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Angeblich "herrischer" Bruder Falschmeldung regt William und Harry auf

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Die Herzöge von Sussex und Cambridge haben in turbulenten Zeiten wie diesen viel zu besprechen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit der Verkündung des "Megxit" brodelt die Gerüchteküche der britischen Boulevardpresse. Auch Prinz William und seine Frau Kate stehen unter Beschuss. Doch nun reicht es den royalen Brüdern: In einer gemeinsamen Erklärung wehren sie sich gegen eine "Falschmeldung".

Kurz vor einem Krisengipfel der britischen Königsfamilie zur künftigen Rolle von Prinz Harry und seiner Frau Meghan wehren sich der Prinz und sein älterer Bruder William gegen einen neuen Medienbericht über ihre Beziehung. "Allen eindeutigen Dementi zum Trotz" habe eine britische Zeitung eine "Falschmeldung" über ihre Beziehung veröffentlicht, hieß es in einer seltenen gemeinsamen Erklärung der Herzöge von Sussex und Cambridge. "Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit kümmern, ist die Verwendung einer derart aufrührerischen Sprache beleidigend und potenziell schädlich", erklärten sie weiter, ließen jedoch offen, in welcher Zeitung der Artikel erschienen war.

Die "Times" hatte zuvor unter Berufung auf einen ungenannten "Eingeweihten" berichtet, Harry und Meghan fühlten sich durch die nach ihrer Auffassung "herrische Haltung des Herzogs von Cambridge" beiseite gedrängt. Das Blatt fügte jedoch selbst hinzu, dass diese Behauptung von William und Kate nahestehenden Kreisen "energisch" zurückgewiesen wurde, ebenso wie von "einigen" Prinz Harry nahestehenden Quellen.

Bei einem Krisentreffen wollten die Queen, ihre beiden Enkel William und Harry sowie deren Vater, Thronfolger Prinz Charles, am heutigen Montagabend gemeinsam mit ihren Privatsekretären über die Folgen der Rückzugswünsche von Harry und Meghan beraten.

Prinz Philip verlässt Landsitz wohl vor Treffen

Der Herzog und die Herzogin von Sussex hatten am vergangenen Mittwoch überraschend erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unabhängiger leben zu wollen. Sie kündigten an, ihre Zeit künftig zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika aufzuteilen. Ihre Ankündigung lässt jedoch viele Frage über die künftige Rolle des Paars offen.

Das Treffen auf Schloss Sandringham dürfte frostig werden. Medienberichten zufolge hatte Harrys einseitige Entscheidung die Queen sehr "verletzt". Der "Daily Mail" zufolge soll Prinz Philip völlig ausgeflippt sein. Er sei zudem am heutigen Montag aus dem Landsitz Sandringham geflüchtet und will sich das Krisentreffen nicht antun, hieß es weiter.

Auch Harrys Bruder William zeigte sich laut "Sunday Times" enttäuscht. Demnach sagte Prinz William, die nach dem Tod ihrer Mutter Prinzessin Diana geknüpften engen Bande seien gekappt: "Unser ganzes Leben habe ich meinen Arm um meinen Bruder gelegt, und das kann ich nun nicht länger tun - wir sind getrennte Einheiten", beklagte sich William dem Bericht zufolge gegenüber einem Freund.

Angst vor "Interview ohne Tabus"

Medienberichten zufolge könnten Harry und Meghan mit einem Enthüllungs-Interview reagieren, sollten sie mit dem Ergebnis der Beratungen auf Schloss Sandringham unzufrieden sein. ITV-Journalist Tom Bradby drohte am Sonntag mit einem "langen Fernsehinterview ohne Tabus". "Ich glaube nicht, dass dies hübsch wird", fügte der Freund von Harry und William hinzu. Meghan hatte Bradby bereits im Oktober in einem Interview verraten, wie sehr sie unter der ständigen Beobachtung durch die britischen Boulevardmedien leidet.

Diese schlagen zurück. Die Queen werde Harry die wahren Kosten der Freiheit schon lehren, titelte der "Daily Express" am heutigen Montag. Und die "Sun" veröffentlichte eine Umfrage, wonach 81 Prozent der Befragten wollen, dass Harry und Meghan keinerlei finanzielle Unterstützung durch das Königshaus oder aus Steuermitteln mehr bekommen. 46 Prozent wollen demnach, dass die beiden ihre Titel ablegen.

Quelle: ntv.de, vmi/AFP