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Donnerstag, 06. März 2014

Bücherschrank fürs Handgepäck: E-Book-Reader im Test

Für die einen sind sie ein kultureller Ober-Gau, für die anderen einfach nur praktisch: beim E-Book scheiden sich immer noch die Geister. Und dennoch lesen immer mehr Deutsche ihre Bücher auf einem E-Book-Reader. Doch welche Geräte taugen was ? Welche Anbieter haben die besten Inhalte im Programm?

Immer mehr Deutsche kaufen E-Book-Reader, weil immer mehr Bücher für das E-Book angeboten werden, aber auch weil die Hersteller die Reader immer weiter aufrüsten.  Die neuen Geräte haben noch einmal eine deutlich bessere Bild-Qualität, sind einfacher zu handhaben und verfügen über mehr Bedien-Komfort. 

Ausstattung immer besser

Michael Wolf von Stiftung Warentest hat neun aktuelle E-Book Reader getestet und war zufrieden: "Ausstattungsmerkmale wie zum Beispiel eine Hintergrundbeleuchtung, wie eine WLAN-Funkschnittstelle oder auch wie ein Touchscreen, was voriges Jahr oder vor zwei Jahren noch ein Merkmal von Luxusgeräten war, wird jetzt zum Standard bei E-Book Readern."

Lange Akkulaufzeiten

Ein weiterer Vorteil aller E-Book Reader: Die Akkulaufzeit beträgt 4-8 Wochen. Das ist ein großer Unterschied zu Smartphones oder Tablets, die in der Regel nach 1-2 Tagen schlapp machen. Bei der Menübedienung müssen sich Nutzer, die vom Tablet verwöhnt sind, am Anfang etwas an die eher langsame Reaktion der E-Book Reader gewöhnen. Sobald man sich aber außer Haus bewegt, hat der E-Book Reader die Nase wieder vorne, wie Michael Wolf von der Stiftung Warentest erläutert: "Mit so einem E-Book Reader kann man auch bei strahlendem Sonnenschein auf einer Parkbank sitzen und ein elektronisches Buch lesen, das würde mit einem Tablet nicht funktionieren weil das helle Umgebungslicht die Hintergrundbeleuchtung von einem LCD Display total überstrahlen würde und weil die Displays vom Tablets auch sehr stark spiegeln."

Sparalternativen beim Bücherkauf

Wer beim Kauf der elektronischen Bücher Geld sparen möchte, aber gleichzeitig nicht auf elektronischen Lesespaß verzichten will, für den bieten sich Alternativen: Bei Onleihe, einem Zusammenschluss verschiedener Stadtbibliotheken oder bei Anbietern wie der Bertelsmann-Tochter Skoobe. Hier können elektronische Bücher für einen bestimmten Nutzungszeitraum geliehen statt gekauft werden. Zu Flatratepreisen ab 9,99 Euro pro Monat.

Problem: Man kann nicht mit jedem Gerät jeden Inhalt lesen. Vor allem Marktführer Amazon schottet sich die Konkurrenz ab, wie Michael Wolf erklärt: "Wenn man sich einmal auf ein Amazon Kindle festlegt dann ist man mehr oder minder auf das Buchangebot von Amazon festgelegt und da versucht der Tolino reinzugehen und ein Gerät auf den Markt zu bringen was fast so komfortabel funktioniert wie ein Amazon Kindel aber man hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Anbietern und ist nicht auf einen festgelegt."

Die besten E-Book-Reader

Dennoch wurde im Test von Stiftung Warentest am Ende das Amazon Kindle Paperwhite für 129 Euro zum besten Lesergerät am Markt gekürt. Der Deutsche Herausforderer Tolino für rund 100 Euro landete auf Platz zwei. Dahinter der Kobo Aura.

Experten gehen nicht davon aus, dass das gedruckte Buch zukünftig von den E-Book Readern verdrängt wird. Die Auswahl unterschiedlicher Geräte wird jedoch stetig größer werden.

Quelle: n-tv.de