Ratgeber
(Foto: imago/allOver-MEV)
Mittwoch, 18. April 2018

Günstiges Geld: Die besten Ratenkredite

Nie zuvor waren Ratenkredite so billig wie heute. Zwar geben nicht alle Banken die aktuellen Niedrigzinsen eins zu eins an alle Kunden weiter: Mit den Top-Anbietern des aktuellen FMH-Rankings kann aber nichts schiefgehen.

Schulden machen ist salonfähig geworden. Nach einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung nutzt derzeit jeder vierte Befragte einen Ratenkredit – zum Beispiel um ein neues Auto, eine edle Ledercouch oder die Traumreise ins Luxusressort zu bezahlen.

Die hohe Nachfrage dürfte auch damit zu tun haben, dass die Konditionen solcher Darlehen derzeit günstiger sind, denn je. Der aktuelle Mittelwert für 60 Monate Laufzeit liegt bei 4,48 Prozent, ein Kredit über 36 Monate ist im Mittel für 4,42 Prozent zu haben. Mit der Wahl des richtigen Angebots lässt sich aber auch im Niedrigzinsumfeld noch eine Menge Geld sparen.

Eine Frage der Bonität

n-tv hat die FMH-Finanzberatung daher beauftragt, nach den besten Angeboten am deutschen Markt zu suchen – zum einen für bonitätsunabhängigen Zinsangebote, zum anderen für solche, die nur Kunden mit guter oder mittlerer Bonität erhalten. Etwa 60 Prozent der Kunden werden von den Banken in eine diese beiden Kategorien eingruppiert: Wer ein "gut" erhält, zahlt in der Regel 0,7 Prozentpunkte weniger als ein Kunde mit mittlerer Kreditwürdigkeit. Angebote für Kunden mit "sehr guter" Bonität blieben unberücksichtigt, weil weniger als fünf Prozent der Verbraucher davon profitieren können.

Bei den bonitätsunabhängigen Produkten gibt es solche Abstufungen nicht. Hier bestehen nur zwei Möglichkeiten: Entweder, die Bank hält den Kunden für solvent genug, um den begehrten Kredit abzuzahlen. Dann sagt sie ja. Oder sie hat Zweifel an dessen Kreditwürdigkeit – und senkt den Daumen.

Keine einheitlichen Standards bei der Kreditvergabe

Was die Auswahl für den Kunden so schwierig macht: Eine Bank, die Kunden mit sehr guter und guter Bonität die besten Konditionen bietet, ist nicht unbedingt auch vorne dabei, wenn es gilt, Geld an weniger kreditwürdige Verbraucher zu verleihen. Bei den bonitätsunabhängigen Kreditangeboten lässt sich zwar der Zinssatz gut vergleichen. Welche Risiken eine Bank eingeht und ob sie auch Geld an Kunden vergibt, deren Bonität nicht optimal ist, bleibt hingegen unklar.

Hier kommt das aktuelle Ranking ins Spiel. Dafür haben die FMH-Finanzexperten in allen drei Kredit-Kategorien die Zinsen für sechs unterschiedliche Laufzeiten ausgewertet und anschließend einen Mittelwert gebildet. Die kürzeste Laufzeit lag bei 24, die längste bei 84 Monaten. Eine FMH-Beispielrechnung  für einen bonitätsabhängigen Kredit über 15.000 Euro belegt zudem: Welche Laufzeit ein Kunde wählen sollte, ist davon abhängig, ob es ihm vor allem um niedrige Zinskosten oder eine möglichst geringe monatliche Belastung geht.

Bonitätsunabhängige Produkte sind leichter vergleichbar

Die vorderen Plätze bei den bonitätsunabhängigen Standardkrediten belegen die (noch) eher unbekannten Online-Angebote der Deutschen Skatbank und der EthikBank. Mit 2,94 und 2,95 Prozent effektivem Jahreszins sind sie sogar besser als Kredite, die eine gute Bonität voraussetzen. Die regionalen Angebote können nur in Einzelfällen glänzen – wie etwa die PSD Bank Nord.

Bei den bonitätsabhängigen Angeboten für Kunden mit guter Kreditwürdigkeit belegt die CreditPlus Bank (2,99 Prozent) den ersten Platz, vor der Postbank (3,26 Prozent) und der Degussa Bank (2,49 Prozent). Bei der mittleren Bonitätseinstufung haben die Postbank, die SWK Bank und die Volkswagen Bank den gleichen Mittelwert (3,82 Prozent). Typisch für diese Auswertung ist, dass diese drei sehr unterschiedliche Effektivzinsen für die einzelnen Laufzeiten bieten. Ebenfalls auffallend: Die regionalen Angebote sind jeweils teurer als diese bundesweiten Top-Offerten.

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Quelle: n-tv.de