Technik

Definitive Technology W7 und W9 Edle WLAN-Lautsprecher mit Spitzenklang

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Die DT W9 und W7 klingen nicht nur schön, sondern sehen auch klasse aus.

(Foto: jwa)

W7 und W9 von Definitive Technology sind zwei edle Lautsprecherwürfel mit eigenwilligem Design, hochwertiger Verarbeitung und tollem Klang. Im Test zeigt sich, ob die Boxen halten, was ihr Äußeres verspricht.

Lautsprecher wie die WLAN-Boxen W7 und W9 von Definitive Technology gehen ohne Weiteres als Designstücke durch. Die schwarze Stoffummantelung, der glänzend schwarze Kunststoff an der Oberseite und der Standfuß aus angerautem, silber scheinendem Metall mit den clever abgesetzten Bedientasten machen einen hochwertigen und stilvollen Eindruck. Der W9 ist mächtig und braucht etwas Platz, um seine optische und klangliche Wirkung entfalten zu können. Der kleinere W7 im Würfelformat kann dagegen fast überall aufgestellt werden.

Beide Lautsprecher richten sich an Musikfreunde, denen nicht nur guter Klang wichtig ist, sondern ebenso ein gutes Aussehen. Sie schmücken die Wohnung, sind toll verarbeitet und stabil. Doch Funktionsumfang, Nutzerfreundlichkeit und satter Sound entscheiden natürlich zuletzt darüber, ob ein WLAN-Lautsprecher ein neues Zuhause findet oder postwendend wieder zurückgeschickt wird. Die Multiroom-Systeme von Definitive Technology (DT) bieten in beiden Fällen kaum Angriffsfläche, sie sehen nicht nur schick aus, sondern klingen auch so und lassen sich komfortabel bedienen.

Play-Fi für audiophile Musikfans

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Schönes Design-Element: Die Bedientasten an der Vorderseite.

(Foto: jwa)

DT setzt für die Einbindung der Lautsprecher ins heimische WLAN-Netz nicht auf eine eigens entwickelte Technologie, sondern bedient sich des Play-Fi-Standards von DTS, der gegen Lizenzgebühr von allen Herstellern genutzt werden kann. Das hat den Vorteil, dass Lautsprecher verschiedener Hersteller, die den gleichen Standard nutzen, miteinander verbunden und aus einer App gesteuert werden können. Im Test von n-tv.de war es zum Beispiel problemlos möglich, einen Lautsprecher von Polk und die beiden DT-Modelle aus der gleichen App zu kontrollieren.

Android-Nutzer haben gegenüber iPhone-Besitzern den kleinen Vorteil, dass sie aus der App verlustfreie FLAC- oder WAV-Dateien streamen können, Apples Format ALAC wird nicht unterstützt. Sonst gleichen sich beide App-Versionen aber in Umfang und Aufbau. Positiv fällt auf, wie viele Musikdienste der Play-Fi-Standard unterstützt – Spotify, Deezer, Pandora, Rdio oder Tidal werden angeboten, dazu noch weitere. Ungenutzte oder unerwünschte Dienste können ausgeblendet werden. Eine direkte Einbindung von Spotify in die App gibt es aber nicht, zur Wiedergabe muss der Nutzer in die Spotify-App wechseln und dort über Spotify Connect den entsprechenden Lautsprecher oder eine vorher definierte Gruppe auswählen.

Diese Gruppen werden über die App miteinander verbunden und können theoretisch beliebig viele Geräte aufnehmen, die dann alle zusammen oder einzeln angesteuert werden können. Schönes Extra für Musikliebhaber, die mehr wollen als nur zwei Mono-Lautsprecher, die links und rechts das Gleiche spielen: Zwei Boxen können auch zu einem Stereopaar zusammengefasst werden. Beim Funktionsumfang gibt es zwischen W7 und den etwas mehr als doppelt so breiten W9 keinen Unterschied. Beide spielen Musik über WLAN oder über den Aux-In-Eingang. Zusätzlich gibt es noch einen optischen analogen Eingang und einen Steckplatz für Ethernet-Kabel. An der Front finden sich auf einer Art Vorsprung vier Bedientasten, eine zum Wechseln zwischen den Wiedergabequellen, eine Play- und Pause-Taste und zwei Lautstärketasten - ein schönes Designelement.

Der Klang ist toll und glasklar

Im Klangvergleich mit dem Play-Fi-Lautsprecher Omni S2 und dem Multiroom-System Soundtouch 10 von Bose fällt auf, dass W7 und W9 ein sehr klares und detailreiches Klangbild haben. Einzelne Elemente in der Musik setzen sich gut vonander ab, Bässe klingen kräftig und voll, ohne zu dominant zu sein, Höhen bleiben klar und schön akzentuiert. Bei gleicher Lautstärke klingt der W7 noch etwas besser und natürlicher als der W9, der im Mittenbereich etwas mehr dröhnt. Großer Vorteil des W9 ist die maximale Lautstärke, die ihn zur ersten Wahl bei Partys und anderen Anlässen mit einem hohen Grundgeräuschpegel macht. Wo der W7 bis zum Anschlag aufgedreht ist, hat der W9 bei ungefähr gleicher Lautstärke noch nicht einmal zwei Drittel seines Maximums erreicht.

Richtig ausreizen sollte man die hohen Lautstärken allerdings bei beiden nicht. Bei maximalem Volumen dröhnt der W7 in den Mitten, höhere Frequenzen klingen durchdringend und etwas unangenehm in den Ohren. Das ist auch beim W9 nicht anders, allerdings dauert es hier länger, bis der schöne Klang verzerrt und unangenehm wird. Natürlich hängt ein solches Klangerlebnis nicht nur von der abgespielten Musik ab, sondern auch von den Räumlichkeiten und der Positionierung des Lautsprechers - es empfiehlt sich, hier etwas zu experimentieren, bis ein idealer Platz gefunden ist. Eine ähnliche Funktion wie Trueplay von Sonos, bei der der Raum ausgemessen und die Boxen kalibriert werden, fehlt aktuell noch.

Wer größere Räume zu beschallen hat, sollte in jedem Fall auf den großen W9 zurückgreifen. Im direkten Vergleich und bei ungefähr gleicher Lautstärke geht aber der W7 als Sieger hervor. Der kleinere Klangwürfel klingt besser, sauberer und angenehmer und er ist für kleine und mittelgroße Räume völlig ausreichend. Lieferumfang und Ausstattung sind bei beiden Modellen zudem gleich – dem W9 liegt zwar noch ein Klinkekabel bei, doch das ist an sich natürlich kein Kaufargument.  

Der W7 kann bei Amazon.de derzeit für rund 460 Euro vorbestellt werden. Der größere W9 kostet ebenfalls beim Online-Händler aktuell rund 800 Euro.

Quelle: n-tv.de

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