Unterhaltung

Telefonpanne bei "Wer wird Millionär?" Günther Jauch wird zur Hausmeister-Hotline

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Loriot hätte seine helle Freude gehabt. Dank einer Panne mit der Telefonleitung muss Günther Jauch auf ein Schnurlos-Modell ausweichen. Das gehört aber leider dem sehr gefragten Aufnahmeleiter. Das Telefon klingelt. Und klingelt. Und klingelt. Und … klingelt. Armer Ronny.

Bei "Wer wird Millionär?" klingelt es normalerweise höchstens ein-, zweimal pro Ausgabe und immer nur beim jeweiligen Telefonjoker. An diesem Montagabend aber stand das Telefon in Günther Jauchs Jackentasche kaum still. Zum Beispiel sagte Ronny während der laufenden Sendung netterweise Bescheid, dass er die Röhre in der Garderobe des Moderators ausgetauscht hat. "Günther Jauch hier, guten Aaabend! Wer spricht denn dort?" - ein ahnungsloser Anrufer nach dem nächsten erlebte eine lange Schrecksekunde, als unverhofft der Moderator ans Telefon ging. Passenderweise begann alles mit einer Kommunikationspanne.

Aber schnell noch zum kuriosen Beginn. Statt wie gewohnt vom Band kam die Titelmelodie dieses Mal aus den Kehlen von Jugendlichen, die Jauch im Studio begrüßten. Überhangskandidat Ulrich Kurt Rudolf Kögel hatte seinen Chor von der Wilhelm-von-Oranien-Schule im hessischen Dillenburg mitgebracht. Jauch musste dann an der Blockflöte selbst ran, schlug sich gemeinsam mit dem Chor äußerst wacker. Leider half diese denkwürdige Aktion dem Musiklehrer am Ende nicht. Kögel musste bei der 16.000-Euro-Frage wissen, wovon es in Deutschland nur noch zwei in Betrieb befindliche Exemplare gibt: Leuchttürme oder Steinkohlebergwerke. Kögel tippte auf Erstere, lag falsch und fiel auf 500 Euro zurück.

Schnurlos läuft die Sendung aus dem Ruder

Vorher bei 8000 Euro wollte der Kandidat seinen Telefonjoker David Moreno fragen. Der hatte 2010 schon selbst auf dem heißen Stuhl gesessen und 125.000 Euro gewonnen. Die Tastentöne waren zwar noch wie gewohnt im Studio zu hören, nur das Tuten wollte nicht ertönen. "Jetzt kriegen wir kein Telefonat hin … Telefon ist auf dem Weg", ließ die Regie Jauch per Durchsage wissen. Schnell wurde ihm ein Schnurlosmodell gereicht, dass er sich zwecks direktem Übertragungsweg an das Mikrofon am Revers hielt. Leider konnte der Telefonjoker nicht helfen, dafür der 50/50.

Gerade sollte es zur nächsten Frage gehen, da klingelte es in Jauchs Jackentasche. "Habt Ihr einen Vollvogel?", meinte er noch, ging aber pflichtbewusst ran und meldete sich - wie es sich gehört - mit vollem Namen.

Jauch: "Günther Jauch hier, guten Aaabend! Wer spricht denn dort?"

Anrufer: "Hmpf."

Jauch: "Hallo! Hallo! [Blick aufs Display] Ich weiß genau, wer spricht. Ronny?"

Ronny: "Richtig, genau, der spricht hier."

Jauch: "Na, dann sprechen Sie doch mit mir, Sie feige Socke. Was gibt’s denn?"

Ronny: "Ich wollte nur Bescheid sagen: Ich hab die Röhre in ihrer Garderobe gewechselt."

Jauch: "Weil das auch nicht funktioniert, da oben … Vielen Dank … Ja, das musste man mal so sagen. Vielen Dank noch mal."

Aber da hatte Ronny schon grußlos aufgelegt.

Ronny, die Zweite

Wenige Sekunden später klingelte es erneut.

Jauch: "Ja, hallo, da bin ich noch mal."

Ronny: "Öhm, ja. Ich bin's schon wieder. Ich wollte eigentlich den Franz haben, aber der hat die Rufumleitung noch drinnen."

Anschließend rief die nette Dame vom Empfang wegen des Lichts unter dem Glasdach an. Dann hatte Aufnahmeleiter Franz ein Erbarmen und holte sein Telefon unter dem Applaus des Publikums ab.

Leider funktionierte das Festnetz auch beim nächsten Kandidaten Sascha Vespermann noch nicht und wieder musste die Schnurlos-Variante den Kontakt zum Telefonjoker herstellen. Vespermann konnte anschließend noch die 32.000-Euro-Frage korrekt beantworten, da bimmelte es zum vierten Mal beim Moderator. Dran war aber nur Aufnahmeleiter Franz. Jauch meinte: "Was würden wir ohne Dich machen. "Weiß ich auch nicht … Dann noch eine schöne Sendung", erwiderte Franz.

Quelle: ntv.de

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