Das war Mittwoch, der 17. Januar 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn die CO2-Preise steigen, ächzen vor allem die einkommensschwachen Haushalte. Durch das von der Bundesregierung lange angekündigte Klimageld sollten sie eigentlich entlastet werden. Doch wann es kommen soll, steht in den Sternen. Warum der Klimaschutz gefährdet ist, wenn die Umverteilung durch das Klimageld wegbricht, kommentiert mein Kollege Sebastian Huld.
Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.
Uni-Professor räumt "Patscher" auf Gesäß von Doktorandin ein
Im Revisionsprozess gegen einen Uni-Professor wegen Nötigung hat der Angeklagte Schläge auf das Gesäß einer ehemaligen Doktorandin eingeräumt. Er schäme sich für seine Taten zutiefst, hieß es in einer von seiner Verteidigerin vorgelesenen Erklärung zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Göttingen. Der 59 Jahre alte Angeklagte sagte, er habe die Schläge aber eher als "Patscher" wahrgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Professor unter anderem vor, drei Frauen geschlagen zu haben, um diese wegen vermeintlicher Fehler zu bestrafen.
Das Landgericht Göttingen hatte den Mann im März 2022 zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Es befand den Forstwissenschaftler unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt, Freiheitsberaubung und Nötigung an drei Frauen für schuldig. Bei den Frauen handelte es sich um eine technische Mitarbeiterin sowie zwei Doktorandinnen, wobei eine der beiden laut Anklage besonders häufig von dem Angeklagten geschlagen worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft sowie die Nebenklage hatten daraufhin Revision eingelegt, mit dem Ziel einer höheren Bestrafung.
Unbekannter Toter in leerem Haus identifiziert
Nach dem Fund eines zunächst unbekannten Toten in einem unbewohnten Haus in Duisburg ist der Mann identifiziert worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilten, handelt es sich um einen 51-jährigen Obdachlosen. Der Mann hielt sich demnach bei kalten Temperaturen in dem leerstehenden Gebäude auf, wo er zwischen Sonntagabend und Montagnachmittag getötet wurde.
Die Obduktion bestätigte demnach einen gewaltsamen Tod des Manns. Der ermittelnden Mordkommission liegen zudem "konkrete Ermittlungsansätze" hinsichtlich des möglichen Täters vor. Zwei Männer im Alter von 31 und 64 Jahren hatten den Toten laut früheren Polizeiangaben am Montag in dem leerstehenden Gebäude gefunden. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Manns feststellen können.
Mann wegen Beleidigung von Spahn verurteilt
Wegen herabwertender Äußerungen über homosexuelle Bundestagsabgeordnete ist ein 51-Jähriger vom Amtsgericht Augsburg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wie ein Gerichtssprecher berichtete, erhielt der Mann eine Gesamtstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro, insgesamt 1350 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 51-Jährige hatte laut Anklage an eine Polizeidienststelle im Raum Augsburg ein Schriftstück geschickt, in dem die offen homosexuellen Unions-Parlamentarier Jens Spahn, Sepp Müller und Wolfgang Stefinger verunglimpft wurden.
Das Dokument soll der Mann auch an die transgeschlechtliche Nürnberger Grünen-Bundestagsabgeordnete Tessa Ganserer geschickt haben, die er zudem als Lügnerin bezeichnete. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann unter anderem verhetzende Beleidigung vorgeworfen. Vor dem Prozesstermin hatte er einen Strafbefehl erhalten, der ebenfalls 90 Tagessätze vorsah. Dagegen hatte der Angeklagte aber Einspruch eingelegt, so dass es zum Prozess kam. In der Verhandlung wurde letztlich die Höhe der Geldstrafe deutlich reduziert.
Zwangsernährung angeordnet: Ex-Minister im Hungerstreik
Die Justiz in Polen geht gegen den Hungerstreik des ehemaligen polnischen Innenministers Mariusz Kaminski vor. Ein Gericht habe die Zwangsernährung des inhaftierten Politikers angeordnet, sagte der polnische Präsident Andrzej Duda auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Er habe von der Ehefrau Kaminskis davon erfahren. Um welches Gericht es sich genau handelt, blieb zunächst offen. Duda forderte Justizminister Adam Bodnar auf, die Gefängnisstrafen von Mariusz Kaminski und Maciej Wasik zu beenden.
Mit einem Hungerstreik protestiert das Mitglied der ehemaligen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gegen seine Haftstrafe. Er sieht sich als politischer Gefangener. Der Verurteilung Kaminskis und seines Stellvertreters Maciej Wasik ging ein jahrelanger Streit voraus. Präsident Duda amnestierte Kaminski im Jahr 2015 und machte damit dessen Aufstieg zum Innenminister erst möglich. Kaminski war zuvor wegen Machtmissbrauchs als Chef der polnischen Antikorruptionsbehörde verurteilt worden.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er bei Ermittlungen gesetzeswidrig Lockvögel eingesetzt hatte. Das oberste polnische Gericht entschied im vergangenen Jahr, dass der Fall noch einmal aufgerollt werden müsse. Kaminski und Wasik wurden daraufhin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 9. Januar wurden sie von der Polizei spektakulär im Präsidentenpalast festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Beide Politiker gehören der PiS-Partei an, der Duda vor der Übernahme des Präsidentenamts angehörte.
"Hungersekten"-Führer soll 430 Menschen in Tod getrieben haben
Der Anführer einer kenianischen "Hungersekte" ist mit 30 seiner engsten Anhänger dem Gericht im kenianischen Küstenort Malindi vorgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Schuld an 430 Todesfällen vor. Ehe das eigentliche Verfahren starten kann, sollen der Sektenführer und seine Anhänger in den kommenden zwei Wochen psychiatrisch untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass sie gegen insgesamt 95 Menschen im Zusammenhang mit dem sogenannten Shakahola Massaker Vorwürfe erhebt.
Im vergangenen Frühjahr war durch Nachforschungen besorgter Familienangehöriger bekannt geworden, dass die Mitglieder der Sekte in dem entlegenen Waldgebiet Shakahola durch strenges Fasten "Jesus näherkommen" sollten. Der Sektenführer soll Kontakte zu Angehörigen außerhalb der Sekte, den Schulbesuch der Kinder oder Berufstätigkeit verboten haben, sodass die Gläubigen völlig isoliert lebten. Als Ermittler das Gebiet aufsuchten, fanden sie Massengräber und halb verhungerte Anhänger der Sekte. Die Staatsanwaltschaft will nach eigenen Angaben Anklage unter anderem wegen Mordes, Terror und Verbrechen gegen Kinder erheben.
TV-Regisseur Sigi Rothemund gestorben
Siegfried "Sigi" Rothemund ist auf der spanischen Mittelmeerinsel Menorca gestorben. Das bestätigte eine Tochter des Fernsehregisseurs auf Anfrage. "Es stimmt, dass unser Vater Sigi Rothemund am Samstag, 13. Januar, nach schwerer Krankheit auf Menorca von uns gegangen ist." Zuvor hatte "Der Spiegel" unter Berufung auf das Magazin "SigiGötz Entertainment" über den Tod berichtet. Dieses Magazin hatte ihn als "öffentlichkeitsscheuen Regiearbeiter" charakterisiert und geschrieben, der Regisseur - "der (unfreiwillige) Namenspatron unserer Publikation" - sei im Alter von 79 Jahren gestorben.
Siegfried Rothemund wurde unter anderem mit der ZDF-Weihnachtsserie "Timm Thaler" nach James Krüss bekannt. Die Serie über den Jungen, der sein Lachen verkauft, wurde 1979 ein Publikumserfolg. Auch bei den Weihnachtsserien "Silas" (1981) und "Jack Holborn" (1982) mit Patrick Bach führte Rothemund Regie. Außerdem inszenierte er Commissario-Brunetti-Fälle für die ARD-Krimireihe "Donna Leon", darunter die Bestsellerverfilmungen "Ewige Jugend", "Stille Wasser" und "Das goldene Ei".
Autorin im Prozess gegen Trump: "Er hat gelogen"
Zum Auftakt eines zweiten Verleumdungsprozesses gegen Donald Trump hat die Schriftstellerin E. Jean Carroll den ehemaligen US-Präsidenten als Lügner bezeichnet und Schadenersatz gefordert. "Ich bin hier, weil Donald Trump mich vergewaltigt hat, und als ich darüber schrieb, sagte er, es sei nie passiert", erklärte Carroll am Mittwoch vor Gericht in Manhattan. "Er hat gelogen, und das hat meinen Ruf ruiniert."
Es handelt sich um Carrols zweite Klage gegen Trump. Der heute 77-jährige Republikaner wurde im Mai bereits wegen sexueller Nötigung verurteilt. Die Autorin hatte ihm vorgeworfen, sie Ende 1995 oder Anfang 1996 in einem New Yorker Luxuskaufhaus in einer Umkleidekabine vergewaltigt zu haben. 2019 ging die Schriftstellerin unter dem Eindruck von Berichten über sexuelle Übergriffe des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Trump bezeichnete die Anschuldigungen im Juni 2019 - als er noch Präsident war - unter anderem als Schwindel und Lüge. Sie reichte daraufhin im November 2019 eine zweite Klage wegen Verleumdung ein.
Mafia-Mörder arbeitete auf Sylt als Fitnesstrainer
Deutschland hat einen Mafia-Mörder an Italien ausgeliefert, der im vergangenen Herbst auf der Nordsee-Insel Sylt festgenommen worden war. Der 45-Jährige wurde nach Angaben der italienischen Behörden mit einem Flugzeug von Hamburg nach Rom gebracht. Der Mann hatte auf Sylt jahrelang unter falschem Namen als Fitnesstrainer gearbeitet. In seiner Heimat war er wegen eines Mordes im Jahr 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bevor er die Strafe antreten musste, setzte er sich ins Ausland ab.
Der 45-Jährige kommt aus der Gemeinde Scorzè in der Nähe von Venedig, wo er früher als Metzger und Verkäufer in einem Supermarkt arbeitete. Wegen des Mordes wurde er bereits 2012 erstmals festgenommen und dann verurteilt. Bis zum Antritt der Gefängnisstrafe in seinem Heimatland hätte er eine elektronische Fußfessel tragen müssen. Ihm gelang es aber, aus dem Hausarrest im Haus seiner Eltern zu fliehen. Erst nach langer Suche gelang es dann, ihn auf Sylt ausfindig zu machen.
Londons Polizei täuscht Uhr-Diebe mit Lockvögeln
Teure Uhren sind ein begehrtes Diebesgut auf den Straßen Londons, denn deren Weiterverkauf auf dem Schwarzmarkt bringt satte Gewinne für Kriminelle. Um Raubüberfälle zu vermeiden und Täter zu stellen, setzt die örtliche Polizei jetzt auf Lockvögel.
Luxus-Uhr beschert Schwarzenegger Ärger mit deutschem Zoll
Der Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger hat Ärger mit dem Zoll am Münchner Flughafen: Weil er bei seiner Einreise aus den USA eine wertvolle Uhr nicht anmeldete, wurde der 76-Jährige am Nachmittag im Zollbereich festgehalten. "Er sitzt bei uns, das ist richtig", sagte ein Sprecher des Hauptzollamts München. Schwarzenegger könne zwar voraussichtlich noch heute weiterreisen, die Uhr werde er aber wohl in München lassen müssen.
Nach Angaben des Sprechers leiteten die Zollbeamten ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung gegen den früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien ein. Dieser Tatvorwurf bezieht sich demnach nur auf die von Schwarzenegger mitgeführte, wertvolle Uhr. Schwarzenegger habe Uhr verzollen und versteuern müssen, weil sie in der Europäischen Union bleiben solle, sagte der Sprecher. "Das gilt für jeden." Sobald der Schauspieler alle nötigen Angaben gemacht habe, könne er abreisen. Er gehe aber "davon aus, dass die Uhr bei uns bleibt".
Leiche in Klinikabfall: Mann seit Wochen vermisst
Nach dem rätselhaften Fund einer Leiche in einem Krankenhaus-Abfallcontainer in Bad Oeynhausen hat die Polizei weitere Details zu dem 22-jährigen Toten bekannt gegeben. Der Mann galt bereits seit über zwei Wochen als vermisst, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld mitteilten. Angehörige hatten den jungen Mann demnach Anfang Januar als vermisst gemeldet.
Wie die Behörden weiter mitteilten, verließ der 22-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht auf den 2. Januar eine Wohnung. Welchen Weg der Mann nach Verlassen des Hauses nahm, sei bislang unklar. Die Ermittlungen dauerten an. Der 22-Jährige war am Montag auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs tot in einem Müllcontainer gefunden worden. Der Container stammte von einem Klinikum in Bad Oeynhausen. Laut einer Obduktion wurde der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens.
Einige Flugzeuge heben wieder in Frankfurt ab
Angesichts nachlassender Niederschläge können vom Frankfurter Flughafen seit dem Nachmittag wieder einzelne Maschinen abheben. Dadurch dürfte sich die Situation bei den verfügbaren Parkpositionen voraussichtlich etwas entschärfen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Die weitere Wetterentwicklung müsse abgewartet werden. Auch Landungen sind nach Angaben einer Fraport-Sprecherin in den kommenden Stunden eingeplant.
Wegen Eisregens waren Flugzeugstarts am größten deutschen Airport am Mittwochmittag vorübergehend ausgesetzt worden. Fraport hatte dies damit begründet, dass die Maschinen wegen anhaltenden Eisregens vor dem Start nicht mehr sicher enteist werden könnten. Da noch Landungen stattfanden, liefen die Parkpositionen allmählich voll, sodass ursprünglich geplant war, ab 15 Uhr auch keine Landungen mehr zu erlauben. Ohnehin waren am Frankfurter Flughafen bereits Hunderte Flüge annulliert worden.
Britischer König Charles muss ins Krankenhaus
Der britische König Charles III. muss ins Krankenhaus. Er werde kommende Woche wegen einer vergrößerten Prostata behandelt, meldet die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf den Buckingham-Palast.
Israelis feiern ersten Geburtstag von entführtem Baby
Knapp neun Monate ist der kleine Kvir Bibas alt, als Hamas-Anhänger ihn, seinen Bruder und seine Eltern aus dem Kibbuz Nir Oz entführen. Wie es der Familie geht, ist unklar. Seine Angehörigen kehren an den Ort des Schreckens zurück und feiern den ersten Geburtstag des kleinen Jungen.
Kauf von Galeria-Filialen: Kosmetikkonzern soll Interesse zeigen
Vertreter von Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) führen nach Medienberichten Gespräche mit dem US-Kosmetikkonzern Coty beziehungsweise Unternehmern aus dessen Umfeld über eine mögliche Übernahme von Filialen. Der vorläufige Insolvenzverwalter von Galeria, Stefan Denkhaus, wollte dies nicht bestätigen. "Es gibt mehr als zwei Interessenten. Mehr können wir dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Eine Sprecherin von Coty sagte auf Nachfrage: "Wir können das nicht bestätigen." Laut "Business Insider" will der US-amerikanische Parfüm- und Kosmetik-Konzern rund 60 Galeria-Filialen übernehmen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, interessiert sich der Unternehmer Bernd Beetz, früherer Coty-Chef und Ex-Aufsichtsrat von GKK, für einen Kauf des angeschlagenen Kaufhauskonzerns. Für die Finanzierung wolle er die Unternehmerfamilie Reimann an Bord holen, die über ihre Holding JAB die Mehrheit an Coty hält.
OP setzt Prinzessin Kate für Monate außer Gefecht
Die Prinzessin von Wales hat sich einer Mitteilung des britischen Königshauses zufolge einer geplanten Operation im Bauch- oder Unterleibsbereich unterzogen. Der in der offiziellen Mitteilung genannte Begriff "abdominal surgery" steht im Englischen für viszeralchirurgische Eingriffe. Die Operation sei geplant gewesen und erfolgreich verlaufen, ließ die Ehefrau von Thronfolger Prinz William über einen offiziellen Kanal des Kensington-Palasts mitteilen.
Die 42-Jährige werde nun 10 bis 14 Tage in der Klinik verbringen, bevor sie sich dann zu Hause weiter erholen werde. Vermutlich werde sie erst frühestens nach Ostern wieder in der Öffentlichkeit auftreten.
Urteil: VW trickst noch immer bei Diesel-Abgasen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist am Verwaltungsgericht Schleswig erneut mit einer Klage gegen das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Sachen Diesel-Abschalteinrichtungen erfolgreich gewesen. Die DUH möchte, dass das KBA sogenannte Freigabebescheide aufhebt. Mit diesen hat es in der Vergangenheit ein Software-Update als ausreichende Nachbesserung im Zusammenhang mit unzulässigen Abschalteinrichtungen an bestimmten Dieselmotoren genehmigt. Das Gericht gab dem Umweltverband recht.
Die Kammer hält unter anderem sogenannte Thermofenster für unzulässige Abschalteinrichtungen, die das KBA nicht hätte genehmigen dürfen. Beigeladene waren die zum Volkswagen-Konzern gehörenden Autohersteller Volkswagen, Audi und Seat (Az. 3 A 332/20). Betroffen sind 62 ältere Modelle verschiedener Marken des Volkswagen-Konzerns. Bereits vor knapp einem Jahr hatte dieselbe Kammer des Gerichts einen ähnlichen Fall entschieden und der DUH im Wesentlichen recht gegeben.
Klimageld könnte doch vor Bundestagswahl kommen
In der Debatte um ein Klimageld als sozialen Ausgleich für höhere CO2-Preise hat die Bundesregierung eine Entscheidung im kommenden Jahr in Aussicht gestellt. Regierungssprecher Steffen Hebestreit verwies in Berlin auf Aussagen von Finanzminister Christian Lindner, nach denen die technischen Voraussetzungen für eine Pro-Kopf-Auszahlung wohl bis Ende des Jahres geschaffen würden. "Und dann stünde der Mechanismus zur Verfügung. Und alles Weitere ist dann eine Entscheidung, die man treffen muss", sagte Hebestreit.
Hebestreit verwies auf das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts, infolgedessen die Bundesregierung bereits ein umstrittenes Sparpaket geschnürt hatte. "Dann muss man im Haushalt entscheiden, woher dieses Geld stammen soll", sagte er in Bezug auf das Klimageld. Im Namen von Bundeskanzler Olaf Scholz sagte Hebestreit lediglich, dass der mögliche Auszahlungsmechanismus nun "mit der gebotenen Schnelligkeit" auf den Weg kommen solle.
Spanier stolzieren zu Ross durch meterhohe Flammen
San Bartolomé ist seit Jahrhunderten Schauplatz einer ebenso umstrittenen wie spektakulären Tradition: Rund hundert Pferde laufen mit ihren Reitern durch ein riesiges Reisigfeuer. Der Gang durch die Flammen soll die Tiere vor Schaden bewahren. Kritiker halten das Fest für Tierquälerei.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Robin Grützmacher schlittert - hoffentlich unversehrt - in den Feierabend, um mir die Bahn freizumachen. Mein Name ist Lea Verstl und ich darf mit Ihnen gemeinsam die kommenden Stunden verbringen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.
Betrunkener dreht an Bord durch - Flugzeug kehrt um
In Japan ist ein Flugzeug auf dem Weg in die USA umgekehrt, weil eine Stewardess von einem offenbar betrunkenen Passagier gebissen wurde. Der Passagier, Medienberichten zufolge ein 55 Jahre alter Mann aus den USA, habe in "stark betrunkenem" Zustand der Stewardess in den Arm gebissen und sie dabei leicht verletzt, sagte ein Sprecher der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA).
Die Piloten machten daher über dem Pazifik kehrt und steuerten die Maschine mit 159 Passagieren zurück auf den Tokioter Flughafen Haneda. Dort wurde der aggressive Passagier dem ANA-Sprecher zufolge der Polizei übergeben. Nach Informationen des japanischen Senders TBS sagte der Beschuldigte den Ermittlern, er erinnere sich "überhaupt nicht" an den Vorfall.
Keine Starts mehr am Flughafen in Frankfurt
Am Frankfurter Flughafen sind seit dem Nachmittag vorerst keine Flugzeugstarts mehr möglich. Die Flugzeuge könnten wegen des anhaltenden Eisregens vor dem Start nicht mehr sicher enteist werden, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Weiterhin landeten aber noch Flugzeuge, sodass die Parkpositionen langsam vollliefen. Es sei daher geplant, ab 15 Uhr auch keine Landungen mehr zu erlauben.
Über das weitere Vorgehen werde je nach Wetterlage entschieden, sagte eine Fraport-Sprecherin. Bei den Enteisungen geht es darum, Flügel und Flugzeugrumpf frei von Eis- und Schneerückständen zu halten. "Das aerodynamische Profil darf nicht beeinträchtigt werden", erläuterte der Sprecher. Auf dem Weg zum Start habe die Gefahr bestanden, dass die Flugzeuge im Regen erneut vereisten.
33 Jahre nach Mord an Heike Kötting: Verdächtiger festgenommen
Im Fall um eine vor mehr als 30 Jahren ermordete Frau hat die Polizei in Dortmund einen 60-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der Zugriff sei auf offener Straße erfolgt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Ruhrgebietsstadt mit. Der Mann stehe im dringenden Verdacht, im Jahr 1991 die damals 28-jährige Heike Kötting in Dortmund ermordet zu haben. Der Verdächtige kam den Angaben zufolge in Untersuchungshaft. Zugleich laufen die Ermittlungen weiter.
"Wir gehen aufgrund der Spurenlage und der Verletzungen davon aus, dass es einen weiteren Täter geben könnte", erklärte der Ermittlungsgruppenleiter im Polizeipräsidium Dortmund, Gregor Schmidt. Die 28-jährige Dekorateurin war 1991 erstochen in ihrem Reihenhaus im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst aufgefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Täter durch einen Kellerschacht in das Haus gelangten. Das Auto der Dortmunderin wurde wenige Tage nach der Tat auf einem Autobahnrastplatz in Frankreich gefunden. Der Fall wird heute Abend Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" sein.
"Man sollte definitiv nicht die Bürgersteige benutzen"
Schneefälle und glatte Straßen und Bürgersteige sorgen für Verkehrsbeeinträchtigungen in großen Teilen Deutschlands. Räumdienste sind im Dauereinsatz und werden dem Blitzeis dennoch nicht Herr. Die ntv-Reporterinnen Elke Büchter und Jessica Körner berichten über die Wetterlage in Saarbrücken und München:
Ministerium: Keine "Scharia-Polizei" an Schule in Nordrhein-Westfalen
In der nordrhein-westfälischen Schülerschaft gibt es nach Darstellung des Schulministeriums keine "Scharia-Polizei", die über die Einhaltung islamischer Regeln wacht. Im Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags berichtete ein Referent für Krisenmanagement des Schulministeriums von einem Vorfall an einer Neusser Gesamtschule. Dort hätten drei Oberstufenschüler zwar versucht, andere Schülerinnen und Schüler in ihrer Religionsausübung zu beeinflussen. Jedoch: "Dieses Vorgehen mit dem Verhalten einer "Scharia-Polizei" zu bezeichnen, trifft nach Aussage der Schule den Sachverhalt in keinster Weise."
Die Schule habe die Situation zu keinem Zeitpunkt als Krise eingeschätzt, sagte der Referent. "Die Schulleitung betont, dass die Darstellung in der Presse so nicht der Wahrheit entspricht." Auf ihrer Homepage beklagen Schüler und Lehrer der Gesamtschule "Sensationsgier" und übertriebene Darstellung des Vorfalls in den Medien.
DB vergibt sie selbst: Note für die Bahn-Infrastruktur steht fest
Das kommt nicht unbedingt überraschend: Der Zustand des deutschen Schienennetzes, auf den viele Verspätungen zurückgehen, hat sich im Jahr 2022 weiter verschlechtert.
Die Deutsche Bahn vergibt der eigenen Infrastruktur eine Note von 3,01, wie aus dem jüngsten Netzzustandsbericht hervorgeht, den die neue Bahn-Gesellschaft InfraGo kürzlich veröffentlichte. Im Jahr zuvor lag die Note bei 2,93. Werte für 2023 liegen noch nicht vor.
Mehr als die Hälfte des bewerteten Netzportfolios habe sich im mittelmäßigen, schlechten oder mangelhaften Zustand befunden, heißt es in dem Bericht. "Der Zustand der Schieneninfrastruktur hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert, da nicht ausreichend Mittel zur Verfügung standen, um genügend Anlagen zu erneuern", schreibt InfraGo-Chef Philipp Nagl. Besonders anfällig waren die Strecken mit höchster Auslastung, die für Stabilität und Pünktlichkeit im gesamten Netz besonders wichtig sind.
Was ist dran an Erkältungsmythen?
Husten, Schnupfen, Halsschmerzen - unter diesen Symptomen leiden zur kalten Jahreszeit viele Menschen. Einige haben Corona, andere schlicht eine Erkältung oder einen grippalen Infekt. Doch warum erkälten wir uns eigentlich? Und welche Maßnahmen helfen wirklich? ntv Service begibt sich auf die Spur von Erkältungsmythen:
Begleitung beim Opernball: Richard Lugner sorgt für Überraschung
Eine Meldung aus der Reihe "total unwichtig, aber es interessiert trotzdem viele Menschen":
Schauspielerin Priscilla Presley begleitet den österreichischen Unternehmer Richard "Mörtel" Lugner zum Wiener Opernball. Das gab der 91-jährige Lugner auf einer Pressekonferenz in Wien bekannt. "Ihr Ehemann war ein berühmter Sänger", sagte Lugner. Priscilla Presley war sechs Jahre lang mit Elvis Presley verheiratet.
Aktuell läuft ein Film über die Beziehung der beiden in den Kinos. Sie freue sich sehr über die Einladung und die Möglichkeit, den berühmten Opernball zu besuchen, sagte die 78-jährige Presley in einer kurzen Video-Einspielung. Der Unternehmer bezahlt seit 1992 oft hochkarätige Prominente, damit sie ihn medienwirksam zum Opernball begleiten. Dieser findet mit rund 5000 Gästen am 8. Februar statt.
Bürgergeld ertragreicher als arbeiten? IFO hat klare Antwort
Hartnäckig hält sich mitunter das Gerücht, mit dem Bezug von Bürgergeld mehr in der Tasche zu haben als ein Geringverdiener. Das IFO-Institut widerspricht: Arbeit führt immer zu höheren Einkommen als Nichtstun. Wer arbeitet und alle zustehenden Sozialleistungen in Anspruch nehme, habe stets ein höheres verfügbares Einkommen als jemand, der nicht arbeitet und nur Sozialleistungen bekommt, wie die veröffentlichten Berechnungen des Münchner Instituts ergeben.
"Die von manchen Politikern aufgestellte Behauptung, wer nur Sozialleistungen beziehe, bekomme netto mehr als ein Geringverdiener, ist schlicht falsch", sagte der Leiter des IFO-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen, Andreas Peichl. "Dieser Fall ist deshalb ausgeschlossen, weil es die Freibeträge für Erwerbstätige bei der Anrechnung von Einkommen auf die Sozialleistungen gibt, um genau das zu verhindern", fügte IFO-Forscher Maximilian Blömer hinzu.
Kritiker führen jedoch auch an, dass es sich mitunter nicht lohne, für wenige Hundert Euro mehr im Monat 30 bis 40 Stunden die Woche arbeiten zu gehen. Oftmals wird deswegen eine Erhöhung des Mindestlohns gefordert.
Berlin: Immer mehr Crack wird in der Öffentlichkeit geraucht
Auf Berlins Straßen wird der Konsum der Droge Crack immer sichtbarer. Nach Angaben der Landessuchtbeauftragten Heide Mutter gibt es in der Hauptstadt bestimmte Plätze, "an denen sehr viel Crack im öffentlichen Raum konsumiert wird". Dazu zählen etwa der in Wedding gelegene Leopoldplatz oder der Görlitzer Park in Kreuzberg.
Konkrete Zahlen könne man jedoch nur schwer erfassen. "Wir haben kein System, um Menschen, die sich im öffentlichen Raum aufhalten, zu zählen", sagt Mutter. Crack gilt als günstige Substanz, die schnell süchtig macht. Die Droge wird auf Kokainbasis, oft vermischt mit Backpulver, hergestellt. In den Konsumräumen, in denen Abhängige unter medizinischer Aufsicht Drogen nehmen, beobachten Suchthilfe-Initiativen wie Fixpunkt ebenso eine Zunahme: "Wir sehen, dass Crack eine immer größere Rolle spielt", sagt Geschäftsführer Raphael Schubert.
Mann mit über 5 Promille am Steuer erwischt
Ein schwer betrunkener 45-Jähriger ist im Landkreis Northeim mit 5,53 Promille aufgegriffen worden. Der Mann soll seinen Wagen auf dem Grünstreifen am Parkplatz eines Supermarktes in Kalefeld festgefahren haben, wie die Polizei mitteilte.
Der 45-Jährige kam ins Krankenhaus und wurde vorsorglich stationär aufgenommen. Außerdem wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet, eine Blutprobe wurde ihm entnommen, sein Führerschein beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.
78-Jähriger wird zum Autobahn-Geisterfahrer und stirbt
Ein 78 Jahre alter Geisterfahrer ist bei einem Unfall auf der Autobahn 2 bei Magdeburg heute ums Leben gekommen. Der Mann war in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren, wie die Autobahnpolizei mitteilte.
Auf der Fahrbahn in Richtung Hannover stieß sein Wagen dann frontal mit einem Kleintransporter zusammen und streifte ein weiteres Fahrzeug. Der Falschfahrer starb noch an der Unfallstelle. Die Autobahn wurde in Richtung Hannover voll gesperrt. Weitere Informationen gab es zunächst nicht.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
das Wetter hält aktuell den Süden und Westen des Landes in Atem. Es gibt dringende Warnungen vor extremer Glätte, das Auto sollte man in vielen Regionen lieber stehen lassen. Auch fallen Hunderte Flüge in München und Frankfurt aus.
Was wird heute sonst noch so wichtig:
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir äußert sich zur Ernährungsstrategie der Bundesregierung, in der es auch um Regeln für an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit zu viel Fett, Zucker oder Salz geht
Das Medienhaus Correctiv stellt weitere Recherche-Ergebnisse zu "Rechtsextremer Geheimplan gegen Deutschland" vor. Die Enthüllungen um ein Treffen, an dem auch Rechtsextremisten teilnahmen, hatten zuletzt bundesweit für Aufsehen gesorgt
US-Präsident Biden empfängt führende Kongressmitglieder im Weißen Haus. Der Anlass dafür ist, dass in den Vereinigten Staaten die Freigabe neuer Militärhilfen in einem innenpolitischen Streit feststeckt, was Kiew große Sorge bereitet
Kommen Sie gut durch den Tag! Vor allem, wenn Sie von spiegelglatten Straßen oder einem Verkehrschaos betroffen sind. Bei Anregungen, Fragen oder Kritik bin ich per Mail erreichbar unter: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Hunderte Flüge in Frankfurt und München fallen aus
Das wurde bereits erwartet, sogar die Lufthansa selbst riet Reisenden gestern schon zum Bahnfahren: Am Frankfurter Flughafen fallen heute zahlreiche Flüge aufgrund der Warnungen vor Schnee und Glätte aus.
Wie eine Fraport-Sprecherin mitteilte, sind von 1047 geplanten Flügen bereits im Vorfeld 570 annulliert worden. Noch sei unklar, ob weitere hinzukommen, da man erst einmal die Wetterentwicklungen abwarten wolle. Passagieren empfehle man, sich vorab bei den Airlines über ihre Flüge zu informieren und bei Streichungen nicht zum Flughafen zu kommen.
Auch in München kommt es zu Ausfällen: Von rund 650 geplanten Starts und Landungen am Mittwoch seien mehr als 250 Flüge annulliert worden, sagte eine Sprecherin. Die restlichen Maschinen sollten nach vorläufigem Stand wie geplant starten oder landen. Ob es dabei bleibt, hängt nach Angaben des Flughafens von der weiteren Entwicklung ab.
Auto lieber stehen lassen: Dringende Warnung vor Extrem-Glatteis
Wer sich gleich mit dem Auto auf den Weg machen will, der sollte sich das vielleicht nochmal überlegen: Der Deutsche Wetterdienst warnt heute und in der Nacht zum Donnerstag vor Extrem-Glatteis in Teilen von Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Unterfranken. Es wird mit länger anhaltendem, gefrierendem Regen gerechnet. "Heute fällt im Süden anfangs teils Schnee, der aber in Regen übergeht und auf den gefrorenen Böden für spiegelglatte Straßen sorgen kann", sagt ntv-Meteorologe Rainer Buchhop.
Neben Glatteis kann es zu größerem Eisansatz an Vegetation und Gegenständen kommen. Es besteht laut Wetterdienst Eisbruchgefahr. Mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen sei zu rechnen, Autofahrten sollten am besten vermieden werden.
Chinas Bevölkerung schrumpft - und der Rückgang beschleunigt sich
Chinas Bevölkerung ist 2023 das zweite Jahr in Folge geschrumpft - und der Rückgang der Einwohnerzahl hat sich beschleunigt. Chinas nationale Statistikbehörde erklärte, Ende vergangenen Jahres hätten knapp 1,41 Milliarden Menschen in China gelebt. Das waren mehr als zwei Millionen weniger als Ende 2022. 2022, als China das erste Mal seit dem Anfang der 1960er-Jahre ein Schrumpfen seiner Bevölkerung registrierte, war die Einwohnerzahl um rund 850.000 Menschen zurückgegangen.
Im vergangenen Jahr gab China den Titel des bevölkerungsreichsten Landes der Welt an Indien ab. Hintergrund der Entwicklung in China sind sinkende Geburtenzahlen. Experten führen dies auf steigende Lebenshaltungskosten und die Tatsache zurück, dass mehr Frauen Jobs annehmen und ein Studium anfangen. China hatte 2016 die in den 1980er-Jahren angesichts von Befürchtungen vor einer Überbevölkerung eingeführte "Ein-Kind-Politik" abgeschafft.
Drei Polizisten bei Drogenrazzia festgenommen
Bei einer Drogenrazzia in Belgien sind 22 Verdächtige festgenommen worden, darunter drei Polizisten. An dem großangelegten Einsatz in der Hauptstadt Brüssel und der Hafenstadt Antwerpen waren rund 350 Beamte beteiligt, wie die belgische Polizei mitteilte. 45 Objekte wurden durchsucht. Demnach beschlagnahmten die Behörden bei der Razzia Bargeld, Luxusautos und eine Pistole.
Die Razzia richtete sich unter anderem gegen Drogenhändler, die Kokain über den Hafen von Antwerpen nach Europa schmuggeln wollten. Die Polizei erklärte, Schmuggler hätten das Kokain von Antwerpen aus mit Hubschraubern nach Großbritannien bringen wollen. Die Behörden hatten im Zuge ihrer Ermittlungen verschlüsselte Botschaften zwischen mutmaßlichen Drogendealern entziffern können.
Zwei Tote nach Schüssen in Wohnung gefunden
Liebe Leserinnen und Leser, wir starten den heutigen Tag mit einer traurigen Meldung: Bei einem Polizeieinsatz sind im saarländischen Beckingen zwei Personen tot aufgefunden worden. Am Dienstagabend erhielt die Polizei nach eigenen Angaben einen Anruf, nachdem Schüsse im Ortsteil Düppenweiler gefallen waren. Die Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos hätten darauf in der gemeldeten Wohnung zwei Personen leblos aufgefunden. Zu Tathergang oder Personalien konnte die Polizei bisher keine Angaben machen. Die Spurensicherung und die Ermittlungen dauerten am Mittwochmorgen noch an.