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Günstiger als PC-Speicher aufrüsten Fünf externe SSDs im Test

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Externe SSD-Karten sind klein, schnell und inzwischen gar nicht mehr so teuer.

(Foto: kwe)

Apple und andere Hersteller verlangen horrende Aufpreise für einen größeren internen Speicher. Wer Geld sparen möchte, kann stattdessen externe SSDs kaufen, die günstiger und flexibler sind. n-tv.de hat fünf Geräte ausprobiert, das beste ist auch Preis-Leistungs-Sieger.

Wer aktuell ein MacBook Air kaufen möchte, muss für ein Modell, das 256 statt 128 Gigabyte Flash-Speicher hat einen Aufpreis von rund 250 Euro akzeptieren. Andere Notebook-Hersteller sind zwar etwas zurückhaltender, aber auch sie lassen sich mehr Speicher meistens fürstlich bezahlen. Nutzer, die deshalb zu weniger gut bestückten Geräten greifen, stoßen schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Für sie könnte sich der Kauf einer externen Solid-State-Disk (SSD) lohnen, die fast so schnell wie interner Flash-Speicher sein kann und klein und vielseitig einsetzbar ist. Sie sind auch bei Weitem nicht mehr so teuer wie noch vor wenigen Jahren.

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Das Ergebnis der Trekstor Picco SSD 3.0.

(Foto: kwe)

Dass SSDs nur relativ wenige Schreibzyklen überstehen, ist ein Mythos. Laut "Tom's Hardware" müsste ein 128-Gigabyte-Drive mit Daten im Umfang von 20 Terabyte beschrieben werden, bevor es zu Problemen kommen kann. 1 Terabyte sind ungefähr 1000 Gigabyte. Falsch ist aber auch, dass Flash-Speicher nahezu unzerstörbar sind. Zwar ertragen SSDs Erschütterungen ziemlich unerschrocken, weil sie keine beweglichen Teile wie die schnell rotierenden Magnetscheiben von HDDs (Hard Disk Drives) haben. Sie können aber durchaus kaputtgehen, vor allem die Controller sind relativ empfindlich. Fallen sie aus, ist auch eine Datenrettung schwieriger als bei Festplatten. SSDs sollten daher nie als alleinige Backup-Medien genutzt werden.

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So hat Verbatims externe SSD abgeschnitten.

(Foto: kwe)

Empfehlenswert sind externe SSDs außerdem nur, wenn der Computer einen USB-3.0-Anschluss hat. Denn nur dann kann der Speicher seine maximalen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten erreichen. Gibt's nur USB-2.0-Buchsen, ist eine herkömmliche Festplatte die günstigere und vernünftigere Wahl.

Schreibleistung macht den Unterschied

n-tv.de hat fünf verschiedene externe SSDs an ein drei Jahre altes Asus Zenbook Prime gesteckt. Um herauszufinden, wie schnell sie arbeiten, wurde das kostenlose Tool AS SSD Benchmark verwendet, das verschiedene Schreib-, Lese- und Kopier-Tests vornimmt. Um Fehler auszuschließen, wurde jede SSD drei Mal überprüft, Labortests könnten aber trotzdem zu anderen Ergebnissen kommen.

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Das Ergebnis der Freecom ToughDrive.

(Foto: kwe)

Die Unterschiede sind besonders bei den Schreibraten teilweise deutlich, für das schnelle Speichern und Lesen größerer Dateien sind aber alle Testkandidaten im Alltagseinsatz geeignet. Kommt die SSD beim Bearbeiten von hochauflösenden Videos oder ähnlich anspruchsvolen Arbeiten zum Einsatz, ist aber eines der Modelle mit der besten Gesamt-Performance empfehlenswert.

Die Trekstor picco SSD 3.0 kostet in der 128-Gigabyte-Ausführung online rund 90 Euro. Das etwa kreditkartengroße Gerät kommt mit einer stabilen Kunstleder-Tasche mit weiteren Fächern für Kredit- und Visitenkarten. Das Plastikgehäuse der SSD wirkt sehr robust, die gummierte und geriffelte Oberfläche schützt vor dem Abrutschen. Die Trekstor picco liest Daten mit rund 405 Megabyte pro Sekunde (MB/s) recht schnell, liegt aber mit etwa 78 MB/s beim Lesen deutlich unter vom Hersteller mit 280 MB/s angegebenen maximalen Datentransferrate. Im Gesamtergebnis erreichte die Trekstor im besten Durchlauf 151 Punkte.

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Die Freecom MSSD schnitt am zweitbesten ab.

(Foto: kwe)

Verbatim hat seine externe SSD mit 256 Gigabyte in den Test geschickt. Sie ist ab etwa 140 Euro zu haben, die 128-Gigabyte-Version kostet knapp 80 Euro. Die Verbatim-SSD hat ebenfalls ein stabiles Kunststoffgehäuse, für Transport und Aufbewahrung kommt sie in einen samtigen Stoffbeutel. Ihre Schreibleistungen sind mit denen der Trekstor picco fast identisch, die Verbatim-SSD war aber in den anderen Bereichen etwas schneller und absolvierte den Benchmark-Test mit insgesamt 214 Punkten.

Klarer Testsieger

Wesentlich bessere Schreibleistungen lieferten die beiden externen SSDs von Freecom, die jeweils eine Kapazität von 256 Gigabyte haben. Das rund 190 Euro teure Modell ToughDrive steckt in einem äußerst stabilen Gehäuse, das auch sehr harte Stöße, Schläge und Stürze aushalten soll. Praktisch ist das integrierte USB-3.0-Kabel. Die Gesamtpunktzahl der Outdoor-SSD: 340.

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Samsungs Portable SSD T1 hat klar die meisten Punkte geholt.

(Foto: kwe)

Der eleganter Bruder des ToughDrive ist die in einem feuerzeuggroßen Aluminiumgehäuse steckende Freecom MSSD. Sie ist online ab 205 Euro zu haben und erreichte im AS-SSD-Test stolze 400 Punkte. Laut Benchmark-Tool ist die Freecom-SSD tatsächlich ein Toshiba-Flashspeicher.

Wer die beste SSD an seinen Computer stecken möchte, muss zu Samsungs Portable SSD T1 greifen, die der Konkurrenz in fast allen Bereichen davoneilte und mit insgesamt 631 Punkten unter den fünf Testkandidaten einsame Spitze ist. Außerdem holte sich Samsung auch noch den Preis-Leistungs-Sieg. Das Gerät gibt's mit 256 Gigabyte Kapazität bei Internethändlern bereits für 150 Euro.

Quelle: ntv.de, kwe

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