Deutscher Doppelsieg in ChinaRosberg gewinnt in Shanghai vor Vettel

In der Formel 1 gewinnt Spitzenreiter Nico Rosberg auch das dritte Rennen der Saison. Durch den zweiten Platz von Sebastian Vettel gibt es beim Großen Preis von China einen deutschen Doppelsieg. Titelverteidiger Lewis Hamilton bleibt vom Pech verfolgt.
In der Formel 1 hat Nico Rosberg auch den Großen Preis von China gewonnen. Der Mercedes-Pilot feierte beim Rennen in Shanghai den dritten Sieg infolge und baute damit seine WM-Führung aus. Mit einem fehlerfreien Rennen verwies Rosberg Ferrari-Star Sebastian Vettel und Daniil Kwjat im Red Bull auf die Plätze zwei und drei. In der WM-Wertung hat Rosberg mit 75 Punkten damit die Maximalpunktzahl in dieser Saison geholt. Saisonübergreifend war es schon der sechste Sieg in Serie.
"Das war ein unglaubliches Rennen", sagte Rosberg bei der Siegerehrung: "Mein großer Dank geht an alle, die das ermöglicht haben." Nach der Zieldurchfahrt hatte sich der 30-Jährige bereits überglücklich in die Arme seiner Mechaniker geworfen. "Ich habe selten ein so gutes Auto gehabt im Rennen", meinte er später und widmete den Sieg den "Frauen, die in meinem Leben wichtig sind: Meiner Mutter, meiner Frau Vivian und meiner Tochter Alaia".
Vettel vs. Kwjat
Vettel dagegen war der Zorn über die Attacke des Russen Daniil Kwjat kurz nach dem Start anzumerken. "Selbstmörderisch" wie ein "Torpedo" sei der Red-Bull-Pilot von innen herangerauscht und habe damit die Kollision zwischen Vettel und seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen verursacht. "Die erste Kurve habe ich mir natürlich auf jeden Fall anders vorgestellt", ergänzte Vettel später. "Es ist natürlich das Schlimmste überhaupt, wenn sich zwei Autos mit der gleichen Farbe berühren." Über den Sieg von Rosberg sagte er: "Der Nico war heute in seiner eigenen Welt."
Kwjat konnte die Vorwürfe von Vettel dagegen nicht nachvollziehen. "Das ist Racing", erwiderte er lapidar und stellte in Aussicht, dass "ich auch künftig so meine Rennen fahren werde".
Hamilton weiter im Pech
Die Pechsträhne von Rosbergs Teamkollege Lewis Hamilton setzte sich indes fort. Schon in der ersten Runde kollidierte der Brite mit Sauber-Pilot Felipe Nasr, beschädigte sich seinen Frontflügel und musste in die Box. Nach insgesamt fünf Boxenstopps belegte er am Ende noch den siebten Platz.
Nico Hülkenberg kam im Force India nicht über Platz 15 hinaus, Manor-Fahrer Pascal Wehrlein landete auf Rang 18.