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Schöne neue Welt? Vernetzung macht Auto zur Werbeplattform

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Werbekunden haben General Motors und IMB bereits gewonnen.

Das Internet im Auto ist eine feine Sache. Echtzeitinformationen über den Verkehr, Musik und Podcasts aus dem Internet, alles ist möglich. In Zukunft auch personalisierte Werbung. IBM und General Motors arbeiten an einem Konzept, das 2017 an den Start gehen soll.

Das Auto als Hotspot: Vernetzt, immer erreichbar und informiert. Doch jetzt plant General Motors etwas, das die Freude an der Vernetzung deutlich trüben könnte: die personalisierte Werbung zieht ins Auto ein! Ein entsprechendes Konzept hat GM gemeinsam mit dem IT-Konzern IBM in den USA vorgestellt. Die Technik soll vorerst amerikanischen Nutzern des GM-Online-Assistenten "OnStar", den es hierzulande auch in aktuellen Opel-Modellen gibt,  Kauf- und Produktempfehlungen während der Fahrt auf den Bordbildschirm senden.

Die beiden Konzerne geben in einer Mitteilung gleich mehrere konkrete Anwendungsbeispiele. So soll das System Autofahrer beispielsweise an noch zu erledigende Einkäufe erinnern, kurz bevor sie das entsprechende Geschäft passieren. Oder es gibt bei der Einfahrt in eine neue Stadt direkt Restaurant- und Shoppingempfehlungen. Schon vor dem Start des Dienstes präsentieren IBM und GM fünf Anzeigenkunden, darunter den Tankstellenbetreiber Exxon, das Kreditkartenunternehmen Mastercard und den Parkplatzvermittler Parkopedia.

Werbung wird durch IBM personalisiert

Für die Personalisierung der Werbung ist IT-Spezialist IBM zuständig, der seinen intelligenten Bot "Watson" zur Verfügung stellt. Die künstliche Intelligenz ist in der Lage, aus dem Verhalten des Fahrers zu lernen, kann das gesprochene Wort verstehen und entscheiden, welche Produkte und Dienstleistungen dem Fahrer angeboten werden sollen. Der Nutzer muss der Datennutzung allerdings in nicht näher erläuterter Form zustimmen.

Der Vorstoß von GM und IBM ist der erste Großversuch, die immer stärkere Vernetzung moderner Autos zu monetarisieren. Bislang stellen die Pkw-Hersteller für Neuwagenkunden Service-Apps und sonstige Software zur Verfügung, viel verdienen können sie damit bislang aber noch nicht. Werbung könnte das ändern. Die amerikanischen Allianzpartner sind nicht die ersten, die damit experimentieren. BMW und Sixt etwa senden bereits personalisierte Werbung an die Nutzer des Carsharing-Dienstes Drive Now.

Starten soll die Watson-OnStar-Technik Ende 2017 in den USA. Dort könnten sie rund zwei Millionen Kunden mit LTE-fähigen Fahrzeugen nutzen. Ob die Autowerbung in dieser Form auch nach Deutschland kommt, etwa an Bord von Opel-Modellen, ist unklar.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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