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Candace Cameron über "Fuller House" "Ich bin eine alte Dame geworden"

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Bei "Fuller House" ist Candace Camerons Figur DJ Tanner (4.v.l.) das Familienoberhaupt..

(Foto: Netflix)

Hier wird nicht mehr getrotzt und die erste Liebe - ach, damals. DJ Tanner ist mittlerweile Mutter diverser Kinder und regierendes Familienoberhaupt. Darstellerin Candace Cameron gefällt das so. Als Kind hatte sie am Set von "Full House" zwar eine Menge Spaß, die neue Verantwortung beim Reboot "Fuller House" jedoch genießt sie noch mehr. Im Gespräch mit n-tv.de erzählt die 40-Jährige, was Fans von den neuen Folgen "Fuller House" erwarten dürfen.

Konntest du die Dreharbeiten zur zweiten Staffel "Fuller House" entspannter angehen, nachdem die erste Staffel gut gelaufen ist?

Natürlich empfindet man weniger Druck. Gleichzeitig will man aber dafür sorgen, dass die Serie noch besser wird.

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Du wirst sicher oft auf der Straße angesprochen. Wie haben sich die Reaktionen verändert, seit "Fuller House" streamt?

Wenn Kinder auf mich zukommen und sagen: "Ich liebe deine Show." Dann frage ich jetzt immer: "Welche?" "Full House" wird schließlich nach wie vor jeden Tag ausgestrahlt.

Hast du dich denn mittlerweile an die erwachsene DJ Tanner gewöhnt?

Oh, ich liebe es, die Erwachsene zu sein! Als Kind bekommt man sein Skript, man probt, man spielt - viel mehr ist da nicht. Als eine der Hauptdarstellerinnen denke ich heute viel mehr aus Sicht der Produktion. Mir ist wichtig, dass Handlungsstränge vorangetrieben werden und dass nicht nur meine eigene Leistung stimmt. Ich trage mehr Verantwortung. Deswegen denke ich viel darüber nach, was man noch optimieren kann. So gefällt mir die Arbeit noch besser als früher.

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Jodie Sweetin, Candace Cameron und Andera Barber gelang als Kindern der Durchbruch mit "Full House".

(Foto: imago/ZUMA Press)

Hast du den Kinderdarstellern Tipps gegeben? Du hast da schließlich Erfahrung …

Ich will mir jetzt nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber die Kids hätten es echt nicht besser treffen können. Ein liebevolleres Arbeitsumfeld könnte man ihnen nicht bieten. Jodie, Andrea und ich (Jodie Sweetin und Andrea Barber spielen Stephanie Tanner und Kimmy Gibbler; Anm.d.Red.) haben alle genau das gleiche erlebt. Deswegen haben wir viel Geduld und Verständnis. Wir sagen ihnen dann: "Hey, wir wissen, wie sich das anfühlt, aber wir müssen hier jetzt fertig werden." Ich denke, es macht einen Unterschied für die Kinder, dass wir nicht einfach so daherreden, sondern das alles selber mitgemacht haben.

Und lernst du andersrum auch mal was von ihnen?

Sie bringen mir Tänze bei. Und sie zeigen mir Songs, die gerade angesagt sind. Ich bin eine alte Dame geworden. (lacht) Außerdem hat alles Kindliche auch immer etwas Unschuldiges. Ich habe mich zum Beispiel nach all den Jahren an die Aufzeichnungen vor einem Live-Publikum gewöhnt, aber für die jungen Darsteller das noch furchtbar aufregend. Das erinnert mich dann immer wieder daran, wie großartig eigentlich alles ist.

Worum geht es denn nun in Staffel zwei?

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In Staffel zwei von "Fuller House" muss DJ sich zwischen zwei Männern entscheiden.

(Foto: Michael Yarish / Netflix)

Es geht um die Feiertage! Wir feiern Halloween, Thanksgiving, Weihnachten und Silvester. Das bringt die ganze Familie zusammen - also auch alle aus dem alten Cast. John, Bob, Dave und Lori (John Stamos, Bob Saget, Dave Coulier und Lori Loughlin spielen im Original "Full House" die Elterngeneration; Anm.d.Red.) sind alle in drei Episoden zu sehen. DJ hat sich zum Ende der ersten Staffel nicht zwischen Matt und Steve entschieden. Also wird es in den neuen Folgen ganz schön kompliziert zwischen den dreien. Sie entscheidet sich auf jeden Fall!

Warst du nach all den Jahren nicht ganz klar auf Steves Seite?

Das ist ein bisschen wie bei "Friends": Ross und Rachel …

Ich merke schon, du willst dich nicht festlegen. Ihr habt in Staffel zwei auch verschiedene Gastauftritte. Verrätst du da deinen Favoriten?

New Kids On the Block! Damit ist ein Traum für mich wahr geworden. Andrea und ich waren schon als kleine Mädchen Fans. Seit vier oder fünf Jahren gehen wir jedes Jahr zu einem ihrer Konzerte. Als sie mit uns gedreht haben, war es gar nicht so einfach, nicht in den Fan-Girl-Modus zu verfallen. Als ich mir die entsprechende Episode angesehen habe, musste ich am Ende weinen - nicht, weil sie traurig war, sondern weil mein 13-jähriges Ich so verdammt glücklich war.

Und wie weit kannst du mit "Fuller House" in die Zukunft denken?

Wir sagen immer, es sollte irgendwann noch "Fullest House" geben. Die Show würde niemals enden. Aber jetzt gibt es hoffentlich erstmal noch ein paar Staffeln "Fuller House".

Mit Candace Cameron sprach Anna Meinecke.

Die zweite Staffel "Fuller House" ist ab dem 9. Dezember abrufbar über Netflix.

Quelle: n-tv.de

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