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Mit dem 330e gibt es unter den 3ernbei BMW bereits eine Plug-in-Hybrid-Variante.
Mit dem 330e gibt es unter den 3ernbei BMW bereits eine Plug-in-Hybrid-Variante.
Donnerstag, 29. Juni 2017

Konkurrenz für Tesla Model 3: Plant BMW einen Elektro-3er?

BMW will in Zukunft auch sein Kernmodell elektrifizieren. Der batteriebetriebene Dreier soll noch in diesem Jahr auf der IAA präsentiert werden und vor allem der Konkurrenz aus Kalifornien mit dem Model 3 das Leben schwerer machen.

Auf dem Weg in Richtung Elektromobilität will BMW den scheinbar davoneilenden Pionier Tesla mit neuen Modellen in die Schranken weisen. Die Münchner, die sich selbst als Vorreiter beim batteriebetriebenen Fahren sehen, wollen auf der Automesse IAA in Frankfurt eine Elektro-Version ihrer verkaufsstarken 3er-Reihe vorstellen, die mindestens 400 Kilometer rein batteriebetrieben zurücklegen kann, berichtet das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. BMW selbst lehnte zum jetzigen Zeitpunkt eine Stellungnahme ab.

Neben dem Model S fährt auch das Model X von Tesla im Premiumsegment.
Neben dem Model S fährt auch das Model X von Tesla im Premiumsegment.

Grund für den bayrischen Gegenangriff dürfte sein, dass Tesla bereits im Juli mit der Produktion des Model 3 beginnen und damit erstmals den Massenmarkt erobern will. Auch andere Pkw-Bauer wie VW oder Daimler haben zum Angriff auf Tesla geblasen. Von den etablierten Herstellern anfangs belächelt, wird das US-Unternehmen, hinter dem der Milliardär Elon Musk steht, mit seinen Elektroautos immer mehr zum Maßstab für die Branche. Mit der Sportlimousine Model S und dem Geländewagen Model X ist Tesla bislang im teuren Premiumsegment unterwegs.

BMW will 100.000 Elektroautos verkaufen

Der Basispreis für das Model 3 soll bei rund 35.000 US-Dollar liegen. Tesla geht aber von einem durchschnittlichen Verkaufspreis - inklusive einiger Extras - von 42.000 Dollar aus. Wahlmöglichkeiten bei der Ausstattung gibt es indes kaum. Grund ist die schnelle und einheitliche Produktion. Obwohl angehende Kunden derzeit nur über die Farbe des Wagens und die Größe der Räder entscheiden können, haben Hunderttausende Interessenten das Auto vorbestellt, das in den USA noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Auch Daimler plant eine Elektrooffensive.
Auch Daimler plant eine Elektrooffensive.

Tesla-Chef Musk strebt an, 2018 insgesamt 500.000 Fahrzeuge herzustellen und abzusetzen. Im Vergleich zu Branchenschwergewichten wie VW oder Daimler ist das wenig; BMW verkaufte im vergangenen Jahr allein vom 3er mehr als 400.000 Fahrzeuge. Doch gemessen am Absatz reiner Elektroautos liegt Teslas Latte hoch. Die Münchner wollen in diesem Jahr 100.000 elektrifizierte Autos verkaufen - dazu zählt BMW auch Hybridversionen.

Auch Mini und X3 werden elektrisiert

Bereits 2013 hatten die Bayern den batteriebetriebenen Stadtflitzer i3 eingeführt. Allerdings hält sich der Verkaufserfolg bis heute in Grenzen. Vielen potenziellen Kunden war der Preis zu hoch und die Reichweite zu niedrig. Der i3 kostet ab 35.000 Euro und schaffte zum Marktstart etwa 130 Kilometer rein elektrisch. Inzwischen ist die Reichweite mit größerer Batterie auf 300 Kilometer angewachsen. Für 2019 hat BMW einen E-Mini geplant, 2020 eine elektrische Version des Geländewagens X3.

Zudem hat Konzernchef Harald Krüger angekündigt, nach und nach alle Modellreihen zu elektrifizieren. Die Architekturen und die Fertigung werden entsprechend angepasst, damit ab 2020 jedes Werk auch E-Versionen seiner Baureihe fertigen kann. Auf dem Pariser Autosalon im vergangenen Herbst präsentierten auch Daimler und VW Konzepte für E-Fahrzeuge, die in den kommenden drei Jahren an den Start gehen und über eine Reichweite zwischen 500 und 600 Kilometern verfügen sollen.

Das kommt nicht nur den Kundenwünschen entgegen, sondern ließe die Hersteller auch zum US-Pionier aufschließen. Neben Tesla führen derzeit bei der Reichweite der französische Hersteller Renault und Opel; der Ampera-e der Rüsselsheimer kommt nach den Messvorgaben des NEFZ auf 520 Kilometer. Realistischer erscheint der über den WLTP ermittelte Wert von 354 Kilometer.

Quelle: n-tv.de

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