Dienstag, 23. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Dienstag, der 23. Juni 2020

Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies kehren gleich zwei Kreise zum Lockdown zurück - Gütersloh und Warendorf. Was genau das für die betroffenen Orte bedeutet - das erfahren Sie hier. Und hier finden Sie alle Daten und alle Fakten zur Pandemie-Lage in ganz Deutschland und der Welt.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:17 Uhr

Twitter versteckt erneut Trump-Tweet hinter Warnhinweis

Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Trump hatte per Kurznachricht Demonstranten in der Hauptstadt gedroht, dass sie mit "massiver Gewalt" rechnen müssten, sollten sie versuchen, eine "autonome Zone" in Washington zu errichten. "Solange ich Ihr Präsident bin, wird es in Washington, D.C., niemals eine "autonome Zone" geben", schrieb Trump.

Das soziale Netzwerk versteckte den Tweet hinter einem Hinweis, in dem es hieß, dass dieser gegen Regeln des Netzwerks zu "missbräuchlichem Verhalten" verstoße. Da möglicherweise ein öffentliches Interesse daran bestehe, bleibe er aber zugänglich. Der Tweet kann allerdings nur noch mit einem Kommentar weiterverbreitet werden.

Am Montag hatten Demonstranten unweit des Weißen Hauses einige Barrikaden und Zelte aufgestellt und versucht, eine "autonome Zone" einzurichten, in der die Polizei keinen Zutritt hätte.

21:49 Uhr

Trump droht Demonstranten mit zehn Jahren Haft

US-Präsident Donald Trump hat Demonstranten für Angriffe auf Denkmäler lange Gefängnisstrafen angedroht. Jeder, der eine Statue oder ein Monument "beschädigt oder zerstört", solle festgenommen werden, schrieb Trump auf Twitter. Die Haftstrafe könne bis zu zehn Jahren betragen.

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So sieht die Andrew-Jackson-Statue jetzt aus.

(Foto: imago images/UPI Photo)

  • Demonstranten hatten am Montagabend bei Anti-Rassismus-Protesten versucht, ein Denkmal des früheren Präsidenten Andrew Jackson vor dem Weißen Haus umzustürzen. Die Polizei löste die Ansammlung von mehreren hundert Demonstranten aber unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray auf.
  • Jackson, der von 1829 bis 1837 regierte, ist ein besonders umstrittener Präsident. Er war nicht nur Sklavenhalter, sondern ließ auch in großem Umfang Indianer umsiedeln, um Raum für weiße Siedler zu schaffen.
  • Trump bezeichnete den Angriff auf die "wunderbare Statue" als "schändlichen Vandalismus". Der Präsident sprach von "Vandalen", "Rowdys", "Anarchisten" und "Agitatoren". "Das sind schlechte Menschen. Sie lieben unser Land nicht." Er kündigte ein Dekret zum Schutz von Monumenten an.

 

21:05 Uhr

Opfer macht Messerstecherin Heiratsantrag vor Gericht

Das ist die Lovestory des Tages, wenn nicht sogar des Monats. Eine 33-jährige Frau aus Mechernich in Nordrhein-Westfalen wurde heute wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Laut Anklage hatte die Frau am 13. Dezember 2019 ihren Lebensgefährten mit einem kräftigen Messerstich in die Brust töten wollen. Der Mann überlebte knapp.

Doch anstatt die Angeklagte zu beschuldigen, verweigerte das Opfer nun plötzlich seine Aussage. Stattdessen machte er ihr einen Heiratsantrag!

"Ich liebe sie und werde sie - wenn sie wieder freikommt - heiraten." Auch die Angeklagte hatte ihre Liebe in dem Prozess beteuert und sich beim Verlobten für die schreckliche Tat entschuldigt.

An jenem Abend sei sie verzweifelt gewesen, weil er mit zwei Kumpels auf Sauftour gegangen sei und dafür das ganze Weihnachtsgeld - rund 200 Euro - eingesteckt habe. Auch sie selber hatte den Angaben zufolge exzessiv Alkohol getrunken - und seine Klamotten auf die Straße geworfen.

20:20 Uhr

Vergewaltigung und Entführung? Produzent Guillod festgenommen

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Vier Frauen beschuldigen David Guillod, sie vergewaltigt zu haben oder sexuell übergriffig geworden zu sein.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Hollywood-Produzent David Guillod steht unter Verdacht, vier Frauen vergewaltigt zu haben oder sexuell übergriffig geworden zu sein. Laut der Zeitung "Los Angeles Times" stellte sich der 53-Jährige am Montag den Behörden in Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen.

Guillod wird unter anderem der Vergewaltigung, des sexuellen Angriffs und einer Entführung zum Zwecke des Missbrauchs beschuldigt. Die Vorfälle sollen sich laut "Los Angeles Times" in den Jahren 2012, 2014 und 2015 ereignet haben. Guillod weist nach Angaben seines Anwalts bislang alle Vorwürfe zurück.

Guillod war 2017 an dem Film "Atomic Blond" mit Charlize Theron beteiligt. Auch den Netflix-Streifen "Tyler Rake: Extraction" mit Chris Hemsworth hatte der 53-Jährige jüngst produziert.

19:30 Uhr

Hambacher-Forst-Aktivistinnen hinterlassen Exkremente in Polizeiauto

Nach ihrer Ingewahrsamnahme im Hambacher Forst haben zwei Aktivistinnen in einem Polizeiauto buchstäblich Mist gebaut. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich bei der "Hinterlassenschaft" um Exkremente handelt. "Die Reinigung wird ihnen in Rechnung gestellt", teilte die Polizei Aachen mit.

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Die Polizei hatte heute Morgen Barrikaden im Hambacher Forst geräumt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Behörde hatte seit dem frühen Morgen Barrikaden auf den Haupteinsatzwegen im Hambacher Forst entfernt.
  • Zwei Frauen, die "mehrfach ausgesprochenen Platzverweisen" nicht nachgekommen seien, wurden laut Polizei in Gewahrsam genommen. "Eine Frau leistete bei ihrer Identitätsfeststellung Widerstand und versuchte, einen Polizisten zu beißen. Der Beamte blieb unverletzt", teilte die Polizei mit.
  • Auf dem Weg zur Wache hätten beide das Transportfahrzeug der Polizei verunreinigt. Mehrere Vermummte hätten zudem zwei Polizeifahrzeuge während der Fahrt mit Steinen und Holz beworfen.
18:31 Uhr

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

Der Süden von Mexiko ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag zwölf Kilometer südöstlich der Ortschaft Crucecita im Bundesstaat Oaxaca, wie der seismologische Dienst mitteilte. Auch in Mexiko-Stadt war der Erdstoß zu spüren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Opfer oder Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

17:53 Uhr

Weizsäcker-Mörder: "Habe meine Tat nie bereut"

Der Mörder des Berliner Mediziners Fritz von Weizsäcker bereut die Messerattacke bis heute nicht. "Ohne die Überzeugung, das Richtige zu tun, hätte ich nicht diese Entschlossenheit an den Tag gelegt", sagte der 57-Jährige vor dem Berliner Landgericht in seiner bereits zweiten Erklärung zu den Vorwürfen.

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Der Angeklagte ist "froh", dass von Weizsäcker tot ist.

(Foto: imago images/Olaf Wagner)

"Ich habe meine Tat nie bereut", betonte der Angeklagte am vierten Prozesstag. Er habe sich im Recht gefühlt. Zugleich beklagte er sich, er werde "vergleichsweise für Pillepalle an den Pranger gestellt". Es sei ihm egal, was aus ihm werde.

Als Mordmotiv nimmt die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten an, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. Laut Anklage wollte er als "Kollektivschuld" Tote im Vietnam-Krieg an dem Sohn des früheren Bundespräsidenten rächen.

Bereits Ende Mai hatte der Angeklagte den tödlichen Angriff auf den 59 Jahre alten Professor gestanden, sich aber ohne Schuldgefühle gezeigt. Die Tötung sei geplant und ein Anschlag auf die Familie seit Jahren sein "Lebensziel" gewesen. "Ich bin froh, dass er tot ist", sagte er.

17:17 Uhr

Trump droht Bolton mit Gefängnis

Am Erscheinungstag von John Boltons Enthüllungsbuch verschärft US-Präsident Donald Trump die Attacken gegen seinen früheren Nationalen Sicherheitsberater. Trump schrieb auf Twitter, Bolton gehöre ins Gefängnis, weil er Geheiminformationen verbreite.

Außenminister Mike Pompeo verglich Bolton mit dem Whistleblower Edward Snowden und sagte, der Ex-Sicherheitsberater mache sich mit den von ihm veröffentlichten Informationen strafbar.

Die US-Regierung hatte vergeblich versucht, das Erscheinen von Boltons Enthüllungsbuch mit juristischen Mitteln zu stoppen. "The Room Where It Happened: A White House Memoir" - etwa: "Der Raum, in dem es geschah - Memoiren aus dem Weißen Haus" - kam heute in den Handel.

17:16 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:50 Uhr

Rätselhaftes Massensterben von Heringen an der Nordseeküste

An der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind in den vergangenen Tagen an mehreren Orten hunderte tote Heringe angeschwemmt worden.

  • Die Ursache für das Massensterben gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. "Das Meerwasser ist nur etwa 20 Grad warm, und Heringe weichen vor Überhitzung normalerweise in tieferes Wasser aus", sagt der Biologe Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer. Möglicherweise seien die nur wenige Monate alten Tiere in Kontakt mit giftigen Algen gekommen, die sich auf Grund der warmen Witterung zu entwickeln beginnen.
  • An den Fundstellen wurden Proben entnommen. Die Ergebnisse der Analysen sollen in einigen Tagen vorliegen.
  • Nach Informationen des Internetportals Beachexplorer.org wurden die Fische vor Büsum, Eiderstedt, Nordstrand und Cuxhaven angeschwemmt.
15:51 Uhr

Drogen, Schüsse, Schläge: Rapper Gzuz drohen fünf Jahre Haft

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Gzuz zeigt sich bestens gelaunt vor Gericht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gzuz ist wahrsten Sinne des Wortes ein Gangster-Rapper. Seit heute muss sich das Mitglied der Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung. Laut einem Bericht der "Bild" drohen dem Rapper bis zu fünf Jahre Haft.

  • Bei einer Hausdurchsuchung im April 2018 wurden in der Hamburger Wohnung von Gzuz 17 Gramm Marihuana, 2,5 Gramm Crystal Meth und Böller gefunden.
  • An Silvester 2018 soll er außerdem mehrfach eine Schreckschusspistole abgefeuert haben, obwohl ihm seit August 2018 das Führen von Waffen aller Art untersagt ist.
  • Auch in seiner Wohnung in Halstenbek bei Hamburg fanden Beamte eine Schreckschusspistole und Munition.
  • Im Februar dieses Jahres soll der Gangster-Rapper zudem versucht haben, eine Sauerstoffflasche aus einem unverschlossenen Rettungsfahrzeug zu stehlen.
  • Und im März soll Gzuz auf der Reeperbahn einer Frau, die ein Selfie mit ihm machen wollte, mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. "Er hat sich bedrängt gefühlt und wollte nur das Handy beiseiteschieben", erklärte sein Anwalt.
15:22 Uhr

Kalbitz ist wieder Chef der AfD-Fraktion in Brandenburg

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Kalbitz ist zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg hat Andreas Kalbitz als Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt. Damit herrsche wieder Stabilität, sagte er in Potsdam vor Journalisten.

Kalbitz war in der vergangenen Woche vorerst erfolgreich mit einem Eilantrag gegen seinen Rauswurf aus der AfD vorgegangen.

Wie Kalbitz sagte, ist er bisher noch nicht vom Bundesschiedsgericht der AfD zur Anhörung über seinen geplanten Rauswurf vorgeladen worden. Kalbitz war wegen des Vorwurfs aus der AfD ausgeschlossen worden, bei seinem Parteieintritt im März 2013 eine Mitgliedschaft in der verbotenen rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" verschwiegen zu haben. Er bestreitet allerdings eine solche Mitgliedschaft.

14:47 Uhr
Breaking News

Ex-Wirecard-Chef kommt gegen Millionen-Kaution frei

Der frühere Chef des skandalgeschüttelten Finanzdienstleisters Wirecard, Markus Braun, wird gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Das entschied das Amtsgericht München, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

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14:38 Uhr

"Ich ersticke": Opferfamilie wirft Pariser Polizisten Mord vor

Fünf Monate nach dem Tod eines Franzosen bei einer Polizeikontrolle am Pariser Eiffelturm sind massive Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte laut geworden: Der Vater des toten Lieferfahrers Cédric Chouviat sprach bei einem Presseauftritt von "Mord".

  • Der 42-Jährige war im Januar nach einer Polizeikontrolle am Fuße des Eiffelturms erstickt. Die Polizisten drückten ihn nach bisherigen Erkenntnissen bäuchlings auf den Boden, obwohl er einen Motorradhelm trug. Laut Autopsie starb er an einem Kehlkopfbruch.
  • Die Familie fordert die sofortige Suspendierung der vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten, gegen die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung laufen.
  • Von Experten der Nationalpolizei ausgewertete Ton- und Videoaufnahmen von Handys ergaben, dass Chouviat in den 22 Sekunden seiner Festnahme mehrfach "Stop" und "Ich ersticke" zu den Polizisten sagte. Der Anwalt von zwei der Beamten erklärte, die Worte seien wegen des Straßenlärms nicht zu hören gewesen.
14:34 Uhr
Breaking News

Lufthansa-Konzern schließt Flugbetrieb der deutschen SunExpress

Der Lufthansa-Konzern schließt wegen der Corona-Flaute den Flugbetrieb der Beteiligung SunExpress Deutschland mit rund 1200 Mitarbeitern. Die verbleibenden Flüge sollen von der türkischen Schwestergesellschaft, Eurowings und anderen Airlines abgewickelt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Kunden würden automatisch umgebucht.

SunExpress ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit Turkish Airlines mit zwei getrennten Flugbetrieben. Die in Frankfurt beheimatete SunExpress Deutschland ist mit 20 Flugzeugen eine Gesellschaft der türkischen SunExpress, die insgesamt 69 Flieger betreibt.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch hat sich vor wenigen Minuten in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Jetzt übernehme ich den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:00 Uhr

Schwerverletzter Autofahrer filmt eigene Rettung

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"Ich bin jetzt 22 Jahre Stadtbrandmeister, aber sowas ist mir noch nie passiert", sagte Stadtbrandmeister Werner Horsch zu der Rettung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seine eigene Rettung hat ein eingeklemmter Autofahrer auf der A 73 bei Forchheim gefilmt. "Als wir das Autodach abhoben, streckte sich uns plötzlich eine Hand mit Handy entgegen", erzählte Werner Horsch von der Freiwilligen Feuerwehr.

Der 43-jährige Fahrer war nach Angaben der Polizei am Montag mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Als er plötzlich abbremsen musste, verlor er die Kontrolle über seinen Wagen. Das Auto schleuderte etwa 300 Meter über die Autobahn und prallte mehrfach gegen die Mittel- und Außenleitplanke. Der Mann und seine 49 Jahre alte Beifahrerin wurden schwer verletzt in ihrem Wagen eingeklemmt.

Die Feuerwehr musste das Autodach aufschneiden, um das Ehepaar zu bergen. "Und dabei hält der Verletzte die Kamera auf sich, dann wieder auf uns. Da schüttelst du nur den Kopf", sagte Stadtbrandmeister Hoch. Ein Rettungshubschrauber brachte die Verletzten später in Krankenhäuser.

13:33 Uhr

Französische Ermittler suchen Opfer von Serienmörder

In Ostfrankreich sucht die Polizei wieder nach der Leiche der 2003 verschwundenen Estelle Mouzin. Die damals Neunjährige wurde von dem Serienmörder Michel Fourniret getötet.

Der von den Medien auch als "Monster der Ardennen" bezeichnete Fourniret hatte mehrere junge Mädchen und Frauen in Frankreich und Belgien entführt, vergewaltigt und ermordet. Bereits im Mai 2008 wurde er dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Im März gestand Fourniret auch den Mord an Estelle. Er gab jedoch an, sich an Details der Tat nicht mehr erinnern zu können - auch nicht daran, wo die Leiche begraben sei.

Bei der nun erfolgten Durchsuchung eines Wohnhauses in der Gemeinde Ville-sur-Lumes im Département Ardennes wurden noch keine Spuren der Vermissten entdeckt, berichtete die Nachrichtenplattform "Franceinfo". In den kommenden Tagen werden die Ermittler noch an weiteren Orten im Grenzgebiet zu Belgien suchen.

12:49 Uhr

Mehr als 100 Personen verbarrikadieren sich in Pub

Diesen Kneipengängern scheint ihr Bier heilig zu sein: Mehr als 100 Menschen haben trotz Corona-Pandemie einen Pub im britischen Liverpool besetzt, um ihren Durst zu löschen. Anwohner beschwerten sich über die Lautstärke und riefen die Polizei.

Daraufhin verbarrikadierten sich die Pub-Besucher und schleuderten den Einsatzkräften Bier entgegen. Sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 33 Jahren wurden bei dem Einsatz festgenommen. Die Polizei sprach von einem "erschreckenden Benehmen".

Die beliebten englischen Pubs sind wegen der Corona-Krise seit drei Monaten geschlossen, sollen aber bald unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

12:14 Uhr
Breaking News

Wirtschaftsweise erwarten für 2020 schwere Rezession

Die Corona-Krise hinterlässt größere Spuren als erwartet - das ändert auch den Ausblick der Wirtschaftsweisen. Der Absturz der deutschen Wirtschaft dürfte heftiger ausfallen als noch Ende März erwartet, sagen sie vorher.

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12:07 Uhr

Alles inszeniert: Wirbel um Seehofers Auftritt in Stuttgart

Nach den Krawallen in Stuttgart reiste Innenminister Horst Seehofer am Montag zum Ort des Geschehens. Bei einem öffentlichkeitswirksamen Auftritt stellte sich der CSU-Politiker im Zentrum der baden-württembergischen Hauptstadt vor einem zerstörten Polizeiauto den Fragen anwesender Journalisten.

Doch jetzt wird publik: Der demolierte Wagen wurde extra für den Auftritt Seehofers noch einmal in der Innenstadt platziert. Das bestätigte die Polizei ntv.de. Auch der freischaffende Fotograf Jens Volle berichtet auf Twitter über die Inszenierung.

Der schwerbeschädigte Bulli diente anschließend als Kulisse. Seehofer ließ sich von den Kameras ablichten, wie er den Wagen inspizierte.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:20 Uhr

Betrug bei Corona-Hilfen: Razzia in Berliner Moschee

Wegen mutmaßlichen Betrugs bei der staatlichen Corona-Soforthilfe haben Berliner Ermittler am Morgen mehrere Orte der islamistischen Szene durchsucht. Der Verdacht richte sich gegen zwei Männer aus der Szene, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Vor allem nach Beweismitteln durchsucht wurden laut Polizei eine Moschee in Berlin-Tempelhof, eine Wohnanschrift sowie eine Wohn- und Geschäftsadresse. Festnahmen gab es demnach zunächst nicht. Bei den Durchsuchungen waren 250 Beamte im Einsatz.

Bereits im Mai durchsuchten Ermittler wegen Corona-Betrugsverdachts in Berlin Wohnungen und Autos mutmaßlicher Salafisten, die laut damaligen Angaben betrügerisch Corona-Soforthilfen für Kleinbetriebe beantragt und teilweise auch erhalten haben sollen.

10:47 Uhr
Breaking News

Laschet kündigt weitere Einschränkungen für Kreis Gütersloh an

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies schränken die Behörden das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh nun doch massiv ein. Erstmals in Deutschland werde ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Mehr Hintergründe und Informationen dazu finden Sie hier.

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10:41 Uhr

Verfassungsschutz darf Identitäre als "gesichert rechtsextrem" einstufen

Die Identitäre Bewegung darf vom Bundesamt für Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextrem" eingestuft werden. Das beschloss nun das Berliner Verwaltungsgericht. Mit ihrem Urteil wiesen die Richter einen Eilantrag der Gruppierung zurück, dies vorerst zu unterlassen.

  • Die Forderung der Identitären Bewegung nach dem Erhalt der ethnokulturellen Identität verstoße gegen die Menschenwürde, hieß es zur Begründung.
  • Denn damit würden einzelne Menschen oder Gruppen "wie Menschen zweiter Klasse" behandelt, führte das Verwaltungsgericht aus.
  • Die Gruppierung verletze auch deshalb die Menschenwürde, weil sie kontinuierlich gegen Ausländer vor allem muslimischen Glaubens "verbal agiere und diese Personen pauschal diffamiere und verächtlich" mache.

In Deutschland wird die Identitäre Bewegung seit 2016 bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet.

10:07 Uhr

Illegale Schnapsbrennerei in Kinderzimmer entdeckt

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200 Kilogramm Maische fanden die Zollfahnder im Kinderzimmer.

(Foto: ZFA Essen)

Beamte der Zollfahndung Essen haben in einer Wohnung in Wuppertal eine illegale Schnapsbrennerei ausgehoben. Dabei wurden insgesamt 226 Liter Branntwein sowie eine Destillieranlage und Zubehör sichergestellt. Untergebracht war die Brennerei in einem Kinderzimmer. Dort fanden die Ermittler 200 Kilogramm angesetzter Maische. Zudem wurden auch 1.100 unversteuerte Zigaretten in der Wohnung sichergestellt.

Dem beschuldigten Ehepaar kamen die Ermittler durch einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Schliche. Sie erwartet nun ein Strafverfahren.

10:05 Uhr
Breaking News

Ex-Wirecard-Chef Braun festgenommen

Der ehemalige Chef des Finanzkonzerns Wirecard, Markus Braun, ist festgenommen worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft München mit.

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09:23 Uhr

Drillinge mit Coronavirus zur Welt gekommen

In Mexiko sind Drillinge vermutlich mit dem Coronavirus zur Welt gekommen. Die Babys sind wenige Stunden nach ihrer Geburt getestet worden, weil es sich um Frühgeburten handelt, wie die Gesundheitsministerin des Bundesstaates San Luis Potosí, Mónica Rangel, mitteilte.

Bei allen drei Babys - zwei Jungen und ein Mädchen - fiel das Ergebnis positiv aus. Eines von ihnen habe Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Die Eltern hätten keine Symptome, seien aber isoliert und getestet worden - die Ergebnisse stünden noch aus.

Es sei unmöglich, dass sich die Kinder nach ihrer Geburt angesteckt hätten, sagte Rangel. Man werde untersuchen, ob sich das Virus über die Plazenta übertrage. Es hatte zuvor vereinzelt Berichte aus anderen Ländern über Neugeborene gegeben, die mit dem Erreger auf die Welt gekommen waren.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Drama in Halle: Kleinkind fällt aus fünftem Stock

Beim Sturz aus einem Fenster ist ein zweijähriger Junge in Halle schwer verletzt worden. Das Kleinkind fiel am gestrigen Abend im Stadtteil Neustadt aus dem Fenster einer Wohnung im fünften Stock eines Mehrfamilienhauses, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Junge wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Seine Eltern hatten sich im Nachbarzimmer aufgehalten. Die Polizei ermittelt.

08:05 Uhr

Frau wehrt sich nach Unfall gegen Transport in Klinik

Eine Frau wird bei einem Autounfall verletzt. Doch statt Hilfe anzunehmen, wehrt sie sich und verletzt einen Polizeibeamten.

  • Die Frau war mit ihrem Auto bei Rohrbach im Kreis Birkenfeld von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen, wie die Polizei mitteilte.
  • Als Polizisten den Unfall am Montagabend aufnahmen, beleidigte die Frau die Beamten.
  • Wegen ihrer Verletzungen und da die Beamten die Frau verdächtigten, Alkohol getrunken zu haben, sollte sie in ein Krankenhaus gebracht werden.

Dagegen wehrte sich die Autofahrerin. Sie spuckte und trat nach den Polizisten. Gegen die Frau wird nun ermittelt.

07:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

der Verfassungsschutzbericht wird heute aus unbekannten Gründen nicht vorgestellt. Dafür erscheint der umfangreiche Bericht zur Lage des deutschen Bildungssystems. Der von Bund und Ländern geförderte Report zeigt Entwicklungen und Trends aus allen Bereichen des Bildungssystems. Außerdem stehen diese Termine auf der Tagesordnung:

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier berät mit den Spitzen von Industrie, Handwerk und Gewerkschaften über die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt.
  • Nach erbittertem Streit mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump erscheint das Enthüllungsbuch von dessen früherem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton.
  • Die "Wirtschaftsweisen" veröffentlichen ihre überarbeiteten Schätzungen für 2020 und 2021.
  • Knapp ein halbes Jahr nach der Silvesterrandale am Connewitzer Kreuz in Leipzig muss sich ein 29-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten.

Ich begleite Sie bis zum Nachmittag durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de

07:33 Uhr

Polizei räumt Barrikaden im Hambacher Forst

Eigentlich müsste der Konflikt um den Hambacher Forst entschärft sein. Der Kohle-Kompromiss sieht vor, dass der Wald zwischen Köln und Aachen erhalten bleibt. Dennoch läuft dort aktuell wieder eine größere Polizeiaktion mit mehreren Hundertschaften.

Es gehe dabei nicht um die Räumung von Baumhäusern, sondern von Barrikaden, die die Einsatzwege versperrten, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Waldbesetzer hätten teilweise bis zu 15 Meter hohe Strukturen aus Baumstämmen auf den Waldwegen errichtet. Dies könne die Polizei nicht hinnehmen, da die Wege für Rettungsfahrzeuge frei bleiben müssten.

"Da das ein öffentlich zugänglicher Wald ist, müssen wir da auch Streife fahren können", sagte der Polizeisprecher.

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07:08 Uhr

Mexiko: 15 Menschen bei lebendigem Leib verbrannt

In Mexiko sind 15 Menschen getötet worden - anscheinend bei der Eskalation eines Streits um die Verwaltung ihrer Ortschaft. Sie seien Sonntagnacht gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt worden, teilte die Regierung der Gemeinde San Mateo del Mar im Bundesstaat Oaxaca mit.

Bei den Tätern habe es sich um eine bewaffnete Gruppe gehandelt, darunter der Ortsvorsteher eines Gemeindeteils. Die Opfer hätten nichts weiter getan als friedlich dagegen zu demonstrieren, dass der Ortsvorsteher sie zuvor unrechtmäßig festgenommen habe. Eine Bande des organisierten Verbrechens habe die Bewaffneten unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft Oaxacas bestätigte den Tod von 13 Männern und zwei Frauen. Mehr als 150 Polizisten, Soldaten und Ermittler seien in den Ort geschickt worden.

Es hatte in San Mateo del Mar in den vergangenen Jahren immer wieder Streit zwischen politischen Fraktionen gegeben. Ausländische Konzerne bauen dort große Windparks, was zu Konflikten mit den überwiegend indigenen Bewohnern geführt hat.

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06:47 Uhr

Überraschung: Vorstellung des Verfassungsschutzberichts abgesagt

Eigentlich wollte Innenminister Horst Seehofer den Verfassungsschutzbericht 2019 heute Vormittag in Berlin präsentieren. Doch daraus wird nun nichts. Das Bundesinnenministerium hat kurzfristig die Vorstellung des Berichts abgesagt.

Gründe für die Absage nannte das Ministerium nicht. Seehofer war vorher in die Kritik geraten, weil er eine Strafanzeige gegen eine "taz"-Journalistin wegen einer polizeikritischen Kolumne angekündigt hatte.

Eventuell hängt es aber auch mit dem Verbot der rechtsextremistischen Vereinigung "Nordadler" zusammen. Seit den Morgenstunden laufen in diesem Zusammenhang Razzien in mehreren Bundesländern.

06:44 Uhr
Breaking News

Seehofer verbietet rechtsextremistische Vereinigung "Nordadler"

Bundesinnenminister Horst Seehofer verbietet die rechtsextremistische Vereinigung "Nordadler". Derzeit liefen in vier Bundesländern polizeiliche Maßnahmen, teilt das Ministerium mit.

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06:06 Uhr

Bär attackiert Wanderer in den Dolomiten

In den italienischen Alpen sind ein Vater und sein Sohn beim Wandern von einem Bären angegriffen worden. Die Männer im Alter von 59 und 28 Jahren wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Regierung der Provinz Trentino-Südtirol mitteilte. Lebensgefahr bestand bei ihnen demnach nicht.

  • Die beiden Männer waren am Monte Peller in den Dolomiten unterwegs, als es zu der Begegnung mit dem Bären kam.
  • Das Tier begrub dabei den Berichten zufolge den 28-Jährigen unter sich. Der Vater stürzte sich daraufhin auf den Bären, um seinen Sohn zu befreien.
  • Der 59-Jährige erlitt bei dem Vorfall Knochenbrüche in einem Bein und tiefe Wunden. Der Sohn kam mit nur oberflächlichen Verletzungen davon.

In Trentino-Südtirol leben mehrere dutzend Braunbären in freier Wildbahn. Manchmal dringen sie in Wohngebiete ein und attackieren Nutztiere.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht