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Hautkontakt vermeiden No-Name-Technik oft schadstoffbelastet

Wer neues Zubehör für Computer oder Smartphone auspackt, wundert sich oft über einen unangenehmen Geruch. Das muss nicht, kann aber ein Anzeichen für Schadstoffe sein. Gerade unbekannte Hersteller verwenden für Kabel oft gefährliche Weichmacher.

No-Name-Technik kann krebserregende Schadstoffe enthalten. Auch in Computer-Mäusen wurden giftige Substanzen nachgewiesen. Foto: dpa-infocom

No-Name-Technik kann krebserregende Schadstoffe enthalten. Auch in Computer-Mäusen wurden giftige Substanzen nachgewiesen.

(Foto: dpa)

Viele Produkte des täglichen Lebens enthalten gefährlic he Stoffe, die mit ernsthaften Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Das kann man den Produkten in den meisten Fällen jedoch nicht ansehen – aber oft riechen.

So hat die Computerzeitschrift "c't" in mehreren technischen Geräten Schadstoffe gefunden. Gefährlich sind zum Beispiel Ohrhörer, Mäuse und Tastaturen von unbekannten Herstellern, schreibt die Zeitschrift (Ausgabe 5/2014). Sie können die Weichmacher PAK, SCCP und DEHP enthalten, die in hohen Konzentrationen Krebs verursachen oder der Fruchtbarkeit schaden. Teilweise werden die gesetzlichen Grenzwerte um ein Vielfaches überschritten. Markenprodukte sind dagegen in der Regel unbelastet, auch bei Schutzhüllen fürs Smartphone fanden die Tester nur selten Giftstoffe.

Oft stecken die Gifte nicht im Gerät selbst, sondern im Kabel. Bei Maus und Tastatur senkt das die Gefahr etwas - schließlich hat man mit deren Kabeln nicht ganz so viel Hautkontakt. Die Strippen an Ohrhörern berühren den Besitzer dagegen oft, vor allem wenn er sie unter der Kleidung trägt.

Teilweise können Verbraucher die Schadstoffschleudern den Angaben nach am Geruch erkennen. Ein leichter Gummigeruch beim Auspacken sei zwar normal. Ein hartnäckiger, verbrannt-öliger Geruch kann aber ein Hinweis auf PAK sein. Riecht zum Beispiel ein Kabel an der Maus unangenehm, sollte man es mit lauwarmem Wasser und ein wenig Spülmittel abwaschen und danach ein paar Tage an die frische Luft legen. Ist der Geruch dann immer noch da, kommt das Produkt besser zurück zum Händler.

Theoretisch muss der Händler Kunden auf Anfrage darüber informieren, ob und welche Giftstoffe in einem Produkt enthalten sind. In der Praxis bringt das aber nicht viel, warnt die Zeitschrift: Erstens hat er dafür 45 Tage Zeit, zweitens geben viele Händler auch nach Ablauf der Frist keine Auskunft.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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