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Jawort im Hochsicherheitstrakt Julian Assange darf im Gefängnis heiraten

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Wird seine Verlobte im Gefängnis heiraten: Julian Assange.

(Foto: REUTERS)

Seit 2019 sitzt Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis in England. Nun hat ein Antrag des Wikileaks-Gründers Erfolg: Er darf seine Verlobte heiraten - wenn auch hinter Gittern. Offenbar will das Paar nun keine Zeit verlieren, wie die Braut in spe verrät.

Wikileaks-Gründer Julian Assange darf im Gefängnis heiraten. Er hat britischen Medienberichten zufolge die Genehmigung erhalten, seiner Partnerin Stella Moris im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh das Jawort zu geben. Der 50-Jährige befindet sich seit 2019 in der Haftanstalt, nachdem die USA rechtliche Schritte für eine Auslieferung eingeleitet hatten.

Moris bestätigte die Hochzeitsneuigkeiten auf Twitter: "Gute Nachrichten: Die britische Regierung hat 24 Stunden vor Ablauf der Frist einen Rückzieher gemacht. Julian und ich haben nun die Erlaubnis, im Belmarsh-Gefängnis zu heiraten."

Über die sozialen Medien erreichen das Paar zahlreiche Glückwünsche aus aller Welt. "Glückwünsche aus Deutschland", schreibt etwa eine Nutzerin. Moris bedankt sich über Twitter und deutet an, dass die Vermählung nun schnell gehen soll: "Danke an alle für die guten Wünsche! Ich werde sie ausdrucken und morgen an Julian schicken. Wir hoffen, dass wir vor 2022 heiraten werden!"

"Immer noch wütend"

Das Paar, das seit mehreren Jahren verlobt ist, ging zuletzt rechtlich gegen den Gefängnisdirektor vor und kündigte ebenfalls rechtliche Schritte gegen den Justizminister Dominic Raab an. Moris und Assange beschuldigten sie, eine Hochzeit verhindern zu wollen.

Assanges Verlobte schreibt weiter, sie sei nun zwar erleichtert, aber gleichzeitig "immer noch wütend, dass rechtliche Schritte notwendig waren, um den illegalen Eingriff in unser Grundrecht zu heiraten zu stoppen".

Die Gefängnisbehörde dementiert die Vorwürfe des Paares. "Der Antrag von Herrn Assange wurde vom Gefängnisdirektor in der üblichen Weise entgegengenommen, geprüft und bearbeitet, wie bei jedem anderen Gefangenen auch", zitiert der "Guardian" einen Sprecher der Behörde.

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Moris und Assange sollen sich kennengelernt haben, als der Enthüllungsjournalist in der ecuadorianischen Botschaft in London lebte. Dort hatte er politisches Asyl beantragt.

Das Paar hat zwei Kinder. Assange wurde als Gründer sowie Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt. Diese hatte ab März 2010 geheime US-Militärdokumente und Videos zu internationalen Militäreinsätzen veröffentlicht.

Quelle: ntv.de, spl/spot

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