Ratgeber

Von Flugreisen bis zum Immobilienkauf Was 2011 teurer wird

Die Flugpreise steigen, die Strompreise auch und manche frischgebackenen Eltern werden sich mit weniger Elterngeld zufriedengeben müssen. Doch 2011 bringt finanziell auch einige Verbesserungen.

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Ein Trost: 2011 soll auch die Kaufkraft steigen.

Auf die Deutschen kommen im neuen Jahr einige Belastungen zu. So werden sie für Flugtickets und Strom mehr bezahlen müssen. Zusätzlich spart die Regierung bei Zuschüssen und Lohnersatzleistungen.

Luftverkehrsabgabe:

Flugreisen werden teurer, dafür sorgt die neue "ökologische Luftverkehrsabgabe". Diese müssen die Airlines pro Passagier bezahlen, und zwar nach Entfernung gestaffelt. Bis 2500 Kilometer einfache Strecke werden 8 Euro fällig, bis 6000 Kilometer 25 Euro und für Langstreckenflüge 45 Euro.

EEG-Umlage:

Viele Verbraucher müssen bald mehr für ihren Strom zahlen. Als Grund geben die Energieversorger die Umlage-Erhöhung nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde an. Mit dem Geld wird die Gewinnung regenerativer Energien wie Solarstrom gefördert. Allerdings weisen Verbraucherschützer auf gesunkene Strombezugskosten für die Versorger hin, sodass diese keinen Anlass für die Aufschläge von bis zu 14,4 Prozent sehen.

Heizkostenzuschuss:

Für Wohngeldempfänger wird der Heizkostenzuschuss gestrichen. Für Ein-Personen-Haushalte gab es bislang 24 Euro im Monat, für 5-Personen-Haushalte 49 Euro. Der Wegfall spart dem Staat rund 100 Millionen Euro.

Elterngeld:

Die Lohnersatzleistung wird moderat gekürzt. Künftig werden nur 65 statt 67 Prozent als Berechnungsgrundlage genommen, wenn das Nettoeinkommen bei mehr als 1200 Euro im Monat liegt. Für Empfänger von Arbeitslosengeld II soll das Elterngeld von 300 Euro monatlich ganz entfallen, ebenso für Top-Verdiener, die die "Reichensteuer" zahlen. Dies betrifft aber nur Wenige.

Krankenkasse:

Der einheitliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent. 8,2 Prozent davon tragen die Arbeitnehmer. Dazu kommen gegebenenfalls Zusatzbeiträge. Hier entfällt die Ein-Prozent-Grenze, die Kassen können also bei Bedarf unabhängig vom Einkommen einen Pauschalbetrag erheben. Noch tiefer als Kassenpatienten müssen allerdings viele Privatversicherte in die Tasche greifen. Ihre Beiträge steigen im Schnitt um sieben Prozent.

Geldautomaten:

Wer Bargeld an Automaten fremder Geldinstitute abheben will, sieht ab 15. Januar auf dem Display die Höhe der Gebühr. Die Privatbanken wollen ihren Kunden nur noch höchstens 1,95 Euro je Fremdabhebung berechnen. Sparkassen und Volksbanken haben sich auf keine Vorgabe geeinigt, laut einer Umfrage der "Financial Times Deutschland" werden ihre Durchschnittsgebühren nur knapp unter der Fünf-Euro-Marke liegen. 

Einlagensicherung:

Ab dem 31. Dezember 2010 sind in Deutschland Spareinlagen bis zu 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Bislang lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei einer Insolvenz des Instituts erhalten die Kunden binnen 30 Arbeitstagen ihr Geld bis zur Höchstgrenze zurück. Bislang mussten sie drei Monate warten.

Eigentumswohnungen:

Für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines eigenen Hauses müssen Käufer in einigen Bundesländern mehr Steuern zahlen. Am 1. Januar heben vier Länder ihre Sätze für die Grunderwerbsteuer an: Im Saarland steigt die Steuer auf 4 Prozent, in Niedersachsen und Bremen auf 4,5 Prozent und in Brandenburg auf 5 Prozent. 2013 will auch Schleswig-Holstein 5 Prozent vom Kaufpreis verlangen. In den übrigen Bundesländern bleibe der Satz für die Grunderwerbsteuer bei 3,5 Prozent des Kaufpreises. Alle Kaufverträge, die nach dem 1. Januar wirksam werden, müssen die höheren Sätze bezahlen, sagt Thomas Diehn von der Bundesnotarkammer in Berlin.

 

 

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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