Ratgeber

So senkt man die Mobilfunkrechnung Im Supermarkt gibt's gute Tarife

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Telefonieren ist für viele Smartphone-Nutzer Nebensache. Wer sein Datenvolumen abgesurft hat, kann unkompliziert nachladen.

(Foto: imago/Westend61)

Man kann sich für 15, 20 oder 30 Euro eine Mobilfunk-Flatrate mit Zweijahresvertrag buchen. Prepaid-Tarife aus dem Supermarkt sind nicht nur flexibler, sondern oft auch deutlich günstiger. Und manche bieten auch noch ungeahnte Vorteile.

Bei Edeka, Lidl oder Rossmann denkt man an Lebensmittel oder Drogeriewaren, aber nicht unbedingt an Mobilfunktarife. In Online-Vergleichen kommen die Einzelhändler eher selten vor. Dabei sind die Karten, die Discounter, Supermärkte oder eben Drogerien im Kassenbereich verkaufen, gar keine schlechte Option. Mit Vertragslaufzeiten von nur einem Monat seien sie ideal für alle, die flexibel bleiben wollen, schreibt die Stiftung Warentest, die sich für die neue Ausgabe von "Finanztest" die Angebote der Einzelhändler genauer angesehen hat.

Wer sein Smartphone wenig nutzt, muss nicht mehr als fünf Euro im Monat ausgeben. So viel kosten die sogenannten XS-Tarife von Lidl und Kaufland. Letzterer nutzt das Netz von O2, Lidl das D2-Netz. Bei beiden sind 100 Tarifeinheiten, also SMS oder Freiminuten, inklusive. Dazu gibt es bei Lidl 200 Megabyte Datenvolumen, bei Kaufland 100. Das ist nicht viel, aber wahrscheinlich ausreichend, wenn man online außer Messaging nicht viel macht. Bei Bedarf kann man Volumenpakete dazukaufen. Die Pakete kosten ab 1,50 Euro.

Darf's ein bisschen mehr sein? Für rund sieben Euro im Monat bekommen Kunden zum Beispiel bei Nettokom und Norma 260 Einheiten und 660 MB Daten im Netz von O2. Für rund 10 Euro monatlich gibt es bei den beiden Anbietern 450 Freiminuten und 1 GB Datenvolumen. Wer unterwegs nicht oft Musik oder Filme streamt, wird damit wahrscheinlich auskommen.

Rewe und Penny funken im D1-Netz

Die beiden Preis-Leistungssieger nutzen das Netz von Telefónica, also O2, so wie die meisten anderen Anbieter. Im jüngsten Netztest des "Connect"-Magazins schnitt O2 allerdings nur mittelmäßig ab. Edeka und Lidl funken im zuverlässigeren D2-Netz. Wer auch in der Bahn guten Empfang haben will, sucht sich am besten einen Anbieter mit D1-Netz.

Viele Möglichkeiten bleiben hier nicht: Zur Wahl stehen Ja! Mobil von Rewe und Penny Mobil. Die Konditionen sind die gleichen: für rund 9 Euro bekommt man 300 Inklusivminuten plus 50 Frei-SMS sowie 750 GB Datenvolumen. Mehr sollte man auch nicht verbrauchen, denn mit 4,90 Euro für 200 MB ist der Zukauf von Volumen ziemlich teuer. Ein weiterer Nachteil ist die geringe maximale Up- und Downloadgeschwindigkeit von 14,4 beziehungsweise 2,8 Megabit pro Sekunde. Außer Rossmann Mobil sind alle Anbieter schneller. Apropos Geschwindigkeit: LTE gibt es bei den Prepaid-Tarifen grundsätzlich nicht.

Auslandseinsatz inklusive

Ein Plus von Rossmann: Hier und auch bei Lidl und Edeka können Kunden ihre Telefon- und Datenpakete im EU-Ausland nutzen, ohne zusätzliche Roaminggebühren. Alle, die öfter mal im Ausland sind, werden das zu schätzen wissen. Eine weitere Besonderheit der Supermarkt-Anbieter sind die Communitytarife: Kunden, die bei einem Anbieter unter Vertrag sind, telefonieren untereinander billiger oder kostenlos. Das macht die Prepaid-Karten gerade für Familien attraktiv – neben der Tatsache, dass man die Kosten voll unter Kontrolle hat.

Wer seinen Mobilfunkanbieter wechselt, kann seine alte Nummer mitnehmen, auch wenn man einen Laufzeitvertrag gegen einen Prepaid-Tarif tauscht. In der Regel verlangt der alte Provider dafür eine Gebühr. Die gute Nachricht: Die meisten Discounter übernehmen die Kosten. Fast alle erstatten 25 bis 30 Euro. Neukunden sollten jedoch darauf achten, dass sie ausreichend Guthaben auf der Karte haben, empfiehlt "Finanztest".

Quelle: ntv.de, ino