Das war Montag, der 6. Dezember 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Ihre Nikolaus-Wünsche haben sich genauso erfüllt wie der von Karl Lauterbach. Denn der erlebte heute die große Überraschung (von der er wohl bereits wusste): Der SPD-Gesundheitsexperte wird von Olaf Scholz zum designierten Bundesgesundheitsminister gemacht. Warum das Sinn ergibt, hat mein Kollege Volker Petersen aufgeschrieben. Ansonsten hat uns heute auch wieder die Corona-Pandemie beschäftigt. Warum die Omikron-Variante infektiöser sein könnte, können Sie hier nachlesen.
Das war heute auch noch wichtig:
"Begrenzte Auszeit" zum Neujahr: Weil erwägt Einschränkungen für Geimpfte
Partei nimmt Ampel-Vertrag an: Grüne finden Posten für verhinderten Hofreiter
Sieben Sozis für Olaf I.: Vier starke Frauen, doch Lauterbach ist Scholz' Star
Alarmiert von Fackel-Aufmarsch: Sachsens Innenminister will durchgreifen
Kommen Sie gut durch die Nacht!
Fall Ofarim: Ermittler und Experten sollen Vorfall in Leipziger Hotel rekonstruieren
Was passierte am 4. Oktober im Leipziger "The Westin"-Hotel? Der Sänger Gil Ofarim sagt, er sei wegen seiner Davidstern-Kette antisemitisch beleidigt worden. Die Mitarbeiter widersprechen. Mittlerweile beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft seit Wochen mit dem Fall - und greift zu aufwendigen Maßnahmen. Mithilfe eines Schauspielers soll der Vorfall in der Hotel-Lobby nachgespielt werden, berichtet der "Spiegel". Die Rekonstruktion soll mit den vorhandenen Überwachungskameras gefilmt werden. Dabei soll sich zeigen, ob Ofarims Davidstern-Kette sichtbar gewesen ist. Die neuen Aufnahmen sollen ein bereits vorliegendes Gutachten zu den gesicherten Aufnahmen der Überwachungskameras ausräumen oder bestätigen. Ermittler und Experten sollen laut "Spiegel"-Informationen die nachgestellten Aufnahmen mit denen vom 4. Oktober vergleichen. Dabei gehe es nicht nur um die Kette, jede Bewegung, die Ofarim in dem Überwachungsvideo gemacht hat, soll offenbar nachgestellt werden.
2022 steht in der EU unter einem besonderen Motto
"Cringe", "Sheesh" und "sus": Das wird man im nächsten Jahr häufiger aus Brüssel hören. Denn die EU macht 2022 zum "Europäischen Jahr der Jugend". Klingt erst mal gut, aber was bedeutet das genau? "Junge Menschen haben während der Pandemie viel Leid ertragen müssen. Ein Europäisches Jahr der Jugend würde ihre Bemühungen würdigen, die Rückschläge zu überwinden, die sie erlebt haben", teilen die EU-Länder am Abend mit.
Konkret soll die Mitsprache von Jugendlichen in der EU verbessert werden. Dafür soll es verschiedene Projekte geben. Und das lässt sich die EU auch einiges kosten. CDU-Europapolitikerin Sabine Verheyen sagt, für das Projekt habe das Parlament ein Mindestbudget von acht Millionen Euro gesichert. Die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, Petra Kammerevert, bekräftigt die Forderung nach einem Verbot unbezahlter Praktika, Ausbildungsplätze und Lehrstellen. Noch muss das von EU-Parlament und Mitgliedsstaaten formell gebilligt werden, aber das gilt als Formsache.
US-Milliardär darf für Rest seines Lebens keine Antiquitäten mehr kaufen
Zum ersten Mal verhänge seine Behörde einen solchen Bann, sagt der New Yorker Staatsanwalt Cy Vance: Der US-Milliardär Michael Steinhardt darf für den Rest seines Lebens keine Antiquitäten mehr kaufen. Der Grund: "Über Jahrzehnte hat Michael Steinhardt einen habgierigen Appetit für geplünderte Artefakte gezeigt, ohne Sorge über die Legalität seines Handelns", sagt Vance. Unter den Stücken sind beispielsweise Kunstwerke, Masken und Schüsseln. Der Investment-Banker hat die etwa 180 illegal erworbenen Antiquitäten nun wieder ausgehändigt. Insgesamt haben sie einen Wert von rund 70 Millionen US-Dollar (circa 62 Millionen Euro) und stammen unter anderem aus Syrien, Israel, Griechenland, Ägypten, Italien und der Türkei. Dorthin werden sie jetzt zurückgeführt.
"Die Lockdown-Macher": Berliner HU reicht wegen "Bild"-Bericht Beschwerde ein
Am Samstag titelte die "Bild"-Zeitung: "Experten-Trio für härtere Maßnahmen: Die Lockdown-Macher". Unter der Überschrift war ein Bild der drei Forschenden Viola Priesemann, Dirk Brockmann und Michael Meyer-Hermann zu sehen. Die Berliner Humboldt-Universität (HU) hat gegen diesen Bericht nun Beschwerde vor dem Deutschen Presserat eingereicht. Zur Begründung heißt es: "Den Leser:innen wird auf diese Weise suggeriert, Wissenschaftler:innen seien verantwortlich für Entscheidungen der Politik." Dies sei nicht der Fall. Das HU-Präsidium teilt weiter mit: "Diese Art der Berichterstattung ist weit entfernt von jeder journalistischen Redlichkeit."
Zudem hat eine Allianz von Wissenschaftsorganisationen zu mehr Sachlichkeit bei der Pandemie-Berichterstattung aufgerufen. Darunter zählen unter anderen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Max-Planck-Gesellschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Hochschulrektorenkonferenz. Bezüglich dieser Allianz teilte ein Sprecher der zum Axel Springer Konzern gehörenden "Bild"-Zeitung auf Anfrage in einem Statement mit: "Wir können die Kritik verstehen und nehmen sie ernst. Wissenschaftler verdienen unseren Respekt." Kritik an Wissenschaftlern und ihren Vorschlägen müsse möglich sein, "aber immer angemessen geübt werden".
Bahn kommt wieder pünktlicher, bleibt aber auf niedrigem Niveau
Für die Deutsche Bahn ist ein Zug pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten verspätet ist. Im abgelaufenen November galt das für rund 69,4 Prozent der Züge. Damit war der bundeseigene Konzern zwar mit zwei Prozentpunkten mehr etwas pünktlicher als noch im Oktober, doch die Quote bleibt auf niedrigem Niveau. Die Schwächephase im Oktober erklärte die Bahn mit einem Sturmtief am Ende des Monats und zahlreichen Baumaßnahmen wegen der Flutkatastrophe im Sommer.
Deutscher stellt ungewöhnlichen Weihnachtsrekord auf
Die einen haben sich noch nicht einmal Gedanken über Geschenke gemacht, für die anderen kann die Weihnachtszeit nicht früh genug beginnen. Thomas Jeromin aus Rinteln zählt ziemlich sicher zur zweiten Sorte. Der 55-Jährige bezeichnet sich selbst als "weihnachtsverrückt" und hat in seiner Wohnung einen ungewöhnlichen Rekord aufgestellt. Dort stehen nun auf rund 100 Quadratmetern 444 vollständig geschmückte Weihnachtsbäume.
Für Jeromin beginnt die Weihnachtszeit im August - dann beginnt er, die Plastikbäume vom Dachboden zu holen und mit den rund 47.000 Lichtern zu schmücken. Dabei kann es auch thematisch werden, etwa mit Star-Wars-Figuren und Quietsche-Entchen. Insgesamt sind es 72.000 Christbaumkugeln, der größte Baum misst 3,50 Meter. Und seit heute dürfen sich Thomas Jeromin und seine Frau Susanne Weltrekordhalter nennen - für die "meisten geschmückten Weihnachtsbäume an einem Ort".
USA verkünden diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in Peking
Die USA verkünden wegen der Menschenrechtsverletzungen in China einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking. Zu den Spielen im kommenden Februar werden keine Regierungsvertreter entsendet, teilt das Weiße Haus mit. US-Athleten dürfen aber weiterhin teilnehmen. Hintergrund seien der fortdauernde "Genozid" in der autonomen Region Xinjiang und andere Menschenrechtsverletzungen. Die US-Regierung sei der Meinung, dass auch durch diesen Schritt eine "klare Botschaft" ausgesendet werde.
Fast 70 Jahre angestellt: Queen trauert um enge Mitarbeiterin
Nur in den seltensten Fällen arbeiten zwei Menschen fast 70 Jahre zusammen. Eigentlich passiert das fast nie. Die Herzogin von Grafton, Ann Fortune FitzRoy, war 69 Jahre bei Queen Elizabeth II. angestellt. Sie starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 101 Jahren. Ann Fortune FitzRoy stammte aus einer wohlhabenden englischen Familie. 1953, im Jahr der Krönung der Queen, trat die Herzogin in den Dienst der Königin, zunächst als Lady of the Bedchamber, eine Art persönlicher Assistentin. Die Herzogin von Grafton wurde für die Queen über die Jahre eine enge Vertraute und Freundin. Die Königin war Taufpatin der zweiten Tochter der Herzogin. Zuletzt war sie als "Herrin der Roben" für Kleider und Schmuck der Königin verantwortlich.
Eher kein "Durchbruch": Kreml dämpft Erwartungen vor Ukraine-Gipfel
Die Lage an der ukrainischen Grenze ist angespannt. Kiew und die USA fürchten, dass Russland Anfang nächsten Jahres eine Invasion plant. Moskau weist das zurück. Weil es häufig besser ist, miteinander statt übereinander zu sprechen, machen das der US-Präsident Joe Biden und der russische Präsident Wladimir Putin morgen bei einem Videogipfel. Doch bereits im Vorfeld bremst der Kreml die Erwartungen: "Es ist schwierig, einen Durchbruch bei den Verhandlungen zu erwarten", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Das virtuelle Treffen sei aber schon ein Fortschritt: "Auch wenn sich unsere bilateralen Beziehungen immer noch in einem bedauernswerten Zustand befinden, gibt es in einigen Bereichen eine Belebung, einen beginnenden Dialog", sagt Peskow. "Auch wenn dieser Dialog derzeit nicht zu einheitlichen Positionen und Vereinbarungen führt, ist es trotzdem immer besser, miteinander zu sprechen."
Auftritt von Rechtsextremem Zemmour mündet in Prügelei
Der rechtsextreme Publizist Eric Zemmour verkündet seine Teilnahme an der Präsidentenwahl in Frankreich. Bei seiner ersten großen Wahlkampfveranstaltung kommt es zum Tumult: Fans des 63-Jährigen schlagen auf Gegendemonstranten ein. Auch Zemmour selbst wird angegriffen - und leicht verletzt.
Suspendiert: Der Kult-Star des deutschen Fußballs darf nicht mehr spielen
Paukenschlag beim Fußball-Drittligisten 1860 München: Kapitän Sascha Mölders ist suspendiert worden. Wie der Klub bekannt gab, werde der Stürmer "bis auf Weiteres nicht im Kader stehen". Nach einer "fortlaufenden Analyse der Entwicklung der vergangenen Wochen" habe das die sportliche Leitung um Trainer Michael Köllner entschieden. Mölders selbst äußerte sich kurze Zeit später auf Instagram. Er sei "schockiert", schrieb der 36-Jährige. Mölders steht seit 2016 bei 1860 unter Vertrag, sein Vertrag läuft noch bis 2022. In 18 Liga-Spielen in dieser Saison für München erzielte er bislang fünf Tore. Zuletzt hatte es für den Traditionsverein zwei Liga-Pleiten in Folge gegeben. Wie die "Münchener Abendzeitung" berichtet, soll Mölders zuletzt mehrfach mit anderen Spielern sowie Vereinsverantwortlichen aneinandergeraten sein.
Dieser Eintrag stammt aus dem Sport-Tag. Alles Wissenswerte über die Welt des Sports können Sie dort nachlesen.
80-jähriger Lotto-Spieler landet mit drei Richtigen Millionengewinn
Was würden Sie mit einer Million Euro machen? Für einen 80-jährigen Lotto-Spieler im Raum München haben drei richtige Zahlen gereicht, um als einer von dreien bei einer bundesweiten Sonderauslosung gezogen zu werden. Der Rentner hat bereits eine klare Idee, was er mit der Million machen will: "Ich brauche in meinem Alter das Geld nicht mehr so sehr", sagt er. Deshalb will der 80-Jährige gemeinnützige Organisationen und Verwandte unterstützen. Einen großen Wunsch möchte er sich dann aber doch erfüllen: eine Luxuskreuzfahrt.
Die beiden anderen Millionengewinne aus der Sonderauslosung gehen Lotto-Angaben zufolge nach Baden-Württemberg. Auf allen drei Tippscheinen hatten die jeweiligen Besitzer bei der Samstagsziehung vom 4. Dezember drei richtige Gewinnzahlen angekreuzt.
Dax mit starkem Endspurt - 211 Punkte mehr
Erholung am Vormittag, Schwäche am Mittag, wieder Zugewinne am Nachmittag: Der deutsche Aktienmarkt hat einen ordentlichen Wochenbeginn hingelegt. Dennoch blieb es im Handel volatil, und auf dem Frankfurter Parkett ging man davon aus, dass die Volatilität zunächst hoch bleiben wird. Positiv wirkten Informationen zur Omikron-Variante des Coronavirus. "Anleger sind von den Ergebnissen einer kürzlich durchgeführten Studie ermutigt, die ergab, dass Omikron weniger schwere Covid-19-Infektionen verursacht", so ein Marktteilnehmer.
Die Industrie-Auftragseingänge in Deutschland sind unterdessen im Oktober unerwartet massiv eingebrochen. Laut Commerzbank zeigt es sich mehr und mehr, dass der Auftragsboom in der Industrie zumindest vorerst zu Ende sei.
Der Dax schloss 1,4 Prozent höher bei 15.381 Punkten, womit der Leitindex heute 211 Zähler hinzugewann. Sein Tageshoch lag bei 15.415 Punkten. Entscheidend ist aber, dass der Dax die 200-Tagelinie bei 15.423 Punkten überwindet, um weiteres Aufwärtspotenzial zu eröffnen. An der Marke ist er in der jüngsten Vergangenheit bereits mehrfach gescheitert. Der EuroStoxx50 notierte 1,5 Prozent höher bei 4143 Stellen.
Deutsche Bank gewannen vier Prozent. JP Morgan hatte sie von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Der Konzern habe die 2019 vorgestellte Umbaustrategie unter dem aktuellen Management konsequent umgesetzt, schrieb Analyst Kian Abouhossein. Die Erträge stabilisierten sich, und der Kostenplan trage Früchte.
Delivery Hero verloren 2,6 Prozent. Der Essenslieferant scheiterte vorerst auch bei einem zweiten Übernahmeversuch des Konkurrenten The Chefz in Saudi-Arabien an den Wettbewerbshütern. Auch andere "Stay at Home"-Aktien wie jene des Kochboxenversenders Hellofresh und des Online-Modehändlers Zalando gaben um 2,7 beziehungsweise 1,6 Prozent nach. Beim Laborzulieferer Sartorius nahmen die Anleger weitere Gewinne mit, die Titel verloren 3,6 Prozent und lagen damit am Dax-Ende.
Dieser Eintrag ist vorher im Börsen-Tag erschienen. Dort können Sie alles nachlesen, was rund um den Dax wichtig ist.
Ungeimpfter Omega-Frontmann stirbt nach Corona-Infektion
Anfang November wird die ungarische Rocklegende Janos Kobor in ein Budapester Krankenhaus eingeliefert. Die Ursache soll laut Medienberichten eine Covid-Erkrankung gewesen sein. Die Sorge bei den Fans ist groß, sein Zustand galt als kritisch. Nun gibt es die traurige Nachricht: Der Frontmann von Omega ist im Alter von 78 Jahren gestorben, wie die staatliche Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf das Management der Band berichtet.
Omega gilt als eine der erfolgreichsten Bands der ungarischen Pop-Geschichte. Im damaligen Ostblock genoss sie Kultstatus, ihre Konzerte wurden mit denen der Rolling Stones verglichen. Legendär sind die Konzerte von 1982 im Berliner Plänterwald, als Omega im strömenden Regen ohne Bühnenüberdachung vor 35.000 Fans spielte. Wegen Konflikten mit der DDR-Bürokratie trat die Band danach kaum noch in der DDR auf. In einem Interview sagte Kobor, dass er nicht geimpft sei, weil er sein Immunsystem für stark genug halte. Er hinterlässt seine Ehefrau, die gemeinsame 14-jährige Tochter und einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe.
Jugendliche brechen in Schule ein - 150.000 Euro Schaden
Für gewöhnlich ist ein Schulgebäude am Sonntag leer. Das dachten sich auch acht Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren. Deshalb sind sie gestern in eine Realschule im nordrhein-westfälischen Eschweiler eingebrochen, die gerade renoviert wird. Jedoch haben sie die Rechnung ohne ihre Lehrer gemacht. Einige waren zufällig auf dem Schulparkplatz, und ihnen ist der Lichtschein im Gebäude aufgefallen.
Doch da hatten die Jugendlichen schon einiges an Chaos (und einen Schaden von geschätzt 150.000 Euro) angerichtet:
Die Scheiben von zwei Dutzend neu eingesetzten Fenstern und Türen sollen mutwillig eingeworfen worden sein.
Zudem sollen mehrere Feuerlöscher entleert worden sein.
Vor einem Klassenzimmer wurde laut Polizeibericht ein Haufen Müll gestapelt und angezündet. Das Feuer hätten die Tatverdächtigen jedoch selbst wieder schnell gelöscht.
Die Aktion wird für die drei Jungen und fünf Mädchen ein Nachspiel haben: Die Schulleitung wurde über den Vorfall informiert und auch die Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf.
Haftstrafe gegen Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi verkürzt
Am Morgen wird die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu vier Jahren Haft verurteilt. Nun verkürzt die Militärjunta wenige Stunden später das Strafmaß der Friedensnobelpreisträgerin auf zwei Jahre. Wie staatliche Medien berichten, bleibt der 76-Jährigen sogar das Gefängnis erspart, sie könne die Zeit im Hausarrest verbringen. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Vorwürfen der Anstiftung zum Aufruhr und der Verletzung von Corona-Maßnahmen. Seit dem Putsch der Generäle Anfang Februar steht die Politikerin unter Hausarrest. Insgesamt droht ihr nach Angaben von Beobachtern eine jahrzehntelange Haft.
Mehr als 100 tote Katzen bei Rentner in Frankreich entdeckt
Im französischen Nizza wird ein grausiger Fund gemacht. Nachdem ein 81-Jähriger ins Krankenhaus eingewiesen wurde, bittet er seine Angehörigen, nach seinen Katzen zu schauen. Was sie, zwei Tage nachdem der bettlägerige Rentner das Haus verlassen hat, vorfinden, ist nichts für schwache Nerven: Mehr als 100 tote Katzen - teils verwest, teils mumifiziert - befanden sich in Holzkisten und Plastikdosen, berichtet die Zeitung "Nice-Matin".
Den ganzen gestrigen Sonntag verbrachten Tierschützer damit, die Kadaver zu bergen. Der Rentner lebte seit dem Umzug seiner Schwester in ein Altenheim zu Anfang des Jahres alleine in dem Haus. Zwar sollen die Angehörigen einen Sozialdienst beauftragt haben, aber vor Ort hatte offenbar niemand nach dem Rechten gesehen.
Scholz' Kabinett sorgt für Unmut in Bayern
Das neue Kabinett des kommenden Bundeskanzlers Olaf Scholz ist noch nicht einmal im Amt, da gibt es großen Unmut in München. CSU-Generalsekretär Markus Blume hat sich darüber beschwert, dass keiner der Ministerinnen und Minister aus der Ampel-Regierung aus Bayern kommt. "16 Prozent der Deutschen sind Bayern, aber bayerische Minister: Fehlanzeige", kritisierte Blume. "Bayern sitzt im Kabinett Scholz nur auf der Ersatzbank."
Jetzt könnte man natürlich dagegenhalten, dass der Freistaat im letzten Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel deutlich überrepräsentiert war. Von den 15 Ressorts gingen 3 an die CSU (Horst Seehofer als Innenminister, Andreas Scheuer als Verkehrsminister und Gerd Müller als Entwicklungsminister), damit gingen 20 Prozent der Posten an 16 Prozent der Deutschen. Zum Vergleich: Im neuen Scholz-Kabinett kommen mit der designierten Umweltministerin Steffi Lemke von den Grünen und der designierten Bauministerin Klara Geywitz von der SPD nur zwei Personen aus Ostdeutschland.
Mit "Music was my first love" weltberühmt: John Miles ist tot
Den Song, mit dem John Miles seinen großen Durchbruch schaffte, kennt eigentlich jeder. 1976 wird er mit den Zeilen "Music was my first love" weltberühmt und sorgte bei vielen bis heute für einen Ohrwurm. Nun bestätigt sein Management die Nachricht, dass Miles nach kurzer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben ist. Seine Familie erinnert an ihn mit der ersten Zeile aus eben seinem großen Welt-Hit: "You were our first love and will be our last." ("Du warst unsere erste Liebe und wirst unsere letzte sein.").
Grüne machen Weg für Ampel frei
Die letzten Ministerposten sind inzwischen geklärt, und nun nimmt die Ampel die nächste Hürde: Nach SPD und FDP haben auch die Grünen dem Koalitionsvertrag für eine gemeinsame Bundesregierung zugestimmt. Insgesamt sprachen sich 86 Prozent der 71.150 gültigen Stimmen der Grünen-Mitglieder für den Koalitionsvertrag und die vom Parteivorstand beschlossene Besetzung der Grünen-Kabinettsposten aus, das teilt der Politische Geschäftsführer Michael Kellner in Berlin mit.
Schichtwechsel
Während meine Kollegin Sabine Oelmann in den kalten, grauen Berliner Nachmittag entschwindet, haue ich bis zum Abend in die Tastatur. Mein Name ist Sebastian Schneider, bei Fragen und Anmerkungen schreiben Sie mir gerne unter dertag@n-tv.de.
Los geht's!
The Cure kommen 2022 nach Deutschland
Sofern uns Corona keinen Strich durch sämtliche Rechnungen macht, haben wir 2022 hoffentlich wieder das Vergnügen im Hinblick auf unbeschwertere Zeiten - obwohl, für "unbeschwert" steht folgende Band ja nun nicht gerade: Die britischen Rock-Waver The Cure kommen im Rahmen ihrer Europatournee 2022 im Herbst auch nach Deutschland.
Die Musiklegenden werden sieben Arena-Shows in Deutschland spielen. Auftakt der Deutschlandkonzert-Reihe ist am 16. Oktober in Hamburg , in Köln endet der Spaß dann am 22.11.2022. Insgesamt stehen 44 Konzerte in 22 Ländern an. Die Live-Show verspreche emotionale Momente aus allen Schaffensperioden der Band - und neue Songs! Denn die Band, die ihre größten Erfolge in den 80er und 90er Jahren feierte, hat dann auch ein neues Studioalbum im Gepäck.
Zu den größten Hits der Band um Frontmann Robert Smith zählen "Lullaby", "A Forest", "Boys Don't Cry" und "Friday I'm In Love".
Altern in Würde? Monica Bellucci weiß, wie es geht
Schiefe Augenbrauen, ein Mund wie der Joker, am Ende eine irreparable Fratze, lächerliche Verkleidungen - manche Menschen schaffen es einfach nicht, in Würde zu altern. Anders Monica Bellucci: Die italienische Diva hat so überhaupt keine Lust, sich zum Affen zu machen und der Jugend ewig nachzueifern. Die Schauspielerin zieht es vor, sich vor dem Alter nicht zu fürchten. Die 57-Jährige bevorzuge es, "auf friedliche Weise alt zu werden", wie sie der "Sunday Times" verrät.
"Es gibt so viele Frauen, die sich frei fühlen, auf andere Art und Weise alt zu werden", sagt die Exfrau von Vincent Cassel. Sie betrachte das Altern lieber "sachlich". Auch mit Sport und Diäten nimmt es die Italienerin offenbar gelassen: "Ich war schon immer eine kurvige Frau, noch nie so dünn, das ist meine Natur", sagt sie. Statt diszipliniertem Training und strenger Ernährung bevorzuge das ehemalige Bondgirl Wein und Pasta. Hin und wieder gehe sie aber zum Pilates und mache "ein bisschen Diät", wenn es der Beruf verlange.
Die Frage ist doch: Lieber tot oder älter, denn eine Alternative zum Altern gibt es ja nicht. "Wir können nichts dagegen tun. Wir haben Glück, denn wenn wir alt werden, bedeutet dies, dass wir ein langes Leben haben", so Bellucci.
Trauriger Rekord: Zoll entdeckt Mann mit einem Kilo Kokain im Körper
Mit mehr als einem Kilogramm Kokain versteckt in seinem Körper ist ein 39-Jähriger bei Köln vom Zoll aufgegriffen worden. Der Mann habe sich Ende November in einem Reisebus auf dem Weg von Brüssel über Köln und München nach Kroatien befunden, berichten die Zöllner. Bei der Überprüfung der Fahrgäste auf einem Rastplatz bei Bad Honnef sei der Mann aufgefallen - mit widersprüchlichen Angaben zu seiner Reise, seinem nervösen Verhalten und dem auffallend geringen Gepäck.
Ein Drogentest an den Handinnenflächen reagierte positiv auf Kokain. "Die Röntgenaufnahme in einem nahe gelegenen Krankenhaus bestätigte letztendlich den Verdacht. Der komplette Magen-Darm-Trakt des Mannes war voll mit Drogenpäckchen, sogenannten Bodypacks", berichtete ein Zoll-Sprecher. Insgesamt seien 72 dieser Päckchen entdeckt worden, gefüllt mit jeweils knapp 14 Gramm der Droge. Der Mann hatte sie geschluckt. "Mehr als ein Kilogramm Kokain versteckt im Körper ist für uns ein neuer trauriger Rekord", so der Sprecher. Wenn nur ein Päckchen aufgegangen wäre, wäre das Leben des Mannes nicht mehr zu retten gewesen.
Was machen Lanz und Will, wenn Lauterbach nun keine Zeit mehr hat?
Lauterbach wird Minister und das Netz dreht durch - ein kurzer Überblick:
Mal eben 'ne schnelle Sonnenfinsternis zur Mittagspause?
Also, nur am Südpol, und auch nur als Film, aber spektakulär! In der Region rund um den Südpol geht die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht unter. Dennoch wurde es jetzt für kurze Zeit dunkel in der Antarktis. Grund dafür: eine totale Sonnenfinsternis, die nur alle paar Jahre auftritt.
Lagerfeld-Versteigerung bringt 9,5 Mio Euro
Accessoires des 2019 gestorbenen deutschen Modezars Karl Lagerfeld haben bei einer Versteigerung in Monaco mehr als 9,5 Millionen Euro erbracht. Insgesamt wurden bei der dreitägigen Auktion, die am Sonntag zu Ende ging, 443 Lose angeboten. 436.000 Euro wurden für einen Rolls Royce Phantom geboten, wie das Auktionshaus Sotheby's auf seiner Homepage mitteilte. Des Weiteren wechselten neun Paar Lederhandschuhe für über 22.000 Euro den Besitzer.
Die Versteigerung in Monaco bildete den Auftakt der "Karl Lagerfeld's Estate"-Auktionen. Die über 1000 Möbel, Kunstwerke und Accessoires stammen aus den verschiedenen Residenzen, insbesondere aus Lagerfelds Wohnung in Millefiori in Monaco und aus dem Schloss Louveciennes in Frankreich.
In Paris findet die Fortsetzung am 14. und 15. Dezember statt, in Köln ist sie im Frühjahr 2022 geplant.
Svenja Schulze: "Große Ehre, im ersten Kabinett Scholz dabei zu sein"
Die designierte Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze, freut sich nach eigenen Angaben auf die künftige Aufgabe. "Es ist mir eine große Ehre, im ersten Kabinett Scholz den Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Entwicklungspolitik zu verantworten", so Schulze bei der Vorstellung der künftigen Ministerinnen und Minister.
Die Entwicklungspolitik habe eine lange Tradition in der SPD, sagte Schulze. Sie habe sich im Amt der Bundesumweltministerin, das Schulze seit März 2018 innehatte, in Deutschland für die nötige Transformation in der Klimapolitik eingesetzt. In ihrem künftigen Amt als Entwicklungsministerin gehe es um "internationale Solidarität" und globale Aufgaben. "Das ist eine große Ehre. Und ich bin sehr froh, dabei sein zu können."
Scholz würdigte ihre bisherige Arbeit: "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Svenja Schulze genau die richtige Ministerin für diese Aufgabe ist." Schulze habe als Bundesumweltministerin gezeigt, dass sie das internationale Parkett beherrsche.
Lauterbach: "Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen!"
Der künftige Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach, hat sich optimistisch gezeigt, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten, so der SPD-Politiker am Montag in Berlin, nachdem er vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz als künftiger Gesundheitsminister vorgestellt wurde. "Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur (...) Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen", glaubt der 58-jährige Nordrhein-Westfale.
Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen. "Mit uns wird es keine Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben." Für weitere Pandemien werde man besser gerüstet sein. Auf Nachfrage, welche Akzente er in der Pandemiebekämpfung setzen wolle und welche Rolle Corona für das kommende Weihnachtsfest spielen werde, sagte er: "Also ein wichtiges Ziel muss sein, die Fallzahlen so stark herunterzubringen, dass wir, ohne die Menschen zu gefährden, Reisen empfehlen können. Darauf werden wir Wert legen, großen Wert legen." Der Bundestagsabgeordnete bedankte sich mit Blick auf sein zukünftiges Amt für das Vertrauen seiner Partei und für die "vielen zustimmenden Worte", die er aus der Bevölkerung erhalten habe.
Scholz sagte bei der Vorstellung Lauterbachs: Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei. "Und deshalb haben sich, anders kann man das gar nicht sagen, bestimmt die meisten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes gewünscht, dass der nächste Gesundheitsminister vom Fach ist, es wirklich gut kann und dass er Karl Lauterbach heißt. Er wird es."
Kühnert will kein Sklave des Koalitionsvertrages sein
Der designierte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert will sich für politische Ziele auch über den Koalitionsvertrag der künftigen Ampel-Regierung hinaus einsetzen. "Unsere Aufgabe ist mehr, als uns einfach nur sklavisch an einen Koalitionsvertrag zu binden und den in so einer etwas beamtigen Art abzuarbeiten", sagt er im Deutschlandfunk. "Sondern wir müssen offen sein für gesellschaftliche Debatten, die sich auftun, für Dinge, die die Politik noch nicht genug aufgegriffen hat, für soziale Bewegungen und Impulse von außen. Und das ist dann auch Aufgabe der Partei SPD, derjenigen, die jenseits der Regierung Verantwortung tragen, beispielsweise eines Generalsekretärs. Und auf die Aufgabe freue ich mich."
Auch im Koalitionsvertrag gebe es Punkte, die im Laufe der Wahlperiode noch einer genauen Ausdefinierung bedürften, erklärte Kühnert weiter. Es sei auch vereinbart, dass die mietrechtlichen Maßnahmen noch einmal überprüft würden. "Deswegen muss man sich ja dahinterklemmen, dass es nicht bei einem Prüfauftrag bleibt, sondern dass man auch im Grunde mit der Öffentlichkeit darauf hinwirkt, dass alle in der Koalition und darüber hinaus die Notwendigkeit zusätzlichen Handelns begreifen." Das gilt nach seinen Worten aber nicht für das Thema Steuererhöhungen und Vermögensverteilung. Da sei im Koalitionsvertrag nicht mehr möglich gewesen.
Alec Baldwin deaktiviert Twitter-Account
Mehr als sechs Wochen nach dem tödlichen Schuss an einem Filmset hat Hollywood-Star Alec Baldwin seinen Twitter-Account deaktiviert. Der verifizierte Account @alecbaldwin war am Montagmorgen nicht mehr aktiv. Der Instagram-Account des Schauspielers blieb hingegen weiterhin aktiv.
Bei dem Dreh für den Western "Rust" auf einer Filmranch in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico wurde am 21. Oktober die Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen. Hauptdarsteller Baldwin hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene benutzt. Die noch laufenden Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Die Polizei prüft derzeit, wie es dazu kommen konnte.
In einem letzte Woche ausgestrahlten Interview mit dem Sender ABC sprach Baldwin erstmals ausführlich über den Filmset-Vorfall. Er könne es immer noch nicht glauben, dass das passiert sei.
O Tannenbaum - in Wales gratis ab 2022
Im Kampf gegen den Klimawandel will die Regierung des britischen Landesteils Wales jeden Haushalt mit einem eigenen Baum versorgen. Die Bürger können den Baum entweder selbst einpflanzen oder dies der Umweltschutzorganisation Coed Cadw überlassen. So oder so: Er soll nichts kosten. In Wales gibt es 1,38 Millionen Haushalte.
Die Gratis-Bäume können von März 2022 in fünf regionalen Zentren abgeholt werden, wie die Regierung am Montag in Cardiff mitteilte. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf zwei Millionen Pfund (2,34 Mio Euro) geschätzt. Damit will die Regierung die Waliserinnen und Waliser motivieren, in Zukunft von sich aus Bäume zu pflanzen. Vize-Klimaminister Lee Waters sagte: "Wir müssen viel mehr Bäume pflanzen, um unsere Klimaziele bis zum Ende dieses Jahrzehnts zu erreichen - dafür brauchen wir zusätzlich in Wales 86 Millionen Bäume." Das sei eine große Herausforderung. Auch Landbesitzer spielten dabei eine wichtige Rolle. Zehn Prozent des walisischen Farmlandes müssten in Wald umgewandelt werden.
Scholz will Lauterbach, Lambrecht und Faeser
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach soll Bundesgesundheitsminister werden. Dies sehe der Personalvorschlag des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz für die Ministerriege der Sozialdemokraten vor, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von Insidern.
Die bisherige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht wird in der neuen Bundesregierung unter dem designierten Bundeskanzler Olaf Scholz Verteidigungsministerin. Dies sehe der Personalvorschlag von Scholz für die SPD-Ministerriege vor.
Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser soll die erste deutsche Bundesinnenministerin werden. Demnach soll Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) im Amt bleiben.
Das Wetter am Nikolaustag
So isses: Kurze Wetterberuhigung, ab Dienstag meist wechselhaft, teils mit Schnee.
Gewagte (weil weit weg) Prognose: Am Wochenende milder.
Genauer: Hoch XAVIELLE über Nordosteuropa sorgt heute in Deutschland vorübergehend für eine Wetterberuhigung. Lediglich der Südosten wird noch von einem ausgeprägten Tief über Südosteuropa beeinflusst. In der Nacht zieht Tief GERRIT von Westen her mit seinen Fronten auf, die einige Niederschläge bringen. Diese verlagern sich im Laufe des Tages weiter ostwärts und schwächen sich dabei deutlich ab.
So wird's: Am Mittwoch folgt Tief HARRY mit weiteren Niederschlägen. Auch in den kommenden Tagen bleibt es wechselhaft. Am Wochenende und in der neuen Woche wird es mild und verbreitet fällt Regen. Auch der Wind frischt im Norden deutlich auf.
Nochmal zum Mitschreiben: Heute viele Wolken, im Südosten etwas Schnee, sonst meist trocken. Im Nordosten teils freundlich. Maximal -2 bis +5 Grad.
Königin Maxima sucht ihren Ring, und Amalia wird 18
Königin Máxima ist genervt: "Amalia, wo ist mein Ring?" ruft sie aus ihrem Ankleidezimmer im Palast. Sie zieht sich gerade um für einen Galaempfang, und da hat ihre älteste Tochter doch mal wieder mit der Schmuckschatulle gespielt. Fröhlich erzählt Kronprinzessin Amalia diese Anekdote im Gespräch mit der Kabarettistin Claudia de Breij. Die schrieb jetzt im Auftrag des Hofes ein Porträt der Kronprinzessin zu deren 18. Geburtstag. Das ist Tradition am Hofe. Am 7. Dezember wird Catharina-Amalia Beatrix Carmen Victoria 18 Jahre alt. Dann könnte sie Königin werden. Und eins ist auf jeden Fall schon sicher: Amalia ist verrückt nach Glitzer und Glamour: "Ich liebe Diademe." Mit dem Buch sollen die Bürger ihre künftige Monarchin kennenlernen. Seit ihr Papa, König Willem-Alexander, sie im Dezember 2003 stolz dem Volk präsentiert hatte, wuchs Amalia abgeschirmt von neugierigen Blicken auf - gemeinsam mit ihren Schwestern Alexia (16) und Ariane (14). Das Volk sah sie praktisch nie, bis auf die obligatorischen Fototermine. Dann winkte und lächelte sie wie ein Profi.
Sie hat auch schon die Schattenseiten des Prinzessinnenlebens erlebt. Aufdringliche Reporter oder gehässige Kommentare im Netz zu jedem Pickel, jedem Pölsterchen, jeder Bemerkung. Das muss man aushalten können. Amalia redet regelmäßig mit einem Psychologen: "Ich finde das kein Tabu und habe kein Problem, das öffentlich zu sagen", sagt sie. Den Eltern ist es wichtig, dass ihre Älteste psychisch stabil bleibt. Und das ist gelungen - die Oranje-Prinzessin wirkt fröhlich, intelligent und humorvoll. Fast ein ganz normales holländisches Mädchen. Sie findet das Buch zum 18. Geburtstag übrigens heillos übertrieben. "Was hab' ich denn schon geleistet?" Im Juni machte sie ihr Abitur mit Auszeichnung, sie reitet auf ihrem Pferd Mojito, geht aus, shoppt gern mit der Mama, genießt die Familienbesuche in Argentinien und die Ferien in der königlichen Villa in Griechenland. Und sie singt - und das auch noch gut, wie die Autorin überrascht feststellt. Sollte ihrem Vater jetzt jedoch etwas zustoßen, dann würde die Thronfolgerin ihre Mutter Máxima bitten, den Job für ein paar Jahre zu machen.
Vier Jahre Haft für 76-jährige Aung San Suu Kyi
Im Prozess gegen die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Myanmar sind die ersten Urteile gefallen: Ein Sondergericht in der Hauptstadt Naypyidaw sprach die 76-Jährige am Montag in zwei Anklagepunkten schuldig und verurteilte sie zu vier Jahren Haft. Konkret gehe es dabei um die Vorwürfe der Anstiftung zum Aufruhr und der Verletzung von Corona-Maßnahmen heißt es aus Myanmar. Journalisten waren im Gericht nicht zugelassen. Suu Kyis Anwälten war Mitte Oktober ein Redeverbot erteilt und jede Kommunikation mit Medien, Diplomaten, internationalen Organisationen und ausländischen Regierungen untersagt worden.
Suu Kyi steht seit dem Militärputsch von Anfang Februar unter Hausarrest. Ob die Friedensnobelpreisträgerin tatsächlich ins Gefängnis muss oder im häuslichen Arrest verbleiben darf, war zunächst unklar. Die Justiz wirft ihr noch mehrere weitere Vergehen vor, darunter Verstöße gegen die Außenhandelsgesetze und Korruption. Insgesamt könnten ihr im schlimmsten Fall bis zu 100 Jahre Haft drohen, so Verfahrensbeobachter.
Menschenrechtsexperten sprechen von einem Schauprozess und vermuten, dass die Junta die beliebte Politikerin auf diese Weise langfristig zum Schweigen bringen will. Die Verfahren gegen Suu Kyi und den entmachteten Präsidenten Win Myint hatten Mitte Juni begonnen. Win Myint wurde am Montag wegen der gleichen Vorwürfe ebenfalls zu vier Jahren Haft verurteilt.
Schöne Grüße von Micky und Gerhard
Dem gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen: Einen schönen Advent euch und Ihnen und da der zweite nun schon vorbei ist: einen schönen Nikolaustag mit zwei bestens gelaunten Paaren!
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. Das Wichtigste mal vorneweg: Schuhe geputzt? Denn wenn Sie brav waren, dann kommt heute der Nikolaus zu Ihnen. Sie glauben nicht an den ganzen Quatsch? Dann gehen Sie mal vor die Tür! Und wenn Sie heute nicht vor die Tür gehen wollen, dann auch nicht schlimm, das Wetter ist eher so mäßig. Mein Name ist Sabine Oelmann und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit den Nachrichten des Tages. Wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen wollen, dann besteht unter DERTAG@N-TV.DE die Möglichkeit dazu.
Wir blicken nach Myanmar, wo die entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Sie sei wegen des Vorwurfs des Aufrufs zur Gewalt und wegen des Verstoßes gegen Corona-Auflagen schuldig gesprochen worden. Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 war im Februar nach einem Militärputsch festgenommen worden, die nun regierende Militärjunta überzog sie mit einer Reihe von Anschuldigungen.
In Österreich wird Karl Nehammer als neuer Bundeskanzler vereidigt
Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache präsentiert neue Wörter: Das Thema "Corona" hat auch dieses Jahr unseren Wortschatz stark geprägt, aber auch unabhängig davon ist Sprache stetig im Wandel. Neue Trends, zentrale gesellschaftliche Debatten und technische Innovationen hinterlassen Spuren in unserem Wortschatz.
Eine Gruppe als Weihnachtsmänner verkleideter Motorradfahrer macht sich trotz Corona erneut auf PS-starke Spendentour für ein Kinderhospiz: Die Biker mit Mütze und Rauschebart besuchen seit 2015 am Nikolaustag unter anderem Kindergärten und Schulen und sind ein Phänomen in der Südpfalz. Im vergangenen Jahr sammelten die "Harley Davidson Riding Santas" rund 78.000 Euro.
Die fünf Toten - eine Familie - in Königs-Wusterhausen geben weiterhin Rätsel auf, was dort passiert sein kann. Ermittler haben zumindest eine erste Spur.
Britische Polizei: Vergewaltiger und Mörder statt Freund und Helfer?
Das Vertrauen in die britische Polizei ist auf einem Tiefpunkt, und bisher ist ein Ende der Krise nicht abzusehen. Im Mittelpunkt steht die größte Polizeikraft des Landes, die Londoner Metropolitan Police. Einst als Scotland Yard mit einem Ruf wie Donnerhall, deren Beamte als Helden gelten und in der Literatur besungen werden, hat das Image dramatisch gelitten. Es sind gleich mehrere Fälle, die das gesamte Land erschüttert haben, und in allen geht es um weibliche Opfer. Auslöser ist vor allem der Mord an Sarah Everard. Im März verschwindet die 33-Jährige in Südlondon spurlos, eine Woche später wird ihre Leiche entdeckt. Der Täter: Ein Polizist der Met. Er hatte die junge Frau unter Vorspielung einer Kontrolle verschleppt, vergewaltigt und ermordet. In derselben Einheit diente ein Mann, gegen den derzeit ein Verfahren läuft - er soll mehrere Frauen sexuell missbraucht haben.
Heute folgt die Urteilsverkündung gegen zwei Met-Beamte, die nach einem internen Verfahren bereits gefeuert wurden. Sie waren eingeteilt, um den Ort eines satanistischen Doppelmords an zwei Schwestern abzuschirmen - und nutzten ihre Position, um mit ihren Handys Fotos der Leichen und Selfies mit den Opfern zu machen und in Chatgruppen zu teilen. "Tote Vögelchen", schrieben sie unter anderem dazu. "Ihre Handlungen sind beschämend", kritisiert Assistant Commissioner Helen Ball, die dritthöchste Beamtin der Met Police, die beiden Beamten. Doch trotz der internen Ermittlungen: Die Mutter der ermordeten Schwestern ist empört und hat sich Londons Polizeichefin Cressida Dick vorgeknöpft. "Es ist Zeit für sie, zu gehen." Es ist nicht das erste Mal, dass Dick, sowohl die erste Frau als auch die erste offen homosexuell lebende Person in diesem Amt, in der Kritik steht.
Doch die Bobby-Krise geht weit über London hinaus, das Vertrauen sinkt seit 18 Monaten. Immer wieder gibt es Vorwürfe, die Met sei frauenfeindlich, homophob und rassistisch. In den vergangenen elf Jahren gab es gegen mehr als 750 Beschäftigte der Met Police Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens. Dutzende wurden entlassen.
Umgang mit Steuerskandalen in der Schweiz und Deutschland - etwas völlig anderes
In Deutschland wird der Stuttgarter Anwalt Eckart Seith als Aufklärer in einem der größten Steuerbetrugsskandale mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften gefeiert. In der Schweiz wird er wegen Wirtschaftsspionage verfolgt. Weil sich Seith interne Dokumente der in Cum-Ex-Geschäfte verwickelten Schweizer Bank J. Safra Sarasin besorgte und an deutsche Ermittler weitergab, wird ihm "wirtschaftlicher Nachrichtendienst" vorgeworfen. In dieser Woche steht Seith in einem Berufungsverfahren vor dem Obergericht in Zürich. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. Seith wurde 2019 zwar vom Vorwurf der Wirtschaftsspionage freigesprochen, das Gericht verurteilte ihn aber wegen eines Randaspekts zu einer Geldstrafe auf Bewährung. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Seith gingen in Berufung, sodass das Verfahren jetzt neu aufgerollt wird.
"Wir sind mit einem der größten Wirtschaftsverbrechen der europäischen Nachkriegszeit konfrontiert", sagt Seith, "und die Schweizer Justiz bekämpft die Aufklärung mit der ganzen Härte ihres Strafrechts. Da läuft etwas schief." Die Zürcher Staatsanwaltschaft habe sich "zum Patron der organisierten Kriminalität" gemacht. Seith hatte mit den Sarasin-Dokumenten bei einem Prozess in Ulm für einen Klienten, der mit Cum-Ex-Geschäften viel Geld verlor, erfolgreich Schadenersatz erstritten. Deutschland und die Schweiz liegen seit Langem in der Frage über Kreuz, welche Ermittlungsmethoden zur Aufdeckung von Steuerdelikten erlaubt sind.
Vor rund 15 Jahren sorgte der Ankauf von Steuer-CDs mit Kundendaten, die Schwarzgeldkonten von Deutschen in der Schweiz belegten, für schwere diplomatische Verstimmungen. Unter anderem klagte die Schweiz deutsche Steuerfahnder an. In Deutschland wurde später ein Schweizer wegen Spionage bei Steuerbehörden festgenommen. Für die Bundesrepublik war der Ankauf der CDs ein Beitrag zur Aufklärung von Straftaten, für die Schweiz Wirtschaftsspionage.
Israelischer Botschafter warnt vor Aushöhlung der Demokratie in Deutschland
Jeremy Issacharoff, israelischer Botschafter in Deutschland, hat vor einer Aushöhlung der Demokratie in Deutschland durch Antisemiten und Verschwörungsideologen gewarnt. Vorurteile und Hass gegen andere seien ein "Gräuel für jede demokratische Gesellschaft", so Issacharoff. Antisemitismus bedrohe "heute nicht nur Juden oder Israelis". "Antisemitismus bedroht das demokratische Gefüge in Deutschland und die Idee, dass Deutschland eine tolerante Gesellschaft ist".
Demokratie und Antisemitismus könnten nicht koexistieren, betonte Issacharoff: "Antisemitismus hat das Potenzial, die Demokratie zu zerstören." Zugleich zeigte er sich zuversichtlich: "Mit der Zeit wird Deutschland eine Kultur entwickeln, die seiner vielfältigen Gesellschaft entspricht." Deutschen Spitzenpolitikern bescheinigte Issacharoff ein großes Engagement gegen Antisemitismus. Für wichtig erachte er das Amt des Antisemitismusbeauftragten, der bisher dem Bundesinnenministerium unterstellt ist und dessen Funktion dem Koalitonsvertrag der Ampel-Parteien zufolge "strukturell" gestärkt werden soll. Die neue Bundesregierung müsse dem Antisemitismusbeauftragten und seinem Amt "alle Instrumente" an die Hand geben, die er benötige, um seinen Einfluss zu vergrößern und seine Rolle zu stärken.