Im Notfall eingreifen Hitzefalle Auto: So helfen Sie eingeschlossenen Kindern

Schon bei 20 Grad und Sonne kann das Auto für Kinder zur tödlichen Gefahr werden. Wie Sie richtig reagieren, wenn ein kleines Kind allein im heißen Auto sitzt.
Es ist eine Regel, die alle kennen - eigentlich: Kinder, besonders Babys, nicht allein im Auto lassen, besonders bei Hitze nicht. Aber nicht alle halten sich immer daran, vielleicht holen sie nur schnell eine Tüte Milch aus dem Supermarkt, vielleicht "vergessen" sie ihr Kind sogar eine Weile - und das kann gefährlich und sogar tödlich sein.
Wenn man zufällig ein kleines Kind oder ein Baby allein im Auto sieht, sollte man schnell handeln.
Wenn Sie sehen, dass ein Baby oder ein Kind allein in einem verschlossenen Fahrzeug sitzt, raten Polizei und ADAC:
Prüfen: Ist das Kind bei Bewusstsein (klopfen, durch die Scheibe beobachten)?
Wenn ja: Sind Eltern, Autohalter, Aufsichtspersonen zu finden, etwa über Ausrufe?
Wenn nein: Notruf wählen - 112 für Notarzt und Rettungswagen, 110 für Polizei.
Vor Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst: am Wagen bleiben, Passanten ansprechen, die als Zeugen oder Helfer infrage kämen. Gibt es Anzeichen für einen Hitzschlag, also einen Notfall, kann es nötig sein, eine Autoscheibe mit einem Gegenstand einzuschlagen, um das Kind selbst aus dem Fahrzeug zu holen - hier sollte man sich von der Leitstelle der Feuerwehr oder der Polizei Handlungsanweisungen geben lassen.
Sobald Sie das Kind aus dem heißen Auto befreit haben:
Bringen Sie das Kind an einen möglichst kühlen, schattigen Ort.
Beengende oder zu warme Kleidung entfernen
Kühlen mit feuchten Tüchern (vor allem auf Kopf und Nacken)
Beine des Kindes hochlegen
Ist das Kind bei Bewusstsein: versuchen, ihm etwas zu trinken zu geben
Beruhigen Sie das Kind, lassen Sie es nicht allein.
Setzt die Atmung aus: sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Grundsätzlich gilt: Schon bei Lufttemperaturen von 20 Grad und Sonnenschein kann die Temperatur laut ADAC im Auto so stark ansteigen, dass es für Kinder gesundheitlich bedenklich wird, nach 60 Minuten etwa auf 46 Grad. Auch leicht geöffnete Scheiben machen kaum einen Unterschied, wie ein Testversuch des ADAC zeigte: Schon bei einer Außentemperatur von 28 Grad kletterte die Temperatur im Auto bei 20 Minuten Standzeit auf bis zu 42 Grad, bei geschlossenen Fenstern wurden bis zu 45 Grad gemessen.