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Werbeanrufer lassen es oft nur sehr kurz klingeln, bevor sie zur nächsten Nummer wechseln.
Werbeanrufer lassen es oft nur sehr kurz klingeln, bevor sie zur nächsten Nummer wechseln.(Foto: imago/blickwinkel)
Dienstag, 05. Dezember 2017

Wenn es immer nur kurz klingelt: Fritzbox blockt Werbeanrufe

Wenn das Telefon zu Hause immer nur kurz klingelt und eine unbekannte Nummer im Display erscheint, handelt es sich wahrscheinlich um Spam-Anrufe. Mit der Fritzbox kann man dem ganz einfach ein Ende bereiten.

Wenn lästige Werbeanrufe auf dem Handy nerven, kann man dies ganz einfach beenden, indem man die Nummer des Anrufers direkt aus dem Anrufprotokoll heraus blockt. Beim Festnetz-Telefon zu Hause hat man diese Möglichkeit meistens nicht. Und hier nervt es auch ganz besonders, wenn es nur kurz klingelt, bevor der unbekannte Anrufer wieder auflegt. Doch wer eine Fritzbox nutzt, kann sich die Plagegeister in wenigen Schritten vom Hals schaffen. Voraussetzung ist nur, dass das Telefon auch an dem AVM-Router angemeldet ist.

Zunächst öffnet man am Computer die Benutzeroberfläche der Fritzbox an, indem man im Eingabefeld des Browsers fritz.box und gegebenenfalls das Zugangspasswort eingibt. Danach klickt man links im Menü auf Telefonie und wählt im Anschluss Rufbehandlung und dann Neue Rufsperre aus. Bei Rufart wählen markiert man dann ankommende Rufe, gibt die Rufnummer der Werbe-Nervensäge im entsprechenden Feld ein und klickt auf OK - das war es schon.

Man ist nicht alleine

Wenn man unsicher ist, ob es sich um Telefon-Spam handelt, kann man dies ganz einfach überprüfen, indem man die Nummer im Internet sucht. Normalerweise ist man nämlich nicht das einzige Opfer solcher Werbeanrufe und es gibt diverse Seiten, auf denen Beschwerden gesammelt werden oder Betroffene sich austauschen - beispielsweise Antispam-ev.de, Werhatangerufen.com oder Tellows.

Wenn man kein Telefon hat, das die Nummer des Anrufers anzeigt, kann man sie ebenfalls über die Fritzbox herausfinden. Dazu klickt man unter Telefonie einfach auf Anrufe, wo man die Nummer abschreiben oder in die Zwischenablage kopieren kann.

Wenn man schnell genug abgehoben hat und der Anrufer konnte seine Werbebotschaft loswerden, kann man dies der Bundesnetzagentur melden. Denn Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung sind gesetzlich verboten. Die Telefonnummer alleine genügt dafür nicht, denn für die Meldung ist es notwendig, den Namen des Anrufers und/oder des Unternehmens, in dessen Auftrag er arbeitet, zu nennen.

Es ist zwar ebenfalls gesetzlich verboten, aber manche Spam-Anrufer unterdrücken ihre Rufnummer auch. In diesem Fall könnte man nur alle Anrufer mit unterdrückter Telefonnummer blockieren, zu denen auch Freunde, Bekannte oder andere erwünschte Anrufer gehören könnten. Aber man kann sich damit helfen, dass man anonyme Anrufer auf einen internen Anrufbeantworter der Fritzbox umleitet.

Anonyme Anrufer blockieren

Falls man noch keinen Anrufbeantworter eingerichtet hat, muss man dies zunächst tun und ihn dann deaktivieren, um nicht alle Anrufe umzuleiten. Dazu klickt man auf Telefonie - Telefoniegeräte - Neues Gerät einrichten und wählt unter In die Fritzbox integriert die Option Anrufbeantworter aus. Danach klickt man auf Weiter. Im Anschluss wählt man eine beliebige Rufnummer mit beliebigen Einstellungen aus, klickt auf Weiter und auf Übernehmen. Danach deaktiviert man den Anrufbeantworter, indem man das Schalter-Symbol auf Aus stellt.

Im Anschluss - oder wenn man bereits einen arbeitenden Anrufbeantworter hat - wiederholt man die Schritte, bis man Betriebsart, Ansageverzögerung, Aufnahmelänge und Namen festlegen kann. Was man hier wählt, ist im Prinzip wieder egal; wichtig ist, dass man hier keine Rufnummer auswählt. Dann klickt man auf Weiter und Übernehmen.

Jetzt muss man nur noch die Rufumleitung einrichten. Dazu klickt man auf Telefonie - Rufbehandlung - Rufumleitung und wählt Neue Rufumleitung aus. Dann aktiviert man Alle Anrufe ohne Rufnummer an und wählt seine Rufnummer aus. Als Ziel der Rufumleitung wählt man Anrufe umleiten auf internen Anrufbeantworter, wählt den zuvor erstellten Anrufbeantworter aus und bestätigt mit OK.

Quelle: n-tv.de

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