Gebrauchte

Liebling der Frauen Peugeot 207 - Herzensbrecher mit Macken

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Dem kleinen Peugeot 207 fliegen auch als Gebrauchtwagen die Herzen der Käufer zu.

Dem kleinen Peugeot 207 fliegen auch als Gebrauchtwagen die Herzen der Käufer zu - vor allem die der Frauenwelt. Doch Liebe allein ist bekanntlich nicht alles - dem Franzosen muss man so einiges verzeihen.

Als Nachfolger des 206 kam der Peugeot 207 vor acht Jahren als vielfältiges Chamäleon auf den Markt. Ihn gab es als Kombi SW und mit Blechklappdach als Cabrio CC. Neben diesen läuft er als drei- und fünftürige Schrägheck-Variante. Er scheint den Zeitgeist zu treffen, denn dieser Peugeot ist ein gesuchter Gebrauchtwagen. Doch der Typ ist nicht ohne, bei ihm gibt es einiges zu meckern.

Karosserie und Innenraum

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Als Nachfolger des 206 kam der Peugeot 207 vor acht Jahren als vielfältiges Chamäleon auf den Markt.

Mit dem 207 ging Peugeot neue Wege. Denn erstmals boten die Franzosen ein Fahrzeugmodell mit zwei verschiedenen Gesichtern an. Die Front der Einsteiger-Linien "Filou" und "Tendance" gibt sich freundlich rundlich. Die Varianten "Sport" und "Platinum" sind mit aggressiver Schnauze und etwas Chromzierrat eher krawallig gestaltet.

Sonst gab es den 207 wie schon erwähnt in verschiedenen Karosserie-Versionen. Von dem Kleinwagen, der seit 2006 über die Straßen rollt, ist lediglich das Cabrio CC vorerst noch uneingeschränkt im Verkauf. Sonst übernimmt der seit 2012 erhältliche Nachfolger 208 den Job des Stadtflitzers. Ende Juni 2009 erhielt die Baureihe ein Facelift, bei dem die Scheinwerfer, Heckleuchten und Schweller geändert wurden.

Motoren und Fahrwerk

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Den 207 gab es als Kombi SW und mit Blechklappdach als Cabrio CC.

Das Motorenangebot beim 207 ist breit, das Leistungsband reicht je nach Baujahr von 73 PS bis zu 174 PS bei den Benzinern und 68 PS bis zu 112 PS bei den Dieseln. Alle Selbstzünder-Modelle werden serienmäßig mit Rußpartikelfilter ausgeliefert. Ärger macht vor allem der 1.6 HDi, der aufgrund verstopfter Ölkanäle immer wieder negativ auffällt.

Das Fahrwerk ist alles andere als französisch-weich und schüttelt seine Passagiere ordentlich durch. Die stärkeren Varianten sind sogar richtig hart abgestimmt und leiten kurze Bodenwellen direkt und ungefiltert an die Insassen weiter. Bekannte Probleme beim 207 sind Federn sowie Dämpfer. Hingegen sind der Rostbefall und die Antriebswellen bei der Baureihe besser als beim Durchschnitt aller geprüften Autos.

Ausstattung und Sicherheit

Mit der Höchstwertung von fünf Sternen schloss der Franzose 2006 den Euro-NCAP-Crashtest ab. Vier Airbags und ABS sind Minimum, im Laufe der Bauzeit kamen dann noch Kopfairbags sowie ESP dazu. Bei den Sitzen sollte man nicht auf die Basisvariante vertrauen, denn da gibt es nur Puppengestühl. Besser sind die höheren Ausstattungen, bei denen die Polster sogar richtig bequem sind.

Qualität

Der Peugeot 207 liegt in allen Jahrgängen unter dem Durchschnitt seiner Klasse. Schon beim ersten TÜV fallen die Franzosen deutlich öfter mit erheblichen Mängeln durch die HU. Vor allem die Bremsen machen sich schon in der ersten Hauptuntersuchung negativ bemerkbar: Die TÜV-Prüfer notieren erhöhten Verschleiß an den Bremsscheiben und bemängeln die Funktion der Fußbremse. Außerdem notieren die Prüfer oft Ölverlust am Motor und Getriebe. Dagegen sind die Mängel an der Beleuchtungsanlage schon ein kleineres Laster.

Auch die Abgasuntersuchung zu bestehen, fällt dem Peugeot 207 überdurchschnittlich schwer. Beim Cabrio CC sollten Käufer die Dachmechanik prüfen und auf Wasserspuren im Auto achten.

Fazit

Als Vorteil des kleinen Franzosen kann man den Preis nennen: Sechs bis sieben Jahre alte Autos unter 100.000 Kilometern werden bereits ab 2900 Euro gehandelt. Da bleibt vielleicht noch etwas für Rücklagen übrig, um dem Kleinwagen bei Schwierigkeiten über den nächsten TÜV zu helfen. Die Bremsen sollte man auf der Probefahrt auf jeden Fall checken.

Quelle: ntv.de, sni/sp-x

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