Technik

Musik-Stream auf alte Stereoanlagen Chromecast Audio ist genial einfach

Chromecast Audio Test.jpg

Chromecast Audio funktioniert auch an kleinen Bluetooth-Boxen, ist aber vor allem für alte Stereoanlagen eine Bereicherung.

(Foto: kwe)

Googles neuer Chromecast Audio holt alte Boxen und Stereoanlagen für wenig Geld ins Streaming-Zeitalter. n-tv.de hat ausprobiert, was er kann und ob er vielleicht sogar Sonos das Fürchten lehrt.

Eine kleine, aber feine Überraschung bei Googles Nexus-Event waren die runden Chromcasts, ganz besonders die völlig neue Audio-Version des Sticks. Das runde Gerät ist ungefähr so groß wie eine Lakritzschnecke und auch kaum dicker als die Süßigkeit. Der Chromecast Audio ist Googles neuer Streaming-Spezialist für Musik, der alte Boxen, Stereoanlagen oder andere Geräte fit für moderne Wiedergabe-Aufgaben macht.

Wer bisher seine auf dem Smartphone oder dem PC gespeicherte Musik oder Songs aus Streamingdiensten wie Spotify auf betagten Anlagen hören wollte, musste die beiden Geräte verkabeln oder teure WLAN-Empfänger kaufen. Bluetooth geht auch, hat aber Reichweiten- und Empfangs-Nachteile. Der Chromecast Audio kostet nur 39 Euro und erledigt das verblüffend einfach und gekonnt.

Chromecast Audio Play Music.png

In Apps genügt für eine Verbindung ein Tipper auf das Cast-Symbol.

(Foto: kwe)

Der Stick wird an sein Ladegerät angeschlossen und dann per Klinke, RCA- oder optischem Eingang mit Stereoanlage oder Box verbunden. Auf Android- oder iOS-Geräten installiert man die Chromecast-App, über die der Empfänger eingerichtet wird. Danach ist es möglich, aus jeder kompatiblen Anwendung heraus direkt den Kontakt zum Chromecast herzustellen und Musik zu streamen. Auf PCs holt man sich die Cast-Erweiterung für den Chrome-Browser.

Eigene Cloud-Verbindung

Im Test war der Stick im Handumdrehen eingerichtet, mehr als die Drei-Schritte-Anleitung auf der Innenseite der Verpackung ist dafür wirklich nicht nötig - schon gar kein Experte. Ist der Gastmodus aktiviert, können auch Besucher Apps auf ihren Geräten unkompliziert über eine PIN mit dem Google-Stick verbinden.

Besonders genial am Chromecast Audio ist, dass er bei Cloud-Diensten Musik direkt streamt. Das heißt, ist die Wiedergabe erstmal gestartet, wird das Smartphone oder Tablet nicht mehr benötigt, kann sogar abgeschaltet werden. Die Musik spielt weiter bis eine Playlist oder ein Sender durch ist. Unter anderem funktioniert das mit Google Play Music, Deezer, Spotify oder TuneIn Radio.

Das wird wahrscheinlich Sonos überhaupt nicht schmecken, da der US-amerikanische Marktführer genau dieses Prinzip auch bei seinem System einsetzt. Grundsätzlich kann Googles günstiger Stick ein Sonos-System tatsächlich ersetzen - vorausgesetzt, man besitzt entsprechend gute Lautsprecher und wartet noch ein wenig. Denn erst durch ein kommendes Update wird der Chromecast Audio auch im Verbund als Multiroom-System arbeiten können. Dann aber könnte der kleine Chromecast Audio den großen Sonos tatsächlich ein bisschen das Fürchten lehren. Mehr aber wohl nicht, denn wer neu kauft, dürfte eher zu einem Komplett-System greifen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema