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Deutscher Filmpreis verliehen Grandioser Sieg für "Victoria"

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"Victoria"-Regisseur Sebastian Schipper kann die Preise für Regie und Film mit nach Hause nehmen.

(Foto: dpa)

Ein Filmexperiment wird belohnt: Bei der Verleihung der Deutschen Fernsehpreise feiert "Victoria" von Sebastian Schipper einen triumphalen Sieg - ein Film, der ohne einen einzigen Schnitt auskommt. Der große Konkurrent geht dagegen leer aus.

Der Echtzeit-Thriller "Victoria" ist der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises. Bei der Verleihung im Berliner Palais am Funkturm erhielt der ohne einen einzigen Schnitt in Berlin gedrehte Film von Regisseur Sebastian Schipper insgesamt sechs Lolas. Das gibt die deutsche Filmakademie bekannt. Darunter sind die Auszeichnungen als bester Spielfilm, für die beste Regie sowie die beste männliche und weibliche Hauptrolle.

Der Film war auch auf der diesjährigen Berlinale gelaufen. Dort hatte der Kameramann Sturla Brandth Grøvlen aus Norwegen einen Silbernen Bären gewonnen. Das Bankraub-Drama läuft in einer einzigen langen Einstellung über 140 Minuten. Es gibt daher keine Schnitte.

"Victoria" hatte insgesamt sieben Nominierungen für den Deutschen Filmpreis eingestrichen. Der Streifen galt deshalb bereits im Vorfeld ein großer Favorit bei dem wichtigsten deutschen Preis der Filmschaffenden. Enttäuschung herrschte dagegen bei den Machern des Historien-Dramas "Elser - Er hätte die Welt verändert". Der ebenfalls für sieben Lolas nominierte Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser ging völlig leer aus. Der Film war ebenfalls auf der diesjährigen Berlinale gelaufen.

Der Deutsche Filmpreis wurde in diesem Jahr zum 65. Mal verliehen. Er ist mit insgesamt drei Millionen Euro dotiert, allein die Nominierungen brachten den sechs besten Spielfilmen jeweils 250.000 Euro.

Bei den besten Spielfilmen gab es Lolas in Gold, Silber und Bronze. Hinter Gold-Gewinner "Victoria" landeten "Jack" und "Zeit der Kannibalen" auf den Plätzen zwei und drei. Für den besten Schnitt wurde "Who I Am - Kein System ist sicher" über eine Gruppe von Hackern, für das beste Drehbuch "Zeit der Kannibalen" ausgezeichnet. Regisseur Til Schweiger bekam für "Honig im Kopf" den undotierten Preis für den Film mit den meisten Zuschauern.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP

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