Freitag, 26. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 26. Juni 2020

Ist das nicht schön? Das Wochenende steht vor der Tür und in einigen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen. Es ist höchste Zeit, sich einen Ventilator anzuschaffen, wenn Sie nicht verreisen. Wenn doch, dann hoffe ich, dass Sie sich um die Unterkunft im Voraus gekümmert haben - denn es wird voll in den deutschen Urlaubs-Hotspots.

Was war heute alles wichtig:  

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende!

22:16 Uhr

Trump erleidet Schlappe im Streit über Grenzmauer

US-Präsident Donald Trump hat eine juristische Niederlage im Streit über den Bau eine Mauer an der Grenze zu Mexiko einstecken müssen.

133314335.jpg

Trump verewigt sich auf einer Gedenktafel anlässlich der Fertigstellung der 200. Meile der Grenzmauer zu Mexiko.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Ein Berufungsgericht in San Francisco entschied, der Präsident habe nicht das Recht gehabt, für das Verteidigungsministerium bestimmte 2,5 Milliarden Dollar für die Konstruktion des gigantischen Bauwerks umzuwidmen. Trumps Pläne seien von der Verfassung nicht gedeckt, entschieden die Richter und verwiesen darauf, dass der Kongress den Transfer der Mittel untersagt habe.
  • Die Richter bestätigten zudem, dass Kalifornien und New Mexico, die zu den 20 klagenden Bundesstaaten zählen, das Recht hätten, in dieser Frage gegen die US-Regierung zu prozessieren.
  • Allerdings hat das Urteil keinen unmittelbaren Einfluss auf die Mauer-Pläne Trumps, denn das oberste US-Gericht hat bereits entschieden, dass die 2,5 Milliarden Dollar für den Bau der Mauer ausgegeben werden dürften, solange der Streit nicht endgültig entschieden sei.
  • Trump hatte im Februar 2019 den nationalen Notstand ausgerufen, um die Umwidmung der Mittel aus dem Verteidigungsetat zu rechtfertigen.
21:50 Uhr

US-Repräsentantenhaus will Washington zum 51. Bundesstaat machen

Das US-Repräsentantenhaus hat in einer historischen Abstimmung dafür votiert, der Hauptstadt Washington den Rang eines Bundesstaats zu geben. In der von den oppositionellen Demokraten dominierten Kongresskammer stimmte eine Mehrheit von 232 zu 180 Abgeordneten für diesen Schritt. Wirkliche Chancen auf eine Umsetzung hat das Vorhaben aber nicht.

imago0080768654h.jpg

Wird bald Washington DC zum Bundesstaat? Das ist eher unwahrscheinlich.

(Foto: imago/Loop Images)

  • Über den Status von Washington DC gibt es schon seit langem immer wieder Streit. Der Bundesdistrikt ist kein Bundesstaat und gehört auch keinem Bundesstaat an. Die mehr als 700.000 Einwohner der Hauptstadt dürfen deswegen keine Senatoren und keine stimmberechtigten Abgeordneten in den US-Kongress wählen.
  • In dem Gesetzentwurf, der nun das Repräsentantenhaus passierte, wird als Name für den erhoffen künftigen Bundesstaat "Washington Douglass Commonwealth" festgelegt. Damit soll neben dem ersten US-Präsidenten George Washington auch der bekannte schwarze Sklaverei-Gegner Frederick Douglass geehrt werden.
  • Die Initiative dürfte allerdings letztlich im Sande verlaufen. Die Republikaner, die im Senat die Mehrheit stellen, wollen das Vorhaben blockieren.
  • Hinter der Debatte stehen auch parteipolitische Motive: Die Bewohner Washingtons stimmen mehrheitlich für die US-Demokraten. Bekäme die Hauptstadt Senatssitze und Abgeordnetenmandate zugesprochen, würde das den Demokraten nutzen und den Republikanern schaden.
21:04 Uhr

Zu alt für Party? Mann zieht vor den BGH

Ein Mann aus München zieht im Kampf um sein Recht, auch jenseits der 40 noch feiern zu gehen, vor den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

  • Der damals 44-Jährige hatte im August 2017 gemeinsam mit zwei Freunden das Event "Isarrauschen" auf der Münchner Praterinsel besuchen wollen. Doch er scheiterte am Türsteher, der ihn für zu alt hielt. Der Abgelehnte forderte daraufhin Entschädigung wegen Altersdiskriminierung in Höhe von 1000 Euro vom Veranstalter, der die Zahlung verweigerte.
  • Nach dem Türsteher scheiterte der Kläger 2018 auch noch am Amtsgericht München und im März dieses Jahres am Landgericht München I. Beide wiesen seine Klage ab.
  • Wie ein Sprecher des Amtsgerichts mitteilte, hat der Kläger nun Revision zum BGH eingelegt. Er sieht einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Er habe es als besonders kränkend empfunden, am Eingang abgelehnt zu werden, sagte er nach Angaben des Amtsgerichts in der Verhandlung in erster Instanz. Schließlich sehe er gar nicht so alt aus.
Mehr dazu lesen Sie hier.
20:11 Uhr

TV-Moderator rast mit 142 km/h durch die Stadt - und filmt sich dabei

Das Video eines Rasers im Internet hat die Polizei in Lennestadt in Nordrhein-Westfalen auf den Plan gerufen. Nachdem mehrere Menschen Anzeige wegen eines Youtube-Beitrags erstattet hatten, in dem ein Porsche mit 142 km/h durch die Innenstadt gefahren sein soll, werde wegen der Teilnahme an einem Kraftfahrzeugrennen ermittelt, teilte die Polizei mit.

Wie mehrere Medien berichten, handelt es sich bei dem Fahrer um den bekannten Youtuber und Fernsehmoderator Jean Pierre "JP" Kraemer. Er soll mit einem anderen Mann im Wagen gesessen haben.

Die Polizei sucht nach Zeugen. Noch sei unklar, wann das Video entstanden sei - vermutlich zwischen dem 2. bis 19. Juni.

 

19:29 Uhr

Unbekannte Chemikalie tritt in Ärztehaus aus: 13 Verletzte

In einem Ärztehaus in Wiesbaden ist eine unbekannte Chemikalie ausgetreten.

  • 13 Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die meisten klagten über Atemwegsreizungen.
  • Fünf Betroffene wurden mit Hilfe einer Drehleiter aus dem Gebäude gebracht. In eine Klinik musste nach ersten Informationen allerdings niemand gebracht werden.
  • Um welchen Stoff es sich handelte, ist bislang unklar. Es wurden Luftproben genommen, die noch analysiert werden mussten. In dem Gebäudekomplex ist auch eine Apotheke untergebracht.
18:55 Uhr

Wahrzeichen gesprengt: Gasometer in Neunkirchen ist Geschichte

imago0101846870h.jpg

Innerhalb von zehn Sekunden war alles vorbei.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Am Ende ging alles ganz schnell: Der stählerne Gasometer im saarländischen Neunkirchen ist nach seiner Sprengung innerhalb von gut zehn Sekunden zu Boden gestürzt.

  • Zuvor hatte der Sprengmeister rund fünf Kilo Sprengstoff auf mehr als 100 Ladungen an dem 75 Meter hohen Scheibengasbehälter verteilt - und dann elektrisch gezündet.
  • Der 1000 Tonnen schwere Behälter war parallel zur Straße in sich zusammengesackt.
  • Der Gasometer galt als ein Wahrzeichen der saarländischen Kreisstadt.
  • Der 1970 erbaute Scheibengasbehälter wurde vom Unternehmen Saarstahl als Zwischenspeicher für den Betrieb der beiden Hubbalkenöfen und einiger Nebenaggregate im Neunkircher Stahlwerk genutzt. Seit Anfang 2020 wurde er lediglich als reiner Erdgasspeicher genutzt.

 

18:13 Uhr

Tabak-Verkaufsverbot in Südafrika bleibt bestehen

Seit drei Monaten darf man in Südafrika keine Zigaretten verkaufen. Und der Tabak-Bann bleibt weiter bestehen. Denn ein Gericht in Pretoria verwarf einen Antrag der in der FITA zusammengeschlossenen unabhängigen Tabakproduzenten auf umgehende Abschaffung des Verkaufsverbots, berichten südafrikanische Medien.

128473675.jpg

Zigaretten gibt's in Südafrika nur auf dem Schwarzmarkt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Südafrikas Regierung Ende März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, die auch einen Alkohol- und Tabak-Bann vorsieht. Der Alkohol-Bann wurde Anfang Juni aufgehoben, der von Tabakprodukten blieb bestehen.
  • Die zuständige Ministerin begründete das damit, dass Raucher für Komplikationen durch Covid-19 gefährdeter seien. Die Gegenseite hatte angeführt, dass Zigaretten zu den wesentlichen Dingen des Lebens zählten, da Raucher von ihnen abhängig seien.
  • Nachdem Botsuana einen ähnlichen Bann aufgehoben hat, gilt Südafrika nun als einziges Land auf dem Kontinent, das den Verkauf von Tabak verboten hat.
17:57 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:23 Uhr

Microsoft schließt fast alle Läden

Microsoft zieht sich weltweit mit seinen 82 eigenen Läden aus dem Einzelhandel zurück. Das kündigte der Software-Konzern in Redmond an. Die Läden sollen geschlossen werden. Nur die Stores London, New York, Sydney und in der Nähe der Firmenzentrale in Redmond sollen als "Microsoft Experience Center" erhalten bleiben, in denen dann aber auch keine Waren mehr verkauft werden.

43842586.jpg

Der Microsoft-Showroom in Berlin bleibt erhalten.

(Foto: picture alliance / dpa)

  • Wie viele Arbeitsplätze von den Maßnahmen betroffen sein werden, sagte Microsoft nicht.
  • Microsoft hatte im Jahr 2009 damit begonnen, den Erfolg der zahlreichen Apple Stores in den USA mit einer Kette von einzelnen Einzelhandelsgeschäften nachzuahmen. Dort wurden Microsoft-Produkte wie die Surface-Rechner oder die Spielekonsole Xbox verkauft, aber auch Geräte von Herstellern wie Dell, HP und Lenovo. Außerdem wurden dort neue Technologien wie die Augmented-Reality-Brille Hololens präsentiert.
  • 72 Stores befanden sich in den USA, der Rest in Kanada, Australien und Großbritannien. In Deutschland war Microsoft nicht mit eigenen Läden präsent. Der Showroom des Konzerns in Berlin ist von den Sparmaßnahmen nicht betroffen.
16:54 Uhr

Attentat auf Polizeichef von Mexiko-Stadt - Tote und Verletzte

Der Polizeichef von Mexiko-Stadt ist bei einem Angriff verletzt worden. Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach in seiner täglichen Pressekonferenz von einem Attentat, bei dem es auch Tote gegeben habe.

133372167.jpg

Polizeichef García Harfuch wurde bei demAngriff verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Der 38 Jahre alte Polizeichef Omar García Harfuch sei außer Lebensgefahr in einem Krankenhaus, twitterte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum. Der Angriff war ihr zufolge am frühen Morgen in dem Wohngebiet Lomas de Chapultepec, wo viele Menschen mit höherem Einkommen leben, geschehen. Mehr Details gibt es bislang nicht.
  • Fernsehbilder zeigten ein enormes Polizeiaufgebot am Ort des Geschehens.
  • Nach Angaben der Generalstaatsanwältin der Hauptstadt, Ernestina Godoy Ramos, gab es zwölf Festnahmen.
16:08 Uhr

Kind von Tate Modern geworfen - Jugendlicher muss 15 Jahre in Haft

Er hat ein Kind aus dem zehnten Stock des Museums Tate Modern geworfen - nur weil er in den Nachrichten vorkommen wollte. Jetzt muss der damals 17-jährige Täter für mindestens 15 Jahre ins Gefängnis. Das hat ein Gericht in London entschieden.

  • Der heute 18-Jährige hatte den Jungen im vergangenen August von einer Aussichtsplattform des Museums gestürzt. Wie durch ein Wunder überlebte der Sechsjährige den 30-Meter-Sturz mit schwersten Verletzungen. 
  • Der Jugendliche, bei dem Ärzte als Kind Autismus diagnostiziert hatten, war als gewalttätig bekannt. Er wurde in einer speziellen Einrichtung betreut, durfte aber das Haus für einige Stunden verlassen. 
  • Seine Tat sei durch den Autismus nicht zu erklären, sagte die zuständige Richterin. Das Kind war ein Zufallsopfer.
  • Der inzwischen Siebenjährige aus Frankreich, der mit seinen Eltern Urlaub in England machte, überlebte mit schwersten Verletzungen. Er schlug im fünften Stock auf einer Terrasse auf. Der Junge erlitt Knochenbrüche an der Wirbelsäule, den Armen und Beinen sowie eine Gehirnblutung.
15:35 Uhr

Messerattacke in Glasgow - vermutlich mehrere Tote

Bei einer Messerattacke in der schottischen Stadt Glasgow sind nach Medienberichten mehrere Menschen verletzt worden. Einige Straßen wurden gesperrt. Die Polizei warnte auf Twitter vor einem "Zwischenfall", betonte aber, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe.

Britische Medien berichten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude gestürmt sein sollen.

Update: Bei der Attacke ist ein Polizist erstochen worden. Das teilte der schottische Polizeiverband auf Twitter mit. Der Sender BBC berichtete von vermutlich drei Toten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:14 Uhr

Türkei schickt weitere 121 Putschverdächtige lebenslang in Haft

Vier Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei sind heute 121 Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Gericht in Ankara sprach sie schuldig, sich an dem Coup in der Gendarmerieführung in der Hauptstadt beteiligt zu haben. Sie hätten damit versucht, die Verfassung zu verletzen.

Gegen 86 der Beschuldigten wurde eine verschärfte lebenslange Haft verhängt: Neunmal lebenslang mit besonders strengen Bedingungen erhielt etwa ein Ex-Oberst wegen "vorsätzlichen Mordes". Ihm wird vorgeworfen, Stunden nach dem gescheiterten Putsch im Juli 2016 die Hinrichtung des Chefs der Antiterror-Einheit der Polizei und dessen Leibwächters angeordnet zu haben. Der Leibwächter starb, der Polizeichef überlebte schwer verletzt.

14:43 Uhr

Banküberfall in Hamburg - Täter auf der Flucht

97447404.jpg

Die Polizei sucht mit Hubschrauber nach den Tätern.

(Foto: picture alliance / Carsten Rehde)

Unbekannte haben eine Bank in Hamburg-Langenhorn überfallen. Sie bedrohten einen Angestellten und flüchteten anschließend mit einem noch unbekannten Geldbetrag.

Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach den flüchtigen Tätern, auch unter Beteiligung des Polizeihubschraubers.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch hat's geschafft, er verabschiedet sich ins Wochenende. Ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

14:03 Uhr

Sportboot reißt Schwimmer Arm ab

Schrecklicher Badeunfall in Mecklenburg-Vorpommern: Einem Schwimmer ist bei einem Zusammenprall mit einem Sportboot auf dem Tollensesee der linke Arm abgerissen worden.

Der 48-Jährige schwamm etwa 200 Meter vom Ufer entfernt, als es zur Kollision mit dem Motorboot kam, wie die Polizei Neubrandenburg mitteilte.

Der Schwerverletzte wurde durch einen Notarzt versorgt. Ein Rettungshubschrauber flog ihn anschließend in die Uniklinik Greifswald. Es bestand demnach keine Lebensgefahr.

Der 62-jährige Bootsführer und seine 63-jährige Frau erlitten einen Schock und wurden von Seelsorgern betreut. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

13:37 Uhr

Japaner entwickeln Corona-Maske mit Smartphone-Verbindung

2020-06-26T094330Z_2105480279_RC2XGH9S01N0_RTRMADP_3_HEALTH-CORONAVIRUS-JAPAN-MASK-TECHNOLOGY.JPG

Die Maske soll rund 40 Dollar kosten.

(Foto: REUTERS)

Atemschutzmasken mit USB-Anschluss werden bereits in Israel entwickelt. In Japan geht man noch einen Schritt weiter. Dort tüftelt das Startup-Unternehmen Donut Robotics derzeit an einer vernetzten Maske, die Nachrichten über das Internet senden und aus dem Japanischen in acht andere Sprachen übersetzen kann.

Die Maske aus Kunststoff passe über Standard-Atemschutzmasken und verbinde sich über Bluetooth mit einem Smartphone oder einem Tablet. So könnten über eine App Sprache in Textnachrichten umgewandelt, Anrufe getätigt und die Stimme des Trägers verstärkt werden, erklärte das Unternehmen.

Die ersten 5000 Masken sollen ab September an Käufer in Japan geliefert werden. Später sollen sie auch in China, den USA und Europa angeboten werden - zum Preis von etwa 40 Dollar pro Maske.

 

12:56 Uhr

Katholische Kirche verzeichnet Rekord bei Austritten

Den Kirchen laufen ihre "Schäfchen" davon: Im vergangenen Jahr hat die katholische Kirche so viele Austritte hinnehmen müssen wie noch nie. 2019 traten insgesamt 272.771 Menschen aus der Kirche aus, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte. Dies bedeutete einen sprunghaften Anstieg gegenüber den gut 216.000 Austritten im Jahr 2018.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing, erklärte, an der Statistik gebe es nichts schönzureden. Beim Empfang der Sakramente wie Taufe, Kommunion und Hochzeiten gebe es ebenfalls einen Rückgang.

Auch die evangelische Kirche verzeichnete deutlich mehr Austritte. 270.000 Menschen traten nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland aus und damit 22 Prozent mehr als im Jahr davor.

12:43 Uhr

Vater und vierjährige Tochter tot aus Badesee geborgen

Schreckliche Tragödie in Oberfranken: Ein Mann und seine vierjährige Tochter sind in einem Badesee der Gemeinde Trebgast tot aufgefunden worden.

Die insgesamt vierköpfige Familie aus Bayreuth habe sich am Donnerstag auf dem Gelände des Badesees aufgehalten, wie die Polizei in Bayreuth mitteilte. Der 27-jährige Mann und seine Tochter waren demnach am Vormittag am See unterwegs, während seine Frau mit einem Kleinkind zurückblieb.

Am frühen Nachmittag meldete die Frau ihren Mann und ihre Tochter als vermisst, woraufhin eine großangelegte Suchaktion startete. Gegen 18.00 Uhr wurden die beiden Vermissten dann leblos auf dem Grund des Sees entdeckt. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die genauen Todesumstände sind noch unklar.

12:04 Uhr

Steigende Temperaturen: Behörde warnt vor gefährlichem Ostsee-Erreger

Die deutsche Ostseeküste ist alljährlich Reiseziel vieler Badegäste. Aufgrund der Corona-Krise könnten die Besucherzahlen in diesem Jahr sogar noch höher ausfallen. Bei den sommerlichen Temperaturen müssen Badende allerdings mit Vibrionen rechnen. Darauf hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock noch einmal hingewiesen.

In seltenen Fällen verursachten Vibrionen schwere Infektionen, erklärte das Amt. Gefährdet seien jedoch nur sehr wenige Badegäste, vor allem Ältere, Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Immunschwäche. Wer zur Risikogruppe gehöre und Hautverletzungen habe, solle den Kontakt mit Meer- oder Brackwasser meiden.

Vibrionen sind natürlicher Bestandteil salzhaltiger Meere und kommen vor allem im Boden vor. Sobald die Wassertemperatur über 20 Grad Celsius steigt, vermehren sie sich sprunghaft. Vibrionen können beim Baden oder Wasserwaten in verletzte Haut eindringen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:25 Uhr

Polizisten verlieren bei Einsatz geladene Pistole

Bei einem Einsatz im Raum Quickborn/Norderstedt hat die Polizei in Schleswig-Holstein in der vergangenen Nacht eine schussbereite Pistole verloren. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, wurde die Waffe trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen bisher nicht gefunden.

Beim Auffinden dürfe die scharfe Waffe nicht berührt oder an sich genommen werden, warnte das LKA. Ein Finder solle sich sofort bei der Polizei melden. "Sollte dies unterbleiben, machen sich Finder nicht nur strafbar, sondern gefährden sich und andere."

10:45 Uhr

Schuldspruch für russischen Starregisseur Serebrennikow

ommt 111057627.jpg

Die Staatsanwaltschaft hat für Kirill Serebrennikow sechs Jahre Haft gefordert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fall Serebrennikow beschäftigt die russische Justiz und auch die internationale Kunstwelt schon seit rund drei Jahren. Nun hat ein Gericht in Moskau den Starregisseur schuldig gesprochen. Der 50-Jährige wurde wegen Veruntreuung von Fördergeldern in Millionenhöhe verurteilt, berichtete die Agentur Interfax. Das Strafmaß ist bislang unklar.

Serebrennikow übt in seinen Filmen und Theateraufführungen immer wieder Gesellschaftskritik. Das Verfahren gegen den auch in Deutschland bekannten Künstler gilt als Schauprozess gegen die liberale Kunstszene in Russland.

Viele Schauspieler, Sänger und Kulturschaffende erschienen zur Urteilsverkündung vor dem Gerichtsgebäude. Sie empfingen Serebrennikow mit Beifall. Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Free Kirill!".

Update: Serebrennikow wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Künstler muss somit nicht in Haft.

10:04 Uhr

Geschäftsmann fertigt Corona-Masken aus Schlangenhaut

Schutzmasken aus Stoff waren gestern. In Zeiten der Corona-Pandemie lässt ein US-Geschäftsmann aus Florida jetzt Schutzmasken aus Schlangenhaut produzieren. Wie das Portal Businessinsider.com berichtet, kam Brian Wood auf die Idee, Masken aus Python-Haut zu verkaufen, als er einen Umsatzrückgang im Geschäft mit Reptilienleder bemerkte.

"Wir haben uns eine Maske ausgedacht, um sie auszuprobieren, und sie auf Facebook veröffentlicht", sagte Wood gegenüber dem Portal. "Und plötzlich haben wir eine enorme Menge an Bestellungen bekommen."

Im Süden Floridas haben sich Pythons zu einer echten Plage entwickelt. Inzwischen ist die eigentlich in Asien beheimatete Schlangenart eine ernsthafte Bedrohung für die Tierwelt in den Everglades. Die Würgeschlangen sind daher in dem Bundesstaat zur Jagd freigegeben.

09:13 Uhr

Kampf um "El Chapos" Erbe: 16 Tote bei Schießerei in Mexiko

Im Kampf um das Erbe des inhaftierten Ex-Kartellchefs Joaquín "El Chapo" Guzmán sind in Mexiko 16 Menschen getötet worden. Nach einem Schusswechsel auf einer Straße nahe Tepuche im Bundesstaat Sinaloa seien sieben Leichen in einem Lieferwagen gefunden worden, teilte der regionale Sicherheitsminister Cristóbal Castañeda mit. Einige Stunden später seien in dem Ort neun weitere Leichen entdeckt worden.

  • Die Schießereien dauerten nach Angaben des Ministers insgesamt sechs Stunden.
  • Bei allen Toten handelt es sich demnach um Mitglieder rivalisierender Drogengangs.
  • Die Toten seien schwer bewaffnet gewesen und hätten kugelsichere Westen getragen.
  • Laut Castañeda gab es seit Ende Mai bereits acht Gefechte zwischen Drogenbanden in der Region.

Medienberichten zufolge ringen derzeit zwei Gangs um die Kontrolle über das früher von Guzmán angeführte Sinaloa-Kartell. Dabei stehen sich eine von den Söhnen Guzmáns angeführte Gruppe und eine Bande unter Ismael "El Mayo" Zambada gegenüber, der lange als die Nummer zwei des Kartells galt.

09:03 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:00 Uhr

Teils heftige Gewitter ziehen übers Land

Der Freitag wird nicht nur der heißeste Tag der Woche, sondern ist auch Auftakt zu einem krachenden Wochenende. Besonders im Süden und Südwesten ziehen Gewitter rein. Auch Samstag und Sonntag bessert sich die Lage wenig.

 

08:29 Uhr

Ferienbeginn: Auf diesen Strecken rechnet der ADAC mit langen Staus

Vor dem Strand kommt der Asphalt: In Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Sommerferien begonnen. Auf den Straßen im Norden rechnet der ADAC am Wochenende deswegen mit vielen Staus.

"Aufgrund der Corona-Krise haben viele ihre ursprünglichen Urlaubspläne aufgegeben und verbringen ihre Ferien nun doch lieber im Inland", sagte ADAC-Sprecher Hans Pieper. In Kombination mit zahlreichen Baustellen und einer Vollsperrung der A7 wird bei Autofahrern Geduld gefordert.

Stau-Hotspots sind laut ADAC auf der A1 zwischen Bremen-Arsten und Oyten, bei Billstedt und bei Lübeck. Auf der A7 wird es vor und nach dem Elbtunnel, sowie bei Soltau besonders eng. Stark belastet werden zudem die Küstenstraßen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sein.

 

08:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende naht, die Temperaturen steigen und in vier Bundesländern starten die Sommerferien. Sollten Sie sich heute mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub machen, beachten sie die Stauhinweise des ADAC, die ich Ihnen gleich präsentiere.

Folgende Themen stehen heute auf der Tagesordnung:

  • In der Debatte über Billigpreise auf dem Fleischmarkt will Bundesagrarministerin Julia Klöckner sich mit Kolleginnen und Vertretern der Branche austauschen.
  • Die Grünen-Spitze stellt in Berlin den Entwurf für das neue Grundsatzprogramm ihrer Partei vor.
  • Im Prozess um einen geplanten islamistischen Terroranschlag mit dem hochgiftigen Rizin soll das Urteil verkündet werden.
  • Im Fall "Gorch Fock" verhandelt das Landgericht Bremen am Freitag (10.30 Uhr) über die Millionenklage einer Werft gegen den Bund.

Bis 14 Uhr versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

07:35 Uhr

Geschwister leblos in Gartenteich entdeckt

Schreckliches Unglück im nordrhein-westfälischen Greven: In einem Gartenteich einer Wohnsiedlung sind zwei Kleinkinder leblos gefunden worden.

Der Junge und das Mädchen - beide zwei Jahre alt - wurden gestern Nachmittag entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Beide kamen in Lebensgefahr schwebend nach Münster ins Krankenhaus.

Wie der Junge und das Mädchen in den Teich gelangten, ist noch unklar. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung haben die beiden verunglückten Kinder noch ein weiteres Geschwisterchen - sie kamen als Drillinge zur Welt.

Update: Die beiden Geschwister starben im Krankenhaus, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster sagte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht.

06:57 Uhr

Aktivisten besetzen Kohlebagger im Tagebau Garzweiler

Rund 80 Umweltaktivisten sind am frühen Morgen auf das Gelände des Tagebaus Garzweiler vorgedrungen. Nach Angaben einer Sprecherin des Anti-Kohle-Bündnisses "Einsatz Kohlestopp" wollen sie damit einerseits den Kohlestopp erreichen und gleichzeitig ein Zeichen gegen das geplante Kohlegesetz der Bundesregierung setzen. Wegen des Protests steht der Betrieb derzeit still.

Das Rheinische Braunkohlerevier ist immer wieder Schauplatz von Protest-Aktionen. Bereits in der Vergangenheit drangen mehrmals Aktivisten in das Gelände ein. Im November 2019 etwa besetzten Greenpeace-Aktivisten einen Braunkohlebagger. Im Juni zuvor sorgte "Ende Gelände" mit Blockaden für einen Großeinsatz der Polizei.

06:13 Uhr

Ex-Wissenschaftler der Uni Wuppertal wird Minister in Brasilien

Von Wuppertal nach Rio de Janeiro: Carlos Alberto Decotelli ist ein beeindruckender Karrieresprung gelungen. Der ehemalige Wissenschaftler der Universität Wuppertal ist neuer Bildungsminister Brasiliens. Das gab Präsident Jair Bolsonaro nun auf Twitter bekannt.

Decotelli hatte an der Universität Rio seinen Bachelor gemacht und an der argentinischen Universität Rosario den Doktortitel erworben. Anschließend war er als Postdoktorand an der Universität Wuppertal tätig. Zwischen Februar und August 2019 leitete er den Nationalen Entwicklungsfonds für Bildung (FNDE).

Decotelli ist der dritte Bildungsminister und der erste schwarze Minister in der Regierung Bolsonaro. Er tritt die Nachfolge von Abraham Weintraub an, der nach einer Reihe von Kontroversen seinen Posten geräumt hatte.