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In Barcelona geboren Exxite X One - ein futuristisches Pedelec

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Mathieu Rauzier, Gründer der Fahrradmarken Rayvolt und Exxite.

(Foto: Exxite)

Wenn extrovertiertes Design auf aktuelle Smartphonetechnik trifft und sich dann noch mit einem Pedelec paart, kann das zu durchaus interessanten Lösungen für Biker führen. Das jedenfalls stellt der Franzose Mathieur Rauzier unter Beweis.

Exxite heißt eine neue E-Bike-Marke des in Barcelona lebenden Franzosen Mathieur Rauzier, der sich in der Zweiradszene bereits mit der Marke Rayvolt einen Namen gemacht hat. Wie schon bei Rayvolt ist auch das erste Modell der neuen Marke X One vor allem ein Hingucker. Doch neben dem Design bietet das Pedelec noch Techniklösungen wie Sprach- und Gesichtserkennung.

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In den Lenkerenden des X One stecken Blinker, die per Gesichtsgeste aktiviert werden.

(Foto: Exxite)

Das Styling des X One verbindet Steam-Punk-Ästhetik mit klassischen wie progressiven Fahrradelementen. Dank eines im bulligen Rahmen integrierten, herausnehmbaren Akkus und dem Radnabenmotor im Hinterrad ist es als Pedelec auf den ersten Blick gar nicht erkennbar. Ob allerdings die Ergonomie bei diesem designorientierten Fahrrad oberste Priorität hatte, scheint fraglich. Das X One wirkt eher wie ein Bike zum Cruisen für Leute, die auffallen wollen. Kein Wunder, denn das Rayvolt-Headquarter befindet sich im hippen Stadtteil El Born und damit nur wenige Minuten von der belebten Strandpromenade der katalanischen Metropole.

50 oder 75 Kilometer Reichweite

Der Heckmotor unterstützt die dank Alu-Komposit-Rahmen nur rund 20 Kilogramm schwere Fuhre bis 25 km/h. Für die Pedelec-Variante gibt es zwei Akkuoptionen mit 10,5 beziehungsweise 16 Ah, die 50 und 75 Kilometer Reichweite bieten. Auch das Rekuperieren ist grundsätzlich möglich, also die Umwandlung von Bewegungsenergie in Strom. In der Standardversion gibt es das X One als Single-Speed ohne Alternativübersetzung. Als Option und echte Innovation soll es später noch eine in den Nabenmotor integrierte Siebengang-Schaltung von Sturmey Archer geben.

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Schickes Detail: Die Pedale im X-Design.

(Foto: Exxite)

Weitere Besonderheiten des X One sind Pedale mit einem großen X in der Mitte sowie das große Tagfahrlicht im Lenkervorbau und ein in das Sattelrohr integriertes Rücklicht, das sich aus mehreren kleinen Leuchtdioden zusammensetzt.

Computer im Smartphone-Format

Wichtiger ist allerdings die Integration eines Android-Computers im Smartphone-Format, der im Zusammenspiel mit der Exxite-App etliche smarte Funktionen erlaubt. Am vorderen Ende des Oberrohrs gibt es eine spezielle Mulde für den elektronischen Alleskönner. Der Touchscreen verfügt über einen Sensor für die Lichtautomatik. Dank Kamera ist zudem eine Gesichtserkennung des Fahrers möglich, über die sich die Blinkerfunktion steuern lässt.

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Im Oberrohr lässt sich der Touchscreen-Computer im Smartphone-Format integrieren.

(Foto: Exxite)

Eine kleine Gesichtsgeste reicht, um den linken oder rechten Blinker zu aktivieren. Außerdem lässt sich per Gesichtserkennung der rechtmäßige Nutzer identifizieren. Über die App ist es möglich, viele Parameter des Antriebs zu modifizieren. Persönliche Einstellungen können gespeichert und per Fingerabdruckerkennung aktiviert werden. Außerdem gibt es eine Spracherkennung, mit deren Hilfe der Nutzer etwa die gewünschte Adresse der Navigation mitteilen kann.

Ab Sommer 2020 will Exxite das X One ausliefern. Derzeit wird es über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo vertrieben. Wer zu den Mutigen zählen will, kann sich ein Exemplar im Vorverkauf der ersten Serie sichern. Hier soll das Rad auch nur 1800 Euro kosten. Im regulären Vertrieb wird sich der Preise für ein X One dann verdoppeln.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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