Ratgeber

Grundfreibetrag erhöht Jetzt gibt es ein wenig mehr Netto vom Brutto

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Arbeitnehmer müssen für das kleine Plus beim Nettogehalt selbst nichts tun.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die Bürger ächzen unter der hohen Inflation. Die Bundesregierung hält dagegen. Mit ihren Entlastungspaketen. Unter anderem wird der Grundfreibetrag erhöht. Davon profitieren alle Steuerzahlenden, Arbeitnehmer ebenso wie Rentner und Pensionäre.

Hier kommen drei gute Nachrichten für Steuerzahler. Jene, die in der Pflicht sind, eine Steuererklärung abzugeben, können sich für das Rendezvous mit dem Finanzamt mehr Zeit lassen. Nämlich bis zum 31. Oktober 2022. Und zweitens bleibt wegen der gestiegenen Lebens­haltungs­kosten für alle ein klein bisschen mehr vom 2022 erzielten Einkommen steuerfrei.

Denn im Jahr 2022 ist rück­wirkend zum Januar der steuerfreie Grund­frei­betrag von 9984 Euro auf 10.347 Euro gestiegen. Da die Pauschale zuletzt 2011 ange­hoben wurde, war eine Erhöhung laut dem Institut der deutschen Wirt­schaft (IW) über­fällig. Diese geplanten Änderungen bringen einer Alleinverdienerfamilie mit zwei Kindern und 50.000 Euro Brutto­einkommen 2022 rund 190 Euro Entlastung. Arbeiten beide Eltern, sind es durch den doppelten Arbeitnehmerfrei­betrag rund 242 Euro, rechnet das IW vor. Auf das Gesamtjahr gerechnet wohlgemerkt.

Der Bund der Steuerzahler geht davon aus, dass die Arbeitgeber die zu viel gezahlte Lohnsteuer ab spätestens Juli zurückzahlen. Das geschieht rückwirkend bis einschließlich 1. Januar 2022. Von der Änderung profitieren werden alle Steuerzahlenden, Arbeitnehmer ebenso wie Rentner und Pensionäre, sofern sie Einkommensteuer zahlen, informiert die Stiftung Warentest.

Entweder automatisch oder per Steuererklärung

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Arbeitnehmer müssen für das kleine Plus beim Nettogehalt selbst nichts tun, dies passiert automatisch. Denn der Arbeit­geber muss bei der Lohn­abrechnung den höheren Frei­betrag bei der Lohn­steuer berück­sichtigen. Für Rentner und Pensionäre wirkt sich der Steuer­nach­lass spätestens nach der Steuererklärung für 2022 aus.

Und es gibt noch eine gute Nachricht für Arbeitnehmer. Für sie steigt der Pausch­betrag, bis zu dem die Jobkosten pauschal steuerfrei sind, ebenfalls rück­wirkend ab Januar 2022 um 200 Euro auf 1200 Euro. Profitieren tun alle Arbeitnehme­r, die weniger als 1200 Euro Werbungs­kosten im Jahr haben. Das bringt zum Beispiel bei 4000 Monats­brutto rund 67 Euro Steuerersparnis im Jahr. Dies macht sich dann aber erst bei der Steuererklärung für das Jahr 2022 bemerkbar. Keinen Vorteil hat aber, wer etwa allein durch seinen Arbeitsweg mehr als 1200 Euro Pend­lerpauschale absetzt.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 28. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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