Technik
Mit ihrem neuen Produkt für die Telekom die Autobranche aufmischen.
Mit ihrem neuen Produkt für die Telekom die Autobranche aufmischen.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 16. März 2015

Mobile Kundenbetreuung fürs Auto: Telekom will mit Bluetooth-Plattform punkten

Bluetooth-Funk im Auto – das ist das neueste Idee der Telekom. Erstmalig bringt sie zusammen mit dem US-Unternehmen Saleforce eine mobile Plattform auf den Markt, die Geschäftsprozesse in der Autobranche verbessern soll.

Vor einem Jahr starteten die Deutsche Telekom und die amerikanische Firma Saleforce ihre Zusammenarbeit. Mit der CeBIT 2015 kommt nun das erste Produkt auf den Markt. Die neue mobile Plattform soll Händler, Werkstätten, Fahrzeuge und Kunden verbinden und damit eine individuell zugeschnittene Kundenbetreuung ermöglichen. Die Vernetzung von Kommunikationsschnittstellen ist bei den großen Auto-Konzernen aktuell ein großes Thema. Mit der neuen Technik möchte die Telekom von diesem Zukunftsmarkt profitieren.

Die Lösung soll über eine einheitliche Plattform von Salesforce mobil zur Verfügung stehen. Über sogenannte iBeacons - kleine Sendereinheiten mit Bluetooth-Funk - können damit einem Kunden am Schaufenster auch außerhalb der Geschäftszeiten alle Details über sein Wunschauto als Dokument oder Video auf sein Smartphone gesendet werden. Schäden am Fahrzeug können die Mitarbeiter per Video mit dem Smartphone oder Tablet erfassen oder einen Auftrag direkt in das System übertragen.

Das System führt Informationen und Kommunikationsschnittstellen, die zuvor nur getrennt voneinander existierten, zusammen. Automobil-Konzerne sollen darüber ihren Kunden zudem personalisierte Angebote machen können. "Die Plattform soll ganz variabel nutzbar sein", so Joachim Schreiner von Salesforce. Die Stärken der beiden Unternehmen würden durch die Partnerschaft gebündelt werden, sagte Frank Strecker von T-Systems. Die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen sei derzeit enorm. Der US-Softwarespezialist Salesforce will mit lokalen Partnern wie der Telekom in Deutschland zudem auch jeweils besonderen lokalen Kundeninteressen etwa nach Datensicherheit besser entgegenkommen. 

Strecker sieht auch den Bereich der Kundenbetreuung in einer Transformationsphase: Im Zuge der Digitalisierung veränderten sich derzeit die Geschäftsmodelle der Kunden und damit ihre eigenen Anforderungen an Lösungsmodelle rapide. Während vor einigen Jahren vor allem noch individuell angepasste Lösungen gefragt gewesen seien, gehe der Trend bei den Kunden inzwischen zu standardisierten Komponenten.

Quelle: n-tv.de