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Bis zu 30 Jahre Haft Vorsicht beim Urlaub mit der Drohne

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Weltweit gibt es unterschiedliche Regeln, die Drohnen-Piloten beachten müssen.

(Foto: My-Road.de)

Wer eine Drohne mit in den Urlaub nimmt, sollte sich vorher unbedingt erkundigen, wo und wie er sie vor Ort fliegen lassen darf. Denn in einigen Ländern drohen bei Verstößen gegen die Regeln deftige Strafen.

Dem "Drohnen-Journal" zufolge werden in diesem Jahr in Deutschland rund 417.000 Multikopter verkauft werden, insgesamt soll es dann mehr als eine Millionen Fluggeräte in der Bundesrepublik geben. Und weil die Drohnen inzwischen auch in kompakten Größen sehr leistungsfähig sind, werden sie wahrscheinlich viele Nutzer mit in den Urlaub nehmen wollen. Davor müssen sie aber unbedingt die Vorschriften in ihren Reiseländern studieren, denn bei Verstößen drohen sonst teils empfindliche Strafen, wie eine Analyse von "My-Road.de" zeigt.

Viele Staaten, viele Regeln

Insgesamt hat das Reiseblog sich durch die Vorschriften von über 135 Ländern gekämpft und dabei festgestellt, dass die Nutzung von Drohnen weltweit sehr unterschiedlich geregelt wird. In 16 Ländern dürfen Multikopter überhaupt nicht fliegen, in 56 Staaten ist ihr Einsatz grundsätzlich erlaubt, in 61 Ländern nur mit Genehmigung und Registrierung.

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Wenn man sich nicht an die örtlichen Vorschriften hält, kann ein Drohnen-Selfie am Strand teuer werden.

(Foto: imago/Westend61)

Selbst wenn man in einem Land Drohnen grundsätzlich fliegen lassen darf, heißt das noch lange nicht, dass dies dort überall erlaubt ist. Das gilt nicht nur für Versorgungseinrichtungen, Militäranlagen oder Regierungsgebäude. Auch bei vielen berühmten Sehenswürdigkeiten müssen Multikopter am Boden bleiben. Dazu gehören der Eiffelturm in Paris, das Kolosseum in Rom oder das Brandenburger Tor in Berlin.

Empfindliche Geld- und Haftstrafen

Wer sich nicht an die Flugregeln hält, muss nicht nur mit harmlosen Bußgeldern in geringer Höhe rechnen. In den meisten Ländern, in denen Drohnenflüge verboten sind, wird das Gerät häufig konfisziert. Manchmal erhält man es bei der Ausreise wieder, manchmal nicht. Und es kann richtig teuer werden: Das Nachbarland Tschechien kassiert beispielsweise bis zu 185.000 Euro von uneinsichtigen Piloten, Indonesien bis zu 65.000 Euro. Auch in Deutschland sind bei schwerwiegenden Verstößen bis zu 50.000 Euro fällig.

Einige Länder gehen sogar so weit, Haftstrafen gegen Drohnenpiloten zu verhängen, die sich nicht an die Vorschriften halten. In Thailand drohen fünf Jahre Haft, in Südafrika bis zu zehn Jahre. Besonders hart sind die Regeln in Ghana: Wenn man dort vergisst, die verlangte Registrierung einzuholen, sind Gefängnisstrafen von bis zu 30 Jahren möglich.

Infos in kompakter Form

Ob das Strafmaß im Einzelfall tatsächlich ausgenutzt wird, ist fraglich. Man sieht aber, dass ein Urlaub mit Drohne gut geplant sein will. Reisende finden die nötigen Informationen bei "My-Road.de" in kompakter Weise. Das Reiseblog hat für die meisten Länder die geltenden Regeln zusammengetragen und in Artikeln zusammengefasst.

Grundsätzlich sollte man sich immer an diese Sicherheitsregeln halten:
- Abstand zu Flughäfen halten
- Drohne landen, sobald sich ein Flugzeug oder Helikopter nähert
- Abstand halten zu sensiblen Gebäuden (z.B. Regierungsgebäude, Kraftwerke, Polizei, Armee)
- Drohne nur innerhalb der Sichtweite betreiben
- Privatsphäre anderer Personen achten
- Nur mit gültiger Drohnen-Versicherung fliegen

Quelle: n-tv.de, kwe

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