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Spott-Tweet zu Daniel Küblböck Geschmacklos, geschmackloser, Niels Ruf

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Mit Provokationen kennt er sich aus: Niels Ruf.

(Foto: imago/Future Image)

Er kann es einfach nicht lassen: Niels Ruf nimmt das Verschwinden Daniel Küblböcks zum Anlass für einen gehässigen Tweet. Es ist nicht das erste Mal, dass der Ex-Viva-Zwei- und Ex-Talkshow-Moderator gewollt aus der Rolle fällt.

Nun gut, man könnte Niels Ruf bei dieser Twitter-Botschaft auch Selbstironie attestieren. Doch der ehemalige Moderator mit eigener Late-Night-Show kennt auch mit 45 Jahren offenbar die Grenzen zwischen Humor und Geschmacklosigkeit nicht. Dementsprechend schlägt sein Tweet zu Daniel Küblböck wieder mal hohe Wellen.

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Ruf postete in dem Netzwerk einen Clip, in dem eine Person in voller Montur in einen Pool springt. Dazu schrieb er: "Endlich gibt's einen, bei dem ein Wiederauftauchen aus der Versenkung noch unwahrscheinlicher ist als bei mir." Damit auch sichergestellt ist, wie die Botschaft zu verstehen ist, versah er sie mit dem Hashtag "Küblböck".

"Du erbärmlicher Bengel"

Die Reaktionen darauf fallen erwartungsgemäß - und wie von Ruf sicherlich auch kalkuliert - überwiegend empört aus. "Ist tatsächlich nicht sonderlich schade, dass du nicht mehr relevant bist, du erbärmlicher Bengel", schrieb etwa eine Nutzerin. Eine andere echauffierte sich: "Schon bemitleidenswert, dass man nur mit solch dämlichen Posts ins Gespräch kommen kann. Abartig, dass ein Menschenleben anscheinend so wenig wert ist, dass man sich darüber lustig macht." Und ein dritter Kommentar ging sogar so weit: "Na, da hoffen wir mal, dass Sie irgendwann von 'nem Schiff springen und nie wieder auftauchen! Solche Menschen wie sie braucht dieses Land nicht!"

Es ist nicht das erste Mal, dass Ruf nach einer Tragödie bewusst provoziert, um ins Gespräch zu kommen. Nach dem Tod des Sängers Roger Cicero mit nur 45 Jahren wegen eines Hirnschlags 2016 schrieb er bei Twitter: "Zwei Roger-Cicero-Tickets zum halben Preis abzugeben." Auch über die Opfer einer Messer-Attacke in Hamburg machte er sich lustig. Für Aufsehen sorgte auch eine Rauferei und ein verbaler Schlagabtausch mit Comedian Atze Schröder, der auf Ruf offenbar ganz und gar nicht gut zu sprechen ist.

Ansonsten jedoch liegt Ruf mit seiner Selbsteinschätzung, in der Versenkung verschwunden zu sein, durchaus richtig. Einst moderierte er bei Viva Zwei die Sendung "Kamikaze". Später bekam er mit der "Niels Ruf Show" ein eigenes Late-Night-Format im Fernsehen. Doch die fetten Jahre des Ober-Zynikers auf dem Bildschirm sind vorbei. Zuletzt sah man ihn 2016 bei "Let's Dance" - auch hier fiel er vor allem durch markige Sprüche und nicht durch sein Tanztalent auf.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
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  • Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein E-Mail-Beratung als Orientierungshilfe an.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: n-tv.de, vpr

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