Das war Donnerstag, 21. Dezember 2017
Liebe Leser, es sind nur noch drei Tage bis zum heiligen Abend. Bevor es soweit ist, soll es bei Ryanair aber noch einen Streik geben. Dazu hat heute die Pilotenvereinigung Cockpit aufgerufen. Betroffen sind alle Verbindungen von deutschen Flughäfen. Was betroffene Passagiere tun können, lesen Sie hier.
Das waren die anderen Themen des Tages:
Mitten im vorweihnachtlichen Trubel kracht in Melbourne ein Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Passanten. Viele Menschen werden verletzt. Der Fahrer ist polizeibekannt.
Raúl Castro tritt im April als Kubanischer Staatschef ab. Wer sein Amt übernehmen wird, ist (angeblich) noch offen.
Sieben Jahre soll VW-Ingenieur Oliver Schmidt für seine Beteiligung am Abgasskandal von VW im Gefängnis verbringen. Kurz vor Weihnachten bekommt er Post von seinem Arbeitgeber: seine Kündigung.
Apple hat zugegeben, bei iPhones mit maroden Akkus die Leistung zu drosseln. Die Maßnahme soll im Interesse des Nutzers sein - und künftig auch bei den aktuellen Geräten zum Einsatz kommen.
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Bundesamt befreit 1900 Betriebe von Ökostromumlage
Mit der EEG-Umlage - auch als Ökostromumlage bekannt - will die Bundesregierung die Energiewende bezahlen. Nächstes Jahr beträgt sie 6,79 Cent pro Kilowattstunde, doch nicht alle Stromverbraucher müssen zahlen: Erneut hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fast 2000 Betrieben eine Befreiung von der Umlage gewährt.
Das Bundesamt hat nach eigenen Angaben die Anträge von 1908 Unternehmen "positiv beschieden".
Die Strommenge dieser Unternehmen soll sich mit 114 Milliarden Kilowattstunden knapp über dem Niveau der Vorjahre bewegen.
Die Höhe der Entlastung beziffert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auf 6,5 Milliarden Euro. Dem Blatt zufolge entspricht das knapp einem Viertel der jährlichen EEG-Umlage.
Was sich 2018 bei den Strompreisen ändert, lesen Sie hier.
Pussy-Riot-Mitglied zu Sozialstunden verurteilt
Mit ihrem "Punk-Gebet" in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale machten die Pussy Riot 2012 weltweit Schlagzeilen. Wegen Rowdytums und Aufwiegelung zu religiösem Hass werden drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Nun ist ein Mitglied der Punkband auch wegen einer Protestaktion vor dem Gebäude des Inlandsgeheimdiensts (FSB) in Moskau zu Sozialstunden verurteilt worden.
Maria Alechina hatte auf dem Lubjanka-Platz ein weißes Tuch mit der Aufschrift "Alles Gute zum Geburtstag, Henker!" entfaltet. Dafür wurde die 29-Jährige zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Der Geheimdienst beging am 20. Dezember die Gründung seiner Vorläuferorganisation Tscheka durch die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution vor hundert Jahren.
Neben Alechina wurden eine weitere Aktivistin, Olga Borisowa, sowie zwei Fotografen festgenommen. Alechina hatten bis zu zwei Wochen Haft gedroht.
Union und SPD planen weiteres Treffen im Januar
Gestern fand ein erstes Treffen von Union und SPD vor den Koalitions-Sondierungen statt - die erst ab 7. Januar stattfinden sollen. Doch vorher ist noch ein weiteres Treffen geplant:
Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD kämen voraussichtlich Anfang des Jahres ein drittes Mal zusammen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Parteikreise.
Die Spitzen der drei Parteien hatten sich dabei auf Sondierungsgespräche vom 7. bis zum 11. Januar verständigt.
Die erste Sondierungsrunde der jeweils 13 Vertreter aller drei Parteien soll nach Angaben aus Parteikreisen in der SPD-Zentrale in Berlin stattfinden. Tags darauf sei die CDU-Zentrale der Tagungsort, danach die bayerische Landesvertretung.
Fitnessstudio brennt ab: 28 Tote in Südkorea
Dramatische Szenen haben sich bei einem Gebäudebrand in Südkorea abgespielt. 28 Menschen kamen bei dem Feuer ums Leben, die meisten von ihnen waren in einer Badeeinrichtung des Fitnesskomplexes eingeschlossen, als das Gebäude in Brand geriet. Sie hatten keine Chance, zu fliehen.
Warum die Menschen nicht entkommen konnten, ist dem Sender KBS zufolge unklar. Weitere 26 Menschen wurden den Berichten zufolge bei der Katastrophe in der südöstlich von Seoul gelegenen Stadt Jecheon verletzt.
Das Feuer sei vermutlich von einem Fahrzeug ausgegangen, das auf einem Parkplatz im Erdgeschoss des Hauses stand.
Bundeswehr mietet länger israelische Drohnen
Die Bundeswehr kann bis mindestens März 2019 in Afghanistan und Mali die israelische Aufklärungsdrohne "Heron 1" für Aufklärungsflüge nutzen. Das Bundesamt für die Ausrüstung der Streitkräfte und Drohnenbetreiber Airbus haben den Mietvertrag verlängert, wie die Koblenzer Behörde mitteilte. Die Kosten belaufen sich auf rund 68 Millionen Euro.
Die Bundeswehr nutzt die "Heron 1" seit 2010 in Afghanistan und seit 2016 in Mali, um Patrouillen zu begleiten oder Straßen zu überwachen. Bisher haben die israelischen Drohnen für die Bundeswehr 38.000 Flugstunden absolviert. Aufgrund der unklaren Regierungsbildung enthält der Vertrag eine vorzeitige Kündigungsoption.
Frau findet 10.000 Euro und gibt sie zurück
Eine Frau hat 10.000 Euro vor einer Bank in Vogtsburg in Baden-Württemberg gefunden und der Polizei übergeben. Wie die Beamten mitteilten, wurde der Besitzer des Geldes mittlerweile ermittelt. Es handle sich um einen Mann aus der Schweiz. Wie genau die Beamten herausfanden, wem das Geld gehört, war zunächst nicht zu erfahren. Auch ob die Frau einen Finderlohn erhalten hat, blieb zunächst offen. Die 61-Jährige hatte direkt vor der Bank den Umschlag entdeckt, in dem das Geld steckte.
Paracelsus-Kliniken melden Pleite an
Die Paracelsus-Kliniken sind zahlungsunfähig. Die Krankenhaus-Betreiber hat heute beim Amtsgericht Osnabrück einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Hintergrund seien "erhebliche Verluste" an einzelnen Standorten, die die gesamte Klinikgruppe "in finanzielle Schieflage" gebracht hätten.
Der Betrieb soll trotz der Insolvenz an allen Standorten wie gewohnt weiterlaufen, die Versorgung der Patienten sei gesichert, heißt es von dem Klinikbetreiber.
Demnach sind etwa 5200 Mitarbeiter in 40 Einrichtungen an 23 Standorten betroffen. Die Löhne und Gehälter sollen über das Insolvenzgeld abgesichert sein.
Die Gewerkschaft Verdi machte das Management für die Pleite verantwortlich:Es sei das erste Mal, dass ein Klinikkonzern Konkurs anmelden müsse.
Ärztekammer genehmigt Telefonsprechstunde
Volle Wartezimmer sind der Horror eines jeden Patienten. Doch wer in Baden-Württemberg lebt, muss für seine Diagnose künftig nicht mehr unbedingt zum Arzt gehen: Die Landesärztekammer hat ein Modellprojekt für eine medizinische Tele-Sprechstunde für Kassenpatienten genehmigt.
Der auf zwei Jahre angelegte Test heißt "DocDirect" und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg getragen.
Bei der Fernbehandlung sollen Arzt und Patient am Telefon oder über eine App ins Gespräch kommen.
Der Arzt kann dann auf Grundlage dieser "Sprechstunde" eine Diagnose stellen und die Therapie einleiten.
Bereits im Oktober hatte die baden-württembergische Ärztekammer ein ähnliches Modellprojekt für Privatversicherte genehmigt.
Polizei zieht Lichterketten-Fans aus dem Verkehr
Wusste Meryl Streep von Weinsteins Übergriffen?
Als Protest gegen sexuelle Übergriffe in der Filmindustrie will Hollywoodstar Meryl Streep wie viele andere Schauspielerinnen auch in schwarz gekleidet zur Golden-Globes-Verleihung am 7. Januar erscheinen. Doch nun muss sich die Schauspielerin selbst schwere Vorwürfe anhören: In Los Angeles hat ein Unbekannter eine Plakatkampagne gegen sie gestartet.
Auf den Plakaten wird Streep vorgeworfen, von den Übergriffen Weinsteins gewusst zu haben.
Darauf zu sehen ist ein Foto aus dem Jahr 2012, auf dem die Schauspielerin gemeinsam mit Weinstein posiert.
Streeps Augen werden durch einen Balken mit der Aufschrift "She knew" (Sie wusste es) verdeckt.
Die Geschichte ist allerdings mit Vorsicht zu genießen: Dem britischen "Guardian" zufolge steckt hinter der Kampagne ein Anhänger von US-Präsident Donald Trump. Bei der Kampagne soll es sich demnach um eine Racheaktion gegen die als liberal geltende Schauspielerin handeln. Zuletzt hatte allerdings auch Weinstein-Opfer Rose McGowan Streep wegen ihres Schweigens als Heuchlerin bezeichnet.
Raúl Castro tritt im April zurück
Kuba bekommt ein neues Staatsoberhaupt: Präsident Raúl Castro will sein Amt im kommenden April abgeben. Den kubanischen Staatsmedien zufolge will die kubanische Nationalversammlung am 19. April einen neuen Staatsrat wählen, der wiederum den Nachfolger Castros bestimmen wird.
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Zu viel Weihrauch: Notfall in bayerischer Kirche
Rauch eingeatmet und dann Übelkeit, Kreislaufkollaps, Krankenhaus: das kennt man eigentlich eher von anderen Substanzen. Doch auch der urchristliche Weihrauch hat es in sich. Das zeigte ein Gottesdienst in einer Kirche im bayerischen Schwarzach am Main.
Offensichtlich war der Weihrauch zu großzügig dosiert worden: acht Schülern wurde schwarz vor Augen und übel. Rettungskräfte brachten sie danach laut Polizei in ein Krankenhaus. Zwei Rettungshubschrauber und etliche Rettungswagen waren bei dem Vorfall in der Abtei Münsterschwarzach im Einsatz.
Dem Bericht zufolge waren in der Kirche zehn Weihrauchkästen mit verschiedenen Weihrauch- und Kräutermischungen aufgestellt worden. "In vielen Fällen bundesweit wird Kirchenbesuchern in katholischen Gottesdiensten schwarz vor Augen", sagte ein Sprecher. Ermittlungen wegen Körperverletzung gab es nicht.
Schlagzeilen für den Feierabend
VW schmeißt verurteilten Dieselingenieur raus
Vor Gericht in Detroit sagt VW-Ingenieur Oliver S. im Abgasskandal als Kronzeuge aus und belastet den Konzernvorstand schwer. Die Chefetage soll früher von dem Betrug gewusst haben, als sie bisher zugibt. Auf Weisung aus Wolfsburg soll S. den Skandal vertuscht haben. Für seine Beteiligung an dem Betrug muss der Ingenieur. sieben Jahre ins Gefängnis - und jetzt ist er nach Informationen der "Bild am Sonntag" auch seinen Job los.
S. sei fristlos entlassen worden, berichtet die Zeitung.
Demnach hat er die Kündigung Anfang der Woche direkt in seiner Zelle im Untersuchungsgefängnis im US-Bundesstaat Michigan erhalten.
Netanjahu nennt Vereinte Nationen "Lügenhaus"
Nur mit ihrem Veto im Weltsicherheitsrat blockieren die USA am Montag eine Resolution, die ihre Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels rückgängig gemacht hätte. Nun soll allerdings auch die UN-Vollversammlung in New York über den Vorschlag abstimmen - zum Ärger des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
"Israel lehnt diese Abstimmung schon jetzt entschieden ab", ließ Netanjahu mitteilen. "Jerusalem ist Israels Hauptstadt, ob die Vereinten Nationen dies anerkennen oder nicht."
Die Einstellung vieler Länder Israel gegenüber wandele sich allmählich, sagte der israelische Premier weiter. Dieser Wandel werde in Zukunft "auch durch die Mauern des UN-Gebäudes sickern, in das Lügenhaus."
In der Vollversammlung hat jedes Mitglied der Vereinten Nationen eine Stimme, es gibt kein Veto-Recht. Daher gilt eine Annahme der Resolution im Fall einer Abstimmung als wahrscheinlich. Sie wäre allerdings nicht bindend.
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Spaziergänger finden toten Blauhai auf Sylt
Der Blauhai ist eigentlich in der Hochsee zu Hause, in die Nordsee verirrt er sich vor allem in diese Jahreszeit nur selten. Auf Sylt haben zwei Spaziergänger am Mittwochabend nichtsdestotrotz ein totes Exemplar des Haifischs entdeckt.
Der Kadaver lag am Strand von Rantum.
Der 2,25 Meter lange Tier soll als nächstes im Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum in Schleswig-Holstein untersucht werden.
Warum der Hai ins Wattenmeer schwamm, ist noch unklar.
Rekordseilbahn auf der Zugspitze eingeweiht
Die Daten der neuen Gipfelseilbahn der Zugspitze sind beeindruckend: Ebenso wie ihr Vorgänger überwindet sie zwischen der Talstation bei Garmisch-Patenkirchen und dem Gipfel einen Höhenunterschied von 1945 Metern - Rekord. Das frei Spannfeld zwischen ihrem einzigen Mittelpfeiler und der Gipfelstation 3213 Metern - ebenfalls ein Rekord. Kein Wunder, dass der Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG bei der Eröffnung von einem "ganz großen Meilensteinen unserer Unternehmensgeschichte" sprach - seit heute ist die Seilbahn nämlich offiziell in Betrieb.
Die Bauarbeiten haben drei Jahre gedauert, die Kosten betrugen 50 Millionen Euro.
Die Bahn ersetzt die alte, seit 1963 betriebene Gipfelseilbahn, die den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr entsprach.
Unter anderem kann das neue Prunkstück der Zugspitze mit seinen zwei rieseigen Kabinen deutlich mehr Gäste befördern - und die haben aufgrund der großen Glasfenster auch noch einen Panoramablick über die Alpen.
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BVB-Angeklagter bestreitet "gezieltes Attentat"
Mit drei Bomben greift Sergej W. im vergangen April den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund an, um sich über eine Wette am Kapitalmarkt zu bereichern - so lautet der Vorwurf der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Vor dem Dortmunder Landgericht schwieg der 28-Jährige zum Prozessauftakt lieber und ließ stattdessen seinen Anwalt die Vorwürfe zurückweisen.
Verteidiger Carl W. Heydenreich erklärte nach dem ersten Verhandlungstag, dass von einem "gezielten Attentat" keine Rede sein könne. "Es liegt doch nahe, dass der Bus gar nicht getroffen werden sollte", sagte er. Schließlich seien nur zwei von Hunderten Metallstiften in das Fahrzeug eingedrungen.
Damit wollte der Anwalt ausdrücklich nicht zum Ausdruck bringen, dass sein Mandant die Bomben gezündet habe.
In der Verhandlung hatte Heydenreich vorher schon angeregt, Oberstaatsanwalt Carsten Dombert wegen Befangenheit von der Sitzung abzuziehen. Dieser sei voreingenommen und habe eine "beispiellose Verleumdungskampagne" gegen den Angeklagten geführt.
Bereits drei Wohnungslose erfroren
Nach Angaben der BAG Wohnungslosenhilfe sind in diesem Herbst und Winter in Deutschland bereits drei Wohnungslose erfroren. Die Männer starben demnach Anfang November in Hannover, Ende desselben Monats in Freiburg und Mitte Dezember in Schwerin. Bei zwei weiteren Todesfällen in Recklinghausen und Berlin könnte ebenfalls Kälte die Todesursache gewesen sein.
Schichtwechsel
Liebe Leser, der Kollege Markus Lippold ist in den Feierabend entschwunden, ab sofort begleite ich Sie durch den Tag. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an christian.herrmann(at)nachrichtenmanufaktur.de schicken.
Kommen Sie gut durch den Nachmittag!
Tierquälereivorwürfe gegen Russlands Vize-Premier
Russlands Vizeregierungschef Dmitri Rogosin wird im Internet wegen eines rücksichtslosen Tierversuchs mit einem Dackel kritisiert:
Der für Forschung zuständige Rogosin hatte dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic in Moskau eine russische Erfindung vorführen lassen: eine sauerstoffreiche Flüssigkeit, in der geatmet werden kann.
Ausschnitte aus einer Nachrichtensendung zeigen, wie ein Forscher einen Dackel kopfüber in eine enge Glasröhre stopft und zwei Minuten unter Wasser festhält.
Rogosin und Vucic beobachten den Versuch. Zum Ende wird klar, dass dem Dackel nichts passiert ist.
Trotzdem rufen russische Internetnutzer dazu auf, Rogosin und die Forscher wegen Tierquälerei anzuzeigen. Schließlich habe Präsident Wladimir Putin gerade erst die Strafen für den grausamen Umgang mit Tieren verschärft. Rogosin rechtfertigte sich: Die Erfindung könne irgendwann einmal Leben retten.
Pjöngjang bestreitet "WannaCry"-Verwicklung
300.000 Computer in 150 Ländern wurden im Mai von der Schadsoftware "WannaCry" blockiert. Die USA werfen Nordkorea vor, für den Computervirus verantwortlich zu sein. Dort weist man das zurück:
Die Anschuldigungen seien "absurd", erklärt ein Sprecher des Außenministeriums laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.
Pjöngjang habe bereits mehrfach klar gemacht, dass es nichts mit den Cyberattacken zu tun habe.
Zugleich wirft der Sprecher der US-Regierung eine "schwere politische Provokation" vor, mit der die internationale Gemeinschaft in eine Konfrontation mit Nordkorea geführt werden solle. Dabei werde das Bild der "ehrwürdigen" Nation "befleckt" und diese "dämonisiert".
Große Teile der nordkoreanischen Bevölkerung sind bettelarm und hungern. Allerdings soll sich das Land eine hochgerüstete Cyberabteilung im Militär leisten.
Softair-Pistole löst Polizeieinsatz aus
Softair-Waffen verschießen kleine Geschosse per Federdruck oder Druckluft. Das Problem: Sie ähneln äußerlich richtigen Schusswaffen. Das löst nun einen Polizeieinsatz aus:
Die Leitung einer Schule im niedersächsischen Helmstedt informiert die Polizei, dass ein Schüler mit einer Waffe in der Hand in einen Bus gestiegen sei.
Mehrere Streifenwagen stoppen den Linienbus und fassen einen 16-jährigen Schüler, der die Waffe im Hosenbund trägt.
"Ihm schien die Tragweite seines Handelns gar nicht bewusst zu sein", sagen die Beamten.
Gegen den Jugendlichen läuft nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.
Justizkasse mahnt - wegen einem Cent
Bei deutschen Behörden muss alles seine Ordnung haben. Und wenn jemand einen Cent schuldet, dann wird er abgemahnt - auch wenn allein das Porto ein Vielfaches kostet:
Ein Mann aus Dingolfing hatte nach einem Gerichtsverfahren eine Geldforderung von 223,01 Euro bezahlen müssen. Bei der letzten Ratenzahlung habe er den Betrag auf eine glatte Zahl gerundet, sagt ein Sprecher des Oberlandesgerichts Bamberg.
Die bayerische Landesjustizkasse mahnt also bei dem Mann per Post den Schuldenbetrag von einem Cent an - und zahlt 70 Cent Porto.
"Das ist sehr unglücklich gelaufen", sagt nun der Sprecher.
Übrigens: Laut Gericht widerspricht die Mahnung per Post der internen Kleinbetragsregelung. Demnach wird in solchen Fällen darauf verzichtet. Der Mann muss den Cent nicht mehr bezahlen.
Ukraine nimmt mutmaßlichen russischen Spion fest
Die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland sind in den letzten Jahren trotz internationaler Bemühungen nicht kleiner geworden. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU nimmt nun einen Mitarbeiter der Regierung fest, der für Russland spioniert haben soll:
Er sei bei einem längeren Erholungsaufenthalt im Ausland angeworben worden, teilt die Behörde mit.
Ihm drohen nun bis zu 15 Jahre Haft wegen Landesverrats.
Medienberichten zufolge hat der Mann als Vizechef der Protokollabteilung und Dolmetscher für Ministerpräsident Wladimir Groisman gearbeitet.
Die Ehefrau des Verdächtigten bezeichnet die Vorwürfe gegenüber der Internetseite strana.ua als "Fantasterei und Surrealismus".
Schlagzeilen zur Mittagspause
CDU-Generalsekretär Tauber muss operiert werden
Mehrmals musste sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber zuletzt bei Statements nach Gremiensitzungen vertreten lassen. Nun äußert er sich dazu:
Er leide an einer entzündlichen Darmerkrankung und werde Mitte Januar operiert, sagt er der "Fuldaer Zeitung".
Bei den Sondierungsgesprächen mit der SPD werde er deshalb durch den Parlamentarischen Geschäftsführer der Unions-Fraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer, vertreten.
Wegen seiner Erkrankung war Tauber dem Bericht zufolge in den vergangenen Wochen bereits zweimal im Krankenhaus. "Nachts hatte ich in meiner Berliner Wohnung plötzlich hohes Fieber und starke Schmerzen, sodass ich den Notarzt rufen musste", sagt Tauber.
Wie tief schauen Sie an Weihnachten ins Glas?
Weihnachten und Alkohol - gehört ja irgendwie zusammen, von der Weihnachtsfeier im Betrieb über den Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bis zum familiären Umtrunk unterm Baum. Das bestätigt nun auch eine Umfrage:
Etwa jeder Achte trinke an den Weihnachtsfeiertagen mehr Alkohol als sonst, auch gern mal einen über den Durst, heißt es in der Insa-Untersuchung im Auftrag des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.
Bei den Männern sagen dies demnach 16 Prozent, bei den Frauen 8 Prozent.
11 Prozent räumen ein, dass zu viel Alkohol schon mal das Weihnachtsfest verdorben habe.
Wie sieht es denn bei Ihnen aus?
Parteien beraten über Wahlreform
Der Bundestag ist zu groß. Darauf haben bereits der frühere Parlamentspräsident Norbert Lammert und sein Nachfolger Wolfgang Schäuble hingewiesen. Gibt es eine Reform? Darüber soll es in den nächsten Monaten Klarheit geben:
Die Bundestagsparteien wollen bis Ostern klären, ob sie sich auf eine Wahlrechtsreform zur Begrenzung der Bundestags-Größe verständigen können.
Die sechs Fraktionen haben dafür nach Gesprächen mit Schäuble Beauftragte berufen, wie Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagt.
Um Spekulationen vorzubeugen, dass die Änderungen mit den Erfolgen der AfD zu tun haben könnten, soll die Reform erst zur übernächsten Wahlperiode greifen.
Autohaus-Besitzer äußert sich zu syrischem Bewerber
Ein Autohaus hat einen syrischen Bewerber abgewiesen - mit der Empfehlung, in sein Land zurückzugehen. Das sorgt für große Empörung. Aber wie lief die Geschichte, über die auch n-tv.de berichtet hat, genau ab? Der Geschäftsführer des Autohauses stellt auf Facebook seine Sicht der Dinge dar:
"Ich war fassungslos, als ich von dem Inhalt des Schreibens in Kenntnis gesetzt wurde", schreibt Carsten Budde. Dieses spiegele "überhaupt nicht" seine oder die Werte des Unternehmens wieder.
Zudem habe er den Bewerber persönlich vor dem Absenden seiner Bewerbung ermutigt, eine Bewerbung einzureichen.
Der Inhalt des Ablehnungs-Schreibens gehe auf das Fehlverhalten einer Person im Unternehmen zurück - die dieser auch eingesehen habe. Er wolle "die Bitte äußern, für das Fehlverhalten einer Person nicht ein Unternehmen als Ganzes verantwortlich zu machen", schreibt Budde.
Den Bewerber habe er um Entschuldigung sowie um ein persönliches Gespräch gebeten.
Titan oder Komet - wohin fliegt die Nasa?
Die Nasa hat Großes vor. Sie muss nur noch festlegen, wohin sie das führt:
Die US-Raumfahrtagentur sucht aus insgesamt zwölf möglichen Zielen zwei für eine Mission Mitte der 2020er Jahre aus: den Saturn-Mond Titan und einen Kometen.
"Dragonfly", eine Art Drone, könnte mögliche Landeplätze auf dem Saturn-Mond Titan ausfindig machen, teilt die Nasa mit.
Die "Caesar" genannte Mission zu Tschurjumow-Gerassimenko soll wiederum eine Probe aus dem Kern des Kometen zurück zur Erde bringen.
Im Frühjahr 2019 soll entschieden werden, welche der beiden Missionen durchgeführt wird.
Fähre mit 250 Menschen kentert
Vor der Küste der Philippinen kentert eine Fähre mit mehr als 250 Menschen an Bord:
Es gebe Berichte über Opfer, aber die Zahl sei noch unklar, sagt ein Sprecher der Küstenwache.
Hubschrauber und Schiffe seien auf dem Weg zum Unglücksort.
Das Unglück geschah nahe der Stadt Real, etwa 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Manila.
Wahl in Virginia wird per Münzwurf entschieden
Das ist ein kurioser Wahlausgang: Im US-Bundesstaat Virginia wird eine Wahl zum Abgeordnetenhaus per Münzwurf entschieden.
Nachdem die Demokratin Shelly Simonds im 94. Wahlbezirk zunächst mit einer einzigen Stimme Mehrheit zur Siegerin über ihren republikanischen Rivalen David Yancey erklärt wurde, korrigiert ein Gericht das Ergebnis.
Die drei Richter entscheiden, dass beide Kandidaten auf je 11.608 Stimmen kommen.
Der Sieger der Wahl muss nun per Losverfahren, voraussichtlich durch einen Münzwurf, gekürt werden.
Sollten die Demokraten gewinnen, würden sie den Republikanern erstmals seit 17 Jahren die Mehrheit im Abgeordnetenhaus von Virginia entreißen. Beide Parteien kämen dann auf je 50 Sitze in dem Parlament.
Ermittler sprechen von "vorsätzlicher Tat" in Melbourne
Gerade kam eine Eilmeldung zu Melbourne herein:
Nach Einschätzung der Ermittler hat der Autofahrer, der in der australischen Großstadt 13 Fußgänger verletzt hat, seinen Wagen absichtlich in die Menschenmenge gesteuert. Es sei von einer "vorsätzlichen Tat" auszugehen, teilt die Polizei mit. Hier lesen Sie mehr dazu.
Grünen-Politikerin kritisiert "latenten Judenhass"
Die frühere nordrhein-westfälische Bildungsministerin Sylvia Löhrmann beklagt einen "latenten Judenhass" in Deutschland. In der "Neuen Westfälischen" verlangt die Grünen-Politikerin eine breite Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. "Mahnmale zur Erinnerung an die deutschen Gräueltaten reichen aus meiner Sicht aber nicht aus." Daher sollte man die Erinnerungskultur "stetig auffrischen - bis in die Integrationsgesellschaft hinein". Löhrmann forderte angesichts des teils ausgeprägten Antisemitismus von Migranten einen offensiven Umgang mit dem Thema.
Auf Facebook sorgt derzeit ein Video mit wüsten antisemitischen Beschimpfungen gegen den Besitzer eines israelischen Restaurants in Berlin für Empörung.
Schlagzeilen am Morgen
Forscher finden nach 100 Jahren verschollenes U-Boot
Nur einen Monat nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs verschwand das australische U-Boot "AE1", mit 35 Besatzungsmitgliedern an Bord. Es war Teil einer Mission zur Eroberung deutscher Kolonien in Papua-Neuguinea und im Südpazifik. Insgesamt zwölf erfolglose Suchaktionen gab es. Die 13. hat mehr Glück:
Das Wrack wird in 300 Metern Tiefe von dem niederländischen Forschungsschiff "Furgro Equato" in der Nähe der Duke-of-York-Inseln vor der Küste Papua-Neuguineas geortet.
Die genaue Lage wird aber geheim gehalten, um das U-Boot vor Plünderern zu schützen.
"Das älteste Rätsel der australischen Marine ist gelöst", sagt die Verteidigungsministerin des Landes, Marise Payne.
Nun soll nun ermittelt werden, warum das U-Boot unterging. Der Fundort soll als Kriegsgrab erhalten werden.
Autofahrer fährt in Melbourne in Menschenmenge
Mitten im abendlichen Berufsverkehr fährt im australischen Melbourne ein Autofahrer in eine Menschenmenge. Mindestens zwölf Menschen müssen danach von Sanitätern behandelt werden. Der Fahrer sei festgenommen worden, teilt die Polizei mit. Weitere Details gibt es bisher nicht.
Freiwillige Ausreisen gehen sehr stark zurück
Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte einst eine "nationale Kraftanstrengung zur Rückführung derer, die abgelehnt wurden". Doch das Vorhaben, ausreisepflichtige Migranten in ihre Heimatländer zurückzubringen, stockt:
Die freiwilligen Ausreisen hätten sich bis Ende November 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu halbiert, berichtet die "Welt" unter Berufung auf zuständige Behörden.
Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden demnach 27.903 finanziell geförderte freiwillige Ausreisen bewilligt. Im Vorjahreszeitraum seien es mit 50.759 noch fast doppelt so viele gewesen.
Wie die Bundespolizei der "Welt" mitteilt, wurden bis Ende November 22.190 Menschen abgeschoben. Im gesamten Vorjahr waren es demnach 25.375 Personen.
Khloe Kardashian bestätigt Schwangerschaft
Ok, die Welt steht gerade für einen Moment still. Denn: Khloe Kardashian ist schwanger.
Die 33-Jährige macht das jetzt offiziell, mit einem Foto auf Instagram, auf dem die werdenden Eltern ihre Hände über Kardashians nackten Bauch legen.
Ihr größter Traum habe sich erfüllt, schreibt das TV-Sternchen dazu: "Wir erwarten ein Baby."
Ihrem Freund, dem Basketballspieler Tristan Thompson, dankt sie dafür, dass er sie zur "Mommy" gemacht habe.
Soldat flieht aus Nordkorea - Warnschüsse an der Grenze
Südkoreanische Soldaten geben nach Angaben des Militärs an der schwer bewachten Grenze zum Norden Warnschüsse auf Soldaten aus Nordkorea ab:
Etwa 20 Schüsse seien abgefeuert worden, als sich die Soldaten aus Nordkorea der militärischen Demarkationslinie zwischen den beiden Ländern genähert hätten, teilt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.
Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet unter Berufung auf Militärs, die nordkoreanischen Soldaten seien offensichtlich auf der Suche nach einem geflüchteten Landsmann gewesen.
Kurz zuvor war dem Ministerium zufolge einem nordkoreanischen Soldaten die Flucht durch die demilitarisierte Zone nach Südkorea gelungen.
Erst vor wenigen Wochen war ein Soldat unter dramatischen Umständen über die Grenze geflohen. Er wurde dabei von nordkoreanischen Grenzposten angeschossen, überlebte aber schwer verletzt.
Das wird heute wichtig
Hurra! Die Tage werden wieder länger, und das zum kalendarischen Winterbeginn. Na gut, merken werden wir das nicht so schnell, das braucht seine Zeit. Aber heute um 17:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist Wintersonnenwende. Wie auch immer Sie das feiern möchten …
Aber auch, wenn Ihnen das schnurz ist, gibt es heute jede Menge Termine:
In Katalonien wird nach dem Streit mit der Zentralregierung das Regionalparlament neu gewählt. Was aber, wenn dabei die Separatisten gewinnen?
In Dortmund beginnt der Prozess wegen des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus. Angeklagt ist ein 28-Jähriger.
Die UN-Vollversammlung stimmt über eine Resolution zur Jerusalem-Frage ab. Es könnte eine Niederlage für US-Präsident Trump sein - die Entscheidung ist aber nicht bindend.
Auf der Zugspitze wird eine neue Seilbahn eingeweiht.
Und wenn Sie schon nicht die Wintersonnenwende feiern, vielleicht wäre es mit einem dieser Geburtstage: Heinrich Böll wäre heute 100 Jahre alt geworden, Schauspielerin Jane Fonda wird 80, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird zum 40. gehuldigt - oder auch nicht. Und Reinhard Mey feiert seinen 75. Da kann es doch beschwingt in den Tag gehen. Denn irgendjemand kocht Kaffee, in der Luftaufsichtsbaracke. Markus Lippold wünscht Ihnen einen guten Start in den Tag. Sie erreichen mich unter markus.lippold (at) nama.de oder bei Twitter.
Hat da jemand "Weiße Weihnacht" gesagt?
Heute beginnt kalendarisch der Winter. Wettermäßig wird aber die bisher wohl mildeste Phase des ganzen Dezembers eingeläutet. Und mit der Milderung ziehen heute verbreitet Wolken mit Regen oder Nieselregen durch. Einzig im Süden und Südosten ist Schnee oder Schneeregen drin. Zum Teil kann es dabei dort vor allem am Vormittag auch glatt sein. Mehr Chancen auf Sonne bestehen unterdessen im Norden. Die Temperaturen erreichen zwischen 2 Grad an den Alpen und bis 10 Grad am Niederrhein.
Die weiteren Aussichten: Morgen und am Samstag ist es bei meist 4 bis 10 Grad nach wie vor oft wolkig oder unbeständig, im Norden teils auch windig. An Heiligabend ist es in der Nordhälfte wechselhaft und gelegentlich regnet es etwas. Weiter Richtung Süden gibt's am Sonntag abseits von Nebel oder Hochnebel hingegen deutlich mehr Sonne, dazu ziemlich unwinterliche 5 bis 12 Grad. Also: Eine "Weiße Weihnacht" erlebt man in diesem Jahr sehr wahrscheinlich nur auf den Bergen ab etwa 700 oder 800 Metern. Nämlich dort, wo noch genügend Schnee liegt. Dafür bleibt uns ein winterliches Verkehrschaos an Weihnachten erspart. Ihr Björn Alexander