Freitag, 20. Januar 2017Der Tag

Heute mit Benjamin Konietzny und Markus Lippold
22:34 Uhr

Das war Freitag, der 20. Januar 2016

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Machtübergabe: US-Präsident Donald Trump verabschiedet seinen Vorgänger Barack Obama.

(Foto: REUTERS)

War da was? Ja, die USA haben ein neues Staatsoberhaupt. Donald Trump wurde heute pünktlichst um 12 Uhr Ortszeit vereidigt. Danach hielt er eine aufsehenerregende Antrittsrede, die mein Kollege Hubertus Volmer analysiert hat. Währenddessen randalieren Trump-Gegner in der US-Hauptstadt und liefern sich eine Straßenschlacht mit der Polizei. Die neue First Lady erinnert derweil an eine alte First Lady. Und Barack Obama genießt nach acht Jahren mal etwas Privatleben. Die Ereignisse des Tages können Sie auch in unserem Liveticker nachlesen.

Aber überraschenderweise gibt es auf der Welt noch andere Länder, in denen folgendes passierte:

Damit ist das Wochenende da. Ich wünsche Ihnen ruhige und friedliche Tage. Am Montagmorgen gibt es an dieser Stelle wieder aktuelle Meldungen für Sie.

22:20 Uhr

"El Chapo" plädiert auf nicht schuldig

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Am Donnerstag wurde "El Chapo" an die USA ausgeliefert.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Gestern wurde der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán von Mexiko an die USA ausgeliefert. Heute erscheint er in New York vor einem Richter - und plädiert auf nicht schuldig. Das bestätigt eine Sprecherin des Gerichts im Stadtteil Brooklyn. Die Anklageschrift gegen den 59-Jährigen umfasst 17 Punkte, darunter Drogenschmuggel, Geldwäsche und illegaler Waffengebrauch. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Vor der Auslieferung mussten die US-Behörden versichern, dass der Verbrecher nicht hingerichtet wird.

21:53 Uhr

Linksextreme bekennen sich zu Brandanschlag

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Die Täter hatten mehrere Türen in Brand gesteckt.

(Foto: dpa)

Gestern gab es einen Brandanschlag auf das Justizzentrum in Dessau in Sachsen-Anhalt. Nun gibt es ein Bekennerschreiben:

  • Darin bekenne sich eine namentlich nicht genannte linksextreme Gruppe zu der Tat, berichtet der MDR.
  • Als Grund für den Anschlag nennt sie demnach "rassistisch motivierte Polizeigewalt".
  • In der Nacht zum Donnerstag hatten die Täter jeweils eine Haupteingangstür des Amtsgerichtes, der Staatsanwaltschaft sowie zwei Seitentüren des Landgerichtes in Brand gesetzt.
21:24 Uhr

Regierung von Rheinland-Pfalz vereinbart Sicherheitspaket

Rheinland-Pfalz zieht Konsequenzen aus dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz im Dezember:

  • Die Ampel-Koalition vereinbart ein Sicherheitspaket.
  • Geplant ist, die Sicherheitskräfte um rund 60 Beamte an bestimmten Stellen aufzustocken, mehr Videokameras vor allem bei Großveranstaltungen einzusetzen und Jugendliche besser vor Extremismus zu schützen.
  • "Unsere Verantwortung als Landesregierung ist es, besonnen und besonders verantwortungsvoll zu handeln", sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
20:57 Uhr

Schweden hat nun zehn Millionen Einwohner

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Mit elf Millionen Schweden wird bereits 2024 gerechnet.

(Foto: imago/Bildbyran)

Laut Wikipedia hat Schweden noch 9,8 Millionen Einwohner - Stand März 2016. Das Statistikamt gibt nun jedoch einen Meilenstein bekannt:

  • Heute überschreitet das Land die Marke von zehn Millionen Einwohnern.
  • Allerdings kommt die Ehre keiner konkreten Person zu - diese lässt sich nicht feststellen.
  • Das hält König Carl Gustaf nicht von einer Gratulation ab: "Egal, ob du heute zur Welt gekommen, nach Hause zurückgekehrt bist oder die Chance bekommen hast, ein neues Leben in unserem Land zu beginnen: Du bist jetzt ein Teil von Schwedens Zukunft und seiner Geschichte. Ich möchte dich aufs Wärmste willkommen heißen", heißt es in einem Brief.
  • Übrigens brauchte Schweden 35 Jahre, um von acht auf neun Millionen Einwohner zu wachsen. Die nächste Million dauerte "nur" 13 Jahre - wobei drei Viertel des Zuwachses Einwanderer ausmachen.
20:30 Uhr

Rakete auf Polizeizentrale in Istanbul gefeuert

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Ein Polizist sichert eine Straße nahe der Polizeizentrale.

(Foto: AP)

Dieser Angriff geht zum Glück glimpflich aus:

  • Nach Angaben von CNN Türk feuern Unbekannte eine Rakete auf die Polizeizentrale in Istanbul. In anderen Berichten ist von einer Granate die Rede.
  • Das Geschoss habe sein Ziel aber verfehlt, berichtet der Fernsehsender.
  • Berichte über mögliche Opfer gibt es bisher nicht.
20:04 Uhr

Prinz William gibt seinen Job als Pilot auf

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William arbeitet in seinem bürgerlichen Job gerade mal 80 Stunden im Monat. Er hat ja auch noch ein paar andere Verpflichtungen.

(Foto: REUTERS)

Der zweite der britischen Thronfolge, William, ist ja nicht nur Prinz. Er hat auch einen Job als Hubschrauberpilot für eine gemeinnützige Organisation. Aber nicht mehr lange:

  • Der britische Prinz beendet im Sommer seinen Job.
  • Künftig will er sich "seiner Rolle als Adelsspross" widmen, wie es die Nachrichtenagentur AFP so schön formuliert.
  • Was damit gemeint ist: Er übernimmt repräsentative Aufgaben und unterstützt etwa Königin Elizabeth II. bei deren vielen Schirmherrschaften.
  • Damit geht auch ein Umzug einher: William, Kate und die Kinder George und Charlotte verlassen ihre Privatresidenz Anmer Hall und ziehen in den Londoner Kensington-Palast. Zumal George ab September in die Schule geht.

Hier finden Sie mehr dazu.

20:00 Uhr
19:28 Uhr

Behörden: Terroranschlag in Wien verhindert

Die österreichische Polizei nimmt in Wien einen Verdächtigen fest, der ein Attentat geplant haben soll:

  • "Es haben sich in den vergangenen Tagen Hinweise auf einen geplanten Anschlag in der Bundeshauptstadt verdichtet", sagt ein Polizeisprecher, den die Nachrichtenagentur APA zitiert.
  • Ausländische Geheimdienste hätten die Behörden über einen möglichen Anschlag informiert, heißt es weiter.
  • Der Mann sei überwacht und in einer Wiener Wohnung von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden.

Hier finden Sie mehr dazu.

19:01 Uhr

Italien: Drei Kinder aus Hoteltrümmern geborgen

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Nach wie vor suchen Helfer nach Überlebenden.

(Foto: dpa)

Rettungskräfte ziehen drei Kinder aus dem von einer Lawine verschütteten Hotel in den italienischen Abruzzen. Das sagte ein Feuerwehrsprecher. Zuvor waren eine Frau und ihr Sohn gerettet worden. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob es sich bei den fünf Personen um die Gruppe handelt, die kurz zuvor unter Trümmern entdeckt worden war.

18:25 Uhr

15-Jähriger nach Mobbing auf Intensivstation

Mobbing ist ein ernstes Problem in Schulen. Im thüringischen Heiligenstadt gibt es nun einen besonders üblen Fall, der auf der Intensivstation endet:

  • Jugendliche sollen bereits am Mittwoch einen 15-jährigen Mitschüler auf einem Schulhof gezwungen haben, größerer Mengen Alkohol zu trinken.
  • Der 15-Jährige kam mit einem Alkoholwert von zwei Promille auf eine Intensivstation - und war bis Donnerstag nicht ansprechbar.
  • Die Polizei ermittelt nun gegen fünf 14 bis 16 Jahre alte Jugendliche wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung.
18:10 Uhr

Trump als 45. US-Präsident vereidigt

Punkt 12 Uhr Ortszeit, High Noon, sozusagen, wird Donald Trump als US-Präsident vereidigt. Mehr dazu lesen Sie hier. Nachher gibt es noch eine Einschätzung der Antrittsrede.

17:56 Uhr

Bundesbürger hängen am Bargeld

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Ab 2018 sollen keine neuen 500-Euro-Scheine mehr in Umlauf gebracht werden.

(Foto: dpa)

So wirklich überraschend ist diese Meldung nicht, denn die Deutschen haben bekanntermaßen ein inniges Verhältnis zu ihrem Bargeld:

  • Der Wert der Münzen und Scheine, die die Bundesbank in Umlauf gebracht hat, sei 2016 um mehr als sieben Prozent gestiegen, sagt Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele der "WirtschaftsWoche".
  • Das sei deshalb bemerkenswert, weil gleichzeitig deutlich mehr 500-Euro-Scheine bei der Bundesbank eingezahlt würden als diese ausgebe (2018 soll damit ganz Schluss sein).
  • Während etwa in skandinavischen Ländern Online-Bezahlsysteme auf breiten Zuspruch stoßen, werden in Deutschland laut einer Bundesbank-Studie von 2014 noch 80 Prozent aller Einkäufe bar bezahlt.
17:23 Uhr

Syrien überlässt Russland Mittelmeerstützpunkt

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Über Tartus läuft der Nachschub für die russischen Truppen in Syrien, schon die sowjetische Flotte nutzte den Hafen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Russland ist der wohl wichtigste Verbündete des syrischen Machthabers Assad. Der revanchiert sich nun in gewisser Weise:

  • Das Land überlässt der russischen Marine den Mittelmeerstützpunkt Tartus - auf unbegrenzte Zeit.
  • Laut dem von Moskau veröffentlichten Vertrag darf Russland die Marinebasis für 49 Jahre nutzen mit automatischen Verlängerungen um jeweils 25 Jahre.
  • Die russischen Seestreitkräfte dürfen den Hafen modernisieren und für größere Schiffe vertiefen. Russland darf den Stützpunkt zudem mit eigenen Waffen gegen Angriffe aus der Luft und von See verteidigen.
17:04 Uhr

Fünf weitere Überlebende in Italien entdeckt

Noch eine gute Nachrichte aus Italien:

  • In dem verschütteten Berghotel entdecken Helfer fünf weitere Überlebende.
  • Die Gruppe wird unter Trümmern entdeckt, heißt es von der Feuerwehr.
  • Allerdings konnten die Retter noch nicht zu ihnen vordringen.

Nach offiziellen Angaben wurden bisher sechs Menschen gerettet - Medien berichteten von bis zu acht Überlebenden. Zwei Menschen wurden tot geborgen.

Hier finden Sie mehr dazu.

16:32 Uhr

Männer wollten Waffen im Darknet kaufen

Nach einem Hinweis des Bundeskriminalamts werden drei Männer aus Baden-Württemberg vorläufig festgenommen:

  • Sie sollen laut der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Polizei Reutlingen versucht haben, Waffen im sogenannten Darknet zu kaufen.
  • Bei einem 51-Jährigen aus Stuttgart finden die Ermittler zudem zahlreiche legale und illegale Waffen, darunter auch eine Kriegswaffe.
  • Den Behörden zufolge legen die Beschuldigten teilweise Geständnisse ab. Der 51-Jährige wird einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erlässt und Untersuchungshaft anordnet. Die beiden anderen sind inzwischen wieder frei.
16:01 Uhr

Merkel reist im Februar nach Ankara

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Zuletzt trafen sich Merkel und Erdogan im September auf dem G20-Gipfel in China.

(Foto: AP)

Wir müssen reden. Oder besser: Die beiden müssen reden. Es läuft ja derzeit nicht gut im Verhältnis Deutschlands zur Türkei. Als da wären: die Flüchtlingskrise, die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror und die Wirtschaftsbeziehungen. Welch ein Zufall: Just dies sollen die Themen sein, wenn Kanzlerin Merkel Anfang Februar wieder mal nach Ankara reist. Das meldet die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu, die auch ein Treffen mit Staatspräsident Erdogan in Aussicht stellt.

15:26 Uhr

"Sie waren überwältigt": Retter schildert Bergung

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Acht Menschen konnten bisher gerettet werden, allerdings berichten Medien auch von vier geborgenen Leichen.

(Foto: dpa)

Gestern verschüttete eine Schneelawine ein Hotel in Italien - und die Retter gingen vom Schlimmsten aus. Doch bisher konnten acht Menschen gerettet werden.

  • Marco Bini rettete dabei eine Mutter und ihre Tochter aus den Trümmern des Berghotels. Nun berichtet er von der ersten Begegnung.
  • "Kaum hatten sie uns gesehen, waren sie überglücklich und konnten nicht sprechen. In ihren Augen konnte man sehen, dass sie überwältigt waren, uns zu sehen", sagt er der Nachrichtenagentur Ansa.
  • Sie seien in einem Hohlraum im Küchenbereich gefunden worden. Womöglich hätten sie ein Feuer machen können und auch etwas zu essen gehabt.

Mehr zu der Rettungsaktion lesen Sie hier.

14:58 Uhr

Maas und Nahles einigen sich auf Hilfe für Terroropfer

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Auch einen Monat nach dem Anschlag erinnern Kerzen an die Opfer des Anschlags.

(Foto: dpa)

Opfer des Terrorangriffs auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz werden umfassend entschädigt. Darauf einigen sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Bundesjustizminister Heiko Maas:

  • Nach Angaben von Nahles' Ressort erhalten Betroffene nicht nur Leistungen nach dem Härtefallfonds für Hinterbliebene von terroristischen Straftaten und Schmerzensgeld durch die Verkehrsopferhilfe.
  • Hinzu kommen demnach Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz, etwa Rentenzahlungen zum Ausgleich beruflicher Nachteile.
  • Dafür sollen keine gesetzlichen Änderungen notwendig sein.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember waren zwölf Menschen gestorben, es gab zudem viele Verletzte.

14:26 Uhr

Große Fliegerbombe in Hamburg-Harburg entschärft

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Bomben dieser Größenordnung seien in Hamburg eher selten, heißt es von den Experten.

(Foto: dpa)

Gestern Hagen und Hamburg-Wilhelmsburg, heute Hamburg-Harburg:

  • Dort machen Experten des Kampfmittelräumdienstes einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich.
  • Taucher hatten die 1000-Kilo-Bombe in einem sieben Meter tiefen Hafenbecken entdeckt, sie musste zur Entschärfung mit einem Kran auf den Kai gehievt werden.
  • Bei den Arbeiten wurde auch ein Hochdruckwasserschneidgerät eingesetzt, mit dem der Kopfzünder herausgeschnitten wurde. Der Heckzünder wurde manuell unschädlich gemacht.

Hier finden Sie mehr dazu.

14:13 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser! Das wohl wichtigste Ereignis des Tages steht noch aus: Die Vereidigung des neuen Präsidenten Donald Trump. Da freuen Sie sich schon drauf, oder? Dann geht's hier zu unserem Liveticker und hier zu unserem Livestream. Vielleicht wollen Sie aber auch einfach nichts davon wissen? Dann sind Sie hier richtig, wo der Name Trump eher selten fallen wird. Einen schönen Nachmittag wünscht Ihnen Markus Lippold.

13:53 Uhr

Russische Wirtschaft rechnet mit Aufschwung 2017

Russlands Wirtschaft wird nach Ansicht der Regierung dieses Jahr die Rezession hinter sich lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könne um bis zu zwei Prozent zulegen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin in Davos.

  • Einer vorläufigen Schätzzahl zufolge schrumpfte die russische Wirtschaft 2016 um 0,5 bis 0,6 Prozent. Dem stark von Rohstoffexporten abhängigen Land setzte lange Zeit der Ölpreisverfall zu, der Mitte 2014 einsetzte.
  • Mittlerweile haben sich allerdings das Öl-Export-Kartell Opec und andere Förderländer auf eine Produktionskürzung verständigt, wodurch Öl teurer wurde.
  • Die Wirtschaft zwischen Kaliningrad und Wladiwostok leidet allerdings weiter unter den Sanktionen, die westliche Staaten als Reaktion auf die Krim-Annexion verhängt haben. 2015 war die Wirtschaft um 3,7 Prozent geschrumpft. Oreschkin stellte seine Prognose für 2017 unter den Vorbehalt, dass es kein Störfeuer von außen gibt und der Ölpreis nicht wieder auf Talfahrt geht.
13:30 Uhr

Ultimatum für Gambias Präsidenten abgelaufen

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Senegalesische Soldaten warten an der Grenze zu Gambia.

(Foto: AP)

In Gambia ist am Mittag das Ultimatum für den Rückzug des abgewählten Präsidenten Yahya Jammeh abgelaufen.

  • Truppen aus dem benachbarten Senegal wollten vor einer Intervention aber noch letzte Vermittlungsbemühungen Mauretaniens und Guineas abwarten, berichtet der britische Sender BBC.
  • Westafrikanische Staaten haben mit der gewaltsamen Absetzung Jammehs gedroht und ihm das Ultimatum gesetzt. Jammeh hatte die Wahl im Dezember verloren. Seine Amtszeit endete am Mittwoch um Mitternacht.
  • Der gewählte Präsident Adama Barrow wurde am Donnerstag in der gambischen Botschaft in Senegals Hauptstadt Dakar vereidigt.
13:12 Uhr

EU nimmt an Syrien-Konferenz in Astana teil

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Aleppo

(Foto: dpa)

Die Europäische Union nimmt an der geplanten Syrien-Friedenskonferenz teil. Eine Delegation oder ein Vertreter werde im kasachischen Astana dabei sein, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der EU. Ihr lägen noch keine Details vor, welche Rolle die EU in Astana einnehmen werde.

Die für Montag angesetzten Gespräche in Astana, die maßgeblich von Russland organisiert und von der Türkei sowie dem Iran unterstützt werden, werden von Beobachtern als Vorstufe für weitere Verhandlungen unter der Ägide der Vereinten Nationen gesehen.

12:56 Uhr

Verteidigung fordert milde Strafe für Safia S.

Im Prozess gegen die 16-jährige IS-Sympathisantin Safia wegen einer Messerattacke auf einen Polizisten in Hannover hat die Verteidigung eine milde Strafe gefordert. Sie plädierte am Oberlandesgericht Celle auf eine Verurteilung der Schülerin ausschließlich wegen gefährlicher Körperverletzung, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Die Bundesanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gefordert.

Hier geht's zur ausführlichen Meldung.

12:45 Uhr

Versehentlicher Luftangriff tötete bis zu 170 Menschen

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Eigentlich wollte das Militär die Terrororganisation Boko Haram bombardieren.

(Foto: AP)

Nach dem irrtümlichen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Nordosten von Nigeria geht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) inzwischen von bis zu 170 Todesopfern aus. Dies ergebe sich aus übereinstimmenden Berichten von Lagerbewohnern und örtlichen Verantwortlichen, erklärte MSF. Allein Mitarbeiter der Organisation hätten rund 90 Tote gezählt. "Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder", hieß es.

Nach Angaben von Helfern wurde das Flüchtlingslager zwei Mal im Abstand von knapp fünf Minuten bombardiert. Dort haben Zehntausende vor der Gewalt der islamistischen Terrororganisation Boko Haram Zuflucht gesucht. Der Luftangriff hätte dem nigerianischen Militär zufolge Boko Haram gelten sollen. Die Streitkräfte leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein.

12:25 Uhr

E-Bay-Chef: Profitieren von Brexit-Entscheidung

Ebay
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Der Chef der Online-Handelsplattform Ebay sieht derzeit keine negativen Auswirkungen auf sein Geschäft durch den wachsenden Nationalismus und Protektionismus in der Welt.

  • "Es hat sich bislang nicht viel verändert, außer das politische Klima", sagte Devin Wenig am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Das Exportgeschäft in Großbritannien habe nach dem Brexit-Votum sogar deutlich angezogen. Grund sei das schwache Pfund, das Einkäufe für Ausländer günstiger macht. "Es gibt einen Boom bei britischen Exporten, weil britische Waren gerade 'On Sale' sind."
  • Auch auf längere Sicht dürfte sich das Geschäft für Ebay durch den Brexit nicht dramatisch verändern, sagte Wenig."Großbritannien hat ja nicht vorgeschlagen, sich aus der Weltwirtschaft zu verabschieden."
12:06 Uhr

Ukraine stoppt Mauerbau an russischer Grenze

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Ein prorussischer Seperatist sichert eine Brücke in der Ostukraine.

(Foto: AP)

Die Ukraine hat den spektakulären Bau einer Mauer an der Grenze zu Russland überraschend eingestellt. "Es gibt keine Finanzierung für das Projekt, daher wird es im Charkiwer Gebiet nicht fortgesetzt", sagte die Gouverneurin der Region Charkiw, Julia Swetlitschnaja, ukrainischen Medien zufolge.

  • Das 2014 vom damaligen Regierungschef Arseni Jazenjuk vorgestellte Projekt "Europäischer Wall" sollte die knapp 2000 Kilometer lange Landgrenze zum verfeindeten Nachbarn Russland mit Wachtürmen, Signalsystemen und Gräben befestigen.
  • Ende 2016 waren dem Grenzschutz zufolge bereits 265 Kilometer Panzergräben, 41 Kilometer Sandstreifen und 75 Kilometer Zaun fertiggestellt. Über etwas mehr als 400 Kilometer Grenze in den Gebieten Donezk und Luhansk verlor Kiew im Sommer 2014 die Kontrolle an die von Moskau unterstützten Aufständischen.
12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

 

11:37 Uhr

Gefühlte Inflation klettert auf Vierjahreshoch

Die offiziellen Inflationswerte geben nicht immer wieder, wie Verbraucher die Preissteigerungen wahrnehmen. Dafür gibt es den Wert der "gefühlten Inflation". Die ist zuletzt so stark gestiegen wie seit 2013 nicht mehr.

  • Die gefühlte Inflationsrate kletterte im Dezember auf 2,3 Prozent, wie Berechnungen der Großbank UniCredit ergaben."Das ist der höchste Wert seit Juli 2013", sagte deren Deutschland-Chefvolkswirt Andreas Rees. Noch im November lag der Wert bei lediglich 0,3 Prozent. "Grund für diesen Sprung sind die steigenden Kraftstoffpreise, aber auch teurere Lebensmittel", erklärte Rees.
  • Die amtliche Teuerungsrate kletterte im Dezember zwar ebenfalls auf den höchsten Stand seit knapp dreieinhalb Jahren, doch liegt sie mit 1,7 Prozent deutlich niedriger als die gefühlte. Die Differenz kommt zustande, weil UniCredit die Waren und Dienstleistungen nach ihrer Kaufhäufigkeit gewichtet. Die Logik dahinter: Verbraucher nehmen Preisveränderungen bei Dingen, die sie so regelmäßig kaufen wie etwa Brot oder Benzin, viel stärker wahr als bei selten erworbenen Artikeln wie Möbel oder Waschmaschinen.
11:24 Uhr

Luftangriff: 40 Islamisten in Syrien getötet

Im Nordwesten Syriens sind Beobachtern zufolge mehr als 40 Extremisten bei einem Luftangriff getötet worden. Die Dschihadisten seien westlich der Stadt Aleppo angegriffen worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Es gehe um Mitglieder der Gruppe Fateh al-Scham, die einst als Nusra Front bekannt gewesen sei. Unklar war zunächst, ob russische oder US-Flugzeuge den Angriff geflogen hätten.

10:56 Uhr

Tod von Niklas: Walid S. will nicht an Tatort gewesen sein

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Der Hauptangeklagte Walid S. (2.v.l.) neben seinem Anwalt Martin Kretschmer und der Angeklagte Roman W. (r) neben seinem Anwalt Peter Krieger im Landgericht in Bonn.

(Foto: dpa)

Zum Auftakt des Prozesses um die tödliche Prügelattacke auf den 17-jährigen Schüler Niklas in Bonn hat der Hauptangeklagte jede Tatbeteiligung bestritten. "Er ist weder in die Tathandlungen mit eingebunden gewesen, noch war er am Tatort", sagte der Verteidiger des 21-jährigen Walid S. vor dem Bonner Landgericht.

Der Tod des 17-jährigen Niklas nach einem brutalen Angriff in Bonn-Bad Godesberg hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Laut der vom Bonner Staatsanwalt Florian Geßler verlesenen Anklage soll der zur Tatzeit 20-jährige S. dem Schüler aus Bad Breisig am frühen Morgen des 7. Mai 2016 einen Faustschlag gegen die Schläfe versetzt haben, an dessen Folgen Niklas wenige Tage später im Krankenhaus starb.

Mehr Details zum Prozess erfahren Sie hier.

10:42 Uhr

81-Jähriger mit 4,5 Kilogramm Kokain erwischt

Ein 81-Jähriger, der Kokain von Brasilien per Flugzeug in den Mittleren Osten schmuggeln wollte, ist Rauschgiftfahndern, genauer gesagt dem Rauschgiftspürhund "Zora", am Frankfurter Flughafen ins Netz gegangen. Der Kolumbianer hatte 4,5 Kilogramm Kokain in seinem Koffer versteckt.

  • Der 81-Jährige war von Brasilien in den Mittleren Osten unterwegs und in Frankfurt zwischengelandet.  Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von rund 171.000 Euro.
  • Das Rauschgift war in zehn prall gefüllten Aluminiumbeuteln versteckt, die eigentlich Kaffee, Kakao und Hygieneartikel enthalten sollten. Sie lagen zwischen Kleidern in einem braunen Rollenkoffer.
  • Unter den 8336 Kilo Rauschgift, die 2015 im Frankfurter Flughafen sichergestellt wurden, waren 144 Kilo Kokain.
10:12 Uhr

IS zerstört erneut antike Stätten in Palmyra

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Derzeit läuft erneut eine Offensive der syrischen Armee zur Rückeroberung der Stadt.

(Foto: dpa)

Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben in der syrischen Stadt Palmyra erneut antike Stätten zerstört. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Informationen der syrischen Altertums-Behörden. Dabei handelt es sich offenbar um das Tetrapylon, was einst die Kreuzung der zwei wichtigsten Straßen der Stadt symbolisierte. Das Tetrapylon von Palmyra galt als eines der schönsten, das die Römer je gebaut haben.

Im Mai 2015 eroberte der IS die Stadt. Im März 2016 verdrängte die syrische Armee die Islamisten aus dem Gebiet. Seit Dezember 2016 ist Palmyra wieder in der Hand des IS.

Hier erfahren Sie mehr dazu.

09:47 Uhr

Prozess um Tod von Niklas P. hat begonnen

Gut acht Monate nach dem Tod des Schülers Niklas P. nach einer nächtlichen Prügelattacke in Bonn-Bad Godesberg hat vor dem Bonner Landgericht der Prozess gegen zwei tatverdächtige junge Männer begonnen.

  • Hauptangeklagter in dem Verfahren ist der zur Tatzeit 20-jährige Walid S. Er soll dem 17-jährigen Schüler am frühen Morgen des 7. Mai 2016 einen Faustschlag gegen die Schläfe versetzt haben, an dessen Folgen Niklas wenige Tage später im Krankenhaus starb.
  • Laut Anklage sollen Blutgefäße im Gehirn von Niklas vorgeschädigt gewesen sein - deswegen lautet die Anklage gegen S. nicht auf Totschlag, sondern auf Körperverletzung mit Todesfolge.
  • Der zweite Angeklagte soll ebenfalls an der brutalen Attacke auf Niklas und dessen Begleiter beteiligt gewesen sein.

Mehr Details zum Prozess erfahren Sie hier.

09:30 Uhr

Mehr Bargeld in Deutschland im Umlauf

Obwohl die Zahl der 500-Euro-Scheine stark abgenommen hat, ist in Deutschland insgesamt mehr Bargeld im Umlauf.

  • "Der Wert des Bargelds, das die Bundesbank in Umlauf gegeben hat, ist im Jahr 2016 um über sieben Prozent gestiegen", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der "Wirtschaftswoche". Das sei bemerkenswert, da gleichzeitig mehr 500-Euro-Scheine bei der Bundesbank eingezahlt würden als diese ausgebe.
  • Der Rat der Europäischen Zentralbank hatte im Mai beschlossen, die Ausgabe des 500-Euro-Scheins gegen Ende 2018 einzustellen. Damit dürfte diese Banknote langfristig aus den Geldbörsen verschwinden - verbliebene Scheine sollen ihren Wert aber behalten.
09:10 Uhr

US-Botschafter: Trump-Tweets und Realpolitik zwei Welten

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John Emerson

(Foto: picture alliance / dpa)

Der scheidende US-Botschafter in Deutschland, John Emerson, hat vor zu viel Wirbel um spontane Äußerungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump gewarnt.

  • "Ich sage allen immer wieder, man sollte wegen der Tweets oder spontaner Interview-Äußerungen nicht so einen Wirbel veranstalten", sagte Emerson im Deutschlandfunk.
  • Diese Äußerungen seien Mittel, mit denen Trump mit seiner Basis kommunizieren werde. Es handle sich hier aber im Vergleich zur realen US-Politik um "zwei unterschiedliche Welten". Die spontanen Äußerungen seien weit entfernt von der tatsächlichen Politik.
08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

 

08:45 Uhr

In den Alpen droht erhöhte Lawinengefahr

Wer am Wochenende zum Wintersport aufbricht, der sollte die Lawinengefahr nicht aus den Augen lassen. Denn im Hochgebirge der Alpen beispielsweise müssen Sie ab etwa 2000 Metern aufwärts mit Stufe 3 von 5, also einer erheblichen Lawinengefahr rechnen. Darunter ist die Gefahr meist mäßig. Man sollte also die entsprechenden Berichte der Lawinenwarndienste beachten und sich am besten auf den gesicherten Pisten bewegen. Dann steht einem sonnigen Skiwochenende bei grandioser Fernsicht und meist frostigen Temperaturen nichts im Wege.

08:23 Uhr

Kein Lebenszeichen von dutzenden Hotelgästen

Von Dutzenden vermissten Hotelgästen nach dem Lawinenunglück in Italiens Erdbebenregion hat auch heute jedes Lebenszeichen gefehlt.

  • Wie intensiv die Bergungskräfte ihre komplizierte Suchaktion zwischen Trümmern und Schnee in der Abruzzen-Gemeinde Farindola in der Nacht fortsetzen konnte, war am Morgen zunächst unklar.
  • Eine gewaltige Lawine hatte am Mittwoch das Vier-Sterne-Hotel Rigopiano nach einer schweren Erdbebenserie unter sich begraben. Die Wucht der Schneemassen riss einige Teile des Gebäudes mit. Nach Angaben des Hoteldirektors waren bis zu 35 Menschen in dem Gebäude in 1200 Metern Höhe.

Mehr Infos bekommen Sie hier.

07:57 Uhr

Gambischer Präsident bekommt neues Ultimatum

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Demonstranten in der gambischen Hauptstadt Banjul

(Foto: AP)

Der abgewählte Präsident Gambias, Yahya Jammeh, hat eine neue Frist bekommen, um seinen Posten zu räumen.

  • Er hat nun bis heute um 12 Uhr Zeit, das Präsidentenbüro zu räumen, berichtet BBC unter Berufung auf Informationen der internationalen Eingreiftruppe.
  • Jammeh war bei der Präsidentenwahl im Dezember abgewählt worden, weigert sich jedoch, das Amt aufzugeben. Das Militär mehrerer afrikanischer Nationen steht bereit, um ihn notfalls mit Gewalt aus dem Amt zu drängen.

Sie wissen nicht, wer Yahya Jammeh ist? Dann klicken Sie hier. Mehr zu den aktuellen Ereignissen erfahren Sie hier.

07:46 Uhr

China: Niedrigstes Wirtschaftswachstum seit 1990

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Deko-Markt in Hongkong

(Foto: dpa)

Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben um 6,7 Prozent gewachsen. Es ist die niedrigste Wachstumsrate seit 1990.

  • Im Jahr 2015 hatte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft noch ein Wachstum von 6,9 Prozent verzeichnet. Der Einbruch bist die Folge einer grundlegenden Neuausrichtung der Wirtschaft durch Peking.
  • Zuletzt hatte China auch mit schrumpfenden Exportzahlen aufhorchen lassen. Im vergangenen Jahr gingen der Ausfuhren in der Landeswährung berechnet um 2,0 Prozent zurück, wie die Zollbehörde Mitte des Monats mitteilte. Im Gesamtjahr 2016 fiel der Wert der Ausfuhren auf 13,84 Billionen Yuan (1,9 Billionen Euro).
07:13 Uhr

Schauspieler und Clooney-Cousin Miguel Ferrer ist tot

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(Foto: dpa)

Der US-amerikanische Schauspieler Miguel Ferrer, Sohn von Oscar-Preisträger Jose Ferrer ("Cyrano de Bergerac") und der Sängerin Rosemary Clooney, ist tot. Wie die Filmblätter "Variety" und "Hollywood Reporter" berichteten, erlag Ferrer einem Krebsleiden. Er wurde 61 Jahre alt. Ferrer, ein Cousin von Hollywood-Star George Clooney, war aus Filmen wie "Robocop", "Alf - Der Film" und "Traffic - Macht des Kartells" bekannt.

Er spielte auch in vielen TV-Serien mit, darunter "Twin Peaks", "Crossing Jordan" und "NCIS: Los Angeles". Der Schauspieler habe die Welt "heller und lustiger" gemacht, sagte George Clooney über seinen Cousin. Sein Tod habe die Familie schwer getroffen, zitierte der "Hollywood Reporter" aus Clooneys Mitteilung.

07:02 Uhr

Fast 300 Obdachlose seit 1991 erfroren

Hunderte Menschen sind in Deutschland in den vergangenen Jahren erfroren. Darauf wies die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann hin. "Es ist unendlich traurig und ein Skandal, dass Menschen in Deutschland erfrieren", sagte Zimmermann.

  • Seit 1991 seien mindestens 289 wohnungslose Menschen in Deutschland betroffen gewesen, teilte Zimmermann unter Berufung auf die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mit.
  • Die Zahl ist nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft eine Schätzung aufgrund verschiedener Quellen, unter anderem von Medienberichten.
06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, mein Name ist Benjamin Konietzny, ich habe mich auf den Stuhl gesetzt, auf dem man sitzt, wenn man als Redakteur bei n-tv.de den "Tag" macht. Und da werde ich auch bis zum Mittag sitzen bleiben - mit kleinen Unterbrechungen vielleicht. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Folgende Themen stehen heute auf dem Kalender:

  • Donald Trump legt heute um 18 Uhr deutscher Zeit seinen Amtseid als 45. Präsident der USA ab.
  • Heute hält die Verteidigung im Fall von Safia S., der damals 15-Jährigen, die mutmaßlich im Auftrag des IS einen Polizisten im Hauptbahnhof attackiert und schwer verletzt haben soll, ihre Plädoyers. Die Anklage hatte sechs Jahre Haft gefordert.
  • In Gambia ist die Lage weiterhin kritisch: Der abgewählte Präsident weigert sich, seinen Posten zu räumen. Eine Eingreiftruppe umliegender Staaten ist bereit, ihn notfalls mit Waffengewalt zu vertreiben.
  • Prozessauftakt im Fall Niklas S.: Der Jugendliche wurde Anfang Mai 2016 nach einem Konzertbesuch im Bonner Stadtteil Bad Godesberg attackiert und starb wenig später. Der Fall sorgte bundesweit für Bestürzung. Angeklagt sind zwei junge Männer.
  • In Berlin wird heute die Grüne Woche eröffnet, die international wichtigste Messe für Energiewirtschaft und Ernährung.
06:13 Uhr

Eisig mit viel Sonne im Süden und Westen

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(Foto: dpa)

Der Tag startet an den Küsten mit leichten Plusgraden. Ansonsten ist es aber mal wieder frostig, über der Mitte sowie im Süden auch eisig, zum Teil mit minus 15 bis unter minus 20 Grad. In Sachen Sonne sind nachher der Süden und der Westen abseits örtlicher Nebelfelder ganz weit vorn, während Richtung Norden und Osten die Wolken überwiegen. Stellenweise fällt etwas Regen oder Nieselregen, der am gefrorenen Boden vereinzelt auch für Glatteis sorgen kann. Dazu erreichen die Temperaturen von den Mittelgebirgen südwärts minus 6 bis 0, sonst 1 bis 6 Grad.

Morgen erwartet uns eine ähnliche Wetterteilung. Und auch bei den Temperaturen ändert sich kaum etwas bei minus 6 Grad im Donaunebel und plus 6 Grad an der Nordsee.

Am Sonntag steigen dann auch im Norden die Chancen auf mehr Sonne. Im übrigen Land wird der Tag freundlich oder sonnig und nur vereinzelt halten sich hartnäckige Nebelbänke. Im Dauernebel minus 6, im Westen bis plus 4 Grad.

Damit wünsche ich Ihnen bereits jetzt ein schönes Wochenende,

Ihr Björn Alexander