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"Promi Big Brother" - Tag 1 "Da müssen paar Fältchen weg am Hintern"

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Ginger Costello ist die aktuelle Frau von Bert Wollersheim.

(Foto: Sat.1)

Trovato stört sich an Gingers Cellulite, Tobi hat "Druck auf'e Tinte" und Janine ihren "Eisprung". Nur einer behält den Durchblick: der Mann, der sich Gedanken über das Universum macht und längst weiß: "Wir sind wie Staubkörner".

"Ich würde da nochmal ein bisschen durchkärchern lassen", so Jürgen sexistisch beim Anblick von Gingers Kehrseite. Obschon Ginger bereits etliches Feintuning betrieben hat, ziert ihren schönen Frauenpo etwas Cellulite, die dem verbalen Scheusal sofort auffällt. Body Shaming ist gleich noch ekelhafter, wenn es von so einem abgehalfterten Schlecker-Laden-Detektiv kommt, aber hey, "ist doch nur Spahaaaß! Ich verarsch dich nur!" Psychoanalyse von Dr. Trovato: Mädsche, wat biste so verärgert, wenn man dich beleidigt? Da hab ich wohl ins Schwarze getroffen! Entschuldigen? Wieso entschuldigen? Die hat doch da Dellen!

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Zlatko sinniert schon kurz nach dem Einzug über das Leben.

Tag 1 nach dem Einzug ist auch der Tag, an dem uns mal wieder der ganze Kladderadatsch des Vortages serviert wird, unter anderem das eben erwähnte Cellulite-Gate. Man fragt sich: Warum haben die das nicht in die vierstündige Schnarch-Show vom Einzug gepackt? Ach so: Gehört zum Konzept. Gut, das kann man so machen, aber dann ist das Konzept halt ****** (ich muss hier auspiepen, wir sind doch alle zivilisierte Leute!)

Das harte Leben der Ginger Costello

In diesen Aufgüssen erfahren wir unter anderem, dass Jürgen sich nicht vorstellen kann, wer Ginger schwängern könnte: "Wat ein Kind ... von wem denn?" Dabei ist es vor allem die Blondine, die man an Tag 1 liebevoll herzen möchte. Ihr kurzes Leben hat sie hart gebeutelt: Verprügelt von ihren Ex-Mackern, "der eine hat Zigaretten auf mir ausgedrückt, der andere hat mir nach einem Streit die Nase gebrochen!" Sie habe auch die Polizei gerufen, aber "die hat nix gemacht!" Tabledance, Webcam-Girl, gesoffen, halb im Rotlichtmilieu gelandet - "was für ein Scheißplanet". Aber jetzt ist ja der Bert da und der Bert "ist der beste Mann der Welt!" Noch immer quarze sie zwei Schachteln Kippen am Tag, aber dafür sei sie vom Suff losgekommen.

Auch Theresia offenbart sich. Schlimme familiäre Grabenrisse. Keinen Kontakt zu ihren Eltern. Dabei liebe sie ihre Eltern und sei deren einziges Kind. Aber die Eltern, das ist ein wichtiger Aspekt, wohnen von jeher im Osten (Leipzig). Und das ist, so Mutti Lilo, "ja noch schlimmer!" Immer nur im Osten wohnen - oh Gott!

Zwischendurch dusslige Flirtereien: Janine berichtet von ihrer "Liebe zu Ärschen" und ihrem "Eisprung" und tja, wenn man halt "Druck auf'e Tinte hat" (Zitat Tobi the Brain), dann isses so. Hey, Digger, da geht noch was!

"Wir sind Staubkörner auf dieser Erde"

Ginger berichtet aus ihrem Leben.jpg

Ginger Costello hat auch ohne Alkohol schon eine lockere Zunge und packt aus.

Man fragt sich sehr oft: Was soll das alles? Diese Show hat keinerlei erzählerische Struktur, keinen funktionierenden Ansatz, keinen klaren Höhepunkt. Da ist selbst im Berliner Feierabendverkehr mehr Fluss drin. Ständig jedoch sagt die arme Marlene Lufen in ihrer Hilflosigkeit, wie aufregend und spannend das alles sei und man denkt sich: Hä, guckt die grade das "Sommerhaus der Stars"?

Aber es gibt auch schöne Szenen. Und wenn etwas schön ist, dann soll man davon berichten, damit jene, die davon erfahren, es weitertragen. Bis in die Kantine, wo der coole Typ an der Salatbar dann wie Zlatko sagt: "Fuck, was für'n Scheiß!"

Besonnen reflektiert die "Big-Brother"-Legende das Dasein der gesamten Menschheit: "Wir sind alle gleich, wir sind Staubkörner auf dieser Erde", und mit Blick auf seine ungewollte Prominenz vor zwanzig Jahren: "Man war dann eben berühmt, obwohl man nichts geleistet hat, außer sich in einen Container zu setzen." Mit der Prominenz kamen die Medien und mit denen die Lügen. Zlatko, der für Joey Heindle, ein bisschen "pitbullmäßig" rüberkommt, aber auch "warmherzig" wirkt, hasst Lügner: "Lügner sind das allerschlimmste".

Derweil stellen sich im Zeltlager unbekannte YouTuber, Bachelor-Heinis und Influencer die Frage, wer "dieser Zlatko" denn überhaupt sei. "Kein Schwanz hat seit 2003 Zlatko auf'm Schirm!" Vor allem Chris stößt es sauer auf, dass Heindle so opportunistisch zum großen Zlatko in den Luxusbereich abgedampft ist. Erst traurig, dann freudig erregt: "Anhand der Reaktion würde ich jetzt anmerken, dass er ein Lutscher ist." Der Chris hat es dieser Tage aber auch nicht leicht! Man muss sich nur mal vorstellen, wie sehr "ein unsauberes Körpergefühl" Einfluss auf die Psyche nehmen kann. Das kann einen "richtig abfucken!"

"Es ist sooo spannend!"

Zurück zu den Bonmots: Zlatko berichtet von seinem Job als KFZ-Mechaniker in Anstellung. Kein Schickimicki, alles ganz normal. Er würde Heindle, der unter Welpenschutz steht, nicht nur seine Nummer geben, sondern ihm auch bei der Suche nach einer Familienkutsche behilflich sein. Im Abgang gab es noch irgendein "orales Match", das die Festplatte glücklicherweise sofort wieder gelöscht hat, ein bisschen Beef, weil Theresia bei Penny zu wenig eingekauft hat und einen semi aufregenden Bereichswechsel.

Zum Schluss noch was wirklich Spannendes: Im Haus gegenüber geht seit nunmehr einem Monat immer kurz vor 2 Uhr nachts das Licht an. Hinter den Vorhängen ist eine verkrümmte Silhouette zu erkennen. Sie wirkt zwar menschenähnlich, aber wer weiß? Nach ein paar Minuten geht das Licht wieder aus, dafür flackert nun die Funzel im Treppenflur. Doch niemand ist zu sehen. Merkwürdige Geräusche dringen über die Straße und verhallen in der Nacht. Manchmal hört man ein geheimnisvolles Flüstern. Dann sieht man eine schemenhafte Gestalt weghuschen. Huch, ich schweife ab! Mal sehen, was Tag 2 bringt.

Quelle: n-tv.de

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