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Sechs neue Modelle Ducati lässt es auf der Eicma krachen

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Für 2017 plant Ducati auch einen echten Café Racer.

Gleich mit sechs neuen Modellen präsentiert sich Ducati auf der Mailänder Motorradmesse Eicma. Für das kommende Jahr haben sich die Italiener weiteres Wachstum verordnet und greifen mit der Monster 1200 jetzt auch BMW und Yamaha an.

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Die Ducati Monster 1200 ist die Kampfansage an BMW und Yamaha.

Auf der Kölner Intermot gab sich Ducati noch ganz zurückhaltend: Lediglich ein Neumodell, die SuperSport, wurde am Rhein präsentiert. Alle anderen Ergebnisse der Entwicklungsabteilung im Bologneser Stadtteil Borgo Panigale hielt man für die Mailänder Eicma zurück. Umso heftiger ließ man es am Montagnachmittag im Teatro Nazionale krachen: Sechs neue Modelle kommen 2017 auf den Markt, darunter das erste Serienmotorrad der Welt mit einem Monocoque aus Karbon, einer Karbon-Einarmschwinge, Karbon-Heckrahmen sowie Karbonrädern. Zu finden sind diese technischen Neuheiten in der Ducati 1299 Superleggera.
 
Am wichtigsten für das weitere Wachstum von Ducati dürfte aber die neue Monster 1200 sein; ihr Motor ist von 135 auf 150 PS erstarkt und liegt damit nunmehr auf dem Niveau der Wettbewerber BMW und Yamaha. Optisch orientiert sich die Monster 1200 stark an der bisherigen Monster 1200 R, dem Spitzenmodell der Baureihe. Ganz auf der Höhe der Zeit ist die Elektronikausstattung; inklusive Kurven-ABS und vielfach regelbarer Traktionskontrolle ist so gut wie alles an Bord, was der Markt aktuell bereithält. Zusätzlich zur Monster 1200 gibt es ein S-Modell, das sich, wie bei Ducati üblich, durch höherwertige Fahrwerks- und Bremsenkomponenten auszeichnet. Die Motorleistung von 150 PS bleibt jedoch unverändert.

Einstieg in die Monster-Baureihe

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Neues Einstiegsmodell in die Monster-Baureihe ist bei Ducati die 797.

Neues Einstiegsmodell in die Monster-Baureihe ist die 797, die von einem 75 PS leistenden luftgekühlten Zweizylindermotor mit 803 Kubikzentimetern Hubraum befeuert wird. Ein Gitterohrrahmen aus Stahl ist genauso selbstverständlich wie eine Aluminiumguss-Zweiarmschwinge. Die Sitzhöhe beträgt lediglich 80,5 Zentimeter und kommt damit weniger erfahrenen Motorradpiloten entgegen.

Nach unten abgerundet wird die erfolgreiche Reiseenduro-Baureihe der Ducati Multistrada durch die Einführung der neuen Multistrada 950. Sie vereinigt in sich Bauteile der Multistrada 1200 sowie der Multistrada 1200 Enduro und wird vom 113 PS starken Zweizylinder mit 937 Kubikzentimetern Hubraum aus der Hyperstrada 939 angetrieben. Die Ausstattung mit vier Riding Modes und dynamischer Traktionskontrolle ist kaum weniger opulent als bei der 160 PS leistenden Multistrada 1200; nicht angeboten wird bei der 950er unter anderem LED-Licht sowie LED-Kurvenlicht. Auch das schräglagenfähige ABS ist bei diesem gewichtserleichterten Modell nicht zu haben.

Aufwendigstes Superbike der Welt

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Der "Wüstenschlitten", Desert Sled ist die geländeorientierte Variante einer Ducati.

Das wohl weltweit momentan technisch aufwendigste Superbike trägt die Bezeichnung 1299 Superleggera. Der wassergekühlte Zweizylindermotor leistet 215 PS, sämtliche Bauteile sind gemäß der Modellbezeichnung so leicht wie nur möglich ausgeführt. Das Karbon-Monocoque beispielsweise spart gegenüber dem Pendant aus Aluminium in der 1299 Panigale 1,7 Kilogramm, die Karbonschwinge ist weitere 900 Gramm leichter und bei den Rädern liegt die Gewichtsersparnis gegenüber den Schmiederädern bei 1,4 Kilogramm. Elektronische Besonderheit der 1299 Superleggera ist die für das MotoGP-Bike entwickelte Adaptive Vehicle Control (DAVC). Sie ermöglicht eine sechsachsige Elektronik-Kontrolle, die auch kontrolliertes Sliden berücksichtigt. Die 1299 Superleggera wird in einer Auflage von 500 Stück gebaut; über den Preis gibt es noch keine Angaben.

Ausgebaut wird 2017 auch die am Markt erfolgreiche Scrambler-Reihe. Neu kommt ein Cafe Racer sowie eine geländeorientierte Version namens Desert Sled. Der "Wüstenschlitten" verfügt über längere Federwege und damit auch eine größere Sitzhöhe; vorne rotiert ein 19 Zoll-Vorderrad. Der Cafe Racer wird auf ein 17-Zoll-Vorderrad umgestellt, einige der Anbauteile sind im Stil der späten 1960er Jahre gehalten, die USD-Gabel ist voll einstellbar. Sämtliche Scrambler-Versionen werden vom 75 PS leistenden luftgekühlten Twin mit 803 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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