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"Promi Big Brother" - Tag 6 Gürtelrose und kein Bier da

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Alle problembehaftet und bald ohne Bier.

Silvia ist gürtelrosenverdächtig, Sophia steckt "in Quarantäne" und Nicole tritt gegen Türen. Nur einer behält den Überblick: Mike. Er deckt den Tod auf. Ein gutes Zeichen. Denn der Tod ist bekanntlich "immer super." Es sei denn, das Bier fehlt.

"Im Zentrum ist der Tod, der Tod ist immer super", sagt Mike, der der Brüste-Drückerin Katja gerade die Tarotkarten legt. Die Katja würde vom Mike gern wissen, wie es beruflich mit ihr weitergeht. Als sie sieht, dass in der Mitte "der Tod" aufgedeckt wird, ist sie ganz verzückt, denn "der Tod bedeutet ja auch immer Veränderung". Ne, Mike? Darauf der bigotte Schwätzer mit teigigem Blick: "Naja, manchmal bedeutet der Tod auch einfach nur Tod."

Mental hat die Mike-Sitzung der Katja sehr geholfen. Es ist ja auch immer schön, wenn ein ganz kluger Mensch einem sagt: "Du wirst etwas beenden und etwas Neues beginnen." Ob vor oder nach dem Tod ist ja nun wirklich vollkommen unwichtig.

Tag 6 besteht bei den Verhaltensgestörten wieder aus vielen einzelnen Puzzlestücken. Vorab eine wichtige Verkündung: Mutti Wollny hat "Verdacht auf Gürtelrose" und wurde sofort von der Baustelle abgezogen. Weil eine Gürtelrose ansteckend und "gefährlich für Schwangere ist", steckt auch Sophia vorsichtshalber in Quarantäne.

Belstler-B. schwer angeschlagen

Weil die bei Sat1 es bekanntlich nicht auf die Kette kriegen, dass Mittwoch meistens der Tag nach Dienstag ist, sieht der Zuschauer die ganze Zeit Mutti Wollny, obwohl sie, wie wir inzwischen wissen, bereits draußen ist. Während in der Villa, an welchem Tag auch immer, das pure Leben tobt, ist die Stimmung auf der Baustelle im Keller. Alphonso versucht seine Homies so gut es geht zu motivieren, aber vor allem bei Frau Belstlerdingens läuft im Denkapparat alles aus dem Ruder.

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Nicht mit Kinski verwandt - Nicole.

Sie schreit, sie keift, sie braucht eine Auszeit und greift "Big Daddy" an, der sich stets um ihr Wohlergehen sorgt. In einer dieser Coins-"Tschällensches", bei der die Bewohner Kartenhäuschen bauen sollen, klinkt die 55-Jährige aus. Erst der Splitter im Finger, dann kein Sagrotan zur Hand. Nicole wird zum Kinski und tritt gegen die Tür. Der Rest der Gruppe: fassungslos und verängstigt.

Wenn man versucht, sie zu erden, hält sie sich wie ein Kleinkind die Ohren zu. "Unnormal, dieses negative Gequatsche", findet Mr. Bling Bling oder wie Dr. Psych. Wollny attestiert: "Das siehste der doch an, dass die psychisch ist!"

"Das hat alles Konsequenzen"

Wir wissen natürlich nicht, ob Silvia zurückkommt, aber vielleicht sollte man nochmal erwähnen, dass sie nicht wegen des ganzen Geldes an diesem Projekt teilgenommen hat. Das Verhalten der Menschen um sie herum macht ihr arg zu schaffen: der Egoismus der Villa-Bewohner, nachts Remmidemmi zu veranstalten, wenn andere pennen wollen, die sündige Schlemmerei vor den Hungernden, nein, derlei römische Dekadenz ist nichts für Silvia. Wutentbrannt macht sie ihrem Ärger Luft: "Das hat alles Konsequenten." Ja, und zwar Gürtelrose.

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Chethrin und Völzi schmusen.

Werfen wir einen Blick auf Chethrin und Daniel Völz. Sie lümmeln im Garten der Villa auf der Couch. Die Situation ist ungefähr so romantisch wie ein Mehrbettzimmer in einer Jugendherberge in Amsterdam, aber Chethrin meint, "so gewisse Schwingungen" zwischen sich und Daniel zu spüren. "Wie der mich auch immer anguckt - die Blicke, hihi." Also fängt sie an, während Daniel sich schlafend oder aber auch tot stellt, ihn am Arm zu begrabbeln und ihr Haar auf sein Gesicht zu legen, auf dem aber auch schon seine Socke liegt, um das unangenehme Krankenhauslicht auszublenden oder aber auch um den eigenen Fußmief ganz tief zu inhalieren, um sehr schnell in einen Dornröschenschlaf zu verfallen. Die arme Chethrin! Hat sie wieder kein Glück?

Inzwischen kaum noch zu ignorieren: Die Autorität von "Big Brother" hat stark gelitten. Bei jedem Befehl mären diese Eumel noch gefühlte drei Jahre rum. Auch um die Manieren ist es sehr schlecht bestellt: Gähnen, ohne die Hand vor den Mund zu halten, Zügellosigkeit, Quarzerei. Viele müssen eine sehr schlechte Kinderstube genossen haben, aber Hauptsache, die Möpse werden schön gedrückt.

"Jetzt erstmal'n Bier"

Ein Duell gibt es freilich auch wieder. Dieses Mal treten die Villa-Piefkes in zwei Teams gegen sich selber an. Die Verlierer müssen geschlossen auf die Baustelle. Gespielt wird irgendwas mit Wasser und Eimern und alles ist "sehr sehr spannend".

Die Gewinner, die in der Villa verbleiben dürfen, machen von ihrem Recht Gebrauch, die psychisch angeschlagene Nicole aus dem Bauwagen zu sich zu holen. Die freut sich. "Jetzt erstmal'n Bier". Kühlschrank auf. Kein Bier da. "Ist kein Bier da, ich hab mich so auf ein Bier gefreut!" Nee, siehste doch - ist kein Bier da, Sekt ist da - und Grauburgunder. "Nee, ich wollte Bier!" Kühlschrank wieder auf. Immer noch kein Bier da. Kühlschrank wieder zu. "Ahhhhh, ich freue mich auf eine Wanne! Mein Rücken! Ja, das wird schön - gleich ein tolles Bad." Jetzt guckt sie allen Ernstes nochmal in den Kühlschrank, wo … man glaubt es kaum, nach wie vor KEIN BIER drin ist. Um so mehr freut sie sich auf ihre Wanne. "Ohhh, schööön - baden!"

Viel schöner ist es aber, dass der Zuschauer sie für ihre Kühlschrank-Aktion und auch für ihre Ausraster und Alphonso-Attacken stehenden Fußes wieder zurück auf die Baustelle schickt.

Frage: Zwei sind ja jetzt weg vom Fenster. Könnten bitte die Ikonen Helena Fürst und Walter Freiwald nachrücken? Es muss jetzt nämlich ganz dringend was passieren!

Quelle: n-tv.de

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