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Stichwort Lungenkrebs

Nichtraucherlunge und Raucherlunge. Der Teer, ein zähflüssiges schwarzbraunes Kohlenwasserstoffgemisch, das als Rückstand bei der Verbrennung von Tabak entsteht, lagert sich kontinuierlich in der Lunge ab. Die Lungenfunktion wird zunehmend eingeschränkt.

Nichtraucherlunge und Raucherlunge.

Lungenkrebs ist die Krebserkrankung mit den meisten Todesfällen in Deutschland. Etwa 40.000 Menschen sterben daran im Jahr. Dabei ist Lungenkrebs nicht so häufig wie Prostata-, Brust- oder Darmkrebs. Die Heilungschancen sind jedoch besonders schlecht. Nur 15 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen überleben die Diagnose Lungenkrebs länger als fünf Jahre.

Mit 33.000 neuen Fällen pro Jahr bei Männern und jährlich 13.000 neuen Fällen bei Frauen ist das Lungenkarzinom bei beiden Geschlechtern der dritthäufigste Krebs. Der Hauptrisikofaktor ist seit langem bekannt: Bei Männern gehen bis zu 90 Prozent, bei Frauen bis zu 60 Prozent der Fälle auf das Rauchen zurück, wie die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland betont. Vor allem veränderte Rauchgewohnheiten haben die Fallzahlen bei Männern seit den 1990er Jahren deutlich sinken, bei den Frauen dagegen kontinuierlich steigen lassen. Dieser Trend wird auch in anderen europäischen Industriestaaten beobachtet.

Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Passivrauchen, die Belastung der Luft mit radioaktivem Radon in Wohnungen und Häusern sowie manche krebserregende Stoffe wie Asbest und Quarzstaub. Wer viel Obst ist, kann davon einen gewissen Schutzeffekt erhoffen. Eine praktikable Früherkennung existiert derzeit nicht, wie der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums betont.

Lungenkarzinome verursachten in frühen Stadien nur selten Beschwerden, heißt es dort. Deshalb würden kleine Tumore fast immer zufällig entdeckt, zum Beispiel bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs aus anderem Anlass. Neu einsetzender und über Wochen anhaltender Husten oder die Verschlimmerung eines chronischen Hustens sind demnach die häufigsten Beschwerden, die zum Arztbesuch führen. Die Krankheitszeichen seien aber oft so vieldeutig, dass sie zunächst nicht erkannt und etwa als chronische Bronchitis gedeutet werden.

Quelle: n-tv.de, dpa