Fußball

Die Highlights der Auslandsligen "... es sei denn, du bist Zlatan Ibrahimovic"

imago0049029971h.jpg

Klopp fehlen viele Stammkräfte.

(Foto: imago images/PA Images)

Nach der letzten Länderspielpause des nervenaufreibenden Corona-Jahres 2020 geht es für Europas Top-Klubs in den nationalen Ligen weiter. Barcelonas Superstar Lionel Messi will nicht mehr für alles der Sündenbock sein. In England steht das Top-Duell zwischen Tabellenführer Leicester und Meister Liverpool im Fokus. Und in Italien will Altmeister Zlatan Ibrahimovic seine Torserie ausbauen.

Premier League: Nächster Kracher für Klopp

Manchester City setzt bis 2023 weiter auf Starcoach Pep Guardiola - der Ex-Bayern-Trainer soll mit City endlich auch die Champions League gewinnen. Und vielleicht ist es das nötige Signal ans Team, nach dem schwachen Liga-Saisonstart im Topspiel am Samstag (18.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) bei Tottenham Hotspur aufzutrumpfen und den Rückstand auf Spitzenreiter Leicester City von derzeit sechs Punkten nicht noch größer werden zu lassen.

Leicester ist am Sonntag (20.15 Uhr) im Ligakracher bei Meister FC Liverpool gefordert. Mit dem sechsten Saisonerfolg könnte die Elf von Jürgen Klopp die Spitze übernehmen - wenn Guardiola und City Schützenhilfe leisten. Der deutsche Manager erklärte in einem Interview der "Daily Mail" sein Erfolgsgeheimnis: "Ich bin in einigen Dingen gut, aber in allen anderen Dingen sind die Männer und Frauen, die für mich arbeiten, viel besser. Ich bin klug genug, ihre Ratschläge anzunehmen"

Es gehe darum, nett zu den Leuten zu sein und sich nicht wie ein Idiot zu benehmen. Außerdem übte sich Klopp darin, anhand des Kalenders zu erklären, was die Herausforderung dieser verspätet gestarteten Saison ist: "Der Dezember und der Januar sind schon in einer normalen Saison brutal. Das ist bekannt. Aber dieses Jahr fühlt sich der Oktober vor allem für die Champions-League- und Europa-League-Klubs bereits an wie der Dezember und auch der November wie der Dezember. Der Dezember bleibt dann der Dezember, dann kommt der Januar, dann der Februar." Klingt ein bisschen nach dem Kinderlied-Klassiker "Die Jahresuhr steht niemals still", heißt übersetzt aber so viel wie: viele Spiele, wenig Pause.

Dabei stehe nicht weniger als die Gesundheit der Spieler auf dem Spiel. Ein Umstand, den Klopp 2020/21 bereits schmerzlich zu spüren bekommen hat. Mit Virgil van Dijk, Joe Gomez, Trent Alexander-Arnold, Andrew Robertson und Alex Oxlade-Chamberlain muss man an der Anfield Road derzeit auf viele verletzte Stars verzichten. Mohamed Salah muss zudem nach einem positiven Corona-Test pausieren.

La Liga: Explodiert Messi auch auf dem Platz?

Beim FC Barcelona geht es weiter hoch her. Nach den Schlagzeilen über einen drohenden Konkurs, Diskussionen um Gehaltssenkungen in der Corona-Krise und nur Platz acht in der Liga äußerte Superstar Lionel Messi mit ungewöhnlich klaren Worten seinen Zorn: "Ich habe es langsam satt, bei allem immer das Problem im Klub zu sein." Die Fachzeitung "Mundo Deportivo" titelte dazu: "Messi explodiert".

Lösungen liefern soll der Argentinier wieder am Samstag (21 Uhr) auf dem Platz beim Tabellendritten Atlético Madrid, damit Barça weiter Boden gut auf die Konkurrenz machen kann. Atletico muss dabei wohl auf Messis Ex-Sturmparnter Luis Suarez verzichten, der bei uruguayischen Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Derweil muss Erzrivale Real Madrid im Spitzenspiel beim Zweiten FC Villarreal (16.15 Uhr) auf Kapitän Sergio Ramos verzichten. Der Innenverteidiger verletzte sich beim 6:0 gegen Deutschland und könnte die nächsten drei Spiele ausfallen. Überraschungsspitzenreiter San Sebastián will am Sonntag gegen Cadiz die Tabellenspitze verteidigen.

Serie A: Setzt Ibrahimovic seine Torserie fort?

Sami Khedira wird auch im Heimspiel von Meister Juventus Turin gegen Cagliari Calcio (20.45 Uhr) nur zuschauen und liebäugelt deshalb angeblich mit einem Wechsel im Winter, vielleicht nach England. Während der 33 Jahre alte Weltmeister von 2014 außen vor ist, zeigt AC Mailands Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic, dass man mit 39 noch Weltklasse sein kann. Das nötigte sogar seinem Ex-Coach José Mourinho ein Lob ab: "Ein 40-Jähriger hat nicht das gleiche Potenzial wie ein 20- oder 30-Jähriger. Es sei denn, du bist Zlatan Ibrahimovic."

5c085d4f79490a6f525068574d5d7dfd.jpg

"Ein 40-Jähriger hat nicht das gleiche Potenzial wie ein 20- oder 30-Jähriger. Es sei denn, du bist Zlatan Ibrahimovic."

(Foto: AP)

Der Schwede führt mit acht Toren die Torjägerliste der Serie A an und könnte am Sonntag (20.45 Uhr) im Spitzenspiel bei Pokalsieger SSC Neapel weiter nachlegen. Zudem wollen die Rossoneri ungeschlagen bleiben und die Tabellenführung verteidigen. Der überraschende Zweite Sassuolo tritt am Sonntag (15 Uhr) bei Hellas Verona an, dem Klub, der 1985 auch der "Walz aus der Pfalz" Hans-Peter Briegel die einzige Meisterschaft der Vereinsgeschichte gewann.

Ligue 1: PSG patzt, was machen die Verfolger?

Überraschende Pleite: Kevin Volland hat maßgeblich zu einer verpatzten Generalprobe von Paris St. Germain für das Champions-League-Duell mit Bundesligist RB Leipzig beigetragen. Das Team von Thomas Tuchel kassierte trotz des Comebacks seines Superstars Neymar mit 2:3 (2:0) beim AS Monaco auch durch zwei Treffer des früheren Leverkuseners Volland seine erste Niederlage in der Ligue 1 nach zuvor acht Siegen in Serie. Mehr dazu lesen Sie hier!

Der Tabellenzweite OSC Lille empfängt am Sonntag (21 Uhr) den FC Lorient. Der Dritte Stade Rennes hat gegen Girondins Bordeaux hat ebenfalls Heimrecht. Die Konkurrenz hofft auf einen Ausrutscher von PSG, das bereits am Freitagabend mit einem Sieg gegen die AS Monaco mit Coach Niko Kovac vorlegen konnte. Das bis dato letzte Duell der beiden Deutschen hatte Tuchel im Mai 2017 mit Dortmund beim Gewinn des DFB-Pokals (2:1) gegen Eintracht Frankfurt mit Kovac für sich entschieden.

Eredivisie: Götze jagt Ajax hinterher

Ex-Weltmeister Mario Götze will mit der PSV Eindhoven bei Twente Entschede am Sonntag (16.45 Uhr) den siebten Saisonsieg holen und damit den Abstand auf Spitzenreiter Ajax Amsterdam nicht größer werden lassen. Dass Götze, der zuletzt etwas abtauchte, wirklich zum Eredivisie-Klub kam, verwunderte sogar Generaldirektor Toon Gerbrands.

Der 63-Jährige habe gefragt, ob Götze verstanden hätte, dass es das Gehalt für zwei Jahre sei. "Ich habe dann noch mit dem Aufsichtsrat telefoniert, der genauso reagierte. Ist es der Götze, den wir kennen?", erzählte Gerbrands laut "Kicker" in einem Gespräch mit dem PSV-Fanclub. Amsterdam (12.15 Uhr) - zwei Punkte vor dem Götze-Club - ist bei Heracles Almelo gefordert.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa