Donnerstag, 17. Dezember 2020Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:31 Uhr

Das war Donnerstag, der 17. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

geht es womöglich nach den Feiertagen doch ganz schnell mit der Zulassung des Moderna-Impfstoffs? Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat heute mitgeteilt, dass sie die Entscheidung darüber vorzieht auf den 6. Januar. Aller Voraussicht nach könnte der Moderna-Impfstoff der zweite sein, der in Europa auf den Markt kommt.

Außerdem ist heute dem FC Bayern-Spieler Robert Lewandowski die Sensation geglückt und er wurde Weltfußballer des Jahres. Sonst heißen die Gewinner in regelmäßigen Abständen eigentlich Ronaldo oder Messi. Dazu möchte ich Ihnen den Text meines Kollegen Tobias Nordmann ans Herz legen, der sich dem Phänomen Lewandowski gewidmet hat.

Das hat uns heute in der Redaktion sonst noch beschäftigt:

Natürlich finden Sie auf unserer Seite noch ganz viel weiteren Lesestoff. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und eine gute Nacht. Bleiben Sie schön gesund und ihre Liebsten natürlich auch.

22:15 Uhr

Ureinwohnerin soll US-Innenministerin werden

Die Demokratin Deb Haaland soll einem Insider zufolge als erstes Mitglied einer Indianer-Nation in der Geschichte der USA einen Ministerposten erhalten. Der designierte Präsident Joe Biden wolle die demokratische Abgeordnete aus dem Bundesstaat New Mexiko für das Innenministerium nominieren, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person heute.

Die Behörde hat in den USA andere Aufgaben als europäische Innenministerien und ist etwa für die Indianer-Nationen und die Nationalparks zuständig - insgesamt damit für mehr als ein Fünftel der Fläche des Landes.

21:48 Uhr

Mann verschanzt sich mit Frau in Frankreich

Ein bewaffneter Mann hat sich Medienberichten zufolge in Domont nahe Paris in seiner Firma mit seiner Ehefrau verschanzt. Mindestens zwei Menschen sollen zuvor verletzt worden sein, berichteten mehrere französische Medien am Abend übereinstimmend. Eine Spezialeinheit der Polizei sei vor Ort, so der Sender France Bleu. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch völlig offen.

21:25 Uhr

Betrüger locken Frau aus Basel nach Freiburg

Der falsche Polizisten-Trick ist einer Rentnerin in Basel zum Verhängnis geworden. So konnten ihr Betrüger umgerechnet eine Viertelmillion Euro abluchsen. Sie lockten die Frau unter anderem über die deutsch-schweizerische Grenze nach Freiburg, wie die Staatsanwaltschaft von Basel-Stadt berichtete.

So gingen die Täter vor:

  • Eine Anruferin habe sich bei der Frau als Kriminalpolizistin ausgegeben und ihr mit dem Hinweis Angst gemacht, die Polizei habe ihre Adresse bei kürzlich festgenommenen Einbrechern entdeckt, hieß es.
  • Über Tage habe die Frau weitere Anrufe erhalten. Sie sei gedrängt worden, für ihr Geld Goldbarren zu kaufen und diese sowie Bargeld und Schmuck zur Aufbewahrung an vermeintliche Polizisten zu übergeben.
  • Die Anrufer hätten die Frau unter anderem in das gut 70 Kilometer entfernte Freiburg gelockt und dazu gebracht, das Geld dort unter einem geparkten Auto zu deponieren.
  • Die Frau sei mit dem Hinweis eingeschüchtert worden, sie stehe unter permanenter Beobachtung und dürfe mit niemand über die Angelegenheit reden.
20:38 Uhr

"Weihnachtsstern" taucht am Himmel auf

Der Saturn (obere rechte Ecke) und der Jupiter (darunter) sind nah beinander am Nachthimmel zu sehen.

Der Saturn (obere rechte Ecke) und der Jupiter (darunter) sind nah beinander am Nachthimmel zu sehen.

(Foto: dpa)

Über den Stern von Bethlehem ist viel gerätselt worden: War es ein Komet, der die biblischen drei Könige zur Geburtsstätte Jesu geführt hat? War es eine aufleuchtende Supernova? Oder ist die Erzählung nur ein Mythos?

Vielleicht war das angebliche Himmelsphänomen aber auch eine ungewöhnliche Planetenkonstellation - und zwar eine, die in diesen Tagen erneut am Weihnachtshimmel zu beobachten ist. Und zwar verschmelzen am Abendhimmel des 21. Dezembers für unsere Augen die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems Jupiter und Saturn.

  • Seit Wochen bewegen sich die beiden hellen Wandelsterne von der Erde aus gesehen am Himmel aufeinander zu. Astronomen bezeichnen solche Begegnungen von Himmelskörpern als Konjunktion.
  • Eine Konjunktion der beiden Riesenplaneten ist selten: Sie findet nur alle 20 Jahre statt und wird "Große Konjunktion" genannt.
  • Ein Himmelsschauspiel wie am Montag wird allerdings erst wieder in knapp 60 Jahren zu sehen sein.
20:36 Uhr
Breaking News

Lewandowski ist erstmals Weltfußballer

Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski wird für seine herausragenden Leistungen belohnt: Bei der Fifa-Wahl zum besten Fußballer des Jahres gewinnt er zum ersten Mal den Titel. Er sticht dabei auch die beiden ewigen Duellanten Lionel Messi und Cristiano Ronaldo aus.

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20:04 Uhr

Ellen DeGeneres hatte seltenes Corona-Symptom

Die Talkmasterin Ellen DeGeneres hat sich auf Instagram an ihre Fans gewandt und ein Update zu ihrer Corona-Erkrankung gegeben, die sie vor wenigen Tagen bekanntgab. Sie fühle sich wieder sehr gut, erklärte die die 62-Jährige in einem Video, in dem sie in ihren eigenen vier Wänden mit ihrem Hund zu sehen ist. Sie habe jedoch an einem Symptom gelitten, das ihr für eine Corona-Erkrankung eher untypisch schien.

"Was sie dir nicht sagen, ist, dass du qualvolle Rückenschmerzen bekommst". Sie habe dann mit anderen Menschen darüber gesprochen, die unter dem gleichen Symptom gelitten hatten. Am Donnerstag (10. Dezember) hatte Ellen DeGeneres ihre Follower in den sozialen Medien über ihre Corona-Infektion informiert.

19:50 Uhr

Die Videos des Tages

19:32 Uhr

Britische Hunde, Frettchen & Co. verlieren EU-Reisepässe

Halter von Hunden, Katzen und Frettchen in Großbritannien müssen künftig mehr Aufwand betreiben, wenn sie ihre Tiere auf Reisen mit in die EU oder nach Nordirland nehmen wollen.

Vom 1. Januar an, nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase, seien die EU-Reisepässe für Haustiere nicht mehr gültig, teilte das britische Umweltministerium mit. Stattdessen müsse dann jeweils eine Gesundheitsbescheinigung vom Tierarzt eingeholt werden. Ansonsten sei der Prozess ähnlich wie bisher: Die Tiere müssen ein Mikrochip-Implantat haben und innerhalb einer bestimmten Frist gegen Tollwut geimpft sein.

Bei Reisen von der EU nach Großbritannien ändert sich nach Angaben des Ministeriums in London vorerst nichts.

18:58 Uhr

Postbote zum Bundespräsidenten: "Ohne uns läuft nichts"

Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier hat in einer Videoschalte mit einem Paketboten, einer Lehrerin und einer Gemeindeassistentin über die Corona-Pandemie gesprochen und wie diese den Arbeitsalltag der drei Befragten verändert hat. So berichtet der 64-jährige Paketbote Peter Bohmann, dass im Vergleich zum ersten Lockdown im Frühjahr sich die Situation verbessert habe.

Frank Walter-Steinmeier beim virtuellen Bürgerkontakt.

Frank Walter-Steinmeier beim virtuellen Bürgerkontakt.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundespresseamt)

"Die Leute wissen genau: Ohne uns läuft nichts." Und das spiegele sich in ihrem Verhalten wider. "Sie sind sehr dankbar. Die Leute freuen sich riesig, wenn wir kommen." Da mache das Arbeiten Spaß. Bohmann ist Paketzusteller in Köln-Deutz.

Die Lehrerin Bärbel Lauven aus Bonn erzählte dem Bundespräsidenten, dass viele ihrer Schülerinnen und Schüler das Reisen vor der Pandemie kritisch gesehen hätten - sich mittlerweile doch danach sehnten, die Welt zu sehen. Gemeindeassistentin Sarah Didden aus Pulheim berichtete, es gebe kirchenferne Menschen, die durch die Online-Gottesdienste wieder einen Zugang zur Kirche gefunden hätten. So ein digitales Angebot sei oft einfacher in den Alltag zu integrieren. Der Bundespräsident diskutierte eine Stunde lang mit den drei Rheinländern.

18:36 Uhr

Thalys-Attentäter in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt

Rund fünf Jahre nach dem Anschlag in einem Thalys-Hochgeschwindigkeitszug ist der Täter Ayoub El Khazzani nun von einem Pariser Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Anschlag des Marokkaners im August 2015 scheiterte, weil er von Passagieren überwältigt wurde.

  • Drei Helfer von El Khazzani wurden zu Haftstrafen zwischen sieben und 27 Jahren verurteilt.
  • Vor der Urteilsverkündung hatte sich der 31-Jährige reumütig gezeigt. Seine Tat tue ihm "von ganzem Herzen Leid", sagte El Khazzani in seinem Schlusswort vor Gericht.
  • Der Marokkaner hatte in dem Prozess die Absicht zur Tötung von Passagieren gestanden. Er sagte aber aus, in letzter Sekunde Skrupel bekommen zu haben.
  • Als Auftraggeber nannte er den Islamisten Abdelhamid Abaaoud von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), der unter anderem als Planer der Anschläge vom November 2015 in Paris mit 130 Toten gilt.
18:34 Uhr
Breaking News

Moderna-Impfstoff könnte am 6. Januar zugelassen werden

EU-Behörde entscheidet schon am 6. Januar über Zulassung von Moderna-Impfstoff (EMA).

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17:49 Uhr

Wieder Geldtransporter in Berlin überfallen

Nur wenige Tage nachdem es Räuber auf einen Geldtransporter an einem Berliner Ikea-Möbelhaus abgesehen hatten, folgt nun einer an einem Einkaufszentrum. Am Nachmittag gab es einen Überfall auf einen Wagen in der Nähe des Park-Centers Treptow im Südosten der Stadt, teilte die Berliner Polizei mit. Der oder die Täter seien auf der Flucht. Nähere Details zu den Tatumständen seien noch nicht bekannt.

Zuvor hatte die "B.Z." darüber berichtet. Erst am Dienstag hatten drei Räuber einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg überfallen und einen Geldboten mit Schusswaffen bedroht, der die Filiale durch einen Hintereingang verließ. Die Unbekannten konnten einen Geldkoffer stehlen. Sie flüchteten in einem weißen Audi mit gestohlenem Kennzeichen und sind bisher noch nicht gefasst.

17:12 Uhr

"Gandalf"-Darsteller Ian McKellen fühlt sich nach Corona-Impfung "euphorisch"

Der Charakter-Schauspieler Ian McKellen, der vielen als "Gandalf" aus "Herr der Ringe" bekannt ist, hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen und fühlt sich seitdem "euphorisch".

"Es ist schmerzlos und es ist praktisch", sagte der 81-jährige britische Schauspieler, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. "Ich bin sehr glücklich, dass ich die Impfung erhalten habe." McKellen rief dazu auf, seinem Beispiel zu folgen. "Es muss sein - nicht nur für sich selbst, sondern für die Menschen, die einem wichtig sind. Man tut es für die Gesellschaft", sagte er. "Es ist ein besonderer Tag, ich fühle mich euphorisch."

In den sozialen Medien wurden sofort Bilder von ihm in seiner Paraderolle als Gandalf der Graue geteilt mit dem bekannten Spruch: "Du kommst nicht vorbei", wobei das dieses Mal nicht einem Monster aus der Unterwelt der Minen von Moria gilt, sondern die Nutzerinnen und Nutzer "Covid" davor geschrieben haben.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:49 Uhr

Schneesturm in Japan schneit 1100 Autos ein

Ein heftiger Schneesturm hat im Osten Japans rund 1100 Autos festgesetzt. Dutzende von Soldaten trafen heute auf der verschneiten Kan-Etsu-Schnellstraße nordwestlich der Hauptstadt Tokio ein, um die seit Stunden feststeckenden Menschen in den Fahrzeugen mit Lebensmitteln, Benzin und Decken zu versorgen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

  • Durch den Neuschnee stieg die Schneehöhe in Yuzawa, wo die Kan-Etsu-Schnellstraße entlangläuft, Kyodo zufolge auf 181 Zentimeter.

    Durch den Neuschnee stieg die Schneehöhe in Yuzawa, wo die Kan-Etsu-Schnellstraße entlangläuft, Kyodo zufolge auf 181 Zentimeter.

    (Foto: via REUTERS)

    Autobahnmitarbeiter bemühten sich ihrerseits, die Autos freizuschaufeln.
  • Den Betroffenen drohte, eine weitere Nacht in ihren Wagen verbringen zu müssen.
  • Ministerpräsident Yoshihide Suga sagte, Priorität der Regierung sei es, für ihre Gesundheit zu sorgen.

Eine Kältewelle hatte Japan in dieser Woche erfasst und weiten Teilen des Landes viel Schnee gebracht.

16:33 Uhr

Big Ben läutet zum Ende der Übergangsphase nach dem Brexit

Die berühmte Londoner Glocke Big Ben soll in der Silvesternacht das Ende der Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens einläuten: Die wegen Reparaturarbeiten seit dem Jahr 2017 meist stillstehende Glocke des Turms am Parlamentssitz werde dafür ausnahmsweise um 23 Uhr (Ortszeit, Mitternacht MEZ) erklingen, teilte das britische Unterhaus heute mit.

Eine Stunde später läutet Big Ben dann noch zum Jahreswechsel in London. Zwar begründete das Parlament nicht eigens, warum auch um 23 Uhr - wenn in Brüssel wegen der Zeitverschiebung bereits das neue Jahr beginnt und die Übergangsphase endet - die Glocke erklingen soll. Die britische pro-Brexit-Presse zeigte sich dennoch begeistert über die Ankündigung. "Big Ben wird für den Brexit schlagen", schrieb die Zeitung "Daily Express".

Interessant: Big Ben sollte auch schon den Brexit am 31. Januar 2020 einläuten, allerdings gab es Widerstände, da das Glockengeläut 500.000 Pfund (rund 554.000 Euro) kosten sollte. Daher blieb die Glocke auch stumm. Ob nun die gleiche Summe anfällt, darüber ist bisher nichts bekannt.

15:56 Uhr

Bürgermeister stirbt überraschend mit nur 41 Jahren

Dirk Rosenbauer, CSU-Bürgermeister der Gemeinde Michelau im Landkreis Lichtenfels in Bayern ist bei einer Gemeinderatssitzung plötzlich verstorben. Das bestätigt der Zweite Bürgermeister Jochen Weber gegenüber ntv/RTL.

Laut Weber waren bei der Sitzung auch eine Ärztin sowie eine Arzthelferin und ein Rettungssanitäter anwesend gewesen, die sofort mit Reanimationsmaßnahmen angefangen haben, nachdem Rosenbauer zusammengebrochen war. Der noch junge Bürgermeister wurde anschließend in ein Krankenhaus in Coburg gebracht. Dort verstarb der 41-Jährige nur wenige Stunden später. Die Todesursache ist bisher unklar. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

15:17 Uhr

Geschäftspartner von Jeffrey Epstein wegen Sexualverbrechen festgenommen

Der ehemalige Geschäftspartner des US-Investmentbankers und Sexualverbrechers Jeffrey Epstein, Jean-Luc Brunel, ist von der französischen Polizei festgenommen worden. Der Gründer von Model-Agenturen sei wegen des Vorwurfs von Sexualvergehen am Mittwoch am Pariser Flughafen Charles de Gaulle festgenommen worden, als er einen Flug nach Senegal antreten wollte, sagten Pariser Ermittler nun der Nachrichtenagentur AFP. Seitdem befinde sich Brunel in Polizeigewahrsam.

Der 74-Jährige ist demnach der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs sowie des Menschenhandels und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Unter seinen Opfern seien auch Minderjährige gewesen. Auch mehrere frühere Top-Models hatten Brunel Vergewaltigung vorgeworfen. Zudem soll er Epstein junge Frauen zugeführt haben, so wie es Epsteins Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell auch vorgeworfen wird. Brunel dementiert jedoch.

14:56 Uhr

Fischstäbchen sorgen für Brandalarm

Fischstäbchen mit Ketchup und Kartoffelsalat oder doch lieber modern im Taco? Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, ein Mann aus Baden-Württemberg sind die krossen Stäbchen fast zum Verhängnis geworden. Wie die Polizei mitteilte, musste am frühen Morgen in Niedereschach (Schwarzwald-Baar-Kreis) die Feuerwehr ausrücken. Denn ein 57-jähriger Mann wollte sich Fischstäbchen während seiner Nachtschicht machen und hatte diese in den Ofen geschoben - und dort vergessen. Das verkohlte Essen rauchte stark und löste in der Firma einen Brandalarm aus. Die Feuerwehr musste nicht eingreifen und stellte lediglich den Alarmmelder wieder scharf. Niemand wurde zum Glück verletzt und bis auf die verbrannten Fischstäbchen entstand kein Sachschaden.

14:30 Uhr

Verdacht auf Volksverhetzung: Handys von Hildmann werden geprüft

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Attila Hildmann wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung. Es gehe um eine Vielzahl öffentlicher Äußerungen in sozialen Netzwerken und Demonstrationen, teilte die Anklagebehörde auf Twitter mit. Hildmann nennt sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger.

Jetzt könnten Mobiltelefone, Computer, Festplatten und Speicherkarten ausgewertet werden, hieß es. Die Beweismittel seien bei einer Durchsuchung bei Hildmann zunächst präventiv sichergestellt worden, jetzt habe das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die Beschlagnahme angeordnet, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner. In der nächsten Woche werde das Landeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit der Prüfung beginnen.

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14:13 Uhr

Feuerwehr befürchtet mehr Gewalt gegen Helfer an Silvester

Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kommen, um zu helfen und Leben zu retten. Darauf sind sie vorbereitet, sagt der Vorsitzende der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, Siegfried Maier. "Auf Gewalt, Übergriffe und brutale Attacken jedoch nicht." Immer mehr Einsatzkräfte berichteten, dass sie Angst haben, im Einsatz angegriffen zu werden.

An Silvester befürchtet der Verband in diesem Jahr mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte. "Der Lockdown wird dies wohl verstärken", so Maier. In den vergangenen Jahren kam es in der Silvesternacht immer wieder zu Attacken auf Einsatzkräfte. In diesem Jahr gibt es vielerorts Beschränkungen wie etwa Böllerverbote, die für zornige Reaktionen sorgen könnten. Maier sieht es daher als notwendig an, gezielt Kurse für Einsatzkräfte zum Umgang mit solchen Situationen anzubieten. "Wir wollen keine Vorbereitung auf mögliche Kämpfe." Es sei aber wichtig, dass sich die Kolleginnen und Kollegen befreien könnten, wenn es keinen anderen Ausweg gebe.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner hat ihren redlich verdienten Feierabend angetreten und ich übernehme nun für sie in der Newswelt. Mein Name ist Yuki Schubert und ich versorge sie heute bis zum späten Abend mit News aus aller Welt. Das Wort, was mit L anfängt und down endet, erwähne ich jetzt nicht, sondern hoffe Sie haben heute eine angenehme Zeit. Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, können Sie mich unter yuki.schubert[at]nama.de erreichen.

13:51 Uhr

Biberschäden können nicht von der Steuer abgesetzt werden

Wenn Sie ein Eigenheim in Gewässernähe und ein Problem mit nagenden Bibern haben, können Sie nicht auf ein finanzielles Entgegenkommen des Staates hoffen. Wie der Bundesfinanzhof in einem heute veröffentlichten Urteil befand, können derartige Schäden nicht von der Steuer abgesetzt werden. Sie können nicht als sogenannte außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Es sei nicht Aufgabe des Steuerrechts, Kosten durch Wildtierschäden oder für den Schutz vor Wildtierschäden auszugleichen.

Im konkreten Fall wollten die Bewohner eines Einfamilienhauses Kosten von 4000 Euro von der Steuer absetzen, die ihnen durch einen Biber entstanden waren. Ihr Haus grenzt an ein Gewässer, in dem sich das unter Naturschutz stehende Tier angesiedelt hatte. Seine Bautätigkeit sorgte allerdings dafür, dass ein Teil der Rasenfläche und der Terrasse absackten. Um weitere Schäden zu vermeiden, ließen die Bewohner schließlich eine Bibersperre errichten. Die Kosten dafür und für die Reparaturen wollten sie von der Steuer absetzen.

13:28 Uhr

Putin über Nawalny: "Wer ist er schon?"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Jahrespressekonferenz für eine verbale Ohrfeige seines politischen Gegners Alexej Nawalny genutzt. Der Kremlchef sieht nach eigenen Angaben keinen Grund für eine Vergiftung Nawalnys. "Wer ist er schon? Wenn das jemand gewollt hätte, dann hätte er das auch zu Ende geführt." Putin reagierte damit auf Vorwürfe Nawalnys, ein "Killerkommando" des Inlandsgeheimdienstes FSB habe ihn vergiften sollen. Russlands prominentester Regierungskritiker hatte Putin für den Mordanschlag verantwortlich gemacht.

Der Oppositionelle hatte mehrere mutmaßliche FSB-Agenten namentlich und mit Foto in einem Video beschuldigt, sie hätten auf ihn im August einen Anschlag mit einem Nervengift der Nowitschok-Gruppe verübt. Der chemische Kampfstoff ist international verboten. Es handele sich hierbei um Material amerikanischer Geheimdienste, sagte der frühere FSB-Chef Putin. Er behauptete, US-Geheimdienste hätten Nawalny geholfen, die Behauptungen gegen russische Agenten aufzustellen. Der Kremlgegner hatte dagegen erklärt, die telefonischen Verbindungsdaten und Reiselisten von FSB-Mitarbeitern stammten von in Russland auf dem Schwarzmarkt käuflichen Dateien. Putin meinte nun, wenn Nawalny Zugriff auf solche Datensätze habe, dann sei das interessant. "Dann müssen ihn die Geheimdienste natürlich beobachten. Aber das heißt überhaupt nicht, dass man ihn vergiften muss."

13:04 Uhr

Allergiker aufgepasst: Rückruf eines Früchtetees von Müller

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Bei diesem Produkt ist derzeit Vorsicht geboten.

(Foto: Müller Handels GmbH & Co.KG)

Die Drogeriekette Müller warnt Mandel-Allergiker vor dem Verzehr von Tee der Marke "Müllers Teestube". Hersteller Krämers Teehandel aus Reinbek (Schleswig-Holstein) habe den Artikel "Teestube Früchtetee Süße Mandel" vorsorglich zurückgerufen, teilte das Unternehmen mit. Vereinzelt könne es bei 125-Gramm- und 150-Gramm-Packungen mit dem Haltbarkeitsdatum 30. April 2022 zur Falschetikettierung der Rückseiten der Verpackungen gekommen sein.

Bei den betroffenen Packungen entspricht das Zutatenverzeichnis nicht dem enthaltenen Produkt. Allergiker, die auf Mandeln reagieren, erhielten dadurch keine Information über das Vorhandensein des Allergens, hieß es. Andere Chargen seien nicht betroffen. Laut der Drogeriekette ist eine Rückgabe des betroffenen Artikels in jeder Filiale möglich. Kunden erhalten den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

12:39 Uhr

Nordost-China bibbert bei unter minus 40 Grad

Im Hinggan-Gebirge im Nordosten Chinas liegt die Stadt Mohe. Sie gilt als kältester Ort Chinas. Temperaturen von unter 40 Grad sind hier keine Seltenheit. Touristen aus dem ganzen Land strömen hierher, um das Extremwetter am eigenen Leib zu erfahren.

Hinweis: In einer früheren Version habe ich fälschlicherweise behauptet, Mohe liege im Nordwesten Chinas. Richtig ist natürlich Nordosten. Danke an einen aufmerksamen Leser.

12:08 Uhr
Breaking News

Zahlen korrigiert: RKI zählt über 30.000 neue Fälle

Technische Probleme bei der Datenübermittlung aus Baden-Württemberg haben die amtliche Fallzählung beim Robert-Koch-Institut (RKI) erneut beeinträchtigt. Das RKI meldete am Morgen 26.923 Neuinfektionen - offiziell etwas weniger als am Vortag, aber deutlich mehr als am Donnerstag vor einer Woche.

Der leichte Rückgang zum Vortag ging offenkundig vor allem auf auffallend niedrige Fallzahlen aus Baden-Württemberg zurück. Der Tageszuwachs dort wurde beim RKI mit 645 neuen Fällen angegeben. Die zuständige Landesbehörde hatte die Zahl der neuen Fälle am Mittwoch noch mit 4165 angegeben.

*Datenschutz

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12:05 Uhr

Zwei Wochen nach Maskeneklat: AfD-Politiker wohl mit Covid-19 in Klinik

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Diese "Maske" trug Thomas Seitz am 20. November im Bundestag.

(Foto: imago images/Political-Moments)

Vor knapp zwei Wochen sorgt Thomas Seitz im Bundestag für Aufregung. Der AfD-Abgeordnete wollte mit einem offensichtlich löchrigen Mundschutz vom Rednerpult zurück zu seinem Platz gehen und wurde deswegen von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth gerüffelt. Die Grünen-Politikerin reichte dem 53-Jährigen daraufhin eine FFP2-Maske. Seitz beschwerte sich über einen "Maulkorb", woraufhin Roth mit einem Ordnungsgeld drohte. Im Bundestag gilt seit dem 6. Oktober eine Maskenpflicht. Abgeordnete können ihren Mund-Nasen-Schutz aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen.

Wie die "Lahrer Zeitung" aus seinem baden-württembergischen Heimatwahlkreis berichtet, hat sich Seitz nun offenbar mit dem Coronavirus infiziert und liegt deswegen sogar im Krankenhaus. Das Blatt beruft sich auf mehrere Quellen aus "gut informierten Kreisen". Auf Anfrage habe das Büro des Parlamentariers allerdings lediglich mitgeteilt, es handele sich um eine "Grippe". Seitz hat sich dem Bericht zufolge in der Vergangenheit mehrmals skeptisch über die Existenz des Coronavirus geäußert. Er soll bei einer AfD-Veranstaltung im September gesagt haben, dass Masken "unsinnig" seien. Und weiter: "Die Krankheit gibt es in Statistiken, aber nicht in der Realität."

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:42 Uhr

Mann soll Ehefrau, Tochter und sich selbst getötet haben

Ein Familienvater soll in Isselburg im Münsterland seine Ehefrau und Tochter getötet und danach sich selbst das Leben genommen haben. Nach einem Hinweis auf ein Tötungsdelikt seien die Polizeibeamten am Morgen in der Wohnung im Kreis Borken auf drei Leichen gestoßen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Münster mit. Bei den Toten handele es sich um die 46-jährige Ehefrau und eine 17-jährige gemeinsame Tochter sowie den 51 Jahre alten Vater und Ehemann. Die zweite 14-jährige Tochter habe man körperlich unverletzt angetroffen, sie werde betreut und ärztlich versorgt.

"Ersten Erkenntnissen zufolge wollte der 51-jährige Mann seine Frau und die zwei gemeinsamen Kinder töten", sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Von der Tat habe der Mann am Morgen einer Bekannten erzählt, die die Polizei rief. Beim Polizeipräsidium Münster wurde eine Mordkommission eingerichtet.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

11:14 Uhr

Trump-Regierung streicht Kalifornien im Streit um Abtreibungen Bundesmittel

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Alex Azar sieht Kalifornien im Unrecht.

(Foto: AP)

Mitten in der Corona-Pandemie streicht die US-Regierung dem Bundesstaat Kalifornien finanzielle Mittel in Höhe von 200 Millionen Dollar. Hintergrund des Vorgangs ist ein Streit über die Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen. Gesundheitsminister Alex Azar erklärte, Kalifornien habe gegen Bundesrecht verstoßen, indem der Bundesstaat Krankenversicherungen zur Übernahme der Kosten für eine Abtreibung verpflichte. Kalifornien weigere sich, mit der Regierung in Washington zusammenzuarbeiten und Änderungen vorzunehmen. Daher würden dem Staat nun die Zuschüsse zum staatlichen Programm Medicaid gekürzt.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist ein entschiedener Abtreibungsgegner. Sein Nachfolger Joe Biden von den Demokraten könnte die Entscheidung gegen Kalifornien nach seinem Amtsantritt im Januar wieder zurücknehmen.

10:35 Uhr
Breaking News

Macron positiv auf Coronavirus getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Élyséepalast mitteilte, hatte er zuvor erste Symptome gezeigt. Macron wird sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage isolieren. Er werde seine Arbeit von zu Hause aus fortführen.

10:26 Uhr

Mann zückt bei Masken-Kontrolle Messer

Ein Mann hat bei einer Kontrolle durch Ordnungsbeamte in Ludwigshafen ein Messer gezückt und die Beamten bedroht. Diese hatten den Mann kontrolliert, weil er keine Maske trug, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Vorfall am Mittwochnachmittag wurde demnach niemand verletzt. Der Mann flüchtete. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Der Unbekannte ist den Angaben zufolge zwischen 16 und 20 Jahre alt und hat dunkle kurze Haare. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2, Telefonnummer 0621 963-2222 oder per E-Mail piludwigshafen2[at]polizei.rlp.de

10:05 Uhr
Breaking News

EuGH erklärt Abgas-Software in Dieselwagen für illegal

Fünf Jahre nach Beginn des VW-Diesel-Skandals hat der Europäische Gerichtshof eine umstrittene Software zur Schönung von Abgaswerten bei Zulassungstests für illegal erklärt. Das Urteil fiel in Luxemburg. Es könnte die Rechte für Besitzer älterer Diesel-Wagen deutlich stärken.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:01 Uhr

Zustimmung für Trump in Deutschland so schlecht wie im Iran

Es kann eigentlich nur besser werden: Lediglich sechs Prozent der Befragten in Deutschland geben an, mit der Arbeit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zufrieden zu sein. Das stellt einen Tiefstwert dar und liegt inzwischen auf demselben Niveau wie im Iran, wie das Institut Gallup mitteilte. In Trumps erstem Amtsjahr 2017 lag der Wert in Deutschland demnach noch bei 22 Prozent, in den beiden Jahren danach bei 17 und 12 Prozent.

Gallup zufolge hätten sich im letzten vollen Jahr der Amtszeit des Republikaners die Zustimmungswerte für die US-Regierung in 20 von 29 untersuchten Ländern verschlechtert oder seien gleich schlecht geblieben. Niedriger als in Deutschland und im Iran lagen sie nur in Island (5 Prozent). Die besten Werte konnte die Trump-Regierung in Albanien verbuchen: Dort zeigten sich 56 Prozent mit ihrer Arbeit zufrieden.

Gallup befragte in diesem Jahr telefonisch je rund 1000 Menschen in diesen Ländern oder Territorien: Albanien, Mauritius, Ekuador, Japan, Australien, Taiwan, Malta, Neuseeland, Finnland, Irland, Zypern, Italien, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Russland, Kanada, Spanien, Großbritannien, Dänemark und Belgien. Die Fehlertoleranz lag nach Gallup-Angaben zwischen 2,8 und 5,3 Prozentpunkten.

09:24 Uhr

Inselparadies ruft vorsorglich Katastrophenfall aus

In der Nacht wird es sehr ungemütlich und gefährlich auf Fidschi werden: Dann trifft der gewaltige Zyklon "Yasa" das Inselparadies im Südpazifik. "Bereitet euch vor, bringt euch in Sicherheit und betet für Fidschi", schrieb Premierminister Frank Bainimarama auf Twitter. Meteorologen zufolge könnte der Tropensturm der Kategorie 5 Windböen von bis zu 260 Kilometern pro Stunde und 16 Meter hohe Wellen mit sich bringen. Die Regierung rief vorsorglich für 30 Tage den Katastrophenfall aus.

850.000 Menschen auf den 300 Inseln lebten im direkten Weg des Zyklons, so Bainimarama. Das seien 95 Prozent der Bevölkerung. Seit 2012 sei Fidschi von mehr als einem Dutzend Wirbelstürmen getroffen worden. "Zwei davon - 'Winston' und 'Yasa' - kämpfen nun um den Titel, der stärkste Sturm aller Zeiten in unserer Region zu sein." Das sei nicht normal. "Dies ist ein Klimanotfall." Der Zyklon "Winston" hatte 2016 auf Fidschi mehr als 40 Menschen getötet.

09:11 Uhr

Erster Abschiebeflug seit März in Kabul eingetroffen

Die 34. Sammelabschiebung seit Dezember 2016 ist vollzogen worden. Nach einer Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie ist in Afghanistan erstmals seit März wieder ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen.

  • Die Maschine mit 30 abgelehnten Asylbewerbern landete am Morgen am Flughafen der Hauptstadt Kabul, wie es aus dem afghanischen Flüchtlingsministerium hieß.
  • Nach coronabedingter Pause nehmen nach Angaben der afghanischen Behörden auch weitere europäische Länder Abschiebeflüge wieder auf, darunter Österreich und Bulgarien.
  • Abschiebungen in den Krisenstaat sind umstritten. Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen geht der Bürgerkrieg mit den militant-islamistischen Taliban weiter.
08:35 Uhr

Douglas schließt Filialen doch und entschuldigt sich

Am ersten Tag des bundesweiten Lockdowns ließ die Parfümeriekette Douglas knapp ein Viertel ihrer Filialen offen und berief sich dabei auf den Beschluss von Bund und Ländern, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen sprach von einem "anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns". Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um.

Die Kritik hat Douglas nun zum Zurückrudern animiert: Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offen zu halten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen mit. "Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen", erklärte die Chefin der größten deutschen Parfümeriekette, Tina Müller. Sie bat diejenigen um Entschuldigung, "die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben".

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08:11 Uhr

Nach 40 Jahren: Cassandra Steen findet ihren leiblichen Vater

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Cassandra Steen hat nach vier Jahrzehnten ihren Vater kennengelernt.

(Foto: imago images/Björn Deutschmann)

Cassandra Steen dachte ihr Leben lang, dass ihr leiblicher Vater nach ihrer Geburt einfach abgehauen sei. Doch wie sich nun herausstellt, ist das nicht wahr - im Gegenteil. "Er hat mich mein ganzes Leben gesucht", verrät die Sängerin im Gespräch mit RTL. Steen wurde in Deutschland geboren und wuchs bei ihren Großeltern auf. Die heute 40-Jährige war sechs Wochen alt, als sich ihr Vater von ihr verabschiedete. "Ich wurde immer gefragt: 'Was bist du denn?' Das war so die Standardfrage." Darum habe sie einen DNA-Test machen lassen, "auch aus gesundheitlichen Gründen".

Bewusst gesucht, sagte Steen, habe sie nicht. Dennoch habe sie infolge des Tests mittels eines Internetportals mögliche Verwandte ermitteln lassen. Das Ergebnis: Ihr Vater lebt in den USA, die Sängerin nahm Kontakt auf. "Wirklich das Allererste, was er gesagt hat, war: 'Ich habe dich nicht weggegeben.'" Seither stünden Vater und Tochter täglich in Kontakt.

07:43 Uhr

TV-Serie über Sexvideo-Skandal von Pamela Anderson und Tommy Lee

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Ihre Ehe hielt nicht lange, sorgte aber für unzählige Schlagzeilen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Als sich Pamela Anderson und Tommy Lee 1995 kennenlernen, sind sie so voneinander angetan, dass wenige Tage später die Hochzeitsglocken läuten. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn nicht das danach gedrehte "Flitterwochen"-Video der beiden für derartig viel Furore gesorgt hätte. Denn die freizügigen Sequenzen verschwanden später aus ihrem Haus und landeten auf einer Pornowebseite.

25 Jahre später will der Streamingdienst Hulu die turbulente Beziehung des "Baywatch"-Stars und des Schlagzeugers der US-Band Mötley Crüe als achtteilige Serie auflegen. Lily James und Sebastian Stan sollen das Promi-Paar spielen, wie die Branchenportale "Variety" und "Deadline.com" berichteten. Komiker Seth Rogen ist als Produzent bei der Serie mit dem Titel "Pam & Tommy" an Bord. Er verkörpert außerdem die Rolle eines Mannes, der des Diebstahls verdächtigt wurde. Anderson und Lee waren von 1995 bis 1998 verheiratet. Sie haben zwei erwachsene Söhne. Die Ex-Eheleute seien nicht in das Projekt involviert, berichtet der "Hollywood Reporter".

07:20 Uhr

Tierheime verhängen Vermittlungsstopp zu Weihnachten

In Pandemie-Zeiten wünschen sich viele Menschen einen flauschigen Freund an ihrer Seite, der sie von den Sorgen des Alltags ablenkt oder zumindest für etwas Abwechslung im Lockdown sorgt. Wegen der deutlich erhöhten Nachfrage verhängen viele Tierheime vor Weihnachten allerdings einen Vermittlungsstopp. Damit zu Weihnachten Katze, Hund und Co. nicht nur aus einer Laune heraus gekauft und verschenkt werden, machten Tierheime vielerorts diesen Schritt, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Die Entscheidung fälle jede Einrichtung autonom.

"Viele Tierheime verweisen auf das neue Jahr", so Schmitz. Interessierte könnten sich aber jetzt schon zu Einzelterminen anmelden. Sie hätten dann Gelegenheit, das gewünschte Tier kennenzulernen, um es - erst nach reiflicher Überlegung - später auch anzuschaffen. Insgesamt sei die Tiervermittlung im Corona-Jahr gut verlaufen. Wegen der Pandemie seien Besuche derzeit nur nach Anmeldung möglich. Das habe den positiven Effekt, dass es damit verbindlicher zugehe und ein "ernsthaftes Interesse" erkennbar sei. Die Einschränkungen im Besuchsverkehr wirkten sich laut Tierschutzbund auch auf die Tiere aus. "Sie sind ruhiger, entspannter", schilderte Schmitz.

07:09 Uhr

Überwiegend mild - im Dauernebel bleibt es kalt

Heute zieht im Westen und Norden Regen durch. Der Schwerpunkt erstreckt sich dabei vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein. Zum Abend hin gibt es auch im Berliner Raum noch ein paar Tropfen. Vom Süden bis in die Lausitz bleibt es meist trocken mit teils zähen Nebelfeldern in den Niederungen, während es an den Alpen am meisten Sonnenschein gibt. Dabei ist es mit 7 Grad in der Uckermark und bis 12 Grad im Kölner, Stuttgarter und Freiburger Raum sehr mild, nur im Dauernebel bleibt es kalt.

Am Freitag ziehen in Küstennähe teils dichtere Wolken durch und von der Mitte bis in den Süden können sich in den Niederungen und besonders in den Flusstälern zähe Nebelfelder halten und dort ist es kalt bei maximal 1 bis 5 Grad. Abseits davon scheint zeitweise die Sonne. Länger sonnig ist es direkt an den Alpen und auch in den nördlich an die Mittelgebirge angrenzenden Regionen ist längerer Sonnenschein möglich. Mit Sonnenschein erreichen die Temperaturen 6 bis 11 Grad.

06:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

es gibt einen Lichtblick inmitten des harten Lockdowns: Voraussichtlich direkt nach Weihnachten werden in Deutschland die Corona-Impfungen starten. Dies geht aus Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit vom Mittwochabend hervor. Die Bundesländer stellen sich demnach auf einen Impfbeginn am 27. Dezember ein. Dies sei das Ergebnis einer Schaltkonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn, hieß es auch aus Regierungskreisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich derweil um 11 Uhr mit den Biontech-Gründern Uğur Şahin und Özlem Türeci per Videokonferenz zusammenschalten. An dem Gespräch mit den führenden Köpfen des Unternehmens, dessen Vakzin sich gerade im europäischen Zulassungsprozess befindet, sollen auch Spahn und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek teilnehmen.

Alles rund um das Thema Coronavirus finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.

Das wird heute außerdem wichtig

  • Der Bundestag stimmt über eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab. Damit soll der Ausbau von Ökostrom-Anlagen in Deutschland Fahrt aufnehmen. Morgen soll noch der Bundesrat zustimmen.
  • Mit den Vernehmungen von Thomas de Maizière und Andreas Geisel hat der Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin die Zielgerade erreicht.
  • Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet gegen 14.30 Uhr sein erstes Urteil zur Verjährung im VW-Abgasskandal. Der Diesel-Besitzer in dem Fall wusste schon 2015, dass sein Auto betroffen ist. Seine Schadenersatz-Klage gegen Volkswagen reichte er allerdings erst 2019 beim Landgericht Stuttgart ein.
  • Der Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal bei Wirecard befragt ab 11 Uhr den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Es geht dabei vor allem um eine China-Reise, bei der sich Kanzlerin Angela Merkel vor Auffliegen des Skandals im Jahr 2019 für das deutsche Fin-Tech eingesetzt hatte.
  • Stürmer Robert Lewandowski vom FC Bayern München könnte um 19 Uhr erstmals als Weltfußballer ausgezeichnet werden. Neben dem 32 Jahre alten Polen gehören die Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo zu den drei Nominierten des Weltverbandes Fifa.

Ich persönlich drücke ja Lewandowski die Daumen - nicht, weil ich Bayern-Fan wäre, sondern weil ich es auch mal jemand anderem als CR7 und Messi gönnen würde ... Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:44 Uhr

Deutschland im UN-Sicherheitsrat von China und Russland heftig angegriffen

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Christoph Heusgen vertritt Deutschland bei den Vereinten Nationen.

(Foto: dpa)

"Sie werden uns nicht fehlen." Deutschland scheidet zum Jahresende nach zweijähriger temporärer Mitgliedschaft aus dem UN-Sicherheitsrat aus. Russland und China begrüßen das nach eigenem Bekunden sehr. Denn Abgesandte der drei Länder lieferten sich in dem mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen nun ein heftiges Wortgefecht. Im Verlauf der hitzigen Sitzung am Mittwoch stellten die Vertreter Moskaus und Pekings die Eignung Deutschlands für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat infrage. Der deutsche Weg zu einer ständigen Mitgliedschaft "wird schwierig sein", sagte der chinesische Vertreter Yao Shaojun.

Stein des Anstoßes: Die Bundesregierung wirft Moskau und Peking vor, für eine Blockade von UN-Hilfslieferungen nach Syrien verantwortlich zu sein. Im Juli hatte sich der UN-Sicherheitsrat zwar nach zähem Ringen auf die eingeschränkte Fortsetzung grenzüberschreitender humanitärer Hilfslieferungen für die syrische Bevölkerung geeinigt. Die Lieferungen dürfen aber nur noch über einen einzigen Grenzübergang erfolgen. Es sei "sehr zynisch", wenn China und Russland beklagten, dass Hilfslieferungen nicht nach Syrien gelangen könnten, so Berlins Botschafter Christoph Heusgen. Der russische Vize-Botschafter Dmitri Poljanskij konterte die Äußerungen mit dem Vorwurf, wenn der Sicherheitsrat die syrische Bevölkerung fallen lasse, dann liege dies am "heuchlerischen Verhalten" Deutschlands und des Westens.

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06:21 Uhr

Tödlicher Massenunfall durch Schneesturm in den USA

Seit dem späten Mittwochnachmittag schneit es in Pennsylvania. Meteorologen sagten für den nordöstlichen US-Bundesstaat und das Mittelgebirge Catskills bis zu 60 Zentimeter Neuschnee vorher. In Philadelphia sollten darüber hinaus in der Nacht Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreicht werden.

In dieser Gemengelage ist es auf der Interstate-Autobahn 80 zu einer fatalen Massenkarambolage gekommen. Auf glatter Fahrbahn waren bis zu 60 Fahrzeuge daran beteiligt. Bei dem Unglück starben nach Polizeiangaben zwei Menschen.

06:03 Uhr

Müller: "Millionen von Kindern arbeiten für unsere Produkte"

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zeigt sich zuversichtlich, dass es bei den Gesprächen über das in der Großen Koalition umstrittene Lieferkettengesetz noch in diesem Jahr zu einer Einigung kommen könne. Zwar wurde das Gesetz am Mittwoch im Bundeskabinett nicht behandelt, Müller sagte jedoch in der Sendung "Frühstart" von ntv, dass man weiterhin "in täglichen Verhandlungen" sei. "Wer sagt, das geht nicht, der will nicht." Mit einem Lieferkettengesetz sollen deutsche Unternehmen dazu verpflichtet werden, bei ausländischen Lieferanten die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards zu garantieren. Müller betonte: "Wenn wir an Weihnachten unseren Kaffee trinken, Schokolade genießen oder Bananen auf dem Teller haben, da arbeiten Millionen von Kindern für unsere Produkte. Es müsste nicht teurer werden, es muss nur fair werden."

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05:53 Uhr