Ratgeber

120 Euro zu viel Vermieter verschleudern Geld

Deutsche Mieter zahlen durchschnittlich rund 760 Euro pro Jahr für eine warme Wohnung. Dabei würden 640 Euro völlig reichen. Und dafür müsste man nicht die Heizung runterdrehen, sondern einfach etwas Druck auf den Vermieter machen.

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Der Vermieter kann sparen, ohne dass es dadurch kälter würde.

(Foto: Rainer Sturm, pixelio.de)

Viele Mieter zahlen zu viel für ihre Heizung, weil der Vermieter zu viel Geld ausgibt. Vermieter ließen sich den Einkauf von Brennstoffen wie Gas oder die Ablesefirma oft zu viel kosten, teilt die Klimaschutz-Beratung co2online mit. So könnten Mieter hierzulande im Schnitt 120 Euro pro Jahr sparen, wenn der Vermieter den Energielieferanten wechseln würde. Weitere 40 Euro Ersparnis wären demnach drin, wenn eine neue Messfirma mit dem Ablesen beauftragt würde. Bei durchschnittlichen Heizkosten von 760 Euro könnte die Rechnung somit mehr als 20 Prozent niedriger ausfallen. Für die Berechnung des Einsparpotenzials hat das Internetportal co2online 12.500 deutsche Gebäudedaten verglichen.

Mieter haben Möglichkeiten, sich gegen überhöhte Preise des Vermieters zu wehren. So kann jeder Mieter mit einem vom Bundesumweltministerium geförderten Gutachten kostenlos feststellen, wie viel Geld er zu viel zahlt. Mit dem Ergebnis des Gutachtens kann der Mieter sich an den Vermieter wenden und diesen auffordern, die Kosten zu verringern. Darauf habe der Mieter wegen des Wirtschaftlichkeitsgebots im Bürgerlichen Gesetzbuch einen Anspruch.

"Vermieter sind häufig wenig informiert und kaum  motiviert, die Kosten günstig zu halten, weil sie die Ausgaben  direkt an die Mieter weitergeben", sagt Johannes D.  Hengstenberg von der Initiative. Ebenso uninformiert seien aber auch die Mieter, die meist nicht wüssten, dass  sie Opfer von Überzahlungen sind.

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Quelle: ntv.de, ino/AFP

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