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Klare Worte zum Ehe-Aus Boris Becker will "die Richtige" noch finden

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Auch über Weihnachten will er sich nicht mit Lilly "zusammenraufen": Boris Becker.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Einst turtelten sie wie Teenager. Doch inzwischen würdigen sich Boris und Lilly Becker kaum noch eines Blickes. Während die Scheidung läuft, sprechen sie lieber übereinander und das Ende ihrer Ehe mit den Medien. So nun auch wieder der Ex-Tennis-Profi.

Ob aus ihrer Liebe inzwischen Hass geworden ist, kann man von außen nicht beurteilen. Sonderlich respektvoll gehen Boris und Lilly Becker seit ihrer Trennung jedoch nicht miteinander um. Bei einer Anhörung im Londoner Familiengericht vergangene Woche konnten sie sich nicht einmal gegenseitig in die Augen blicken. Stattdessen gehen beide getrennt voneinander an die Öffentlichkeit, um jeweils ihre Sicht der Dinge während des laufenden Scheidungsverfahrens mit dem interessierten Publikum zu teilen.

Nachdem Lilly Becker zuletzt etwa im RTL-Jahresrückblick mit Günther Jauch ihr Herz ausgeschüttet hatte, gab nun ihr Noch-Mann der Zeitschrift "Bunte" ein ausführliches Interview. Gefragt, ob er sich denn nicht wenigstens über Weihnachten mit Lilly "zusammenraufen" werde, antwortet Boris Becker strikt: "Nein. Das ist ausgeschlossen." Ein bisschen schränkt er dann allerdings doch ein:  "Aber wir lieben beide unseren Sohn und versuchen, ihm eine schöne Zeit zu bieten."

Wie sie "die Feiertage genau aufteilen", sei noch nicht geklärt, erläutert der 51-Jährige. "Ich habe Vertrauen in Lilly und mich, dass wir die richtige Lösung für Amadeus finden."

"Das ist das Ende einer Beziehung"

Auch auf die Gründe für das Ehe-Aus geht Boris Becker im "Bunte"-Gespräch ausführlich ein. "Ihre und meine Lebensanschauung, unsere Prioritäten haben irgendwann nicht mehr zusammengepasst", erklärt er. "Anfangs war das reizvoll, irgendwann hat man den anderen nicht mehr verstanden, und das macht es unmöglich zusammenzubleiben. Sie sah die Dinge linksherum, ich rechtsherum. Wir hatten nicht mehr die gleichen Interessen, die gleichen Wertanschauungen, das gleiche Gefühl für echte und falsche Freunde oder den Umgang mit Familie."

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Hatten sie sich da schon nicht mehr viel zu sagen? Boris und Lilly Becker Ende Februar bei den "Laureus Awards" in Monaco.

(Foto: imago/Peter Seyfferth)

Letztlich seien sie nicht mehr der jeweils "erste Ansprechpartner füreinander" gewesen, resümiert der einstige Wimbledon-Sieger und ergänzt: "Das ist das Ende einer Beziehung, wenn der andere einem gleichgültig wird."

Zugleich wirft er seiner Verflossenen vor, mit seinen Kindern aus seinen früheren Beziehungen so ihre Probleme gehabt zu haben. Das gelte nicht nur für die Söhne Noah und Elias, die aus seiner Ehe mit Barbara Feltus stammen, sondern auch für seine Tochter Anna, die aus einer flüchtigen Affäre mit dem Model Angela Ermakova hervorging. "Auch mit Anna kam Lilly nicht zurecht. Es war für mich als Vater extrem schwierig, da zu vermitteln", erklärt Boris Becker. "Aber Lilly hatte nie ein Interesse daran, ein Verhältnis mit Anna aufzubauen", fügt er hinzu. Dies habe er auch offen kritisiert.

"Das muss man erst mal schaffen"

Trotz alledem will Boris Becker die Vergangenheit nicht in allzu düsteren Farben malen. "Ich finde nicht, dass wir gescheitert sind", erklärt er. Er habe schließlich zehn Jahre mit Barbara und 13 Jahre mit Lilly zusammengelebt. "Das muss man erst mal schaffen", so Becker. "Klar hatte auch ich mit 25 die Idealvorstellung, bis ans Lebensende mit derselben Frau zusammenzubleiben. Aber das Leben kam dazwischen", sagt er nicht ohne Ironie und ergänzt: "Ich möchte die Zeit auf keinen Fall missen."

Für eine neue Frau an seiner Seite sei er aktuell noch nicht bereit, unterstreicht Boris Becker zugleich: "Ich werde es ganz langsam angehen lassen." Dennoch gibt er sich in Liebesdingen optimistisch. Es sei schön, sich neu zu verlieben, erklärt er. "Und wenn ich dann irgendwann die Richtige finde, schließe ich auch nicht aus, noch einmal zu heiraten."

Boris und Lilly Becker hatten im Mai verkündet, sich "einvernehmlich und freundschaftlich" getrennt zu haben. "Beide Seiten haben sich einvernehmlich darauf verständigt, sich scheiden zu lassen", kommentierte Boris Beckers Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser überdies den Gerichtstermin vergangene Woche. Der offizielle Scheidungsgrund soll "unvernünftiges Verhalten" sein.

Quelle: n-tv.de, vpr/dpa