Mittwoch, 27. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Mittwoch, der 27. Mai 2020

Im letzten Moment wird der Start der ersten bemannten SpaceX-Rakete nun doch abgebrochen. Jetzt müssen wir bis Samstag warten - dann soll der nächste Startversuch stattfinden. Die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley gehen nach Hause. Und folge ihrem Beispiel. Bevor ich mich verabschiede, stelle ich Ihnen aber noch die meistgelesenen Artikel des Tages vor:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:03 Uhr

Kleinflugzeug stürzt ab - Pilot tot

Ein 76-jähriger Pilot ist mit seinem Kleinflugzeug in der Gemeinde Dörentrup im Nordosten Nordrhein-Westfalens in den Tod gestürzt. Der Mann war mit seiner Cessna vom dortigen Sonderlandeplatz zu einem Rundflug gestartet. Kurz nach dem Start stürzte die Maschine in ein angrenzendes Waldstück. Die Retter fanden das Flugzeug auf dem Dach liegend zwischen Bäumen, der Pilot konnte nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.

21:21 Uhr

Schweiger entschuldigt sich bei Drosten und Lauterbach

Til Schweiger rudert zurück. Via Instagram richtete der Schauspieler und Regisseur eine Entschuldigung an den Virologen Christian Drosten und den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach.

  • In einer "emotionalen Überreaktion" habe er sich zuvor zu einem Post hinreißen lassen, der den Eindruck vermittelt habe, "Morddrohungen gegen Personen in der Öffentlichkeit zu relativieren", schreibt Schweiger. Mittlerweile hat er den nach eigener Aussage "unbedachten", "unangebrachten" und "überflüssigen" Beitrag gelöscht. Dieser sei ein Fehler gewesen.
  • "Meinen Kindern habe ich immer gesagt, Fehler zu machen ist menschlich, aber man muss auch seine Fehler erkennen und in der Lage sein, sich aufrichtig für diese zu entschuldigen", lauten die Worte des Filmemachers weiter.
  • Er wolle Lauterbach und Drosten, die zuvor von Unbekannten Drohschreiben und Morddrohungen erhalten hatten, auf diesem Weg wissen lassen, dass er seinen Fehler "aus ganzem Herzen bereue".
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20:37 Uhr

Rapper Yonii trauert um seinen Bruder

Yasin el Harrouk, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Yonii, trauert um seinen kürzlich verstorbenen Bruder Ahmed. Bei Instagram veröffentlichte der Rapper und Schauspieler ("Tatort", "Dogs of Berlin") ein Foto vom Grab. Darauf ist zu erkennen, dass Ahmed nur 31 Jahre alt wurde. "Mein geliebter Bruder ist am 16. Mai 2020 zu unserem Herrn zurückgekehrt", schrieb Yonii unter anderem zu dem Bild.

Daraufhin äußerte er eine Bitte an seine Fans, die ihn vom ersten Tag an unterstützt hätten. Yonii schrieb weiter: "Doch diesmal erhoffe ich mir eine Unterstützung, die viel mehr wert ist als alles, was ihr mir bis hierher jemals gegeben habt: Bittgebete für meinen Bruder, auf dass er Frieden, Ruhe und Glückseligkeit findet." Dies wäre die größtmögliche Unterstützung für ihn "und ein Trost in meiner tiefen Trauer".

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20:11 Uhr

Musk schickt Astronauten ins All: Historisches Ereignis steht bevor

Verläuft alles nach Plan, dürfte es ein Meilenstein für die US-Raumfahrt und Tesla-Gründer Elon Musk sein: Die USA schicken zwei Astronauten mithilfe von Musks Firma SpaceX zur Raumstation ISS. Doch auch andere Raumfahrtunternehmen buhlen um das Milliardenbudget der NASA.

Hinweis: ntv überträgt den Start ab 22.30 Uhr live, hier geht's zum Livestream.

 

19:14 Uhr

Angestellter schießt in Besprechung um sich - drei Tote

Laut Medienberichten hat ein Mann in Westfrankreich mindestens drei Kollegen erschossen. Der Angreifer habe einen weiteren Menschen verletzt und dann versucht, Suizid zu begehen, berichten übereinstimmend mehrere Medien. Der Tatverdächtige sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Tat spielte sich demnach in einem Steinbruch im Ort Saint-Varent rund 80 Kilometer südöstlich von Nantes ab. Der Mann, offenbar ein Angestellter der Betreiberfirma, sei am Nachmittag in eine Besprechung gekommen und habe dann auf die Menschen geschossen. Die Hintergründe des Angriffs blieben zunächst offen.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

18:45 Uhr

Polizeischüler fliegen nach "Heil Hitler"-Rufen aus Hochschule

Wer in seiner Freizeit "Heil Hitler" und "Sieg Heil" ruft, ist für den Polizeidienst wohl ungeeignet. Die Hochschule der Polizei im ostsächsischen Rothenburg hat drei Studenten entlassen, die Nazi-Parolen gerufen haben sollen. "Für uns ist ganz klar, dass extremistisches Gedankengut, egal welcher Richtung, in der sächsischen Polizei nichts zu suchen hat", sagte ein Sprecher der Hochschule.

Die Hochschule zog damit die Konsequenzen aus einem Vorfall Anfang Februar. Die Polizei war zu einer Wohnung in Bautzen gerufen worden. Aus dem geöffneten Fenster sollen "Sieg Heil"- und "Heil Hitler"-Rufe zu hören gewesen sein. In der Wohnung wurden die heute 18, 19 und 22 Jahre alten Studenten des ersten Studienjahres angetroffen und ihre Personalien aufgenommen.

Die strafrechtlichen Ermittlungen werden von der Polizeidirektion Görlitz und der Staatsanwaltschaft geführt. Im Raum steht der Vorwurf des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

18:06 Uhr

Tropensturm könnte Elon Musks Pläne durchkreuzen

Der erste bemannte Flug einer Rakete Elon Musks Unternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS könnte sich wegen schlechten Wetters kurzfristig verzögern. Über dem Kennedy Space Center in Cape Canaveral tobte am Morgen ein Gewitter und das US-Hurrikanzentrum warnte vor einem Tropensturm, der sich weiter nördlich vor der Küste des Bundesstaats South Carolina bildete.

Die Falcon-9-Rakete soll den Plänen zufolge heute um 16.33 Uhr Ortszeit (22.33 Uhr MESZ) in Cape Canaveral starten und eine Dragon-Kapsel mit den beiden erfahrenen US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley an Bord zur ISS bringen.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und SpaceX wollen darüber beraten, ob der Start der Rakete verschoben werden muss. Ein nächstes mögliches Startfenster hat die Nasa für Samstag errechnet.

Update 19:49 Uhr: Nasa-Chef Jim Bridenstine gab vorerst grünes Licht für die historische Mission. Sollte sich das Wetter in den kommenden Stunden weiter verschlechtern, könnte der Start aber immer noch verschoben werden.

Warum der SpaceX-Start so wichtig ist, lesen Sie hier.

17:29 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:02 Uhr

Mann bekommt lebenslänglich für versuchten "Nudelsuppen-Mord"

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Die hungrigen Hunde retteten dem Ehepaar womöglich das Leben.

(Foto: imago/blickwinkel)

Er verschaffte sich Zugang zum Haus eines Ehepaars und kippte Gift in die Nudelsuppe, die auf dem Herd stand: Wegen versuchten Mordes ist ein Mann vom Landgericht Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 49-Jährige die Suppe vergiftet hatte, um das Paar zu töten. Laut Urteil sind die beiden Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe erfüllt.
  • Dass es bei einem versuchten Mord blieb, war purer Zufall, so das Gericht: Der Ehemann verfütterte die Suppe an seine Hunde, die mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten.
  • Als Motiv der Tat nannte das Gericht Kränkung. Der Angeklagte habe immer wieder die Nähe zu dem Ehemann gesucht, dieser die Versuche zurückgewiesen.
  • Der Mann war bereits 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.
16:26 Uhr

Lidl gibt als Reiseveranstalter auf

Der Discounter Lidl verabschiedet sich aus dem Geschäft als Reiseveranstalter und tritt künftig nur noch als Urlaubsvermittler auf. Der Betrieb der eigenen Reiseveranstalter "JT Touristik" und "Lidl holidays" werde zum 31. Oktober 2020 vollständig eingestellt, teilte das Unternehmen mit. Die für das Online-Geschäft zuständige Lidl Digital wolle ihr Kerngeschäft stärken und die Ressourcen dafür bündeln, hieß es zur Begründung. Das Portal "lidl-reisen.de" solle zwar erhalten bleiben, dort würden künftig aber nur noch Angebote von Partner-Veranstaltern vermarktet und vermittelt.

Betroffen sind laut Lidl etwa 120 Mitarbeiter, mit denen nun Gespräche geführt würden. Ziel sei es, möglichst vielen eine Alternative innerhalb der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, aufzuzeigen.

15:43 Uhr

Kalbitz zieht wegen AfD-Rauswurf vor Gericht

Brandenburgs bisheriger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz geht juristisch gegen die Annullierung seiner Mitgliedschaft durch den Bundesvorstand vor.

Er habe beim Bundesschiedsgericht einen Antrag auf Aufhebung des Beschlusses gestellt, teilte Kalbitz in Potsdam mit. Er plane auch zivilrechtliche Anträge beim Landgericht Berlin.

Der AfD-Bundesvorstand hatte die Mitgliedschaft mit Mehrheit für nichtig erklärt und als Grund angegeben, dass Kalbitz eine Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern nicht angegeben hatte. Der Schritt hatte einen Machtkampf in der AfD ausgelöst.

15:16 Uhr

"Große Nachfrage" - Kalender mit Nazi-Größen sorgt für Empörung

Der einschlägig bekannte Prager Militaria-Verlag "Nase vojsko" (Unsere Armee) verkauft einen Wandkalender mit zahlreichen Nazi-Größen. Und das offenbar ziemlich erfolgreich: Wegen der "großen Nachfrage" gebe es derzeit eine Lieferfrist von 14 Tagen, heißt es im Online-Shop. Abgebildet sind neben Adolf Hitler (gleich zweimal) unter anderem die SS-Führer Reinhard Heydrich und Karl Hermann Frank sowie der für grausame Menschenversuche verantwortliche Auschwitz-Arzt Josef Mengele.

  • Die Föderation der jüdischen Gemeinden in Tschechien kündigte Strafanzeige gegen den Verlag an. Es handele sich um Propagierung des Nationalsozialismus und Glorifizierung von Kriegsverbrechern.
  • Auch der deutsche Botschafter in Tschechien, Christoph Israng, meldete sich zu Wort. Solche Produkte seien unerträglich, schrieb er bei Twitter. Er verstehe nicht, wie irgendjemand so einen Müll anbieten oder kaufen könne.
  • Das Innenministerium in Prag reagierte auf den Skandal und kündigte einen Mietvertrag über Lagerräume mit dem früheren Staatsverlag.

14:38 Uhr

Trump droht sozialen Medien mit Schließung

US-Präsident Donald Trump hat erneut seinen Ärger über die angebliche Linkslastigkeit sozialer Medien kundgetan und den Plattformen mit neuer Regulierung oder sogar Schließung gedroht.

Viele Republikaner wie er hätten das Gefühl, dass die sozialen Medien konservative Stimmen "komplett verschweigen", schrieb Trump auf Twitter. Um dem entgegenzuwirken würde die Regierung sie "sie streng regulieren, oder ganz schließen", drohte er.

Am Dienstag kennzeichnete Twitter erstmals zwei Tweets des US-Präsidenten, in denen es um vermeintliche Betrügereien bei Briefwahlen ging, als inhaltlich irreführend.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo und herzlich willkommen im "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Juliane Kipper, die Sie am Vormittag begleitet hat, verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend.

13:55 Uhr

Polizei beschlagnahmt mehr als eine Million minderwertige Masken

Zwei Männer aus Mecklenburg-Vorpommern und eine Frau aus Sachsen stehen im Verdacht, minderwertige Atemschutzmasken als hochwertige FFP2-Masken verkauft zu haben. Bei Durchsuchungen von Lagerräumen, Büros und Wohnungen sei mehr als eine Million Masken beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin.

  • Demnach importierten die 52 und 32 Jahre alten Männer aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und die 34-jährige Frau aus Dresden die Masken aus Vietnam und wollten sie in Deutschland gewinnbringend verkaufen.
  • Dabei hätten sie gewusst, dass die Masken weder die entsprechende Zertifizierung noch die erforderlichen Eigenschaften aufwiesen. Wie viele Exemplare sie bereits verkauften und wer die Abnehmer waren, konnte der Sprecher nicht sagen.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die drei Beschuldigten wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs sowie des Verstoßes gegen das Medizinproduktegesetz.
13:27 Uhr

Für Biden ist Trump ein "absoluter Idiot"

Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Präsident Donald Trump einen "absoluten Idioten" genannt, weil dieser sich über Bidens Gesichtsmaske lustig gemacht hatte. Biden und Trump hatten am Montag beide an Gedenkveranstaltungen für Kriegsgefallene teilgenommen - Biden trug eine Maske, Trump verzichtete wie üblich darauf. Auf Twitter teilte Trump anschließend einen Tweet eines anderen Nutzers mit einem Foto von Biden mit schwarzer Gesichtsmaske und einem hämischen Kommentar.

Biden sagte am Dienstag in einem CNN-Interview über Trump: "Er ist ein Idiot, ein absoluter Idiot, so zu reden." Auf der ganzen Welt rieten Ärzte dazu, zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Biden warf Trump "Macho-Gehabe" vor, mit dem er Menschenleben aufs Spiel setze. Trump sagte wiederum, er könne nicht verstehen, warum Biden im Freien unter "perfekten Bedingungen" und bei "perfektem Wetter" eine Maske trage. "Darum fand ich es sehr ungewöhnlich, dass er eine anhatte", sagte Trump in Weißen Haus.

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13:01 Uhr

Strandkörbe auf Sylt durch Feuer zerstört

An einem Strand der Nordseeinsel Sylt hat ein Feuer 14 Strandkörbe zerstört und zwei weitere beschädigt. Der Brand sei in der Nacht von einem Passanten entdeckt worden, teilte die Polizei im schleswig-holsteinischen Flensburg mit. Er alarmierte Polizei und Feuerwehr, die die Flammen schnell ersticken konnte. Der Schaden belief sich auf rund 16.000 Euro.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben jetzt, ob das Feuer am Badestrand der Inselhauptstadt Westerland durch eine nächtliche Feier ausgelöst worden sein könnte. Acht verbrannte Strandkörbe waren in einem Kreis angeordnet. Zudem fanden sich dort Flaschen und Dosen alkoholischer Getränke sowie Zigarettenkippen. Die Kriminalpolizei bat Zeugen um Hinweise auf entsprechende Gruppen.

12:34 Uhr

Weltraumfans wollen sich historischen Start nicht nehmen lassen

Entgegen der Empfehlungen der Nasa sind viele Weltraumfans nach Cape Canaveral gereist, um den ersten Start einer SpaceX-Rakete zur Internationalen Raumstation (ISS) mit einer bemannten Kapsel aus der Nähe zu verfolgen. "Der Sheriff hat gesagt, alle sollen kommen. Die Nasa sagt das Gegenteil, aber ich glaube, der Sheriff gewinnt", der Besitzer eines Lokals in Sichtweite der Startrampe, Rusty Fischer.

Um Corona-Infektionen zu verhindern, hatte die Nasa Weltraumfans gebeten, den historischen Start der Falcon-9-Rakete mit der bemannten Dragon-Kapsel im Internet mitzuverfolgen. Dagegen will US-Präsident Donald Trump ihn persönlich vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral aus mitverfolgen.

SpaceX soll als erstes privates Unternehmen US-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Eine erfolgreiche Mission wäre nicht nur für das Raumfahrtunternehmen von Tesla- und Paypal-Gründer Elon Musk ein Meilenstein. Erstmals seit Ende der Spaceshuttle-Ära wäre die US-Raumfahrtbehörde künftig bei bemannten ISS-Flügen weniger abhängig von russischen Sojus-Raketen.

12:04 Uhr

Nach Tod eines Schwarzen: Polizeieinsatz löst Proteste aus

Der Tod eines schwarzen Verdächtigen nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis hat gewaltsame Proteste in der US-Stadt ausgelöst. Wie örtliche Medien am Dienstagabend übereinstimmend berichteten, kam es nach einer zunächst friedlichen Versammlung von Hunderten Menschen später auch zu Zusammenstößen mit der Polizei. Auf Schildern von Demonstranten waren Slogans wie "Ich kann nicht atmen" zu sehen.

Nachdem Demonstranten von dem mutmaßlichen Tatort zu einem Polizeirevier gezogen waren, sollen dort Polizeifahrzeuge und Fensterscheiben beschädigt worden sein. Einsatzkräfte gingen demnach mit Tränengas und Geschossen gegen die Demonstranten vor.

Auslöser für die Proteste war ein rund zehn Minuten langes Video aus der Stadt im Bundesstaat Minnesota, das auf Facebook gestellt wurde: Ein weißer Polizist drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe flehte, bevor er das Bewusstsein verlor. Wiederholt sagte der Afroamerikaner: "Ich kann nicht atmen." Er starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:20 Uhr
Breaking News

EU-Kommission schnürt Milliarden-Hilfspaket

Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr.

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11:12 Uhr

Vater überfährt seine dreijährige Tochter

Ein Vater hat in Velbert bei Düsseldorf beim Zurücksetzen seines Autos sein dreijähriges Kind überrollt. Das Mädchen starb, wie die Kreispolizei Mettmann mitteilte. Nach bisherigen Ermittlungen wollten die Eltern am Dienstagnachmittag mit ihrer Tochter einen Park besuchen. Der 24 Jahre alte Vater hielt zunächst am Eingang, wollte das Auto danach aber umparken.

Beim Rückwärts-Rangieren übersah er das Kind, das den Wagen bereits verlassen hatte. Das Mädchen wurde von dem Auto zu Boden geworfen und von einem Rad überrollt. Es starb wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Warum das Kind hinter dem Auto stand und ob die 25 Jahre alte Mutter zum Zeitpunkt des Unfalls bereits ausgestiegen war oder nicht, sei bislang unklar, sagte ein Polizeisprecher. Die genauen Umstände des Unfalls würden noch ermittelt. Die Polizei sucht Zeugen.

10:38 Uhr

Queen lässt Boris Johnson in ihrem Park joggen

Die britische Königin Elizabeth II. hat Premierminister Boris Johnson erlaubt, im Garten des Buckingham-Palastes zu joggen. Nach einem Bericht des "Telegraph" darf der Regierungschef aus Sicherheitsgründen nicht mehr in der Öffentlichkeit Sport machen. Er wolle aber nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung seine Fitness verbessern. Johnson hatte mehrere Tage auf der Intensivstation einer Klinik behandelt werden müssen.

Der 55-Jährige kam dem Bericht zufolge in dieser Woche mit einem gepanzerten Fahrzeug zu einem Seiteneingang des Palastes. Später kehrte Johnson in T-Shirt, kurzer Hose und Sportschuhen zum nahe gelegenen Regierungssitz in die Downing Street zurück. Auch in der Grünanlage des Lambeth Palace, der Londoner Residenz des Erzbischofs von Canterbury, war Johnson beim Joggen gesichtet worden.

10:05 Uhr

Unschuldiger Häftling rührt Elton John zu Tränen

Der Auftritt und die bewegende Geschichte eines unschuldigen Ex-Häftlings bei der US-Castingshow "America's Got Talent" hat die Pop-Ikone Elton John "zu Tränen gerührt". Der Mut und die Vergebung, die Archie Williams demonstriert habe, seien "wahrhaft inspirierend", schrieb der britische Sänger auf Twitter. Dabei zog er einen Vergleich mit dem lange inhaftierten Friedenskämpfer Nelson Mandela. Williams hatte in der Talentshow den Elton-John-Song "Don't Let The Sun Go Down on Me" bewegend vorgetragen.

Zuvor hatte er den Juroren und Zuschauern seine Lebensgeschichte erzählt. Er habe 37 Jahre unschuldig im Gefängnis verbracht. "DNA hat mich befreit", sagte der Afroamerikaner auf der Bühne. Der 59-Jährige aus dem US-Staat Louisiana war 1983 für ein Gewaltverbrechen, das er nicht begangen hatte, festgenommen und zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Der Organisation Innocence Project gelang es 2019, ihn anhand von DNA-Beweisen nach 36 Jahren aus dem Gefängnis zu holen. Er habe hinter Gitter gebetet und gesungen und davon geträumt, einmal auf dieser Bühne zu stehen, sagte Williams in einem Videoclip während der Casting-Show, die in der Nacht zum Mittwoch im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde. All die Jahrzehnte sei er eingesperrt gewesen, nicht aber seine Gedanken.

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09:44 Uhr

Razzia in Reichsbürgerszene: Polizei durchsucht 25 Wohnungen

In Hessen und Baden-Württemberg sind Staatsanwaltschaft und Polizei mit einer groß angelegten Razzia gegen die sogenannte Reichsbürgerszene vorgegangen. Seit dem frühen Vormittag würden 25 Wohnobjekte von 31 Beschuldigten durchsucht, teilten die Staatsanwaltschaften in Stuttgart und Karlsruhe sowie das baden-württembergische Landeskriminalamt mit.

  • Den Verdächtigen würden unter anderem gewerbsmäßige Urkundenfälschung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Sie sollen unter anderem Reisepässe, Führerscheine und Staatsangehörigkeitsurkunden gefälscht oder hergestellt haben.
  • Außerdem sollen sie massenhaft Faxnachrichten mit staatsleugnerischen Inhalten an verschiedene Behörden versandt haben.
  • Die Beschuldigten sind den Angaben zufolge Führungsmitglieder und Angehörige der Reichsbürgerorganisationen "Republik Baden" und "Freier Volksstaat Württemberg" sowie ihrer Dachorganisation "Staatenbund Deutsches Reich".
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09:16 Uhr

Jimmy Fallon entschuldigt sich für Blackface-Parodie

US-Komiker Jimmy Fallon hat sich nach heftiger Kritik für eine Chris-Rock-Parodie aus dem Jahr 2000 entschuldigt. Der 45-Jährige mimte damals seinen afro-amerikanischen Kollegen in der sogenannten "Blackface"-Maskerade", bei der weiße Darsteller sich das Gesicht dunkel anmalen. "Im Jahr 2000, als ich in der Sendung "Saturday Night Live" auftrat, traf ich eine schreckliche Entscheidung, Chris Rock in Schwarz zu verkörpern", schrieb Fallon auf Twitter.

"Es tut mir sehr leid, dass ich diese zweifellos beleidigende Entscheidung getroffen habe, und danke euch allen, dass ihr mich zur Rechenschaft gezogen habt." Der Komiker reagierte auf Kritik in den sozialen Medien, die sich unter dem Hashtag #JimmyFallonIsOverParty sammelte. Manche Twitter-User fingen daraufhin an, auf andere Stars zu verweisen, die ebenfalls "Blackface"-Parodien aufführten. Dabei fielen Namen wie Jimmy Kimmel (52) oder Robert Downey Jr.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:49 Uhr

Italiener feiern Ende der Corona-Ausgangssperre mit Eiscreme

Erdbeer und Schokolade oder doch lieber Feige und Haselnuss? Die Italiener haben das Ende des Coronavirus-Lockdowns mit viel Eiscreme gefeiert. Allein in der Hauptstadt Rom und entlang der Küste der Region Latium wurden am vergangenen Wochenende fast 240 Tonnen Eis geschleckt, wie der Landwirtschaftsverband Coldiretti mitteilte. Der Umsatz der Eisdielen habe nach drei Monaten Ausgangssperre "wieder deutlich angezogen".

"Nach einer langen Zeit zu Hause haben sich viele entschieden, sich auch während der Woche zur Mittagszeit mit einem Eis abzukühlen", hieß es in der Mitteilung. Zu der regen Nachfrage trugen laut Coldiretti wohl auch die warmen Temperaturen bei.

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In Italien gibt es nach Angaben des Verbandes 39.000 Eisdielen, die einen Jahresumsatz von 2,8 Milliarden Euro erwirtschaften und 150.000 Mitarbeiter beschäftigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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08:03 Uhr

70-Jähriger rast in Hamburg auf Restaurant-Terrasse

Ein 70-jähriger Mann ist in Hamburg mit seinem Auto auf die Terrasse eines Restaurants gerast und hat einen 48-Jährigen lebensgefährlich und eine 52-Jährige schwer verletzt. Die zwei Restaurantgäste wurden von dem Wagen mitgerissen und zwischen dem Auto und einer Hauswand des Restaurants eingequetscht, wie die Polizei mitteilte. Auch der Fahrer verletzte sich am Dienstagabend schwer.

Die Polizei geht von einem Unfall aus. Der Mann wollte seinen Wagen laut Polizeiangaben offenbar auf einem Parkplatz vor dem Außenbereich des Restaurants im Hamburger Stadtteil Schnelsen parken. Statt anzuhalten, beschleunigte der 70-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache stark und raste über ein Steinbeet direkt auf die Terrasse. Der Mann verwechselte offenbar das Brems- mit dem Gaspedal, wie ein Polizeisprecher sagte. Die zwei Gäste konnten dem Wagen nicht ausweichen. Das Auto prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Hauswand. Durch den starken Aufprall wurde die Wand eingedrückt und wird nun von einem Statiker geprüft.

07:43 Uhr

Politisch motivierte Straftaten um gut 14 Prozent gestiegen

Die Zahl der von der Polizei registrierten politisch motivierten Straftaten ist nach einem Medienbericht 2019 um gut 14 Prozent auf rund 41.000 gestiegen. Bei den antisemitischen Straftaten verzeichneten die Behörden einen Anstieg um 13 Prozent auf 2.032 Delikte, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. 93 Prozent dieser Täter stammten aus der rechten Szene, hieß es.

Der Jahresbericht zur politisch motivierten Kriminalität wird am Mittag offiziell von Innenminister Horst Seehofer und BKA-Präsident Holger Münch vorgestellt. Überwiegend wurden die Straftaten dem Medienbericht zufolge von Gewalttätern aus dem links- oder rechtsextremen Spektrum verübt. Mehr als die Hälfte aller Fälle wurde der rechten Szene zugeordnet, mit 22.342 Fällen stiegen deren Taten demnach um 9,4 Prozent zum Vorjahr an.

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07:08 Uhr

Hoch "Steffen" sorgt für Sonnenbrandgefahr

Der Norden und der Osten werden heute von einer schlappen Kaltfront überquert. Im Rest unseres Landes sorgt Hoch "Steffen" hingegen für viel Sonne mit einer entsprechend hohen Sonnenbrandgefahr.

Björn Alexander

Björn Alexander

Der UV-Index liegt im Westen und Süden vielfach bei 7 und im Südwesten vor allem in den Mittelgebirgen bei 8. Das entspricht einer hohen bis sehr hohen Belastung. Im Norden und Osten ziehen derweil kompaktere Wolken durch, können stellenweise etwas Regen bringen und sorgen für gedämpftere UV-Werte im Bereich von 4 bis 5 - also eine mittlere Belastung.

Die Temperaturen steigen auf 15 Grad auf den Inseln, auf 20 Grad in München und auf bis knapp 26 Grad am Oberrhein. Dabei weht schwacher, an den Küsten mäßiger, teils auch frischer Wind aus Nordwest.

Die weiteren Aussichten: Von einzelnen Schauern und ganz lokalen Gewittern im Süden und Südosten mal abgesehen verlaufen die kommenden Tage meistens freundlich bis sonnig und trocken.

Die Temperaturen gehen dabei durch einen kühleren Nordost- bis Ostwind etwas zurück. Morgen bei 15 bis 25 Grad. Der Freitag bringt 14 bis 24, der Samstag 14 bis 23 Grad. Am Pfingstsonntag werden es 14 bis 24 und am Pfingstmontag 16 bis 26 Grad. Ihr Björn Alexander

06:34 Uhr

In China werden die Windeln knapp

Gesichtsmasken gibt es in China mittlerweile genug - doch nun droht ein Engpass an anderer Stelle: bei Windeln, Damenbinden und Feuchttüchern. Für deren Herstellung ist der gleiche Rohstoff nötig wie für die Produktion des begehrten Mund-Nase-Schutzes - nämlich Zellstoff. Der geht aber seit Monaten an die mittlerweile 69.000 Betriebe in China, die Gesichtsmasken für die ganze Welt herstellen. Deshalb droht den Chinesen nun ein Windel-Notstand.

"Im Januar kostete das Rohmaterial für unsere Windeln etwa 13.000 Yuan (1660 Euro) pro Tonne - auf dem Höhepunkt stieg der Preis auf 140.000 oder 150.000 Yuan", sagt Huang Tenglong, Vize-Chef des Windelherstellers Fujian Time und Tianhe Industrial Co. Das war im April, als die Nachfrage nach Masken ihren Höhepunkt erreichte.

Mittlerweile werden 50.000 bis 60.000 Yuan verlangt, sagt Lin Yanting, stellvertretender Leiter von DaddyBaby, einem anderen Windelhersteller. "Für eine Windel brauche ich mehr Zellstoff als für eine Maske - Profit mache ich nur, wenn ich Masken herstelle." Kleinere Hersteller etwa von Damenbinden oder Kosmetik-Gesichtsmasken könnten aber nicht einfach umstellen, sagt er. "Sie können nicht überleben."

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06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen präsentiert heute ihren milliardenschweren Plan zur wirtschaftlichen Erholung Europas nach der Corona-Krise. Sie hält dazu eine Rede bei einer Sondersitzung des Europaparlaments.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Inmitten der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie und um die Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger Länder sein, die Corona-Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Ge- als mit Verboten zu arbeiten.
  • Der Bundestag entscheidet über eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes vor der Küste Somalias im Rahmen der von der Europäischen Union geführten Mission Atalanta. Nach dem Willen der Bundesregierung soll die deutsche Beteiligung an diesem Einsatz zur Bekämpfung der Piraterie um ein Jahr verlängert werden.
  • Mit einer ungewöhnlich langen, zehntägigen Staatstrauer wird Spanien, das ein Corona-Hotspot ist, der gut 27.000 Todesopfer der Pandemie im Land gedenken. Die Trauer werde um 12 Uhr mit einer Schweigeminute im ganzen Land beginnen, teilte die Regierung mit.
  • Nach knapp neunjähriger Pause sollen erstmals wieder Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation abheben. Um 22.32 Uhr (MESZ) sollen die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley mit einer "Falcon 9"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus in einer "Crew Dragon"-Raumkapsel zur ISS starten. Einen Tag später sollen sie an der ISS andocken und dort rund einen Monat bleiben.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter juliane.kipper@nama.de.