Unterhaltung

"Sing meinen Song" Alles Kelly, oder was?!

sms.jpg

Hat wahrscheinlich mehr erlebt und gesehen als alle "Tauschkonzert"-Kandidaten zusammen: Paddy Kelly.

(Foto: Foto: VOX / Markus Hertrich)

Lena & Co im Wiedergutmach-Modus: Nach dem letztwöchigen "Big Daddy Mo"-Reinfall legt ein Großteil der "Tauschkonzert"-Kandidaten diesmal zu Ehren von Michael Patrick Kelly zwei Schippen drauf.

Wie beeindruckt man einen Künstler, der mehr als 20 Millionen Tonträger verkauft hat, vor 250.000 fanatischen Fans auf der Bühne stand und zwei Jahre lang in der "Carl-Gustaf-Suite" auf Schloss Gymnich ins Himmelbett hüpfte? Diese Frage stellen sich am fünften "Tauschkonzert"-Abend die Damen und Herren Stefanie Kloß, Lena Meyer-Landrut, Mark Forster, Moses Pelham, Gentleman, Alec Völkel und Sascha Vollmer.

Der, um den es geht, heißt Michael Patrick Kelly. Mittlerweile wissen auch die jüngeren "Sing meinen Song"-Anhänger, dass der nette Kerl mit dem unscheinbaren Äußeren "irgendwann mal" eine "richtig große Nummer" war. Ältere Semester kennen natürlich die Details. Straßenmusiker, Hausbootbesitzer, Stadion-Ikone, Klosterschüler, Wiedergeborener: Paddy Kelly hat in seinem Leben wahrscheinlich mehr erlebt und gesehen als alle "Tauschkonzert"-Kandidaten zusammen. Und das ist vielleicht sogar noch untertrieben.

Heute nippt "Stadion Paddy" genüsslich am Weinglas

1257609.jpg

Da sind sie alle: Moses Pelham, Michael Patrick Kelly, Sascha Vollmer, Alec Völkel, Lena, Gentleman, Stefanie Kloß und Mark Forster.

Anyway … Die Jungs und Mädels haben keine Wahl. Sie müssen jetzt da raus und sich - wie bereits in der vergangen Woche - an einer schier unüberwindbaren Hürde versuchen. So lauten nun mal die Regeln. Jeder darf sich mal zurücklehnen und die anderen machen lassen. Und heute nippt "Stadion-Paddy" genüsslich am Weinglas.

Die Spannung steigt. Was passiert? "Das große Scheitern", die zweite? Oder wachsen heute alle über sich hinaus? Moses Pelham ist die Sache scheinbar zu heikel. Der Eintracht-Bär schiebt den Verantwortungs-Peter lieber seiner Glashaus-Muse Cassandra Steen zu. Die jedoch hat alles im Griff, schüttelt hohe und tiefe Gänsehaut-Töne nur so aus dem Ärmel und setzt mit ihrer hoch emotionalen Version des ersten echten Kelly Family-Hits "David’s Song" die Messlatte hoch an.

Da muss Mark Forster schon ganz schön schlucken. Hinterlässt das "Hitmonster" genauso große Spuren? Nicht wirklich. Forsters oszillierende Melange aus waberndem 80s-Pop und neuzeitlichem Format-KlingKlang haut weder Erdbewohner noch Außerirdische aus den Socken ("Fell in love with an Alien"). Schnell wieder setzen und die Kappe ins Gesicht ziehen, Herr Forster. Das war nix.

Auch Stefanie Kloß kommt wieder einmal nicht aus den Puschen. Und dabei hat sie sich mit "An Angel" einen Song ausgesucht, den man selbst in einer Death Metal-Interpretation nicht mehr aus den Ohren bekommen würde. Die Kloß-Version hingegen hat man schon zehn Sekunden nach dem letzten gesäuselten Ton wieder vergessen. Warum? Keine Ahnung. Wie gesagt: Vergessen …

Gentleman bringt des wankende "Kelly-Abend-Schiff" wieder auf Kurs

Nun liegt es an Gentleman, das wankende "Kelly-Abend-Schiff" wieder auf Kurs zu bringen. Und siehe da: Der quirlige Reggae-Wirbelwind bringt die großen Emotionen zurück ins Spiel. Mit seiner luftig lockeren "Shake Away"-Performance katapultiert er den Hauptprotagonisten des Abends ins Tal der Tränen. Dort fühlt sich der schniefende Paddy aber trotz herzzerreißender Gesichtsmimik total wohl: "Das waren Freudentränen. Gentleman hat mich heute total geflasht", gesteht Michael Patrick. Well done, Herr Otto!

Kaum sind die Tränen getrocknet, kneift der 90s-Mädchenschwarm aber erneut die Äuglein zu. Schuld ist Lena, die in Paddy alte "Mama"-Erinnerungen weckt. Vier Minuten lang kriecht die sonst so hibbelige Brünette in ein samtweiches Bambi-Kostüm. Der Lohn: Stehende Ovationen und literweise Tränen.

Das können die beiden BossHoss-Büffel Alec Völkel und Sascha Vollmer natürlich nicht lange mit ansehen. Und so treten sie der schluchzenden Runde zum Abschluss noch einmal kräftig in den Allerwertesten und zeigen, dass Kelly-Liedgut auch in Alternative-Gefilden Ausrufezeichen setzen kann ("No Fuzz, no Buzz, back to Rock’n’Roll").

So stehen am Ende vier Hochkarätern zwei Ausfälle gegenüber. Die letzte Woche hat gezeigt: Es kann auch andersrum laufen. Ergo: Two thumbs up! Alle nehmen sich in die Arme. Und die Band freut sich auch noch über die "Song-Ukulele des Abends". Eine Moment-Aufnahme in Rosarot. Applaus! Applaus!

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen