Technik

Gratis Speed-Test verrät's Wie schnell ist mein Internet?

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Fast.com funktioniert am PC und auf dem Handy.

(Foto: jwa)

Der Streaming-Anbieter Netflix hilft Internetnutzern beim Ermitteln ihrer Downloadgeschwindigkeit. Die simple und werbefreie Seite ist weltweit nutzbar und kann von Smartphones, Tablets oder Desktop-PCs aufgerufen werden.

Wer im Netz flüssige Streams in guter Qualität schauen will, braucht eine stabile und halbwegs flotte Internetverbindung. Doch nicht immer scheinen die Leitungen auch die volle Geschwindigkeit herzugeben, die man laut Tarif beim Anbieter gebucht hat. Woran liegt es, wenn der Stream mal wieder hakt und ruckelt? Ist das eigene Internet schnell genug? Um das zu überprüfen, gibt es viele Seiten im Netz, neu dazu kommt jetzt der Speed-Test von Netflix.

Die Seite heißt so, wie das eigene Netz idealerweise sein sollte: "Fast.com". Auf der Website mit der einprägsamen Adresse kann jeder seine Internetgeschwindigkeit testen, weltweit und sowohl vom Desktop-PC aus als auch über Smartphone oder Tablet. Ein Netflix-Abo braucht man dafür nicht.

Der angezeigte Wert ist die geschätzte aktuelle Downloadgeschwindigkeit. Die ist besonders wichtig, wenn man Medien aus dem Internet herunterlädt - oder eben streamt. Um die Geschwindigkeit zu ermitteln, werden im Hintergrund eine Reihe von Downloads von den Netflix-Servern durchgeführt. Weiterführende Angaben wie Ping oder Latenzzeiten stellt Fast.com nicht zur Verfügung. Dafür müssen Nutzer zum Beispiel die Seite "Speedtest.net" aufrufen, auf deren Dienste auch die Netflix-Messung zugreift.

Wie viel Speed brauche ich?

Aber wie schnell muss eine Internetverbindung eigentlich sein, um flüssig streamen zu können? Netflix selbst nennt als Mindestanforderung eine Downloadgeschwindigkeit von 0,5 Megabit pro Sekunde (Mbps). Für ein vernünftiges Bild ist aber etwas mehr nötig, für Standardauflösung empfiehlt Netflix etwa 3 Mbps, für HD-Qualität 5 Mbps und für Ultra HD mindestens 25 Mbps. Andere Streaming-Anbieter wie Amazon Prime oder Maxdome weichen von diesen Werten teil leicht ab, Prime braucht für HD-Qualität nur 3,5 Mpbs und für 4K-Videos 15 Mbps, Bei Maxdome sind 2 Mbps Mindestvoraussetzung, HD-Streams gibt es ab 6 Mbps.

Bei den meisten halbwegs aktuellen Telefonverträgen mit DSL-Flatrate sollten diese Werte locker erreicht werden, zumindest in der Theorie. Üblich sind Verträge mit maximal 16, 50 oder 100 Mbps. Die Werte geben die höchstmögliche Downloadgeschwindigkeit an, die in der Praxis aber selten erreicht wird. Schwankungen sind normal - ist die Geschwindigkeit häufig oder dauerhaft deutlich niedriger als im Vertrag festgelegt, sollten Nutzer ihrem Netzbetreiber Bescheid sagen.

Übrigens: Wer übers Handy oder Tablet im mobilen Netz streamt, sollte seinen Datenverbrauch im Blick haben. Hilfreich ist da die Verbrauchskontrolle in den Einstellungen der Netflix-App: Nutzer können hier die Qualität von Streams regeln und festlegen, wie viel Daten sie beim Streaming maximal verbrauchen wollen. In der Standardeinstellung wird in drei Stunden Streaming ungefähr ein Gigabyte Daten verbraucht.

Quelle: n-tv.de