Samstag, 17. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 17. Oktober 2020

"Bleiben Sie möglichst zu Hause", appelliert Kanzlerin Merkel an die Bevölkerung. Bundespräsident Steinmeier begibt sich vorsorglich in Quarantäne - aber nicht etwa weil er dem Rat der Kanzlerin folgt, sondern weil eine Person in seinem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde.  

Was war heute sonst wichtig?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:03 Uhr

Tunesischer Abgeordneter verherrlicht Enthauptung von Lehrer

Die tunesische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung gegen einen Parlamentarier eingeleitet, der den Anschlag von Paris verherrlicht hatte.

Der unabhängige Abgeordnete Raschid Chiari verteidigte die Tat auf seiner Facebook-Seite: "Den Gesandten Gottes zu beleidigen", sei "das größte Verbrechen", schrieb er dort. Wer es begehe, müsse die Konsequenzen tragen. Der Lehrer, der gestern enthauptet wurde, hatte im Unterricht das Thema Meinungsfreiheit aufgegriffen und Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt.

Nach der Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft schrieb Chiari in einem weiteren Facebook-Post: "Ich kann auf meine Immunität und mein Parlament verzichten", er werde aber nicht auf seine Überzeugung verzichten, so Chiari. Der Prophet sei "wichtiger und größer als Ruhm, Parlament, Politik und die ganze Welt".  

21:42 Uhr

F1-Hammer: George Russell droht bei Williams das Aus

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War's das?

(Foto: HOCH ZWEI/Pool/Williams Racing)

Droht George Russell nach nur zwei Jahren das Formel-1-Aus? Wie "Motorsport.com" berichtet, könnten die neuen Teambesitzer von Williams von einer Vertragsklausel Gebrauch machen und den Briten dank einer Ausnahmeregel noch vor dem Vertragsende (Ende 2021) vor die Tür setzen. Russells Platz im kommenden Jahr sei "alles andere als sicher", heißt es. - Als Ersatzkandidat für Russell bei Williams gilt Sergio Pérez. Auch Haas hat sich um den Mexikaner bemüht, der US-Rennstall soll sich mittlerweile aber anderweitig umsehen. Williams könnte somit "Checos" beste Chance sein. Sollte er am Ende nichts Passendes finden, kommt für Pérez laut eigener Aussage auch ein Sabbatjahr infrage.

Noch mehr spannende Sport-Meldungen gibt's übrigens hier im Sport-Tag.

21:30 Uhr

Neue Waffenruhe in Berg-Karabach

Armenien und Aserbaidschan haben eine neue Waffenruhe für die umstrittene Kaukasus-Region Berg-Karabach vereinbart. Diese trete um Mitternacht in Kraft, teilten beide Länder mit.

Armenien und Aserbaidschan hatten bereits zuvor einer Waffenruhe zugestimmt, diese wurde jedoch mehrfach gebrochen. Beide Seiten warfen sich gegenseitig Verstöße vor.

In der Region im Südkaukasus leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Eriwan unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich jedoch 1991 losgesagt hatte.

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20:56 Uhr

Kadyrow zu Anschlag bei Paris: Tschetschenen haben damit nichts zu tun

Nach dem ein 18-jähriger Tschetschene bei Paris einen Lehrer enthauptet hat, weil dieser seinen Schülern Mohammed-Karikaturen in "Carlie Hebdo" gezeigt haben soll, äußert sich nun Ramsan Kadyrow zu dem Anschlag.

Der tschetschenische Republikchef verurteilte im Nachrichtenkanal Telegram zwar die Tat, schrieb dann aber an Frankreich gerichtet: "Ich kann Ihnen versichern, dass die Tschetschenen damit nichts zu tun haben." Der 18-Jährige habe fast sein ganzes Leben in Frankreich verbracht. "Es ist nicht das erste Mal, dass Frankreich versucht, alle seine Probleme auf die Tschetschenen abzuwälzen", meinte er.

20:16 Uhr

Laschet wirbt bei der JU als "Macher" um CDU-Vorsitz

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Laschet, der "Macher".

(Foto: picture alliance/dpa)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dem CDU-Nachwuchs in einer Bewerbungsrede für das Amt des CDU-Chefs als "Macher" mit breiten Erfahrungen als Regierungschef vorgestellt. Viele der aktuellen Forderungen der Jungen Union (JU) wie nach mehr Klimaschutz, Digitalisierung oder Generationengerechtigkeit seien von seiner Landesregierung bereits umgesetzt oder würden angegangen, sagte Laschet bei einem von der JU organisierten Auftritt mit seinen Konkurrenten um das Amt des CDU-Chefs, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen, in Berlin.

In seinem Kabinett seien beispielsweise Vertreter des Mittelstands genauso wie der Arbeitnehmervertreter, der Frauen und der jungen Generation vertreten, sagte Laschet, der nach einer Auslosung als erster der drei Kandidaten reden durfte. Diese Vielfalt müsse endlich auch in der Bundespartei sichtbar sein.

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19:39 Uhr

A66-Raser wieder auf freiem Fuß: Doch kein Rennen?

Überraschende Wende im Fall des tödlichen Unfalls auf der A66 am vergangenen Samstag: Laut einem Bericht des "Hessischen Rundfunks" besteht kein Verdacht mehr auf Mord durch illegales Rennen. Bei den beiden festgenommenen Tatverdächtigen werde keine Fluchtgefahr mehr gesehen, soll die Staatsanwaltschaft dem "HR" bestätigt haben. Sie kamen am Freitag auf freien Fuß. Nach dem dritten Tatverdächtigen wird weiter gefahndet.

Einer der nun freien Männer war mit seinem Lamborghini in den Wagen einer 71-Jährigen gekracht, der dann in Flammen aufging. Die Frau starb.

18:48 Uhr

Trump: "Werde vielleicht das Land verlassen müssen"

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Die USA verlassen - aber wohin?

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Georgia teilte Donald Trump nicht nur gegen Joe Biden aus. Der Präsident witzelte auch, dass er bei einer Niederlage womöglich das Land verlassen müsse, wie unter anderem das Nachrichtenmagazin "Newsweek" berichtet.

Was solle er nur machen, wenn er verliere, fragte Trump die Menge. Sollte er sich eine Niederlage eingestehen müssen, werde er sich "nicht so gut" fühlen. "Vielleicht werde ich das Land verlassen müssen, ich weiß es nicht", erklärte er unter dem Gelächter seiner Unterstützer.

Zieht es Trump etwa in die Heimat seiner Großeltern? Sie stammten ja aus Kallstadt in Rheinland-Pfalz. Wollen Sie einen Trump als Nachbarn haben? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

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18:10 Uhr

Junger Mann baut Unfälle und schläft sofort ein

Schlafprobleme? Kennt dieser junge Mann nicht. Ein 19-Jähriger ist mit seinem Auto gegen eine Schranke und ein parkendes Auto gefahren und an der Unfallstelle eingeschlafen.

  • Dadurch entstand ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Der 19-Jährige fuhr in der Nacht zu Samstag zunächst gegen eine Schranke am Rhein in Budenheim in Rheinland-Pfalz. Anschließend versuchte er, in einer anderen Straße einzuparken. Dabei stieß er mehrfach gegen ein geparktes Auto.
  • Anwohner hatten den Aufprall gehört und die Polizei informiert. Die Beamten fanden den 19-Jährigen kurze Zeit später - schlafend in seinem Auto.
  • Ein Atemalkoholtest ergab den Wert von 1,7 Promille. Dem 19-Jährigen wurde der Führerschein entzogen.
17:57 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:20 Uhr

Heißluftballon muss mitten in Köln notlanden

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Eduard Baumgartner freut sich bestimmt über unerwartete Medienpräsenz.

(Foto: imago images/Eduard Bopp)

Stellen Sie sich vor: Es ist Samstag, 9:30 Uhr morgens, Sie trinken Ihr Käffchen, schauen verschlafen aus dem Fenster… und sehen, wie in Ihrem Hinterhof ein Heißluftballon "parkt"!

So eine ähnliche Szene spielte sich heute in der Kölner Innenstadt ab. Ein Heißluftballon geriet in Straucheln und musste mitten in der Altstadt-Süd auf einem Garagendach notlanden. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien.

Der "Express" schreibt unter Berufung auf Augenzeigen, dass es für die Insassen nur knapp an Oberleitungen und Häusern vorbei ging, bevor man schließlich unfreiwillig am Boden angekommen war. Verletzt wurde zum Glück niemand. Der Fahrer des Luftballons und eine fünfköpfige Familie konnten den Ballon wohlauf verlassen. 

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Die Ballonfahrt endete außerplanmäßig auf einem Garagendach in Köln.

(Foto: imago images/Eduard Bopp)

 

16:43 Uhr

Radreifen als Hula Hoop: Banksy präsentiert neues Kunstwerk

Ein kleines Mädchen spielt mit einem Fahrradreifen als Hula-Hoop-Ring, davor steht ein demoliertes Fahrrad mit nur einem Reifen, das an einem Laternenmast angeschlossen ist: Der geheimnisumwitterte Straßenkünstler Banksy hat ein neues Bild auf einer Mauer in der englischen Stadt Nottingham geschaffen. Das Werk war am Dienstag an der Außenwand eines Friseurladens aufgetaucht und wurde sofort mit durchsichtigen Plastikscheiben geschützt.

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Nachbarn loben das Werk als große Aufmunterung in der Corona-Krise: Nottingham zählt zu den am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Städten in Großbritannien. 

16:04 Uhr

Franzosen feiern in die Ausgangssperre rein

Vollbesetzte Restaurants, Gedränge in den Bars, Feierstimmung: Kurz vor der rigiden abendlichen Ausgangssperre in Paris und weiteren französischen Großstädten ließen es Tausende Menschen noch einmal richtig krachen. In der Hauptstadt glich die Stimmung in den Straßen einem Silvesterabend.

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Noch schnell ein paar Weinchen.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Um Punkt Mitternacht war dann Schluss mit der Party: Die von der Regierung angeordnete Ausgangssperre trat in Kraft. Ab Samstag müssen die rund 20 Millionen betroffenen Einwohner der Städte ab 21.00 Uhr zu Hause bleiben.

Die Ausgangssperre gilt in Paris, Marseille, Lyon, Lille, Rouen, Saint-Etienne, Grenoble, Toulouse und Montpellier. Betroffen ist damit fast ein Drittel der französischen Bevölkerung.

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15:22 Uhr

Frau tötet ihre drei Kinder

In Wien hat eine Frau ihre drei Kinder getötet. Danach rief die 31-Jährige selbst die Polizei. Zudem sagte sie, dass sie sich selbst töten will.  

  • In ihrer Wohnung in der österreichischen Hauptstadt fanden die Polizisten zwei tote Mädchen im Alter von acht Monaten und drei Jahren vor. Eine dritte Tochter (9) wurde zunächst zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte konnten sie aber nicht retten.
  • Eine vorläufige Untersuchung ergab, dass die Mädchen vermutlich erstickt worden sind.
  • Das Motiv der Tat ist noch unklar. Der Vater der Mädchen lebt von der Mutter getrennt.
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

14:42 Uhr

Frauen und Studenten protestieren in Belarus - viele Festnahmen

Bei Protesten von Frauen und Studenten in Belarus gegen Diktator Alexander Lukaschenko wurden erneut viele Menschen festgenommen.  

Das Menschenrechtszentrum Wesna sprach von zunächst etwa 15 Festgenommenen. Außerdem kamen mindestens vier Medienvertreter vorübergehend in Polizeigewahrsam.

Hunderte Frauen und Studenten zogen in größeren Gruppen durch Minsk. An den beiden Samstagen zuvor waren die Frauen nur in kleinen Grüppchen unterwegs gewesen, um Festnahmen zu verhindern. Diesmal schlossen sich auch Studenten an, die seit Beginn des Wintersemesters ebenfalls gegen Lukaschenko demonstrieren.

14:27 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, aber der "Tag" geht natürlich weiter. Ab jetzt mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

13:56 Uhr

Hollywood-Ikone Rhonda Fleming ist tot

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Rhonda Fleming wurde 97 Jahre alt.

(Foto: imago/ZUMA Press)

US-Schauspielerin Rhonda Fleming, eine Filmgröße der goldenen Ära Hollywoods, ist einem Medienbericht zufolge tot. Sie sei am Mittwoch im Alter von 97 Jahren in einem Krankenhaus in Santa Monica bei Los Angeles gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Flemings langjährige Assistentin.

Fleming wurde 1923 unter dem bürgerlichen Namen Marilyn Louis in Hollywood geboren und bereits als Schülerin entdeckt. Nach mehreren kleineren Filmrollen gelang ihr 1945 in Alfred Hitchcocks Psychothriller "Ich kämpfe um dich" an der Seite von Ingrid Bergman der Durchbruch. Fleming drehte in den 40er und 50er Jahren zahlreiche Hollywood-Western und Abenteuerfilme und arbeitete mit Schauspielern wie Glenn Ford, Ronald Reagan und Kirk Douglas zusammen. Anfang der 1960er Jahre wandte sich Fleming, die insgesamt sechsmal verheiratet war, verstärkt der Fernsehkarriere zu. Sie drehte bis in die 1990er Jahre.

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Rhonda Fleming und der spätere US-Präsident Ronald Reagan im Film "Tropische Abenteuer".

(Foto: imago images/Mary Evans)

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13:18 Uhr

Tote und Verletzte bei Raketenangriffen im Südkaukasus

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In der aserbaischanischen Stadt Ganja wird nach Überlebenden unter den Trümmern gesucht.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Eine Woche nach der vereinbarten Waffenruhe dauern die Kämpfe in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus an. Aserbaidschan meldete letzte Nacht schwere Angriffe der armenischen Seite auf Ganja, die zweitgrößte Stadt des Landes. Bei dem Raketenbeschuss seien mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 50 Menschen verletzt worden, teilte das Zivilschutzministerium in der Hauptstadt Baku mit. Auf von Aserbaidschan verbreiteten Bildern war zu sehen, wie Rettungskräfte in zerstörten Häusern nach Überlebenden suchen.

Armenien wiederum berichtete von Raketenangriffen der aserbaidschanischen Seite, darunter auf die Hauptstadt von Berg-Karabach. Dabei seien in Stepanakert mindestens drei Zivilisten verletzt worden. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, gegen die Feuerpause verstoßen zu haben.

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Leid und Zerstörung auch in Stepanakert: dieses Haus wurde durch Artillerie-Beschuss der aserbaidschanischen Armee zestört.

(Foto: AP)

12:59 Uhr

JU-Chef sieht in Spahn Generationswechsel bei CDU

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, ist davon überzeugt, dass Gesundheitsminister Jens Spahn in der CDU künftig eine wichtige Rolle spielen wird - auch wenn er nicht Parteichef wird. Stand jetzt: Spahn unterstützt bei der Wahl für den Parteivorsitz die Kandidatur von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der gegen Norbert Röttgen und Friedrich Merz antritt.

Kuban sagte im WDR, wenn Laschet Parteichef wird, werde Spahn als stellvertretender Parteivorsitzender kandidieren. "Aber ich bin guter Dinge, dass auch Norbert Röttgen und Friedrich Merz um die Qualitäten von Jens Spahn wissen." Allen sei klar, dass dieser "das Gesicht des Generationswechsels in der CDU" sei.

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12:31 Uhr

Maas zu Anschlag: "Dürfen uns nicht einschüchtern lassen"

Bundesaußenminister Maas und EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen haben den tödlichen Anschlag auf einen Lehrer nahe Paris verurteilt. "Von Terror, Extremismus und Gewalt dürfen wir uns nie einschüchtern lassen", schrieb Maas bei Twitter. Von der Leyen sprach den Angehörigen des Opfers ihr Beileid aus. "Meine Gedanken sind auch bei den Lehrern, in Frankreich und in ganz Europa. Ohne sie gibt es keine mündigen Bürger. Ohne sie gibt es keine Demokratie", schrieb von der Leyen.

Gestern war ein Geschichtslehrer in Conflans-Saint-Honorine in der Nähe von Paris enthauptet worden. Er hatte nach Polizeiangaben seinen Schülern im Unterricht über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Der Angreifer wurde erschossen. Präsident Macron sprach von einem "eindeutig islamistischen Terroranschlag".

12:17 Uhr

Neue Proteste in Russland gegen Inhaftierung von Furgal

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Der eheamlige Gouverneur wurde im Juli festgenommen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Trotz der jüngsten Polizeigewalt haben im äußersten Osten Russlands wieder Hunderte Menschen gegen die Inhaftierung des ehemaligen Gouverneurs der Region Chabarowsk demonstriert. Sie zogen mit Plakaten und Transparenten durch die Stadt Chabarowsk an der Grenze zu China, wie auf Fotos und Videos bei Twitter zu sehen war. Berichte über Festnahmen gab es bisher keine. Vor einer Woche hatten Sicherheitskräfte erstmals die Proteste gewaltsam aufgelöst. Etwa 40 Menschen wurden festgenommen. Es gab Verletzte. Der frühere Gouverneur Sergej Furgal sitzt seit Anfang Juli in Haft. Gegen ihn wird wegen Beteiligung an Auftragsmorden vor rund 15 Jahren ermittelt. Der 50-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

11:49 Uhr

Umfrage: Verzichten Sie auf nicht notwendige Reisen?

Die Gesundheitsämter in Deutschland melden mehr als 7800 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Kanzlerin Merkel bittet die Menschen, auf nicht notwendige Reisen – auch innerhalb Deutschlands – zu verzichten und ihre Kontakte einzuschränken. "Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen", sagt sie in ihrem Podcast. Wie werden Sie sich verhalten?

Verzichten Sie erstmal auf nicht notwendige Reisen – auch innerhalb Deutschlands?

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11:22 Uhr

Boris Johnson schenkt seinem Vater zum Geburtstag Biber

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Stanley Johnson - die Ähnlichkeit zum Sohn ist nicht zu übersehen.

(Foto: dpa)

Das nenn ich mal ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk: Der britische Premierminister Boris Johnson schenkt seinem Vater Stanley zum 80. Geburtstag eine Gruppe Biber. Gemeinsam mit seinen Geschwistern organisierte der Regierungschef auch eine Erlaubnis zum Halten der Tiere, wie der "Telegraph" berichtete. Biber wurden durch die Jagd vor Jahrhunderten im Land fast ausgerottet. Vater Stanley darf die Nager nun in einem Flüsschen an seinem Anwesen in Exmoor im Südwesten Englands halten. Der als etwas exzentrisch geltende Senior arbeitete früher bei der Weltbank und ist Naturschützer.

10:36 Uhr

Fluglotsen in Griechenland streiken ab morgen

Reisewarnungen, Beherbergungsverbote, rasant steigende Corona-Fallzahlen: Viele Menschen, die verreisen wollen, wissen teilweise kurz vorher noch nicht, ob aus ihrer Reise tatsächlich etwas wird. Wer nach Griechenland fliegen möchte, bekommt es nun darüber hinaus mit Streiks im Flugverkehr zu tun. Auch Griechenland-Urlauber, die in ihr Heimatland zurückfliegen wollen, müssen mit großen Problemen rechnen: Mehrere Gewerkschaften haben die Fluglotsen und die Angestellten der Zivilen Luftfahrt morgen und übermorgen zum Streik aufgerufen. Sie fordern mehr Geld und die Einstellung von zusätzlichem Personal. Am Flughafen in Athen sind schon zahlreiche Flüge gestrichen worden. Betroffene Fluggäste sollen sich wegen einer Umbuchung bei ihrer Airline melden.

10:04 Uhr

Neuseelands Premierministerin Ardern steht vor Triumph

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Jacinda Ardern bedankt sich bei Wahlkampfhelfern.

(Foto: dpa)

In Neuseeland zeichnet sich ein klarer Wahlsieg der linksgerichteten Labour-Partei mit Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ab. Nach ersten Ergebnissen kurz nach Schließung der Wahllokale käme die Partei sogar auf die absolute Mehrheit von mehr als 60 der 120 Sitze. Sollte sich dies bestätigen, könnte Labour in Zukunft alleine regieren. Die konservative National-Partei kommt aktuell auf etwa 30 Sitze. Bisher regierte Ardern eine Koalition aus Labour, den Grünen und der populistischen Kleinpartei New Zealand First, die für ihre einwanderungsfeindlichen Positionen bekannt ist.

Ardern hatte auch international viel Anerkennung gefunden - etwa wegen ihres Umgangs mit den Attentaten von Christchurch, bei denen ein Rechtsextremist aus Australien in zwei Moscheen 51 Muslime erschossen hatte, und ihres relativ erfolgreichen Kampfes gegen die Corona-Pandemie.

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09:38 Uhr

Maas hofft auf besseren Umgang nach US-Wahl

In zweieinhalb Wochen entscheidet sich, ob Trumps Tage als US-Präsident gezählt sind. Bundesaußenminister Maas hofft, dass sich nach der Präsidentschaftswahl das deutsch-amerikanisch Verhältnis bessert. Und das in jedem Fall - ob nun Trump oder sein Herausforderer Biden gewinnt. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Maas, "ich wünsche mir, dass sich der Umgang miteinander ändert". Mit Trump als Präsidenten sei das transatlantische Verhältnis komplizierter geworden. "Da wurden immer wieder ohne vorherige Absprache Entscheidungen getroffen, die wir nicht nachvollziehen konnten." Als Beispiel nannte er die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran.

Maas warnte aber auch, ein Wahlsieg Bidens bedeute nicht automatisch, dass "alles wieder gut würde". Möglicherweise werde es nach einem Regierungswechsel bessere Absprachen mit den USA geben. Doch die USA richteten seit Jahren ihre im Kalten Krieg angenommene außen- und sicherheitspolitische Rolle in der Welt strategisch neu aus. "Wir müssen uns darauf einrichten, dass sich an dieser Grundtendenz strukturell nichts ändern wird", sagte er.

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09:06 Uhr

Fünf weitere Personen nach Attentat bei Paris in Gewahrsam

Nach der Enthauptung eines Lehrers nahe Paris hat die Polizei nach Angaben aus Justizkreisen in der Nacht fünf weitere Personen in Gewahrsam genommen. Insgesamt befinden sich damit nun neun Menschen in Gewahrsam. Darunter seien Angehörige des Angreifers, hieß es. Bei dem mutmaßlichen Täter, der von der Polizei angeschossen wurde und später starb, soll es sich um einen 18-Jährigen tschetschenischer Herkunft handeln.

08:33 Uhr

Niederländischer König bricht Urlaub wegen Kritik ab

König Willem-Alexander und seine Familie haben ihre Reisekoffer vorzeitig wieder gepackt. Sie haben ihren Urlaub auf der griechischen Halbinsel Peloponnes abgebrochen, nachdem es heftige Kritik an der Reise gab. "Wir sehen die Reaktionen von Menschen auf Berichte in den Medien. Und die sind heftig und sie berühren uns", hieß es in einer Mitteilung des Königshauses. "Wir wollen keinerlei Zweifel daran bestehen lassen: Um Covid-19 zu besiegen, ist es notwendig, dass die Richtlinien befolgt werden."

Vorher hatten Abgeordnete von Oppositions- wie Regierungsparteien die Reise kritisiert. Joost Sneller von der Regierungspartei D66 zum Beispiel sagte, angesichts seiner Vorbildfunktion als Staatsoberhaupt hätte der König dem Aufruf der Regierung Folge leisten sollen, so viel wie möglich "in der eigenen Umgebung" zu bleiben". In den Niederlanden waren vorgestern fast 8000 Neuinfektionen gemeldet worden - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Die Schutzmaßnahmen wurden gerade erst verschärft, unter anderem müssen Restaurants und Kneipen für einen Monat zu bleiben.

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08:06 Uhr

"American Beauty"-Star Mena Suvari mit 41 Jahren schwanger

Die Schauspielerin nennt es "ein absolutes Wunder", dass sie schwanger ist. Die 41-Jährige hat offenbar nicht so richtig geglaubt, dass es noch klappt. Nun erwarten Mena Suvari und ihr Mann Michael Hope im Frühjahr ihr erstes Kind - einen Jungen. Der Zeitschrift "People" sagte sie, dass sie und ihr Mann es schon eine Weile versucht hätten. "Ich habe jeden Morgen meine Temperatur gemessen und auf diese Eisprung-Sticks gepinkelt", sagte Suvari. Doch eine Enttäuschung sei auf die nächste gefolgt und sie habe zunehmenden Stress und Druck verspürt. Schließlich habe sie einen Entschluss gefasst. "Ich habe versucht, mir einzureden, wenn es passieren soll, passiert es", erinnerte sich die Schauspielerin, die unter anderem durch ihre Rolle in "American Beauty" bekannt ist.

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07:36 Uhr

Der Fall Wendler macht Paul Ziemiak Sorgen

Der Ausstieg von Schlagersänger Michael Wendler bei "Deutschland sucht den Superstar" ist sogar an CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nicht vorbeigegangen. Natürlich nicht wegen der Sendung, sondern wegen der Problematik rund um Verschwörungstheorien. Ziemiak sagte "watson.de", "ich gehöre nicht zu denen, die Witze über Michael Wendler machen". "Ich mache mir Sorgen, wenn jemand in einer solchen Position mit entsprechender Reichweite und Verantwortung diese Dinge verbreitet und dadurch junge Menschen beeinflusst."

Wendler hatte sich letzte Woche als Juror bei "DSDS" zurückgezogen. In einer Erklärung warf er der Bundesregierung "grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung und das Grundgesetz vor". Weiter beschuldigte er die Fernsehsender - darunter RTL - "gleichgeschaltet" zu sein.

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07:11 Uhr

Biden gewinnt Quoten-Duell mit Trump

Anstatt eines direkten TV-Duells bekamen die US-Amerikaner zwei getrennte TV-Auftritte auf verschiedenen Sendern von US-Präsident Trump und seinem Herausforderer Biden. Wie jetzt bekannt wurde, verfolgten am Donnerstagabend 15,1 Millionen Menschen den 90-minütigen TV-Auftritt von Biden. Trump wurde bei seinem 60-minütigen Auftritt von 13.5 Millionen Zuschauern eingeschaltet. Etwa eine Stunde lang waren sie gleichzeitig auf Sendung, dabei führte Biden mit 14,3 Millionen Zuschauern.

06:52 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Das Attentat auf einen Geschichtslehrer in einem Pariser Vorort wird uns heute weiter beschäftigen. Frankreichs Präsident Macron sagt, es sei "eindeutig" ein "islamistischer Terroranschlag" gewesen. Der Angreifer wurde erschossen, vier Personen sind in Gewahrsam. Außerdem wird das heute wichtig:

  • Angesichts sprunghaft steigender Corona-Infektionszahlen führen viele europäische Länder in Europa an diesem Samstag strengere Beschränkungen ein. In mehreren französischen Städten wie Paris gelten ab heute Ausgangssperren.
  • Die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz Laschet, Merz und Röttgen stellen ab 18 Uhr erstmals gemeinsam auf einer Bühne den Fragen von Mitgliedern der Jungen Union.
  • Neuseeland wählt ein neues Parlament. Premierministerin Ardern von der Labour-Partei stellt sich zur Wiederwahl. Ihre schärfste Widersacherin ist Judith Collins von der konservativen National-Partei.
  • Auch der 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird von den wachsenden Corona-Infektionszahlen massiv beeinflusst. An diesem Samstag stehen zwischen dem FC Augsburg und Spitzenreiter RB Leipzig sowie bei der Partie des SC Freiburg gegen Werder Bremen zwei Geisterspiele an.
  • Siebeneinhalb Monate nach dem Abbruch des vorigen Alpin-Winters startet in Sölden die neue Saison im Ski-Weltcup. Los geht es um 10 Uhr mit dem Riesenslalom der Damen. Zuschauer sind auf dem Rettenbachgletscher nicht erlaubt.

06:18 Uhr

Mehrere Politiker fordern früheres Weihnachtsgeld

Parteiübergreifend haben einige Politiker Unternehmen aufgerufen, Weihnachtsgeld in diesem Jahr früher auszuzahlen. Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen, sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf der "Bild"-Zeitung. So müsse sich der Handel "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten", sagte er. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post und der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Michael Theurer sprachen sich für vorgezogene Weihnachtsgeldzahlungen aus - sofern die Unternehmen denn Weihnachtsgeld zahlen können. Post sagte, "das würde die Lage in den Einkaufszonen im Weihnachtsgeschäft entspannen und wäre eine große Hilfe für den stationären Einzelhandel".

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