Technik

Händewaschen alleine hilft nicht Auch Smartphones müssen gereinigt werden

Smartphone putzen.jpg

Das ist keine gute Idee, Küchenpapier sollte man nicht zur Reinigung eines Displays verwenden. Mikrofasertücher sind dafür die erste Wahl.

(Foto: imago/Panthermedia)

Nicht nur wegen der Angst vorm Coronavirus sollte man in der Erkältungszeit hin und wieder sein Smartphone gründlich reinigen und desinfizieren, weil es sonst zur Keimschleuder wird. Man sollte aber wissen, was man tut, um das wertvolle Gerät nicht zu ruinieren.

Dass Bakterien und Viren auf Türklinken und anderen Griffen lauern, wissen durch die Dauer-Berichterstattung über das Coronavirus inzwischen wohl auch die meisten Hygienemuffel. Ebenso hat sich herumgesprochen, dass regelmäßiges Händewaschen einer möglichen Infektion vorbeugen kann. Dabei vergessen aber wahrscheinlich viele Nutzer, dass das unter Umständen wenig hilft, wenn man danach zum Smartphone greift. Laut Techniker Krankenkasse (TK) tun wir das über 2500 Mal pro Tag, wobei jedes Mal Keime übertragen werden. Alleine rund 100 verschiedene Bakterienarten tummeln sich auf der Oberfläche.

Bei einem intakten Immunsystem sei das kein Problem, denn es handele sich überwiegend um Bakterien, die beim Menschen im Mund, auf der Haut und im Darm ganz natürlich seien, schreibt die TK. In der Erkältungszeit steigt aber das Risiko, sich über das Smartphone einen Virus oder einen anderen Krankheitserreger einzufangen. Da sie sich "auch über Türklinken, Haltegriffe in der Straßenbahn und ähnliche Herde verbreiten, landen sie unweigerlich auf dem Touchscreen."

Spezielle Reinigungsmittel verwenden

Wer jetzt aber zu irgendeinem x-beliebigen Putzmittel greift, um das Display seines Smartphones keimfrei zu wienern, ruiniert unter Umständen den Bildschirm, wenn er die fettabweisende Beschichtung der Glasoberfläche zerstört. Daher seien grundsätzlich alle Reiniger tabu, die Alkohol oder Seife enthielten, schreibt "Connect". Deswegen sollte man auch von Brillenputztüchern die Hände lassen. Auch Papiertaschentücher, Küchenpapier oder Handtücher sind ungeeignet. Sie haben zu grobe Fasern, in denen sich scharfkantige Staubpartikel verbergen können.

ANZEIGE
Blum - 100ml Bildschirmreiniger + Mikrofasertuch 30x30 cm. Perfekte Reinigung aller Bildschirme und Displays. Streifenfrei ohne Schlieren.
11,90 €
Zum Angebot

Stattdessen empfiehlt das Fachmagazin, spezielle Bildschirmreiniger zu kaufen, die man für 10 bis 20 Euro bekommt. Viele enthalten bereits ein Mikrofasertuch, das mit oder ohne Reinigungsmittel immer die richtige Wahl ist, um ein Display zu säubern.

Nicht zu tief stochern!

Für Anschlussbuchsen oder Lautsprecher-Bohrungen benötigt man allerdings zusätzliches Werkzeug. Viele würden wahrscheinlich spontan zu Wattestäbchen greifen. Doch bei ihnen bestehe die Gefahr, dass Fasern in den Öffnungen haften blieben, so "Connect". Auch mit Zahnstochern sollte man vorsichtig sein, ihre harten Spitzen könnten Anschlüsse und vor allem Lautsprecher beschädigen. Eine gute Option sei dagegen Druckluftspray, mit dem man auch feinste Öffnungen sauberpusten könne, schreibt "Connect". Blasebalge aus dem Kamera-Zubehör seien eine besonders schonende Variante, scheiterten aber an hartnäckigen Verschmutzungen.

Quelle: ntv.de, kwe

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.