Montag, 27. Juni 2022Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:35 Uhr

Das war Montag, der 27. Juni 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

dicke, dunkle Rauchwolken fernab von der Front haben heute für Entsetzen gesorgt. "Die Besatzer haben mit Raketen auf ein Einkaufszentrum geschossen, in dem mehr als tausend Zivilisten waren", das schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Raketenangriff auf die Mall in Krementschuk. Mittlerweile wurde von offiziellen Angaben die Todeszahl mit mindestens 13 beziffert. Was an diesem 123. Kriegstag geschehen ist, können Sie hier im Überblick nachlesen. Informationen rund um den Ukraine-Krieg erhalten Sie in unserem Liveticker.

Diese Themen möchte ich Ihnen zur Lektüre empfehlen:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und ein kühles Plätzchen.

Ihre Yuki Schubert

22:14 Uhr

Kollision mit Lkw: Zug mit mehr als 200 Passagieren in den USA entgleist

Im US-Bundesstaat Missouri ist ein Fernverkehrszug mit 243 Passagieren an Bord entgleist. Die Betreibergesellschaft Amtrak erklärte, es gebe "erste Berichte über Verletzungen" - ohne weitere Details bekannt zugeben. Der Zug, unterwegs von Los Angeles nach Chicago, stieß demnach an einem Bahnübergang im Ort Mendon mit einem Müllabfuhr-Lastwagen zusammen, mehrere Waggons entgleisten.

21:54 Uhr

Giftgas-Unglück in Jordanien: 10 Tote, 200 Verletzte

Bei einem Gas-Unglück in Jordanien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 weitere verletzt worden. Wie die Regierung mitteilte, war heute aus einem umgekippten Container im Hafen von Akaba im Süden des Landes giftiges Gas ausgeströmt. Ein Sprecher der jordanischen Sicherheitsbehörden sagte, im Hafen von Akaba sei ein "mit giftigem Gas gefüllter Container während des Transports umgekippt". Dies habe ein Leck verursacht. Verantwortliche, die anonym bleiben wollten, berichteten, der Container sei von einem Schiff gefallen. Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens.

21:20 Uhr

65-jähriger Traktorfahrer stirbt während Verkehrskontrolle in Hessen

Ein 65-Jähriger ist wegen Mängel an seinem Traktor von Polizisten in Bad Arolsen kontrolliert worden, als er plötzlich umkippte und noch vor Ort verstarb. Laut Polizei haben die Beamten sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen, die anschließend von den alarmierten Rettungskräften und dem Notarzt fortgesetzt wurden. Die etwa eine Stunde andauernden Maßnahmen seien leider erfolglos verlaufen. Den Beamten zufolge haben sie im Streifenwagen gesessen und eine Mängelanzeige ausgefüllt, als der Mann umfiel. Die Todesursache ist noch unbekannt. Die Kriminalpolizei Kassel hat die weiteren Ermittlungen dazu übernommen.

20:52 Uhr

Christian Bale würde wieder ins Batman-Kostüm schlüpfen, wenn...

Der Schauspieler Christian Bale hat, mit seiner Interpretation des berühmten Anti-Helden aus der "Dark Knight"-Trilogie, dem Beschützer Gothams ein neues, vielschichtiges Gesicht gegeben. Der Wunsch das Bale noch einmal ins Batmobil steigt, ist anscheinend gar nicht so unrealistisch, wie der 48-jährige Oscarpreisträger der US-Seite "ScreenRant" verraten hat. Tatsächlich würde er seine Rückkehr an eine einzige Bedingung knüpfen - und zwar, dass Christopher Nolan wieder die Regie übernimmt.

Mit Nolan habe er noch vor dem Abschluss der Reihe "einen Pakt geschlossen. (...) Lass uns drei Filme machen, wenn wir jemals so viel Glück haben sollten, das tun zu dürfen. Und dann lass uns davon weggehen." Aber er habe sich ein mentales Hintertürchen offengelassen. "Sollte Chris Nolan jemals zu sich sagen: 'Weißt du was, ich habe noch eine Geschichte zu erzählen.' Und sollte er sich dann wünschen, diese Geschichte mit mir zu erzählen, wäre ich sofort dabei."

20:27 Uhr

Neuer Waldbrand in Brandenburg ausgebrochen

Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming), rund 60 Kilometer südlich von Berlin, ist ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen haben sich innerhalb von zwei Stunden auf 10 Hektar ausgebreitet, wie der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, mitteilte. Etliche Feuerwehrkräfte seien vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen, andere nachalarmiert worden. Am Abend war nach Angaben Engels nur schwer vorauszusagen, wie sich der Brand weiter entwickeln werde. Teils starke Windböen machten die Situation schwer berechenbar. Ortschaften sind demnach zunächst jedoch nicht in Gefahr, weil der Brand im Zentrum des früheren Militärgeländes ausgebrochen ist.

20:14 Uhr

Die Videos des Tages

19:38 Uhr

Reizgas im Bremerhavener Klimahaus versprüht: 12 Verletzte

Im Klimahaus in Bremerhaven hat ein Unbekannter heute offenbar eine Art von Reizgas versprüht. Das gesamte Gebäude sei umgehend evakuiert worden, teilte Klimahaussprecher Holger Bockholt mit. Er könne nicht sagen, um welche Substanz es sich gehandelt habe. Einige Besucher hätten über gesundheitliche Beschwerden wie Augenreizungen geklagt. Nach Berichten von NDR und nord24.de wurden zwölf Personen verletzt. Sechs von ihnen mussten den Angaben zufolge in eine Klinik gebracht werden.

Bockholt betonte, die Besucher seien von den Rettungskräften an der frischen Luft versorgt worden. Auch ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall. Mehrere Jugendliche und Kinder hätten aber über Atemwegserkrankungen geklagt, so der Polizeisprecher. Es ist auch wohl eine Brandmeldeanlage ausgelöst worden. Das Klimahaus bleibt für den Rest des Tages geschlossen.

19:09 Uhr

Schuss vor Club in Neuss: Mordkommission ermittelt

Vor einem Club in Neuss ist ein Streit am Wochenende zwischen zwei Männern so eskaliert, dass ein Schuss fiel. Laut Mitteilung der Polizei soll ein 27-Jähriger einem 24-Jährigem in den Oberschenkel geschossen haben. Nach der Tat war der Mann am frühen Sonntagmorgen gegen 5.00 Uhr geflüchtet. Das Opfer kam verletzt ins Krankenhaus. Spezialkräfte der Polizei nahmen den mutmaßlichen Schützen dann am Sonntagabend in Düsseldorf fest und stellten die Tatwaffe sicher. Die Polizei hat nun eine Mordkommission eingerichtet. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft und schweigt bislang zu dem Vorwurf.

18:40 Uhr

Mutmaßlicher Oslo-Angreifer in U-Haft

Der Mann, den die norwegische Polizei nach dem mutmaßlichen islamistischen Terroranschlag am Vorabend der Pride-Parade in Oslo festgenommen hatte, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Gericht in der norwegischen Hauptstadt verhängte heute die U-Haft zunächst für vier Wochen. Für diese Zeit wurde dem 43-Jährigen der Kontakt zur Außenwelt weitgehend untersagt. Die Polizei hat den Norweger mit iranischen Wurzeln als psychisch labilen Islamisten beschrieben. Das Motiv ist den Ermittlern zufolge noch unklar. Als denkbar gelten demnach eine islamistische Radikalisierung, Hass auf Homosexuelle sowie psychische Probleme.

  • In der Nacht zum Samstag waren in der Innenstadt von Oslo zwei Menschen durch Schüsse getötet und 21 weitere Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die Schüsse fielen unter anderem vor einer bekannten Schwulen-Bar.
  • Der Verdächtige wurde kurz nach den Schüssen festgenommen und verweigert seitdem die Aussage.

18:21 Uhr

Jan Fedder bekommt Ehrentafel vor Hamburger Lokal "Zur Ritze"

Der 2019 verstorbene Schauspieler Jan Fedder bekommt auf der Hamburger Reeperbahn eine Ehrentafel. Die Gedenktafel soll vor dem Eingang des Lokals "Zur Ritze" enthüllt werden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Initiatoren des Projekts sind seine Witwe Marion Fedder und der Chef der "Ritze", Carsten Marek. "Jan ist St. Paulianer. Er wohnte gleich um die Ecke, die "Ritze" war sein Lieblingslokal, er nannte sie sein Wohnzimmer. Er hat hier viele Abende und Nächte verbracht, mit Bier und Gin Tonic", sagte Marion Fedder über die private Initiative. Es seien noch weitere Tafeln vor dem Kultlokal geplant, in dessen Keller es einen Boxring gibt.

17:51 Uhr

Baukran stürzt in Dresdner Innenstadt um und kracht auf Wohnhaus

Großer Schreck: In Dresden ist am Nachmittag bei Bauarbeiten ein Baukran auf ein Wohnhaus gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten, wie die Dresdner Feuerwehr mitteilte. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Durch den Unfall wurden Trümmer im Bereich der betroffenen Straße ganz in der Nähe einer Einkaufsmeile verteilt. Laut Feuerwehr ist die Einsatzstelle gesichert. Passanten wurden aber gebeten, den Bereich Ferdinandstraße zu meiden.

Der umgestürzte Baukran hat erhebliche Schäden an dem Gebäude verursacht.

Der umgestürzte Baukran hat erhebliche Schäden an dem Gebäude verursacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Update: Laut Polizei sind wegen des Unfalls acht Wohnungen nicht mehr nutzbar. Die Mieter wurden anderswo untergebracht. Der Kran habe Wände beschädigt, Scheiben seien zu Bruch gegangen. Die Bergung sei schwierig und dauere noch, hieß es am Abend. Der Kran müsse demontiert werden.

17:22 Uhr

Mann bedroht Autofahrer in australischem Parkhaus mit Waffe

Es sind beängstigende Szenen: Ein Mann folgt zu Fuß einem Auto in ein Parkhaus in einem Vorort von Melbourne. Plötzlich zieht er eine Waffe, in Panik fährt der Autofahrer gegen einen Pfeiler. Als der Angreifer kurz unaufmerksam ist, rast der Fahrer durch ein fast geschlossenes Tor. Mit Bildern von Überwachungskameras fahndet die australische Polizei nun nach einem Mann.

16:55 Uhr

Einbruch in Thessaloniki: Diebe schmeißen 400-Kilo-Tresor vom Balkon

Nur keine Zeit verlieren: Das dachten sich wohl Einbrecher in der Hafenstadt Thessaloniki. Um an die geschätzten 300.000 Euro in einem gut 400 Kilogramm schweren Tresor zu kommen, packten sie diesen und warfen ihn kurzerhand vom Balkon einer Wohnung im sechsten Stock auf die Straße. Das berichten griechische Medien unter Berufung auf die Polizei. Dort luden sie den Tresor ins Auto und verschwanden. Zurück blieb eine große Delle im Straßenbelag. Insgesamt konnten sie demnach Schmuck und Bargeld in Höhe von rund einer Million Euro entwenden. Bei dem Opfer soll es sich um einen bekannten Geschäftsmann handeln, der zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht in der Stadt war. Nach den Tätern werde auch im näheren Umfeld des Mannes gesucht, hieß es.

16:30 Uhr

Tornado in den Niederlanden: Ein Toter und etwa zehn Verletzte

Bei einem Tornado in den Niederlanden ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Durch das Unwetter in der Küstenstadt Zierikzee im Südwesten sind heute laut den Rettungsdiensten außerdem etwa zehn Menschen verletzt worden. Die Einsatzkräfte seien noch dabei, die genaue Opferzahl zu prüfen, hieß es. "Der Schaden ist in manchen Straßen von Zierikzee beträchtlich", teilten die Rettungsdienste weiter mit. Der Wirbelsturm habe nicht nur Bäume entwurzelt, sondern auch die Dächer mehrerer Häuser abgedeckt. Bei einem Haus stürzte den Angaben zufolge die Front ein. Der öffentlich-rechtliche niederländische Sender NOS berichtete, der Tornado habe auch ein Kirchendach abgedeckt und Trampoline durch die Luft gewirbelt.

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15:57 Uhr

Mordfall Salzgitter: Mobiltelefone der Teenager sollen bei Frage nach Motiv helfen

Die Schülerin Anastasia aus Salzgitter wurde nur 15 Jahre alt. Unter Mordverdacht stehen zwei Teenager, doch da der 14-Jährige sich bisher nicht zur Tat geäußert hat und der 13-Jährige, mittlerweile in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wurde, erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse durch die Mobiltelefone. Ziel sei es, mehr über die Hintergründe der Tat und den Tatablauf zu erfahren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Über Chats, die sich der 13-Jährige und der 14-Jährige schickten, seien möglicherweise auch Erkenntnisse über die Beziehung zu der 15-Jährigen möglich. Vielleicht gebe es auch Nachrichten zwischen den mutmaßlichen Tätern und ihrem Opfer. Alle drei gingen auf die gleiche Schule. Nach den bisherigen Ermittlungen hassten die beiden Jugendlichen das Mädchen. Es sei möglich, dass die 15-Jährige nichts von dieser einseitigen Feindschaft wusste, sagte der Staatsanwalt.

15:36 Uhr

Sturz aus dem Fenster: Achtjährige wird von Mann in Linz aufgefangen

Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Ein Mann ist in Österreich einem achtjährigen Mädchen in höchster Not zur Hilfe gekommen. Laut Polizei bemerkte der Autofahrer beim Vorbeifahren das Kind, das sich nach einem Sturz aus dem Fenster einer Wohnung in Linz mit letzter Kraft am Fensterbrett festhielt. Sofort habe sich der 41-Jährige unter das Kind gestellt, das in diesem Moment etwa vier Meter tief direkt in die Arme des Retters fiel. Das Mädchen blieb unverletzt und der Retter übergab es seiner Mutter. Die Mutter, die sich in der Wohnung aufhielt, hatte von dem Vorfall am Sonntagmittag nichts mitbekommen.

15:05 Uhr

Karl-Theodor zu Guttenberg wird Moderator bei RTL

Der Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geht wieder in die Öffentlichkeit, aber nicht als Politiker. Der 50-Jährige wird für das Streamingangebot von RTL+ Dokumentationen präsentieren. Dafür schlüpft zu Guttenberg in die Rolle des Moderators und werde durch zwei 90-minütige Docutainment-Sendungen führen, berichtet der Sender. Sie sollen noch in diesem Jahr ins Programm kommen. Über die Inhalte ist noch nichts bekannt.

  • Zu Guttenberg war bis 2011 Verteidigungsminister, bevor er wegen der Plagiatsaffäre um seine Dissertation zurücktrat. Ende Februar 2011 erkannte ihm die Universität Bayreuth den juristischen Doktortitel ab.
  • Er zog mit seiner Familie in die USA und nahm eine Tätigkeit als Berater auf.
  • 2018 legte zu Guttenberg an der University of Southampton in Großbritannien eine neue Doktorarbeit vor, darin beschäftigte er sich mit Korrespondenzbanken.

14:30 Uhr

Frau mit Wasserpistole Nase gebrochen: Wieder Tumult mit 250 Badegästen in Berliner Freibad

Erneut überhitzte Gemüter in einem Berliner Freibad: Polizisten und Wachleute wurden am Sonntagnachmittag in dem Neuköllner Columbiabad von bis zu 250 Badegästen bedrängt, wie die Beamten heute mitteilten. Wie vor einer Woche in Steglitz entstand den Angaben zufolge ein Streit nach Spritzen mit einer Wasserpistole. Eine Frau spuckte demnach einen Mann an, der brach ihr mit einer Wasserpistole die Nase. Immer mehr Menschen mischten sich ein, die Situation eskalierte laut Polizei. Die meisten Menschen hätten die Anweisungen der Wachleute missachtet, schließlich wurde das Bad geschlossen. Die Polizei rief Verstärkung, erst nach und nach beruhigte sich die Lage.

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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Johanna Ohlau hat Feierabend und gönnt sich jetzt hoffentlich eine kühle Erfrischung. Ich begleite Sie nun mit News aus aller Welt durch diesen sonnigen Montag. Machen Sie bei den hohen Temperaturen ruhig ein Päuschen und bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit ntv.de. Vergessen Sie die Sonnencreme nicht und schon geht es hier weiter. Bei Rückfragen zum Format erreichen Sie mich hier: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

14:10 Uhr

Bittet Regierungskritikerin Sofia Sapega Lukaschenko um Gnade?

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Sofia Sapega wurde bei einem nicht-öffentlichen Prozess zu sechs Jahren Haft verurteilt.

(Foto: picture alliance/dpa/BelTA)

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat vor gut einem Jahr die internationale Gemeinschaft schockiert, als er unter Vortäuschung einer Bombendrohnung eine Ryanair-Maschine zu einer Notlandung in Minsk zwang. Im Flugzeug saßen der belarussische Regierungskritiker Roman Protassewitsch und seine Freundin. Seitdem sind er und die russische Staatsbürgerin Sofia Sapega inhaftiert - unter anderem wegen "Anstachelung zum sozialen Hass". Nun soll die 24-Jährige den Machthaber um Begnadigung gebeten haben. Das berichtet zumindest die belarussische Staatszeitung "Sowjetskaja Belarus". Ähnlich wie bei im Staatsfernsehen ausgestrahlten "Interviews" mit den Beiden gibt es Zweifel an der Authentizität dieses Gnadengesuchs. Nach ihrer Festnahme waren Protassewitsch und Sapega in Videos zu sehen, wie sie "Geständnisse" ablegten. Nach Einschätzung ihrer Unterstützer wurden diese Äußerungen von den Behörden erzwungen. Lukaschenko hatte Anfang Juni eine mögliche Begnadigung der jungen Russin ins Gespräch gebracht, was auch für eine Inszenierung sprechen könnte. Während Sapega in absehbarer Zeit frei kommen könnte beziehungsweise nach Russland überstellt wird, droht Protassewitsch die Todesstrafe, die in Belarus weiterhin vollstreckt wird.

13:39 Uhr

Unter 15 Namen per Haftbefehl gesucht - Polizei fasst Namenswechsler

Ein 53 Jahre alter Mann ist offenbar sehr einfallsreich gewesen, was seinen eigenen Namen angeht: Unter 15 unterschiedlichen Namen war der Mann in Deutschland unterwegs. Der Grund: Er wurde per Haftbefehl gesucht. Doch auch die vielen falschen Familiennamen halfen am Ende nichts: In der Nähe von Passau haben Polizisten den Mann festgenommen, wie die Polizei mitteilt. Demnach konnte er am vergangenen Freitag mithilfe von Fingerabdrücken als der Gesuchte identifiziert werden. Der 53-Jährige war auf der Autobahn 3 in eine Polizeikontrolle geraten. Die Staatsanwaltschaft Köln suchte den Mann den Angaben zufolge wegen eines Umweltdeliktes. Die nächsten neun Monate wird er dann unter richtigem Namen in der Justizvollzugsanstalt Passau verbringen.

13:09 Uhr
Breaking News

NATO will Zahl der schnellen Eingreifkräfte drastisch erhöhen

Die NATO will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300.000 erhöhen. Das kündigt Generalsekretär Stoltenberg vor dem Gipfeltreffen der 30 Mitgliedstaaten in Madrid an. Bislang umfasst die NATO-Eingreiftruppe NRF rund 40.000 Soldatinnen und Soldaten.

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13:07 Uhr

Polizei-Notruf 110 in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens ausgefallen

Wer in Nordrhein-Westfalen die 110 wählt, erreicht eventuell niemanden: In vielen Teilen des Landes ist seit dem Morgen der Polizeinotruf ausgefallen. Von der Störung berichten bei Twitter unter anderem die Dienststellen Viersen, Höxter, Unna, Duisburg, Hamm, Mönchengladbach und Oberhausen. Die Polizeibehörden rufen dazu auf, alternativ den Feuerwehrnotruf 112 zu verwenden.

12:35 Uhr

Spaziergang im Gleis: Frau sorgt für mehr als 25 Stunden Verspätung

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Überfüllte Züge und Verspätungen: Zugfahrten sind momentan auch ohne lebensmüde Gleis-Flanierer kein Vergnügen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erst hatte am Freitag ein herren- oder auch damenloser Koffer für Aufregung am Kölner Hauptbahnhof gesorgt, am Samstag hat es dann so richtig gehakt im Zugverkehr. Der Grund war eine junge Frau, die im Gleisbett herumspazierte. Zwei Züge hätten eine Schnellbremsung machen müssen, insgesamt 58 Züge seien bei dem Vorfall von einer Verspätung von zusammengerechnet 1522 Minuten betroffen gewesen, wie die Polizei heute mitteilt. Als Polizisten der Frau hinterher gingen, sei sie zunächst geflüchtet, aber konnte später in Gewahrsam genommen werden. Bei der Vernehmung habe die 18-Jährige ausgesagt, dass eine innere Stimme ihr den "Gleis-Spaziergang" befohlen habe, sagte eine Polizeisprecherin. Die Wahl ihrer Flanier-Route hätte die Frau nach Polizeiangaben mit dem Leben bezahlen können. Mehr als 25 Stunden Verspätung bringen der Deutschen Bahn nicht nur großen Kundenärger, sondern auch wirtschaftlichen Schaden ein. Die Frau wird wohl mit hohen Schadenersatzforderungen des Unternehmens rechnen können.

12:21 Uhr

Neuer Rekord bei Austritten aus katholischer Kirche

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Die Kirchenbänke werden immer leerer.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Immer mehr Fälle sexueller Übergriffe von Kirchenvertretern auf Kinder, deren jahrzehntelange und systematische Vertuschung, fehlende Gleichberechtigung auf der Kanzel - die katholische Kirche liefert eine Reihe von Gründen für einen Austritt. Und den haben so viele Christinnen und Christen wie noch nie gewählt. Die katholische Kirche in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord bei den Kirchenaustritten verzeichnet. 2021 traten fast 360.000 Menschen aus der Kirche aus und damit 86.567 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilt. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing, zeigte sich "zutiefst erschüttert". Es ist davon auszugehen, dass der Trend anhält: Die vor zwei Wochen veröffentlichte "Missbrauchsstudie" aus dem Bistum Münster wird wohl auch im Jahr 2022 nicht für einen Zulauf sorgen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:55 Uhr

Unfall beim "RTL Turmspringen": Thorsten Legat wird Hoden entfernt

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Ist hart im Nehmen: Thorsten Legat.

(Foto: picture alliance / TVNOW / Stefan Gregorowius)

Thorsten Legat wollte eigentlich beim "RTL Turmspringen" mit dabei sein, aber der Ex-Fußballer konnte die TV-Show Anfang Juni nur als Gast verfolgen. Der Grund dürfte die Männer unter Ihnen hier schon beim Lesen schmerzen: Der 53-Jährige hat sich bei einem Trainingsunfall im Vorfeld der Sendung schwer im Schritt verletzt. "Mein Hodensack ist angeschwollen, das Ei beschädigt", erklärte er in der Sendung seinen Gesundheitszustand. Nun muss ihm sogar ein Hoden entfernt werden, denn die Verletzung ist laut einer Mitteilung von RTL doch schwerer als zunächst angenommen. Legat ist mit 53 Jahren wahrscheinlich nicht mehr ganz so "heiß" auf das Thema Kinder, hat mit Ehefrau Alexandra zwei erwachsene Söhne. Doch sofern er da nochmal Pläne hätte, könnte er nach Angaben eines Arztes noch Vater werden. Legat hat jedoch was anderes im Visier: die Promi-Ausgabe von "Ninja Warrior Germany" bei RTL. Trotzdem weiterhin gute Besserung!

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11:20 Uhr

Diversität: Erste deutsche Bank bietet "True Name" auf Kreditkarten an

Wer sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt oder zum Beispiel auf dem Ausweis zwar als Mann geführt wird, aber als Frau lebt, hat bei offiziellen Vorgängen schnell mal ein Problem: Der Name auf dem Ausweis oder der Karte stimmt nicht mit ihrer Identität überein. Der eigentlich abgelegte Name, der sogenannte Deadname, ist für trans oder non-binäre Menschen oft eine große psychische Belastung. Die GLS Bank ermöglicht nach eigenen Angaben als erste deutsche Bank, dass Kundinnen und Kunden ihren bevorzugten Namen auf Debit- oder Kreditkarten drucken lassen können. Laut einer Mitteilung spielt eine behördliche Namensänderung dabei keine Rolle. Wer bei der GLS Bank ist, kann die Änderung mithilfe des Ergänzungsausweises der Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (DGTI) beantragen.

Für Girokarten hat sich das Verfahren laut Mitteilung bei der sozial-ökologischen Bank bereits bewährt. "Das neue Feature ist ein Zeichen für mehr Diversität, für ein gesteigertes Bewusstsein unterschiedlicher Bedürfnisse unserer bunten Gesellschaft und eine Aufforderung, diese Bedürfnisse in Institutionen und Behörden anzuerkennen", sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank. Mastercard hatte das "True Name"-Feature im Jahr 2019 in den USA eingeführt.

10:58 Uhr

Lufthansa-Tochter streicht erneut Flüge

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Austrian Airlines muss wegen eines hohen Krankenstands Maschinen am Boden lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sollten Sie planen, mit Austrian Airlines in die Ferne zu reisen, checken Sie lieber, ob der Flug tatsächlich stattfindet. Corona-Infektionen bei Mitarbeitenden wirbeln den Flugplan der Lufthansa-Tochter derzeit heftig durcheinander. Zu Wochenbeginn würden 19 von insgesamt rund 350 geplanten Flügen aus dem Programm genommen, sagte eine Sprecherin der österreichischen Fluglinie. Weitere Anpassungen seien nicht ausgeschlossen.

Bereits am Wochenende mussten etwa 100 von 700 Flügen gestrichen werden, weil Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Bei den betroffenen Flügen handle es sich vorwiegend um Städteflüge innerhalb Europas, wie etwa nach Düsseldorf, München, Zürich oder Paris.

Dieser Beitrag stammt aus dem Börsen-Tag - mehr Meldungen aus der Wirtschafts- und Finanzwelt gibt es hier.

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10:08 Uhr

Mann "schlägt" Ex-Trump-Anwalt Giuliani auf den Rücken

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Rudy Giulianis Sohn Andrew (links) will für das Amt des Gouverneurs in New York kandidieren.

(Foto: AP)

Rudy Giuliani war sowas wie Trumps Mann für das Unmögliche. Der bekannte Handlanger des abgewählten US-Präsidenten hat sich in der Zeit nicht nur Freunde gemacht. Das hat der Republikaner wortwörtlich in einem Laden in New York zu spüren bekommen: Als Giuliani in dem Lebensmittelgeschäft auf Staten Island für seinen Sohn Andrew Giuliani Wahlkampf macht, bekommt er nach eigener Aussage plötzlich einen Schlag auf den Rücken.

"Plötzlich fühle ich dieses 'Bam!' auf meinem Rücken", sagte der ehemalige Trump-Anwalt der "New York Post". Die Zeitung hat auch Aufnahmen vom Vorfall veröffentlicht. "Ich fühle diesen enormen Schmerz in meinem Rücken und denke, was zum – ich wusste nicht einmal, was es war", zitiert ihn die Zeitung. "Ich höre diesen Typen sagen: 'Du bist ein verdammter Dreckskerl'", fügte Giuliani hinzu. Nun wissen wir ja: Giuliani übertreibt nur zu gerne und völlig maßlos. Deshalb empfehle ich Ihnen, sich das Video mal anzusehen. Darin sieht es nach nicht mehr als ein "Klopfer" aus. Die Beleidigung war sicherlich "treffender". Zudem interessant: Der Mann, offenbar ein Angestellter, soll mehrfach gerufen haben: "Ihr denkt, ihr rettet Babys, aber ihr werdet Frauen töten." Der Mann hat sich wohl auf das US-Urteil zur Abschaffung des Abtreibungsrechts in den USA bezogen - eine Entscheidung, die vor allem auf das Konto von Trump geht. Er hatte drei erzkonservative Richter für den Supreme Court ernannt und dem Urteil so den Weg geebnet.

10:05 Uhr
Breaking News

G7 verhängen weitere Sanktionen gegen russische Rüstungsindustrie

Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wollen die USA und die anderen G7-Staaten nach Angaben der US-Regierung weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau verhängen. Die Maßnahmen richteten sich unter anderem gegen militärische Produktions- und Lieferketten, teilt das Weiße Haus am Rande des G7-Gipfels in Bayern mit.

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10:01 Uhr

Friedenspreis geht an ukrainischen Autor Serhij Zhadan

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Literarische Stimme in der Ukraine: Serhij Zhadan.

(Foto: Ekko von Schwichow/Suhrkamp Verlag)

Der ukrainische Schriftsteller, Übersetzer und Musiker Serhij Zhadan erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2022. Das gibt der Stiftungsrat in Frankfurt am Main bekannt. Zhadan kommt aus dem Osten der Ukraine und hat zahlreiche Romane und Gedichtbände verfasst. In seinem Roman "Internat" befasst er sich unter anderem mit den Schrecken in den prorussischen "Volksrepubliken".

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09:30 Uhr

Iran meldet Raketentest - für Forschungssatelliten?

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Das aus einem Video des iranische Staatsfernsehens stammende Bild zeigt den Start einer Trägerrakete an einem unbekannten Ort.

(Foto: dpa)

Der Iran hat kurz vor der geplanten Wiederaufnahme der Verhandlungen über sein Atomprogramm nach eigenen Angaben eine Trägerrakete für einen Forschungssatelliten getestet. Dies berichten iranische Zeitungen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Unklar blieb, wann und wo die "Soldschanah"-Rakete gestartet wurde. Der US-Satellitenfotodienst Maxar hatte kürzlich Bilder veröffentlicht, die Vorbereitungen auf dem Weltraumbahnhof Imam Chomeini in der Provinz Semnan zeigten. Nach iranischen Angaben sollen die Satelliten Daten zu Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft liefern - und keine militärischen Ziele verfolgen. Die USA und Israel fürchten hingegen, dass die islamische Republik die Raumfahrttechnik fürs Militär verwendet.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Schweinebestand auf niedrigstem Niveau seit Wiedervereinigung

Schweine sind in einem Stall zu sehen.

Schweine werden immer unbeliebter - zumindest als Schlachtvieh.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

In Deutschland werden momentan etwas mehr als 22 Millionen Schweine gehalten. Zum Stichtag 3. Mai 2022 waren es nach vorläufigen Ergebnissen 22,3 Millionen Tiere, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Demnach ist das der niedrigste Schweinebestand seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Damals wurden noch 30,8 Millionen Schweine gehalten. Gegenüber der Viehbestandserhebung zum Stichtag 3. November 2021 sank die Zahl der Schweine um 6,2 Prozent oder 1,48 Millionen Tiere. Dies ist der dritte deutliche Rückgang in Folge. Verglichen mit dem Vorjahreswert vom 3. Mai 2021 ist der Bestand um 9,8 Prozent oder 2,42 Millionen Tiere zurückgegangen. Neben den Beständen ist auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe rückläufig. Zum 3. Mai 2022 gab es 17.900 schweinehaltende Betriebe. Das waren 1900 Betriebe weniger als im Vorjahr.

08:20 Uhr

Mann attackiert andere Geflüchtete mit Messer

Ein 31 Jahre alter Mann soll in einer Unterkunft für Geflüchtete am Bodensee auf andere Bewohner eingestochen haben. Ein Mann wurde bei dem Messerangriff getötet, mindestens fünf Menschen teils schwer verletzt, wie die Polizei mitteilt. Der Bewohner soll gestern Abend an die Türen der Zimmer in Kressbronn geklopft haben und nach dem Öffnen unvermittelt auf die Menschen eingestochen haben. Nach seiner Tat nahm die Polizei den 31-Jährigen widerstandslos vor der Unterkunft fest. Sein Motiv und weitere Hintergründe der Tat sind noch unklar.

07:41 Uhr

Schwerbewaffnete Angreifer erschießen sechs Polizisten in Mexiko

Der Kampf mit Drogenkartellen könnte der Grund für ein Feuergefecht mit der Polizei in Mexiko gewesen sein: Schwerbewaffnete Angreifer hätten in der Nacht im Norden Mexikos Polizisten attackiert und sechs Beamte getötet, erklären die Sicherheitsbehörden. Vier Polizisten seien verletzt worden. Die zahlenmäßig überlegenen Angreifer waren demnach in zehn gepanzerten Fahrzeugen im Bundesstaat Nuevo León unterwegs. Ob die Angreifer einem Drogenkartell angehörten, erklären die Behörden jedoch nicht. Seit 2006 sind in Mexiko mehr als 340.000 Menschen durch Gewalttaten getötet worden, Zehntausende Menschen sind verschollen. Die mexikanische Regierung hatte damals begonnen, die Armee zur Bekämpfung der Drogenkartelle einzusetzen.

07:16 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Heute blicken wir wieder zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern.

(Foto: dpa)

Der Morgen ist noch relativ ruhig, aber der Terminkalender ist voll. Hier folgt ein kleiner Überblick, was uns heute so bevorsteht:

  • G7-Gipfel berät den zweiten Tag auf Schloss Elmau in Bayern über Ukraine, Energie, Klimakrise und Hunger.
  • Gegnerinnen und Gegner des G7-Gipfels wollen am Vormittag ihren Protest gegen das Treffen der Spitzenpolitiker fortsetzen.
  • Landesparteitage von CDU und Grünen entscheiden am Abend über ein gemeinsames Regierungsbündnis in Schleswig-Holstein.
  • In Nordrhein-Westfalen sind die Parteien schon weiter: Spitzen von CDU und Grünen wollen heute den Koalitionsvertrag unterzeichnen.
  • Im Mordprozess um die tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten in der Nähe von Kusel (Pfalz) beginnt die Beweisaufnahme am Landgericht Kaiserslautern.
  • Der Börsenverein gibt am Morgen bekannt, wer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält. Die Preisträgerin im vergangenen Jahr, Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga, steht in Simbabwe gerade vor Gericht. Der Vorwurf: öffentlicher Aufruf zu Gewalt, Friedensbruch und Bigotterie.
  • Mit zweijähriger Verspätung wegen der Corona-Pandemie startet in Lissabon die zweite Ozeankonferenz der Vereinten Nationen.
  • Israels Parlament wird voraussichtlich über eine Neuwahl entscheiden. Es wäre dann die fünfte Neuwahl der Knesset innerhalb von dreieinhalb Jahren.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie bis zum Mittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Hinweise? Dann schreiben Sie gerne eine Mail an dertag@n-tv.de.

06:54 Uhr

Gewitter und Hitze am Siebenschläfertag

Heute ist Siebenschläfertag! Das Wetter heute blüht und die nächsten sieben Wochen, lautet die alte Bauernregel. Das will ich mal nicht hoffen, denn bei mir im Norden hat es heute Nacht am Himmel ganz schön geblitzt und gedonnert und auch der Start in den Morgen war eher durchwachsen. Immerhin klingen die Gewitter zunächst ab. In der Westhälfte überwiegen tagsüber die Wolken und es ziehen Regenschauer durch. Ganz im Osten und am Vormittag auch im Südosten ist es länger sonnig. Am Nachmittag und Abend bilden sich dann von Oberschwaben bis nach Süd- und Ostbayern kräftige Gewitter, teils mit Unwettergefahr durch Hagel, Platzregen sowie Sturm- und Orkanböen. Auch von Sachsen bis zur Ostsee sind kräftige Gewitter möglich.

Die Wahl Ihrer Kleidung hängt heute definitiv davon ab, wo sie in Deutschland leben, da es große Temperaturunterschiede gibt: Im Osten wird es mit 31 bis 36 Grad erneut heiß, während auf den Nordseeinseln nur 18 Grad und in der Eifel um 20 Grad erreicht werden. Dabei weht schwacher bis mäßiger, auf West bis Nordwest drehender Wind, im Osten zunächst aber schwacher bis mäßiger Südostwind.

Und nochmal zum Siebenschläfertag: Meteorologe Jörg Kachelmann wählt gewohnt deutliche Worte für die Bauernregel auf Twitter: "Das Wetter am 27.6. ("Siebenschläfertag") ist für den weiteren Fortgang des Sommers scheissegal."

06:31 Uhr

Lindner will Tankrabatt und 9-Euro-Ticket nicht fortsetzen

"Gefahr einer sehr ernst zu nehmenden Wirtschaftskrise": Bundesfinanzminister Christian Lindner.jpg

Lindner ist wohl kein Fan des 9-Euro-Tickets.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Sowohl beim Tankrabatt - sofern er nicht in der Kasse der Ölkonzerne landet - sowie beim 9-Euro-Ticket wünschen sich viele Menschen eine Fortsetzung. Doch Bundesfinanzminister Christian Lindner dämpft die Hoffnung darauf - auch wenn der FDP-Politiker insgesamt eine positive Bilanz zieht. "Wir können nicht auf Dauer gestiegene Preise für das importierte Öl, die Entwicklung des Dollar und die Knappheiten bei Raffinerien mit Staatsgeld ausgleichen", sagte Lindner. "Schritte in Richtung des kostenfreien ÖPNV sind kritisch, weil Knappheiten dann nicht über den Preis gesteuert werden können." Es bestünde die Gefahr, dass ohne Preise Kapazitäten unnötig und übermäßig genutzt würden.

Es besteht die "Gefahr", dass viele Menschen mit Bus und Bahn fahren? Das ist schon, sage ich mal, ein sehr besonderer Blick auf das Thema. Denn eigentlich wollen wir doch genau, dass möglichst viele Menschen den ÖPNV nutzen. Also ich persönlich sehe bei Aussagen wie der von Lindner eher weiterhin die "Gefahr", dass die Bundesregierung sich nicht für genug Züge, Verbindungen und Bahnstrecken einsetzen könnte und der ÖPNV weiterhin unattraktiv bleibt.

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06:00 Uhr

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