorithmus die laufende Verwaltung des Portfolios übernimmt.

Nicht ganz einfach zu beantworten ist jedoch die Frage, wo finden Interessenten den besten Anbieter, um mit möglichst wenig Aufwand eine möglichst gute Performance zu erzielen. Deshalb hat die FMH-Finanzberatung im Auftrag von ntv einen aufwendigen Vergleich durchgeführt.

Prima Performance bei möglichst wenig Aufwand

Für dessen Auswertung wählten die Frankfurter eine ausgeglichene Anlage mit überschaubaren Risiken (40 bis 60 Prozent Aktienanteil). Für Kunden, die besonderen Wert auf eine nachhaltige Anlagestrategie legen, fragte die FMH zudem auch in diesem Segment die Performance-Daten und Kosten ab.

Zusätzlich wollten die Analysten wissen, ob die Möglichkeit besteht, einen größeren Betrag per Robo-Advisor anlegen zu lassen, um später über einen Auszahlplan Monat für Monate die Rente aufzubessern. Leider bieten diesen Service noch nicht alle Anbieter im Vergleich.

Ebenfalls in die Bewertung einbezogen wurden die Servicegebühren, die die Anbieter für ihre Dienste verlangen. Mit Ausnahme von Evergreen, der ohne solche Kosten auskommt, lassen sich die Anbieter im Test zum Teil recht gut bezahlen: Kunden müssen bis zu einem Prozent des verwalteten Vermögens pro Jahr investieren.

Gerade für unerfahrene Anleger oder Kunden, die sich eine automatisierte Risiko- und Ruhestandsstrategie wünschen, ist dieses Geld aber oft gut investiert, zumal es unbedarfte Sparer vor kostspieligen Fehlentscheidungen bewahrt. Und im Vergleich zu einer klassischen Vermögensverwaltung sind selbst die Kosten der hochpreisigen Robo Advisor noch sehr überschaubar.

Der Markt wird sich anpassen müssen

Dennoch geht die FMH davon aus, dass die Robo-Advisor in den kommenden Jahren ihre Servicegebühr eher senken werden, um mit einfachen ETF-Sparplänen und Anlagen mithalten zu können. Es lohnt sich also weiterhin, gelegentlich die Konditionen der verschiedenen Anbieter zu vergleichen.

Nach aktuellem Stand sind die Sieger bei der klassischen Robo-Anlage Minveo, quirion, Ginmon und Mintos. Und bei den Robo-Angeboten, die auf Nachhaltigkeit achten, glänzen quirion, Ginmon, cominvest, Evergreen und Scalable Capital Wealth.

Quelle: ntv.de, awi

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