Ratgeber
Laut Warentest fahren Anleger  mit börsengehandelten Indexfonds am bequemsten und am günstigsten.
Laut Warentest fahren Anleger mit börsengehandelten Indexfonds am bequemsten und am günstigsten.(Foto: imago/Westend61)
Mittwoch, 14. März 2018

Finanztest checkt ETFs : Hier gibt es satte Dividenden

Derzeit ist an der Zinsfront kaum etwas zu holen. Was nicht heißen muss, dass Geldsparen sinnlos ist. Zumindest dann nicht, wenn das Ersparte richtig investiert wird. Beispielsweise in Aktienfonds. Denn hier winken neben Kurssteigerungen auch Gewinnbeteiligungen.

So langsam scheint die Bude sturmreif geschossen zu sein. Oder konkreter, die Deutschen erkennen - wenn auch zögerlich, die Vorteile, die eine Aktienanlage bieten kann. Bei vergleichsweise überschaubaren Risiken. Vorausgesetzt, der Anleger bringt den richtigen Zeithorizont mit (ab 10 Jahren), damit Verluste ausgesessen werden können und setzt nicht auf Einzelwerte. Sprich: Fonds sind gefragt. Am kostengünstigsten sind diese in Form von Indexfonds (ETFs) zu haben. Zudem performen sie meist auch besser als aktiv gemanagte Fonds.

Doch unabhängig davon bieten Anlagen in Aktien die Chance auf Kursgewinne, aber auch auf Dividenden. Wer in den letzten 20 Jahren in einen breit gestreuten Börsenindex (MSCI World, Eurostoxx 600) investierte, konnte sich über Zusatzeinnahmen in Höhe von 2 bis 4 Prozent freuen. Was insgesamt ein bis zwei Drittel der gesamten Wertsteigerung ausmacht, wie Finanztest berichtet.

Fast 10 Prozent Rendite

Doch es besteht auch die Möglichkeit, mittels Fonds gezielt auf dividendenstarke Aktien zu setzen. Auch in ETFs - die einfach die Entwicklung eines Dividendenindexes nachzeichnen. Da diese Fonds zum großen Teil eher schwankungsarme Aktien enthalten, können sie deshalb die Stabilität der Aktienfondsmischung erhöhen und so eine sinnvolle Beimischung für das Depot darstellen.

In Krisenzeiten wirken sie oft wie ein Sicherheitsnetz. Meist finden sich in den entsprechenden Fonds dann auch Einzeltitel aus der Pharmabranche oder Nahrungsmittelproduzenten. ­­Ihre Einnahmen sind vergleichsweise ­berechen­bar und nicht so stark von der Konjunktur abhängig wie die von Auto- und Maschinenbau­unternehmen. Allerdings zeigt sich der Nachteil von Dividendenfonds, wenn die Börsen boomen. Dann hinken diese der Gesamtentwicklung am Aktienmarkt hinterher - so auch in den letzten fünf Jahren.   

Für den internationalen Markt gibt es den Global Select Dividend 100-Index. In ihm enthalten sind 100 dividendenstarke Werte aus Europa, Asien und den USA. Entsprechende ETFs, die den Index abbilden, werden von iShares und von db x-trackers angeboten. Ersterer enthält die Originalaktien, db x-trackers bildet den Index in Form von Swaps nach. Auf Sicht von fünf Jahren konnten die Fonds eine Rendite von 9,6 beziehungsweise 9,8 Prozent p.a. erwirtschaften.

Wer seine Dividenden lieber in Europa kassieren möchte, kann passiv auf den von iShares abgebildeten Stoxx Europe Select Dividend 30 setzen (9,8 Prozent Rendite p.a.).

Quelle: n-tv.de