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Technics SL-1210MK7 Preiswerte Neuauflage des Kult-Plattenspielers

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Der Technics SL-1210MK7 ist die preiswerte Neuauflage des Klassikers.

Quelle: Panasonic

Panasonic zeigt auf der CES seinen neuen Technics-Plattenspieler. Der SL-1210MK7 ist eine würdige Neuauflage des Klassikers, er hat alles, was DJs brauchen und endlich auch einen akzeptablen Preis.

­­Früher war alles besser - dieser Satz gilt in der innovationsgetriebenen Technik-Welt nur äußerst selten. Eine Ausnahme bilden die legendären Technics-Plattenspieler SL-1200 und SL-1210. Obwohl die ersten Modelle bereits in den Siebzigerjahren gebaut wurden und die Produktion 2010 eingestellt wurde, gelten sie unter DJs immer noch als alternativlos. Die erste Neuauflage kam 2016, doch die hatte einen dicken Haken: Sie war ziemlich teuer. Jetzt zeigt Panasonic auf der CES einen erschwinglichen Nachfolger, bei dem es nicht nur DJs in den Fingern juckt.

Ganz der Alte

Was beim neuen SL-1210MK7 sofort auffällt: Er sieht fast genauso aus wie seine Vorgänger - und das ist auch gut so. Der silbergraue Technics SL-1200 und sein schwarzer Bruder, der SL-1210, sind Paradebeispiele für ikonisches Produktdesign. Seit Generationen hat sich am Aussehen der Plattenspieler kaum etwas geändert und die allermeisten Dritthersteller von DJ-Turntables haben für ihre Geräte das Design kopiert.

Auch die erste Neuauflage, der SL-1200G, sah bis auf Details genauso aus wie seine Vorgänger. Doch mit einem Preis von rund 3500 Euro richtete er sich nicht an den durchschnittlichen DJ, sondern eher an Hifi-Enthusiasten mit dem entsprechenden Kleingeld. 2017 kamen dann zwei etwas günstigere Nachfolger. Beim 1200GR und dem schwarzen 1210GR hatte Technics bei der Ausstattung etwas gespart, doch mit rund 1500 Euro waren auch diese Modelle noch recht hochpreisig.

Kleine Neuerungen

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Beim Technics SL-1210MK2 sind die Tasten noch silberfarben.

(Foto: jwa)

Der neue Technics ist jetzt das erste Modell seit dem Produktionsstopp 2010, dessen Verkaufspreis wahrscheinlich unter der 1000-Euro-Marke bleibt. Er hört in Europa auf den Namen SL-1210MK7 und teilt sich die wichtigsten Eigenschaften mit seinen Vorgängern. Sichtbarster Unterschied: Nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Bedientasten, die Nadelbeleuchtung sowie der gesamte Tonarm sind schwarz, bei den Vorgängern waren diese Elemente silberfarben.

Neu ist auch der überarbeitete Pitch: Die stufenlose Anpassung der Drehgeschwindigkeit per Schieberegler lässt sich jetzt auf +-16 erweitern, per Tastendruck kann man außerdem das Drehtempo wieder auf null setzen und Platten auf Wunsch rückwärts abspielen. Das Start-Drehmoment und die Bremskraft können angepasst und die Drehgeschwindigkeit entweder auf 33 1/3, 45 oder 78 Umdrehungen pro Minute (RPM) gesetzt werden.

Endlich erschwinglich

Der S-förmige Tonarm ist wie bei den GR-Modellen aus Aluminium, das stabile Gehäuse ist das gleiche wie bei den neuen Hifi-Modellen, auch der Direktantrieb wurde von der GR-Reihe übernommen. Nützlich: Das sogenannte "Stylus Light", das die Nadel beleuchtet und beim Auflegen in dunklen Umgebungen hilft, ist jetzt eine LED, die heller leuchtet und länger hält. Das Licht am Power-Schalter leuchtet wahlweise rot oder blau.

Wie bei den anderen neuen Modellen auch ist das Phono-Verbindungskabel zum Verstärker abnehmbar und kann damit leicht ausgetauscht werden. Bei den "Originalen" war das fest verbaute Kabel eine bekannte Schwachstelle. Auch das Stromkabel lässt sich abnehmen.

Zu Preis und Verfügbarkeit hat sich Panasonic noch nicht geäußert. Laut "Amazona.de" soll er aber 899 britische Pfund betragen, in Deutschland könnte der SL-1210MK7 damit rund 1000 Euro kosten.

Quelle: n-tv.de, jwa

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