Unterhaltung
Donnerstag, 15. März 2012

Gérard Depardieu spielt Strauss-Kahn : "Er ist wie alle Franzosen"

Der Schauspieler Gérard Depardieu mag Dominique Strauss-Kahn nicht besonders. Er hält ihn für arrogant und wenig liebenswert, wie alle seine Landsleute. Deswegen will Depardieau den früheren IWF-Chef und Angeklagten in einer Callgirl-Affäre jetzt spielen.

An seiner Haarfarbe muss der Schauspieler Depardieu noch arbeiten, wenn er Strauss-Kahn glaubhaft verkörpern will.
An seiner Haarfarbe muss der Schauspieler Depardieu noch arbeiten, wenn er Strauss-Kahn glaubhaft verkörpern will.(Foto: picture alliance / dpa)

Abneigung gegen Dominique Strauss-Kahn hat den französischen Schauspieler Gérard Depardieu dazu gebracht, den früheren IWF-Chef in einem Film über dessen Sex-Affäre zu spielen. "Ich mache es, weil ich ihn nicht mag", sagte Depardieu dem Schweizer Rundfunksender RTS. "Er ist nicht liebenswert, ich denke, er ist ein bisschen wie alle Franzosen: ein bisschen arrogant". Das sei an der Art zu sehen, wie der 62-Jährige laufe - mit der Hand in der Hosentasche.

In dem Film des US-Regisseurs Abel Ferrara über Strauss-Kahn soll Depardieu an der Seite von Isabelle Adjani spielen, die die Rolle von Strauss-Kahns Ehefrau Anne Sinclair übernimmt. Der frühere IWF-Chef war der Hoffnungsträger der französischen Sozialisten, bevor er im vergangenen Mai wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens in New York festgenommen wurde. Depardieu unterstützt im französischen Wahlkampf den konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Im August wurde das DSK spart sich Gegenoffensive , da es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin gab. Im September kehrte er nach Frankreich zurück, wo demnächst möglicherweise ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen  Polizei nimmt DSK in Gewahrsam eingeleitet wird.

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Quelle: n-tv.de