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Zoll und Steuern beachten Wenn Online-Schnäppchen teuer werden

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Besser noch mal nachrechnen ...

(Foto: imago/PhotoAlto)

Damit das vermeintliche Schnäppchen im Netz nicht zur Milchmädchenrechnung wird, müssen Online-Shopper die Einfuhr- und Zollbestimmungen in Deutschland beachten. Zumindest dann, wenn Ware außerhalb der Europäischen Union bestellt wird, wie Finanztest zu bedenken gibt.

Die erfolgreiche Schäppchenjagd im Netz kann in vielen Fällen ja tatsächlich eine Menge Geld sparen. Allzu sorglos sollten Verbraucher aber auch nicht auf die blanken Preise schauen, denn auch beim Online-Einkauf können Zölle und Steuern anfallen. Nämlich dann, wenn die Ware außerhalb der Europäischen Union wie etwa den USA, China oder Japan in bestimmer Höhe bestellt werden, wie Finanztest berichtet.

Kommen dann auch noch Kosten für den Paketdienst hinzu, entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen schnell als teurer als im Laden um die Ecke. In welcher Höhe sich Zoll und Steuern auf die Gesamtkosten auswirken, zeigen die Tester anhand eines Beispiels: Für ein Paar Schuhe aus den USA, die inklusive Versand umgerechnet 156,25 Euro kosten, zahlt man mit Einfuhrabgaben mindestens 200,81 Euro. In Deutschland kostet das gleiche Paar 176,78 Euro.

Jede Ware hat einen bestimmten Zoll­satz

Grundsätzlich variieren die zu zahlenden Steuern und Zölle je nach Warenwert und Produktart und hängen zunächst vom Bestellwert ab - Versandkosten inklusive. Dabei entspricht die Höhe der Einfuhrumsatzsteuer der deutschen Mehrwertsteuer, meist sind dies 19 Prozent. Liegt der Bestellwert über 22 Euro, muss der Käufer in der Regel Einfuhrumsatzsteuer zahlen. Bei sehr günstigen Waren fällt oftmals keine Steuer an - denn die wird erst ab einem Steuerbetrag von 5 Euro erhoben.

Der Zoll schlägt dann zu, wenn die bestellte Ware (inklusive Versand) mehr als 150 Euro kostet. Dabei werden für unterschiedliche Produktgattungen unterschiedliche Zölle fällig. Denn jede Ware hat einen bestimmten Zoll­satz. So sind digitale Foto­apparate beispiels­weise zoll­frei, während der Zoll­satz von analogen Foto­apparaten bei 4,2 Prozent liegt. Bei der Einschätzung der Zollsätze für die verschiedenen Produktgruppen hilft der kostenlose Zoll-Rechner von Finanztest.  

Ungeachtet dessen werden auf bestimmte Waren außerdem Verbrauchsteuern fällig. Und dies unabhängig vom Gesamtwert. Dies ist etwa bei Alkoholika und Kaffee der Fall.

Außerdem können neben Zöllen und Steuern auch die Gebühren für den Paketdienst das Wunschprodukt deutlich verteuern.  Zumindest dann, wenn der Zusteller auch die Zollanmeldung für den Empfänger durchführt. So verlangt die DHL dafür beispielsweise eine Kapitalbereitstellungsprovision in Höhe von 2 Prozent des Gesamtwerts, mindestens aber 12,50 Euro.

Schnäppchenjäger sind also gut beraten, bei Bestellungen von außerhalb der EU die Preise unter Berücksichtigung aller Einfuhrabgaben mit hiesigen Preisen zu vergleichen. 

Quelle: n-tv.de, awi

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