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"IBES" - das große Wiedersehen "Fixiert wie Schlachtvieh"

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Endlich wieder saubere Klamotten

Die Camper ziehen exklusiv Resümee: Marc kommt kaum zu Wort, Hanka dafür umso mehr und Sarah Joelle scheint sich sogar zu schämen. Einer aber packt plötzlich aus - Honey verrät den wahren Grund seiner Prüfungsablehnung.

"Ich höre auf, mich vor der Kamera zu prostituieren und ich werde aufhören, Fans zu akquirieren", gesteht Sarah Joelle, im schwarzen Lederdress, auf Sonjas Frage, was sie aus dem Dschungel mitgenommen hat und in Zukunft machen möchte. Die Musik stehe jetzt im Vordergrund, antwortet sie leicht beschämt. Endlich das machen, was man wirklich kann, nicht mehr auf Micaela Schäfer hören und die noch echten Möpse demnächst drinnen lassen.

Nach zwei Wochen Reis, Bohnen und Dschungeltag-Endlosigkeit haben sich alle Camper zum Exklusiv-Gespräch in der schönsten Baumkrone des australischen Urwalds eingefunden, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen.

Sofort fällt auf, dass die Promis alle durch die Bank zwar deutlich weniger auf den Rippen haben und nett hergerichtet sind, aber durch die viele Schminke im Gesicht im Unterschied zu den Bildern aus dem Dschungel teils schon wieder um Jahre gealtert wirken. Dabei war die ungeschminkte Gina-Lisa doch so ein schöner Beweis, dass weniger meistens mehr ist.

"Mehr Zähne als der weiße Hai"

Frei Schnauze und scheinbar ohne Skript schnattern die Camper mit Sonja und Daniel über ihre Sicht der Dinge - mal allein, mal in Gruppen. Dazwischen gibt es die besten Szenen und Rückblenden, um, - ja, das kann man ruhig so sagen, - vielleicht auch noch ein bisschen Beef zu provozieren oder Unerzähltes aus dem einen oder anderen herauszukitzeln. Dieses sich gegenseitige Lieb-Gehabe, also bitte, wir wollen Action, Konfro und Kassalla! Kann der Flo den Honey nicht mal kurz schubsen?

Auffällig: Gefühlt gebührt die meiste Sendezeit Hanka. Der Dschungelkönig selbst kommt erst am Schluss zu Wort und auch da hat er leider wenig zu melden. Lächelt aber sehr charmant. Dafür erfährt der Zuschauer, dass Honey, der im Camp "mehr Zähne als der weiße Hai" gezeigt hat, ab jetzt als "Appearances" gebucht werden kann.

Soll heißen: Sie können den Grinser auf Ihre nächste Geburtstagsparty einladen und er lächelt und säuft dann als "Very Import Person" auf Ihre Kosten. Ebenfalls buchbar: Selfies und Interviews sowie Kooperationswünsche wie Nacktputzen, Staubsaugerbeutel wechseln oder Müll rausbringen. Hinweis: Beleidigen kostet extra.

Die Prüfung "Grausstellung" hat er übrigens, und das ist die Überraschung schlechthin, nur abgesagt, weil er nicht "fixiert werden wollte wie Schlachtvieh."

Ursachenforschung wird vor allem mit Hanka betrieben. Die Frau, die "Jenser erst auf den Sack gegangen und dann immer schlimmer geworden ist", hat im Camp von Anfang an gewisse Privilegien genossen und es auch nie versäumt, ihre psychischen Probleme jedem, auch dem, der sie gar nicht hören wollte, auf die Nase zu binden.

Mit Hanka in die Reha

Fräulein Menke zweifelt an Hankas offenem Umgang mit ihren Meisen: "Du hast mir erzählt, du hast ein Buch geschrieben, ich glaube, du hast das die ganze Zeit promotet." Darauf Hanka: "Entschuldige, ich hatte das Gefühl, dass ich dir vertrauen kann, aber jetzt diese Heftigkeit hier, ich bin extrem erschrocken."

Frau Rackwitz will das Gespräch schon abbrechen, da erklärt Fräulein Menke: "Ich bin ja nicht die Einzige, die an eine verkaufsfördernde Maßnahme denkt, du hast ja auch gesagt, du bist Geschäftsfrau und jetzt machst du eine sechswöchige Reha und wirst dabei von Kameras begleitet."

Hanka ist fassungslos ob der Unterstellungen, sie würde ihre Krankheit nur spielen: "Jetzt wird’s aber bitter, du bist vorhin noch zu mir gekommen und hast mir erzählt, dass du was über mich gesagt hast und ich hab dich beruhigt. Das Gespräch ist beendet."

Während die Zweitplatzierte erschrocken in die Kamera starrt, plärrt Sarah Joelle auf einmal von der Zuschauertribüne, sie habe es auch oft so empfunden, dass vieles nur Taktik war. Tatsächlich ist es etwas verwunderlich, wie oft Hanka zu Wort kommt.

Zu wie viel Prozent ist da ein Rackwitz'sches Meisen-Format in Planung? Zu wie viel Prozent ist da ein Rackwitz'sches Meisen-Format in Planung? Zu wie viel Prozent ist da ein Rackwitz'sches Meisen-Format in Planung?

Nicht das echte Leben

Gina-Lisa darf auch noch was sagen. Die menschliche Barbie verrät, sie habe sich im Camp nicht nackig gemacht, weil sie es ihrer Familie versprochen hatte. Außerdem glaube sie nach wie vor fest an ihren neuen Buddy Honey und ihren lieben Freund Flo, den sie mit seinem Bruder wiedervereinigen möchte: "Ich hole euch ab, ich komme nach Frankfurt, ich fahre Auto."

Apropos Auto: "Wer kommt aus Spandau und nicht aus Mitte – der Icke." Häßler gesteht, zum Schluss im Camp nur noch auf der Felge gelaufen zu sein. Genauso wie Kader, für die die härteste Erfahrung das wenige Essen war.

Wirklich Neues erfährt der Zuschauer beim Baumkronen-Treffen nicht: Flo trifft seinen Bruder und bietet Honey konsequent die Stirn, Marc wird immer noch Stripper genannt, obwohl er in erster Linie Sänger ist und La Loth wird das Geheimnis, wie sie ohne ihre Panda-Äuglein aussieht, wohl niemals lüften. Dank Sonja aber haben wir jetzt für Honeys Grinsen endlich einen Namen: Lach-Tourette.

Der eine fand die Erfahrungen im Camp schräg, der andere "psychopathischmäßig". Als Hanka aus tiefster Überzeugung sagt: "Die Zeit im Dschungel, das war das echte Leben", widerspricht ihr ausgerechnet der Mann, "dem der soziale Intellekt fehlt": "Das war nicht das echte Leben. Das war eine Fernsehshow".

Quelle: ntv.de